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30. März 2004

1995 erschien in der legendären "DIE"–Reihe ein Krimi namens "Gespensterschach". Geschrieben wurde er vom westsächsischen Autor Klaus Möckel, der, wie man erfährt, sich auch als Schachspieler gelegentlich zu erkennen gibt. In seinem Roman nutzt er eine seltene Schachvariante als Motiv und Metapher. Jörg Seidel stellt das Buch auf Metachess vor.

So langsam läppern sich auch die restlichen Punktspielergebnisse zusammen: Eine richtige Konstanz will auch in der IV. Mannschaft nicht aufkommen. Im unbedeutenden Mittelfeldkampf gegen den SV Treuen 1992 ging unser Achter mit 3:5 ein. Peter Paul und Jochen Franz erspielten zwar Siege, doch zusammen mit den Remisen der Reh-Zwillinge war das zuwenig. Im Prestigederby der letzten Runde gegen den Tabellenletzten VSC Plauen II sollte dann aber nochmal ein Mannschaftssieg her.
Jochen Bandt berichtet vom 3:5 der Dritten gegen Gohlis IV.

Endlich wieder ein Erfolgserlebnis für Andrea Hafenstein: In der heutigen 9. Runde gelang ihr der zweite Sieg im europaweiten Championat. Gegnerin war die Türkin Oney Fatmanur mit einer Elo von 1808.
An der Tabellenspitze haben sich die Favoritinnen wieder heran gekämpft. Vize-Weltmeisterin Kosteniuk, Ex-Europameisterin Zhukova, Eloriesin Stefanova und die Russin Slavina liegen hinter Peng in Lauerstellung. eurochess-dresden.org.

29. März 2004

Das Abenteuer Bundesliga geht in Plauen dem Ende entgegen. Ein Punkt aus zwei Spielen war am Wochenende zu wenig, um die Chancen auf das Unglaubliche zu wahren. Am letzten Doppelspieltag kann die Plauener nur noch ein Wunder retten.
Steffen Bandt berichtet aus dem Plauener Rathaus von den dennoch spannenden Kämpfen.

Auch für die U20-Mannschaft ist ein Traum leider nicht Wirklichkeit geworden. Die I. Mannschaft des Dresdner SC sicherte sich bei Lok Leipzig-Mitte souverän die Meisterschaft. Für die jungen Könige bleibt immerhin die Vize-Meisterschaft mit deutlichem Abstand auf SC Leipzig-Gohlis I. Den Endstand gibt es beim JSBS.
Wegen einer merkwürdigen Regelung wird dieser 2. Platz vermutlich nicht für die erneute Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft reichen, da Bayern zwei, Sachsen aber nur ein Startplatz zusteht. Dabei haben die U20-Jungs mit dem 5. Platz ihre Klasse unter Beweis gestellt, Dresden wurde ein Jahr zuvor sogar Vierter. Die bayrischen Teams landeten jeweils im hinteren Teil der Tabelle. Die Vereinsführung wird aber sicherlich nichts unversucht lassen.

Der SC Leipzig-Gohlis wurde gestern jedoch zum unüberwindbaren Hindernis bei den Punktspielen der Männer. Die Zweite verlor mit 3:5 gegen Gohlis II (auch hier berichtet Steffen Bandt), und die Dritte rutschte durch das gleiche Ergebnis gegen Gohlis IV auf den Abstieg bedeutenden 9. Tabellenplatz. Dabei hätte das Ergebnis auch anders herum ausgehen können.
Wenigstens gewann die VI. Mannschaft überraschend deutlich mit 6½:1½ bei Waldkirchen II.

Bei der Europameisterschaft der Damen in Dresden muss sich Andrea Hafenstein der starken Konkurrenz beugen. Erst ein Punkt aus acht Runden steht für sie zu Buche. Das bedeutet leider den letzten Tabellenplatz. Noch sind vier Runden zu spielen. Mit respektablen 7 aus 8 führt weiterhin Zhaoqin Peng vor Elina Danielian und Irina Slavina (beide 6½). Mehr auf eurochess-dresden.org.

28. März 2004

Ein trauriger Tag im Plauener Rathaus. Mit dem heutigen Tag geht wohl ein tolles Kapitel Plauener Schachgeschichte zu Ende. Nachdem es in der Bundesliga gestern "nur" ein 4:4-Unentschieden im Kellerduell gegen St. Ingbert gab, war man heute gegen den Aufsteiger SV Hofheim mit 2½:5½ deutlich unterlegen. Da St. Ingbert gegen Tegernsee außerdem 4:4 spielte, ist bei noch einer ausstehenden Doppelrunde keine realistische Chance mehr auf den Klassenerhalt zu sehen. Aber mal ehrlich: War das vor der Saison anders zu erwarten? Für einen Rückblick auf 5 Jahre Weltklasseschach in Plauen ist es noch zu früh, wir warten noch die letzten beiden Spiele ab.

Auch für die III. Mannschaft verlief der Tag denkbar schlecht. Gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, SC Leipzig-Gohlis IV, verlor das Team trotz der Verstärkungen Götz und Hilbig mit 3:5. Damit könnte es nochmal richtig eng werden: Am letzten Spieltag muss dann in einem echten Abstiegsendspiel gegen Neu-Oelsnitz unbedingt ein Sieg her.

27. März 2004

Sehr sehr merkwürdig, was dieses Jahr wieder in der Sachsenliga U20 abgelaufen ist. Die Krönung erlebte unser Sechser heute, als er nach Dresden fuhr und beim DSC II vor verschlossener Tür stand. In einem anderen Spiellokal wurde man fündig, doch die Gastgeber hatten kein Spielmaterial – ohne große Diskussionen stand ein 6:0 für die Plauener im Spielberichtsbogen. Diese Farce könnte sogar noch richtig dumm ausgehen für die erste Mannschaft des DSC, denn falls diese heute bei Lok Leipzig nur ein 3:3 schaffen würde, wäre der SK König nach Brettpunkten wieder vorn und damit erneut Sachsenmeister. Sollte aber alles normal verlaufen, hat sich das Team um Andreas Götz wenigstens die Vizemeisterschaft gesichert.

Unter der Beteiligung vieler junger Nachwuchsspieler hat Andreas Götz ein weiteres Vereinscupturnier gewonnen. Dahinter das Feld der gestandenen Blitzer: Steffen Bandt, Dieter Kunz, Jochen Bandt, Heike Sandner, Matthias Hörr und Mario Tunger.
In der Gesamtwertung führt Götz (1670) vor Tunger (1267) und St. Bandt (1135). Blitzelo.

25. März 2004

In der 5. Runde gelang Andrea Hafenstein bei der Europameisterschaft in Dresden der erste Sieg. Morgen geht es dann wieder gegen eine Titelträgerin: WIM Pavlina Chilingirova (2201). Die anderen sächsischen Teilnehmerinnen schlagen sich recht ordentlich. Es führt jetzt mit 5 aus 5 die Niederländerin Zhaoqin Peng (2419), die heute am Spitzenbrett gegen Elisabeth Pähtz gewann. Ergebnisse, Ansetzungen, Live-Übertragungen, Berichte ... alles gibt es auf der zu Recht gut besuchten Turnierseite.

22. März 2004

In Schneeberg war GM Lutz Espig in den letzten Jahren regelmäßig zu Gast. Das Open, das vom 15. bis 19. März dauerte, beendete Lutz diesmal als Sechster. Gewonnen hat IM Viesturs Meijers vom heimischen ESV Nickelhütte Aue vor dem 20-jährigen Chemnitzer Manuel Feige. Die Abschlusstabelle gibt es auf den Seiten vom SVM Wilkau-Haßlau. Dank an Thorsten Coder.

21. März 2004

Zu einem glücklichen 3:1-Sieg reichte es für unsere U14-Mannschaft im vorgezogenen Spiel gegen die SG CX Schwarzenberg. Peter Dietzsch, Sandra Meyer und Emanuel Barth konnten ihre Partien gewinnen, während Stephan Meyer für den Ehrenpunkt der Erzgebirgler sorgte. In schachlicher Hinsicht wird man sich in den Runden 2 bis 7, die am 1. und 2. Mai in Chemnitz stattfinden, gewaltig steigern müssen, will man in Medaillennähe kommen.

Beim Qualifikationsturnier in Leipzig haben Hashem Schweiger und Robin Kamrla in der AK U12 für eine echte Überraschung gesorgt. Souverän sicherten sich die zwei Talente des SK König Plauen die beiden noch zu vergebenden Startplätze für die Sächsischen Einzelmeisterschaften. Hashem Schweiger gewann das fünfrundige Turnier mit 4,5 Zählern, knapp gefolgt von Robin Kamrla, der 4 Punkte erreichte. In der Altersklasse U14 schaffte es Peter Dietzsch es leider nicht, es seinen jüngeren Mannschaftskameraden nachzufolgen. Ein Punkt war zu wenig, um nach Ostern mit nach Sebnitz zu fahren. Dank an Jochen Bandt für die beiden Informationen.

Unverbesserlich: Andrea Hafenstein, noch immer vom Krebs geplagt, nimmt tatsächlich an den Europa-meisterschaften der Frauen teil, die derzeit in Dresden quasi "gleich um die Ecke" stattfinden. In der Auftaktrunde musste sie allerdings gleich eine Niederlage gegen die jüngste Teilnehmerin im Feld, die 12-jährige Dresdner Nachwuchshoffnung Elena Winkelmann einstecken. Anne Czäczine vom Chemnitzer SC Aufbau gelang ein Sieg über WGM Cristina Foisor. Mehr Einzelheiten auf der tollen Turnierseite.

12. März 2004

Mit etwas Verspätung kommt heute die Meldung von der 6. Runde der VSC-Vereinsmeisterschaft. Zwar gewannen Stephan Buschmann, Steffen Bork und Lothar Wagner, doch Christof Beyer und Mario Tunger zogen etwas überraschend den Kürzeren. Mit 4,5 aus 6 (Platz 4) ist Stephan Buschmann plötzlich der aussichtsreichste Spieler des SK König eine Runde vor Schluss.
Stefan Schulze meldet alle Ergebnisse und Ansetzungen.

Heiko Sieber vom PTSV-SK Hof 1892 lädt alle vogtländischen Schachfreunde recht herzlich zum Schnellschach-Open am 27. März ein. Auf der Webseite der Hofer findet man eine Ausschreibung zum traditionsreichen Turnier. Gespielt werden 7 Runden Schweizer System mit 20 Minuten pro Partie und Spieler. Infos und Voranmeldung bitte an heiko.sieber@arcor.de.

Und noch ofenfrisch die Ergebnisse vom heutigen Freitagsblitz samt brandneuer Blitzeloliste.

10. März 2004

"Einen Weltmeister Fischer hätte es nie geben dürfen!", meint Jörg Seidel nach seiner letzten Lektüre.
Auf Metachess gibt es heute die erste deutschsprachige Rezension des soeben erschienenen Buches "Bobby Fischer goes to war", das umgehend heftige Reaktionen hervorrief und ein ernsthafter Herausforderer für das erfolgreichste Buch des Jahres sein wird. Die Autoren David Edmonds und John Eidinow versprechen nichts Geringeres als die wahre Geschichte des WM-Kampfes zwischen Spassky und Fischer! So lobenswert und historisch berechtigt ein solches Projekt auch sein mag, es könnte an objektiven Gegebenheiten ebenso scheitern wie es aus subjektiven Unzulänglichkeiten missraten kann.

Die II. U20-Mannschaft hat sich in der nun abgeschlossenen Saison wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Mit null Mannschaftspunkten wurde die Sachsenligareserve Tabellenletzter noch hinter eher namlosen Vereinen wie Freiberg und Gelenau.
In der letzten Doppelrunde musste man wieder ein Brett frei lassen. Hashem Schweiger war als U12-Spieler zudem der einzige, der einen Sieg verbuchen konnte. Einziger Lichtblick der Mannschaft: Lars Hernla, der am 1. Brett über 100 DWZ-Punkte dazu gewinnen konnte. Dennoch sollte sich der Verein ernsthafte Gedanken über die Zukunft dieser Mannschaft machen.

7. März 2004

Wenig Spektakuläres gibt es aus den Bundesligakreisen zu melden: Gegen das Bremer Duo SG und SV Werder unterlag unser Achter zweimal deutlich mit 1½:6½. Gestern waren es Kindermann, L. Espig und Kuraszkiewicz, heute erneut Kindermann, Priehoda und T. Espig, die für zumindest teilweise Zählbares sorgten.
Jetzt beginnt aber erst die heiße Phase der Saison, denn St. Ingbert gewann gegen Stuttgart mit 7½:½ und setzte sich damit nach Brettpunkten vor die Plauener. In der nächsten Doppelrunde sind dann die Saarländer zusammen mit dem SV Hofheim in Plauen zu Gast. Für den Klassenerhalt müssen dann zwei Siege her.
Steffen Bandt hat einen Pressebericht geschrieben.

Einen schönen Heimsieg landete die II. Mannschaft in der Sachsenliga gegen Motor Hainichen. Beim 6:2 ließen die Randchemnitzer allerdings zwei Bretter unbesetzt. Theresa Reh kam gegen Ralf-Dieter Werl zu ihrem ersten Sieg in Sachsens höchster Spielklasse.
Gegen den ungeschlagenen Tabellenführer SK Großlehna kam die III. Mannschaft heute vielleicht etwas zu deutlich unter die Räder. ½:7½ entspricht aber durchaus dem Erwartungsbild gegen die oberligataugliche Mannschaft aus dem Leipziger Umland. Etienne Engelhardt berichtet.
Heike Sandner und Steffen Bandt melden die restlichen Ergebnisse: Die Vierte schaffte beim Heimspiel gegen die starken Markneukirchener ein 4:4. Toll: Rebecca Reh schafft schon den dritten Sieg und Andrea Hafenstein gewinnt ebenfalls trotz unübersehbarer Spuren der x-ten Krebsoperation. Die V. und VI. Mannschaft unterlagen in der 2. Bezirksklasse knapp mit 3½:4½ gegen Crimmitschau II bzw. Tabellenführer Klingenthal.

4:2 gewann außerdem die I. U20-Mannschaft gestern gegen Lok Leipzig-Mitte. Matthias Hörr, Stephan Buschmann (kampflos) und Tobias Franz sorgten mit vollen Punkten für den Pflichtsieg. Weil Turm Leipzig überraschend und deutlich mit 1:5 gegen den Dresdner SC II Schiffbruch erlitt, stehen unsere Jungs wieder auf Platz 2 der Sachsenligatabelle, einen Punkt hinter dem Dresdner SC I. In der letzten Runde ist man dann gegen den DSC II in der Pflicht, während DSC I bei Lok Leipzig erneut die Chance hat, am letzten Spieltag die Meisterschaft durch ein 3:3 zu verspielen.

Am letzten Freitag war der Vereinscup wieder spannender. Zwar war erneut Andreas Götz der Sieger mit "nur" 11 aus 14, Zweiter wurde aber Matthias Hörr (10½) vor einem Trio mit 10 Punkten.
Götz führt in der Gesamtwertung uneinholbar mit 1540 Cup-Punkten vor Mario Tunger (1228) und Steffen Bandt (1026). Die neue Blitzelo.

3. März 2004

Die U12-Jungs sind neben den U14-Mädels für die nächste Zeit die großen Hoffnungen unserer Nachwuchsabteilung. Hashem Schweiger, Stephan Meyer, Robin Kamrla und Peter Coburger sollen als kompakter Vierer noch so manchen Erfolg einfahren. Doch schon zur Bezirksmannschaftsmeisterschaft, wo das Team den 2. Platz erreichte, zeigte sich, wo die große Konkurrenz der nächsten Jahre lauern wird: bei der wieder erstarkten USG Chemnitz. Jochen Bandt berichtet vom spannenden Bezirksfinale.

 

Copyright © 2001-2010 by Christian Hörr
letzte Änderung: 16.04.2004