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29. Februar 2004
Mit einem saustarken zweiten Tag
konnte sich unser Vierer noch den Vize-Bezirksmeistertitel
in der Altersklasse U12 und die damit verbundene Qualifikation
für die Sachsenmeisterschaft sichern. In der Besetzung
Hashem Schweiger (2½/7), Stephan Meyer (6/7),
Robin Kamrla (5/7) und Peter Coburger (5½/7)
gelang dieser schöne Erfolg nach 3:1-Siegen gegen
die unmittelbaren Konkurrenten aus Wilkau-Haßlau
und vom SC Sachsenring. In der Schlußrunde gelang
dann noch ein ungefährdeter 4:0-Erfolg gegen die
II. Mannschaft der USG Chemnitz. Nur gut, dass die Sachsenmeisterschaften
erst im Juni stattfinden, denn bis dahin gibt es noch
jede Menge Arbeit, wie zum Beispiel die deutliche 0:4-Schlappe
gegen den Bezirksmeister USG Chemnitz zeigt. Ausführlicher
Bericht von Jochen Bandt folgt ...
Außerdem der Vereinscup
vom Freitag inklusive Blitzelo.
25. Februar 2004
So wurde es doch noch ein toller
Abschluss für Tomasz Markowski. Heute wollte Jungstar
Andrei Volokitin zuviel gegen ihn und verlor nach einem
taktischen Gemetzel. Mit 6½ aus 9 und einer Performance
von etwa 2735 Elopunkten erreicht Tomek damit als Nr.
37 der Setzliste den 8. Platz im Feld der erweiterten
Weltspitze. Immerhin 3000 US-Dollar Preisgeld werden
dafür ausgelobt. Herzlichen Glückwunsch an
unseren Vorzeigeprofi, der damit in Plauen wohl endgültig
das Erbe von Superstar Alexander Beliavsky angetreten
hat. Den offiziellen Endstand des Aeroflot Open 2004
finden Sie hier.
Nachgereicht: Der Vereinscup
vom 20.2. und die aktuelle
Blitzelo.
24. Februar 2004
In der 8. Runde des Aeroflot
Open in Moskau wurde heute zwischen den Landsleuten
Tomasz Markowski und Bartosz Socko (2556) mit offenem
Visier gekämpft. Beide Könige standen ohne
Schutz auf freiem Felde, aber in einem komplizierten
Mittelspiel mit heterogenen Materialverhältnissen
behielt Tomasz die Nerven und entschied mit einem Freibauern
die Partie für sich. 5½ aus 8 sind in dem
enorm stark besetzten Turnier eine gute Leistung, allerdings
hat er nur bei einem Sieg morgen noch Chancen auf ein
Preisgeld.
Ziemlich dünn fiel das Ergebnis
unserer beiden Jungs bei den Sachseneinzelmeisterschaften
U18m aus. Lion Pfeufer konnte seinen Ambitionen nicht
gerecht werden und wurde etwas enttäuschend mit
3 aus 7 nur Siebenter. Auch Daniel Butzke ließ
in dem starken Feld Federn und kam bei 5 Remisen zu
keinem Sieg. Platz 10 unter 12 Teilnehmern für
ihn.
Bei den Mädchen spielten Theresa und Rebecca Reh
im Rahmen der Erwartungen. Nach dem obligatorischen
Remis der beiden in der Auftaktrunde, versuchte sich
Theresa in der Spitzengruppe zu behaupten. Gegen die
neue Meisterin Franziska Salden spielte sie remis, unterlag
aber Irene Helmbold (Platz 2). Mit Platz 4 und 4½
aus 7 verpasste die 13-Jährige am Ende wieder nur
knapp die Medaillenränge. Ihre Schwester kam mit
3½ Punkten auf Platz 6.
Die Endstände beider Meisterschaften sind detailliert
auf den Seiten des Jugendschachbund
Sachsen zu finden.
23. Februar 2004
Im A-Open des Aeroflot Turniers
in Moskau geht es weiter rund. Vorjahressieger Bologan
und Ex-Weltmeister Khalifman dümpeln bei 3½
aus 6 herum; da hat es Tomasz Markowski schon besser,
denn nach seinem Sieg über Oleg Romanishin liegt
er mit 4½ Punkten in Lauerstellung auf das Führungsquartett.
Mit dem indischen Nachwuchsstar Krishnan Sasikiran (2654)
wartet heute aber eine weitere schwere Aufgabe auf Tomasz.
Ab 12:00 Uhr MEZ können die Partien wieder live
verfolgt werden.
21. Februar 2004
Live-Übertragungen großer
Events machen das Schach im Internet zunehmend populärer.
Als Amateur kann man viel dabei lernen, wenn man nebenher
die Analyseengine laufen lässt. Auch gewährt
dies interessante Einblicke in die Denkprozesse einen
Großmeisters. So konnte man heute z.B. nachvollziehen,
wie Tomasz Markowski mehrmals klare Gewinnwege ausließ
und auch in der Schlussstellung lieber ins Dauerschach
einlenkte, obwohl keine Gefahr bestand. Im Gegensatz
zum remislastigen Theoriekenntnisshowdown in Linares
bietet das Aeroflot
Open vielfältiges und ideenreiches Schach.
Zu schade nur, dass sowohl Linares als auch Moskau enorme
Serverprobleme haben.
20. Februar 2004
In Runde 3 hatte Vladimir Malakhov
im Endspiel den längeren Atem, aber in Runde 4
hat sich Tomasz Markowski in die erweiterte Spitzengruppe
des Aeroflot
Open in Moskau zurück gekämpft. Bei 3
aus 4 einen halben Punkt hinter den Führenden spielt
er morgen gegen Tigran L. Petrosian. Dabei handelt es
sich ausdrücklich NICHT um den früheren Weltmeister,
sondern einen 19-jährigen Armenier mit Elo 2477.
Der frisch gebackene Deutsche Meister Alexander Graf
behauptet sich mit 3½ aus 4 ganz vorn im A-Turnier.
Im B-Open hat übrigens der Ex-Plauener FM Oliver
Brendel 3 aus 5 erreicht, FM Falko Bindrich scort bei
2½.
18. Februar 2004
"Wenn es etwas zu sehen gibt,
dann muss es immer und überall zu sehen sein"
- so lautete das heimliche Motto von Jörg Seidels
Buch "Ondologie
Fanomenologie Kynethik", in dem er das Kuriosum
Helge Schneider zum Anlass eines ernsthaften Philosophierens
nahm. Das Große, alles Große ist immer auch
im Kleinen enthalten und in einer hyperkomplexen Welt
kann man aus jeder Nichtigkeit umfassendere Zusammenhänge
erschließen. Bobkers Spionageroman "Schach
dem Mörder" im Playboy-Verlag erschienen
ist eine solche literarische Belanglosigkeit,
über die man gut und gerne hätte schweigen
können; er wird hier jedoch Anlass für einige
andeutende medientheoretische wie auch schachliterarische
Überlegungen, in: "Action
und Geschichte".
Gunter Sandner hat zum Presseartikel
von Steffen Bandt noch ein paar Anmerkungen zu machen.
In einem eigenen Bericht
schildert er, wie die Plauener mehrmals unnötig
die Zeit überschritten. Besondere Brisanz hatte
die Partie zwischen Dirk Poldauf und Michael Kuraszkiewicz.
Zwei vergeigte Partien haben gegen Neukölln das
Unentschieden gekostet.
In Moskau findet derzeit mit dem
Aeroflot Open 2004 ein riesiges Schachfestival statt.
Fast 200 Großmeister nehmen an dem hochdotierten
Event teil. Unter ihnen ist auch unser Spitzenbrett
der Bundesliga, Tomasz Markowski. Nach 2 Runden zählt
er noch zu den wenigen Spielern mit weißer Weste
(Siege gegen Kholmov (2441) und Yemelin (2578)). Gegen
Vladimir Malakhov (Elo 2700) wird es morgen aber richtig
schwierig werden. Live-Übertragungen und alle sonstigen
Infos sind auf der Turnierseite
(englisch) abrufbereit. Im B-Open nimmt übrigens
auch der 13-jährige Dresdner FM Falko Bindrich
teil.
16. Februar 2004
Drei deutliche Niederlagen musste
die I. Mannschaft am Wochenende hinnehmen. Dennoch steht
man durch die beiden Siege gegen Stuttgart und Katernberg
weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz. Steffen
Bandt berichtet vom Kampf David gegen Goliath aus
Tegernsee und lässt durchblicken, dass wenigstens
gegen Neukölln ein Punktgewinn möglich gewesen
wäre. Die entscheidenden Spiele um den Klassenerhalt
stehen aber noch aus.
15. Februar 2004
Und noch ein halber Punkt mehr -
heute unterlag man dem SC Kreuzberg in der Bundesliga
"nur" mit 2½:5½. Die Remisen
kommen von Kindermann, 2x Espig, Sandner und Kuraszkiewicz.
Für Lion Pfeufer setzte es leider auch im dritten
Spiel eine Niederlage. Ohne die beiden Spitzenbretter
Markowski und Gdanski war nicht viel zu holen für
Plauen am Tegernsee. Im Tabellenkeller kuschelt man
sich jetzt zusammen: Hofheim, St. Ingbert und Stuttgart
verlieren ebenfalls klar. Welch ein Glück, der
Abstiegsgipfel steigt am 27. und 28. März in Plauen.
Da wird wohl alles vom Spiel gegen St. Ingbert abhängen.
Seit die Zeit der Digitalkameras
angebrochen ist, sind im Verein jede Menge Bilder entstanden.
Manche davon haben aber einfach gar nichts mit Schach
zu tun, so dass sie für diese Homepage nur bedingt
zu gebrauchen sind. Allerdings wäre es sehr schade
um diese Fotos,
denn viele von ihnen sind wirklich sehenswert, und stellenweise
haften ihnen lustige Anekdoten an. Über das Menü
rechts oben finden Sie ab jetzt all das, was woanders
keinen Platz findet. Kommentare sind weiterhin ans Gästebuch
oder den Webmaster
zu richten.
14. Februar 2004
Nun ja, 2:6 ist nicht die Masse,
aber eben doch irgendwie das Normalergebnis. Stefan
Kindermann, inzwischen die Zuverlässigkeit in Person,
steuert gegen Neukölln abermals ein Remis bei.
Heute punktet dann auch die Espig-Family und zwar beide
genau zur Hälfte - macht also einen Punkt zusammen.
Balsam auf die geschundene Seele: Auch Uli Dirr erkämpft
endlich wieder ein Unentschieden.
Doch noch immer wird Plauen
getröstet. In der Dreiklassengesellschaft der Bundesliga
werden auch die anderen Amateure vermöbelt: Stuttgart
2:6, Hofheim 3:5 und St. Ingbert gar mit ½:7½.
Runde 7: Im Rahmen der Erwartungen,
nämlich mit 1½:6½, hat die I. Mannschaft
gestern gegen den TV Tegernsee verloren. Stefan Kindermann
(gegen Khenkin), Viteslav Priehoda (gegen Ribli) und
Michael Kuraszkiewicz (gegen Bönsch) sind die dennoch
beachtenswerten Remisen für Plauen. Glücklos
agierte die Espig-Familie, genauso wie Gunter Sandner
im "Traumduell Nr. 3" gegen Klaus Bischoff.
Lion Pfeufer sah bei seinem Debüt in Deutschlands
höchster Spielklasse gegen GM Henrik Teske ebenfalls
keinen Stich.
Das 16. Vereinscupturnier sah diesmal
wenig Überraschungen, außer dass Guntram
Schubert wieder 70 Elopunkte einbüßte. Götz
gewinnt vor Tunger, Bandt und Beyer. Ersterer hat nun
schon knapp 300 Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung.
Im B-Turnier legte Hashem Schweiger satte 140 Punkte
zu. Sylvia Reh war bei ihrem Debüt nicht chancenlos
und bekommt nun ihren eigenen Platz in den Annalen der
Blitzelo.
12. Februar 2004
Nach der Winterpause wird nun auch
im Schach endlich wieder in der Bundesliga
gespielt. Der SK König Plauen - noch auf einem
Nichtabstiegsplatz - fährt zur Dreierrunde nach
Rottach-Egern an den Tegernsee. Die Chancen auf Zählbares
stehen (wie immer) schlecht. Zuletzt hat es gegen Katernberg
aber mit einer Überraschung geklappt. Gegen Tegernsee,
Neukölln und Kreuzberg ist insgesamt vielleicht
auch ein glücklicher Punktgewinn möglich.
Christian Hörr mit einer kurzen
Vorschau.
11. Februar 2004
5 von 7 Runden sind nunmehr bei
der VSC-Meisterschaft gespielt, und für Christof
Beyer ist wieder alles offen. Er revanchierte sich bei
Mario Tunger für die Niederlage im letzten Jahr
und ist nun zwei Runden vor Schluss einen halben Zähler
hinter dem führenden Siegfried Kadner Vierter.
Im Bruderduell der beiden Buschmänner setzte sich
Stephan durch, der zudem mit Jens Schmidt eine lösbare
Aufgabe hat und vielleicht noch in den Medaillenkampf
eingreifen kann. Ein beachtliches Remis erzielte Lothar
Wagner gegen Stefan Fuchs. Uwe Ullrich gewann gegen
den deutlich favorisierten Frank Weller durch Zeitüberschreitung.
Sämtliche Ergebnisse, Ansetzungen und die Tabelle
finden Sie auf der Turnierseite.
8. Februar 2004
Eine kurze statistische Nachbetrachtung
der diesjährigen Nachwuchs-Bezirksmeisterschaften:
Sämtliche Endstände hat Katrin Leschner auf
www.usg-jugendschach.de
veröffentlicht. Thorsten
Coders Vereinsstatistik zeigt außerdem zwei
Dinge: Momentan sind die Mädels die Juwelen unseres
Vereins. Denn erst ihre Leistungen haben den SK König
auf Platz 1 im Medaillenspiegel gehievt. Zweiter wurde
die USG Chemnitz, deren U16-Jungs inzwischen ordentlich
Dampf machen. Es tut sich wieder was in der Bezirkshauptstadt.
Ältere Semester erinnern sich noch ungern an die
Dominanz von Lok Chemnitz Mitte der 90er Jahre, bevor
man plötzlich nichts mehr von den alten Rivalen
hörte. Mittlerweile hat die USG wieder eine breite
Basis samt engagierter Trainer im Nachwuchsbereich und
nimmt ebenfalls an Deutschen Vereinsmeisterschaften
teil. Beim SK König Plauen sollte man deshalb hellhörig
werden und entsprechende Maßnahmen ergreifen,
um die Vormachtstellung im Bezirk nicht bald wieder
zu verlieren.
7. Februar 2004
Mit seinem Kurzremis nach 14 Zügen
hat Lutz Espig heute ausnahmsweise sogar etwas Gutes
getan: Dem Hamburger Bundesligakollegen Thies Heinemann
sicherte er damit in letzter Sekunde eine GM-Norm. Mit
5,5 Punkten aus 9 Partien ist Lutz vielleicht sogar
noch unter den Top 10 gelandet und spielte ein Turnier
weit über seinen Erwartungen. Der DDR-Meister von
1988 hat damit einmal mehr bewiesen, wie wichtig er
vielleicht noch für das Abenteuer Bundesliga sein
kann. Bei den Kollegen von Schach.com
werden Sie im Laufe des Tages sicherlich sämtliche
Infos nachgereicht bekommen.
Es kommt wieder Bewegung in den
Vereinscup! Das
15. Turnier stand ganz im Zeichen der Bandt-Brüder.
Jochen fuhr seinen zweiten Saisonsieg vor dem "kleinen
Steffen" ein. Andreas Götz (gesundheitlich
etwas angeschlagen) blieb da nur der 3. Platz.
Ganz am Rande stellt sich aber eine andere Frage: Was
ist nur mit Guntram Schubert los?! Mit dem wortgewaltigen
Chemiker a.D. scheint der SK König einen richtig
guten Fang gemacht zu haben, denn nach seinem 2. Platz
vor zwei Wochen gelang ihm abermals ein gutes Resultat.
Seine Blitzelo
ist inzwischen auf stattliche 1895 Punkte gestiegen.
Wer weiß, ob seine Sprüche nicht doch irgendwelche
sublimalen Botschaften enthalten ... ;-)
6. Februar 2004
Das Glück, das Lutz gegen Alexander
Graf in der 5. Runde fehlte, hat er heute mit Zinsen
zurück bekommen. Gegen IM Jakov Meister stand er
schon klar schlechter, als dieser mit 29.De5+ seine
Stellung komplett ruinierte. Danach begann eine packende
Zeitnotphase, wo beide bis zum 50. Zug blitzten, Lutz
aber seine Mehrfigur behielt und die verbleibenden Bauern
abgraste. Mit 5 aus 8 hat sich Lutz damit ins vordere
Mittelfeld zurückgekämpft. Alexander Graf
(7 aus 8) hat heute seinen Turniersieg perfekt gemacht.
Schach.com.
5. Februar 2004
Plötzlich kann GM Thomas Luther
wieder gutes Schach spielen. Mit Weiß drängte
er heute GM Lutz Espig in die Defensive und konnte aus
der gelähmten schwarzen Stellung bald eine Figur
entfernen.
Espig, der gestern noch eine virtuelle Performance von
2648 aufwies, fällt damit ins Mittelfeld zurück.
Der Turniersieg scheint GM Alexander Graf nicht mehr
zu nehmen. Schach.com
weiß mehr.
Bei den Bezirksmeisterschaften
in Geyer war unser Nachwuchs wieder recht erfolgreich.
Zwei komplette Medaillensätze gingen mit zurück
in die Vogtlandmetropole. Theresa Reh (U14w) und Ulrike
Schimmel (U16w) gewannen ihre Altersklassen. Rebecca
Reh (U14w) und Stephan Buschmann (U20) holten immerhin
Silber. Für Bronze sorgten Sandra Meyer (U16w)
und Tobias Franz (U20). In der AK U12m schaffte mit
den Plätzen 4, 5 und 7 leider keiner der Jungs
die Qualifikation zur SEM.
4. Februar 2004
In Höckendorf saßen sich
heute zwei alte Bekannte am Brett gegenüber: Die
ehemaligen Mannschaftskollegen Lutz Espig und Klaus
Bischoff trafen aufeinander. Gekämpft wurde trotzdem.
In einer gehaltvollen Positionspartie zog Klaus kurz
vor der Zeitkontrolle lieber die Notbremse und kam zum
Remis durch Zugwiederholung. Lutz zählt schon jetzt
zu den großen Überraschungen des Turniers,
denn mit 4 aus 6 spielt er weit über seiner Wertzahl.
Jakov Meister und Titelverteidiger Thomas Luther brauchten
immerhin 9 Züge bis zur Punkteteilung. Die Zuschauer
und Fans wird's freuen ... Turnierseite
bei Schach.com.
3. Februar 2004
DAS ist wohl das Schlimmste, was
einem Schachspieler passieren kann: Nach sage und schreibe
141 (!) Zügen überschritt Lutz Espig heute
am Brett 1 gegen Alexander Graf die Zeit. Dieser hatte
noch "komfortable" 23 Sekunden auf der Uhr.
Die Schlussstellung (W: Kh1, Df3, Le2, Bg4, d5 / S (am
Zug): Kg5, Dd4, Le5, Bc5, g6) ist vermutlich leicht
remis zu halten. Ein Kommentar Espigs ist leider nirgendwo
zu finden. Hoffentlich stürzt Lutz jetzt nicht
so ab wie in Pardubice, als er nach 5 aus 5 in den folgenden
4 Runden nur noch ein Remis schaffte.
2. Februar 2004
Na also, es geht doch! GM Lutz Espig
nahm sich heute die Kritik zu Herzen und zeigte eine
seiner berühmten Kampfpartien. Dabei hätte
er aber nach verkorkster Eröffnung von Blitzguru
Rabiega mittels 10...c4 schon entscheidenden Vorteil
erzielen können. So quälte er sich lange und
mühsam und realisierte den Minivorteil erst im
Endspiel Läufer gegen Springer. 3½ aus 4
sind das jetzt schon für unseren "Brummbär"
aus Greiz. Morgen darf er sich dann am Spitzenbrett
mit der derzeitigen deutschen Nr. 1, Alexander Graf
messen. Kaum auszudenken, was passiert, wenn Lutz abermals
punktet!
Spannend wurde die Live-Übertragung vor allem durch
die Partien GrafMüller (Budapester Gambit)
und GustafssonMeister, wo sich ein weißer
Bauer schon im 10. Zug kurz vor der Umwandlung befand.
Tolle Werbung für das Schach machten auch die Großmeister
Peter Enders und Thomas Luther, die zeigten, dass eine
Partie schon nach 11 Zügen remis enden kann. Getoppt
wurde diese Leistung nur noch durch Thies Heinemann
und Sergej Kalinitschew, die das gleiche Resultat in
nur 9 Zügen schafften. (Hinweis: Es wurde erst
die 4. von 9 Runden gespielt.) Da fragt man sich als
Amateur wirklich, wofür man bei den Opens sein
Startgeld opfert und wieso es den Halbprofis finanziell
eigentlich so schlecht geht ... Offizielle
Turnierseite.
Es gibt Momente, in denen man sich
mal vom typisch deutschen Kulturpessimismus lossagen
sollte. ;-) Denn gerade beim SK König Plauen geht
es ehrlich gesagt seit Jahren fast nur nach oben. Es
wurden Ziele erreicht, von denen man vor noch nicht
all zu langer Zeit nicht einmal geträumt hätte.
Auch im Internet (und gerade dort) ist der SK König
durch seine Erfolge inzwischen ein Begriff. Das zeigen
die monatlichen Zugriffszahlen auf dieser Webseite,
bei denen im Januar mal wieder sämtliche Rekorde
purzelten. Webmaster Christian Hörr darf sich täglich
über 280 Besucher freuen. In den vergangenen drei
Monaten registrierte unser Webhoster jeweils über
90.000 Hits. Darüber würde sich sogar manch
kommerzieller Anbieter freuen. Die
wichtigsten Zahlen werden auf der Vereinsseite regelmäßig
aus den Logfiles extrahiert und zusammengefasst.
Auf diesem Wege sei allen Besuchern gedankt, die sich
so regelmäßig über unser Angebot informieren
und ganz besonders jenen, die durch Lob und Kritik Feedback
an die Verantwortlichen herantragen. Weiter so! :-)
1. Februar 2004
Niemand will aus der Ferne Wertungen
abgeben, doch ganz offenbar bleibt auch Lutz Espig nicht
von der derzeit grassierenden Kurzremisseuche verschont.
14 Züge, dann war schon wieder alles vorbei. Zwar
war sein Gegenüber GM Karsten Müller zuletzt
eine Macht in der Bundesliga, doch zu Deutschlands engerer
Spitze zählt auch er nicht. Aber vielleicht ist
Lutz auch einfach nur clever und meldet insgeheim Ambitionen
auf mehr an. Mit 2½ aus 3 ist er im Gegensatz
zu manch Favoriten noch super dabei. DEM
2004 bei Schach.com.
In Abwesenheit der Top-Blitzer ist
am Freitag in der Karl-Marx-Schule eine kleine Sensation
passiert. Nicht nur, dass sich Matthias Hörr (nach
dem Erfolg bei den DVM offenbar mit Lust auf mehr) mit
10½ aus 12 gegen die Favoriten Tunger, Beyer
und Kunz durchsetzte und seinen ersten Cup-Sieg in der
laufenden Serie schaffte, sondern die noch größere
Überraschung war "Minutendieb" Guntram
Schubert, der diesmal nicht nur durch Rhetorik zu überzeugen
wusste und bei 9 aus 12 und dem 2. Platz sein bisher
bestes Resultat einfuhr. Auf die Auswertung von Vereinscup-Chef
Jochen Bandt warten wir noch.
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