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31. Mai 2004

Mit einem Sieg und einer Niederlage ist Robin Kamrla bei den Deutschen Einzelmeisterschaften gestartet. Also alles ganz normal bisher. Innersächsische Duelle sind ja bei DEMs keine Seltenheit: Robins Gegnerin in Runde 3 ist Pia Spangenberg vom SC Leipzig-Lindenau.
Wie auch der JSBS berichtet, gibt es durchaus einige sächsische Vertreter mit Medaillenchancen.

GM Tomasz Markowski hat die Europameisterschaften in Antalya mit enttäuschenden 6½ Punkten aus 13 Partien (Rang 42 von 74) beendet. Nachdem der Auftakt gründlich daneben ging, spürte man in der zweiten Hälfte förmlich die Unlust und den Willen zur Schadensbegrenzung. Hoffentlich läuft es für unseren polnischen Freund bald wieder besser.
Mit GM Levon Aronian (Bronze) und GM Arkadij Naiditsch (Rang 8-16) haben sich zwei Deutsche für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Berichte, Unmengen Fotos und sogar Videos sind auf der Turnierseite zu finden.

30. Mai 2004

Stellvertretend für den Leser hat der Webmaster Google nach "Viktor Gavrikov" befragt und einige interessante Dinge gefunden: Viktor war 1987 (als Litauen noch zu Russland gehörte) zusammen mit Michail Gurevich und Alexander Chernin Russischer Meister. Bei Chessbase wird er noch als Schweizer Staatsbürger aufgeführt (man entdeckt Parallelen zu Alexander Beliavsky, der inzwischen für Slovenien spielt).
Anfang des Jahres belegte Viktor beim Excelsior Cup in Göteborg (Schweden). einem Turnier der FIDE-Kategorie 10 den 3. Platz hinter Dorian Rogozenko und Emanuel Berg. Dass er auch gern auf den Schachservern spielt, zeigt dieser Link. Dort gewann er die 42. Champions Challenge auf dem Fritz-Server gegen durchaus namhafte Konkurrenz.

Darüber hinaus möchten wir noch betonen, dass wir bei unserer gestrigen Meldung GM Lutz Espig natürlich NICHT unterschlagen wollten! Greiz liegt zwar schon jenseits der sächsisch-thüringischen Grenze, ist wohl aber doch noch ein Außenposten des Vogtlandes. Weniger über die geografische Lage und Ausdehnung als über die Geschichte des Schachs im Vogtland berichtet aber die Chronik von Steffen Bandt.

29. Mai 2004

Der gestrige Freitag war von viel Hektik geprägt. Binnen kurzer Zeit musste über den Verbleib des SK König Plauen in der 1. Bundesliga entschieden werden. Nach Rücksprache mit unserem Hauptsponsor, der Firma Immobilien Krulich, hat sich das Präsidium, auch mit den Ergebnissen der letzten Vereinsversammlung im Hinterkopf dafür entschieden, im kommenden Jahr nicht für Liga 1 zu melden, sondern stattdessen "wie geplant" in der 2. Bundesliga Ost zu starten. Jürgen Kohlstädt wurde von Präsident Peter Paul gestern Abend dahingehend informiert. Es ist mehr als fraglich, ob die Stuttgarter Schachfreunde den nun vakanten Startplatz in Anspruch nehmen wollen.
Die Gründe für den Rückzug der Bremer SG, nachzulesen z.B. bei Chess International, sind durchaus nachvollziehbar. Beim SK König sieht man die Dinge ähnlich, und es ist absolut verständlich, dass sich weder Sponsoren noch Verein in so kurzer Zeit in ein weiteres finanzielles Abenteuer stürzen wollen, zumal die Aussichten auf einen sportlichen Klassenerhalt abermals minimal wären. Wir freuen uns so auf mindestens ein Jahr in der 2. Bundesliga, wo dann hoffentlich wieder mehr von Siegen der I. Mannschaft berichtet werden kann.

Nachdem in den letzten Wochen viele Gerüchte kursierten, ist es nun amtlich: Plauen hat einen neuen Großmeister bekommen! Viktor Gavrikov aus Litauen, zur Zeit ausgestattet mit einer Elo von 2552, wird künftig als Trainer und Spieler den SK König in großem Maße unterstützen. Dafür hat der 46-Jährige sogar seinen Wohnsitz nach Plauen gelegt und ist damit wohl der erste GM im Vogtland überhaupt. Mehr über den sympathischen Neuzugang dann in den nächsten Tagen.

Die "Freie Presse" würdigt jeden Monat herausragende Sportler im Rahmen der Serie "Spitzen des Vogtlandes". Im April war nun Rebecca Reh unter den Geehrten, denn auf der jüngsten Vogtland-Sportlergala wurde sie für die Erfolge der vergangenen Monate ausgezeichnet. Dazu zählen der 3. Platz bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften im Dezember, der 2. Platz bei den Sachsenmeisterschaften Einzel und der 1. Platz in der Mannschaftswertung jeweils bei den Mädchen U14. Lesen Sie dazu den Ausschnitt aus der "Freien Presse".

28. Mai 2004

Was ist nur mit der Bundesliga los?! Nachdem die Mannschaft von St. Ingbert bereits vor einigen Wochen zurückzog und damit den SV Hofheim rettete, meldet der DSB heute Nacht, dass auch die Bremer SG den Spielbetrieb einstellen wird. Was das heißt ist klar: Theoretisch könnte der SK König Plauen damit Kredit für ein sechstes Jahr Bundesliga bekommen, aber ...
Unser Präsidium hat sich Bedenkzeit erbeten, denn die Situation ist alles andere als einfach: Mit GM Stefan Kindermann wird uns ein weiterer Star in Richtung Tegernsee verlassen. Auch der Verbleib von GM Tomasz Markowski ist unsicher. Ein weiteres Jahr Bundesliga könnte für den Verein unter Umständen wieder ein Himmelfahrtskommando bedeuten (sportlich wie finanziell) denn: der erneute Abstieg wäre vorprogammiert und 15 Runden mit Übernachtung kosten weit mehr als zehn Einzelspieltage in Liga 2.
Wir wollen bis zum endgültigen Entscheid weiteren Spekulationen keinen Nährboden geben und warten deshalb geduldig auf eine verbindliche Aussage aus den Führungskreisen.

"Auf, auf nach Willingen", schreibt ebenfalls der Schachbund auf seiner Webseite. Damit meint er natürlich die Deutschen Einzelmeisterschaften im Nachwuchs. Mit Robin Kamrla hat sich abermals ein Spieler vom SK König Plauen für das bundesweite Championat qualifiziert. Trainer Andreas Götz und die sächsische Delegation, angeführt von SVS-Präsident und Landestrainer Miroslav Shvartz, werden Robin im Sauerland so gut es geht unterstützen.
Robin gewann vor vier Wochen sensationell den Sachsenmeistertitel in der Altersklasse U12 und nahm der Konkurrenz über 250 DWZ-Punkte ab. Dadurch hat er sich in der Meldeliste von Platz 63 auf Platz 39 katapultiert (1435). Schaut man sich allerdings die absolute Spitze an, wo bereits Elo-Zahlen über 2000 auftauchen, ist klar wo Robins Ambitionen liegen. Ein Ergebnis um die 50% wäre wünschenswert, eine genaue Standortbestimmung wird aber erst nach den ersten Runden möglich sein.
Unter www.dem2004.de wird man von morgen an wieder topaktuell und ausführlich aus Willingen berichten.

In Antalya macht ausgerechnet Tomasz Markowski keine besonders gute Figur. Nachdem die erste Hälfte der Europameisterschaft für ihn denkbar schlecht lief, begnügt er sich nun mit Kurzremisen gegen namlose Spieler. Nicht gerade eine professionelle Einstellung, denn auch Arkadij Naiditsch kämpfte sich wieder bis fast nach ganz vorne. Noch sind zwei Runden zu spielen. Der Neu-Deutsche Levon Aronian liegt zusammen mit dem jungen David Navarra mit 8 aus 11 in Front.

24. Mai 2004

Für GM Tomasz Markowski läuft es weiterhin katastrophal. Momentan nimmt er an den Europameisterschaften in Antalya teil und ist an Rang 13 gesetzt. Nach bereits 8 gespielten Runden liegt er abgeschlagen mit nur 3 Punkten im unteren Drittel der Tabelle. Fünf Runden bleiben ihm noch zur Schadensbegrenzung.
Wie der offiziellen Turnierseite zu entnehmen ist, führt der Tscheche David Navara vor Krasenkow und Elo-Favorit Ivanchuk.

22. Mai 2004

Nach zwei mal mehr, mal weniger turbulenten Monaten gibt es heute den neuesten Stand vom Blitz-Vereinscup. Andreas Götz wird auch dieses Jahr gewinnen, denn er hat die Maximalzahl von 15 gewerteten Turniersiegen zu Buche stehen (1750 Punkte). "Ewiger Zweiter" ist Mario Tunger, der immerhin drei alleinige und drei geteilte Siege aufweist (1437). Auf Platz 3 liegt Steffen Bandt (1266) hauchdünn vor Dieter Kunz (1257,5). Auch die Blitzeloliste haben wir aktualisiert.

Trotz ihres Studiums an der TU Chemnitz sind Etienne Engelhardt und Christian und Matthias Hörr bei der Chemnitzer Stadtmeisterschaft 2003/04 für den SK König Plauen gestartet. Das neunrundige Turnier, das von Oktober bis Mai dauerte, ist an der Spitze deutlich besser besetzt als die vogtländischen Äquivalente. Gerd Lorenz (2271) von der gastgebenden USG Chemnitz verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr.
Von den drei Plauenern konnte sich nur Etienne in der Spitzengruppe um Lorenz, Steudtmann (2192) und de la Cruz (2221) festsetzen, unterlag aber im direkten Vergleich nur knapp. Am Ende war Etienne mit 5 aus 9 der beste Plauener und auch der beste Jugendspieler. Christian Hörr, der den Preis letztes Jahr gewann, blieb mit 4½ Zählern im Rahmen der Erwartungen. Bundesligaspieler Matthias Hörr hatte mehrfach arge Mühe und landete am Ende gehandicapt durch zwei kampflose Niederlagen bei 4 Punkten.
Einen Endstand wird man bei der USG leider nicht im Internet veröffentlichen.

20. Mai 2004

Metachess: Heute steht ein Kinderbuch im Zentrum der Aufmerksamkeit: "The Waiting Game". Das Besondere an ihm ist die ungewöhnliche Realitätsnähe, die Kinder wie Eltern faszinieren wird. Fast nebenbei und vollkommen frei von didaktischem Ballast wirbt das Buch für das Königliche Spiel und zeigt unaufdringlich die innere Dramatik auf. Für Interessenten können wir sogar einige wenige Restexemplare des vergriffenen Buches anbieten.

Jürgen Kohlstädt, Spielleiter der Bundesligen, hat die Staffeleinteilung für die neue Saison veröffentlicht. Darin spielt der SK König Plauen in der 2. Bundesliga Ost mit alten Bekannten wie Lok Leipzig-Mitte und USG Chemnitz. Immerhin sind die Fahrtkosten dann nicht mehr so immens, Übernachtungen fallen in den 9 Runden ja auch nicht an.
A propos Finanzen: Mit dem St. Ingbert hat wieder ein Verein aus der 1. Bundesliga zurückgezogen – den SV Hofheim wird es freuen, denn er verbleibt nach der dramatischen Schlussrunde nun doch im Schachoberhaus.

13. Mai 2004

Schon zum dritten Mal in Folge konnten sich unsere U14-Damen für Deutschland qualifizieren – und immerhin zum zweiten Mal als Sachsenmeister. Theresa Reh zeigte mit ihrem Resultat an Brett 1 (5 aus 5) Ambitionen auf mehr. Fast sind schon Stimmen zu hören, die bei den DVM im Dezember mehr als die Bronzemedaille fordern. Trainer Jochen Bandt berichtet von den spannenden Meisterschaften, bei denen man so manch merkwürdige Entdeckung machte.

9. Mai 2004

Tomasz Markowski

GM Jacek Gdanski beendete die Polnischen Meisterschaften 2004 mit 8,5 Punkten aus 13 Partien. Wegen der schlechten Wertung reichte das allerdings nur zum 4. Platz, obwohl der Sieger Macieja nur einen halben Punkt mehr erzielte. Dennoch ein sehr gutes Ergebnis für unseren polnischen Freund.
GM Tomasz Markowski (Foto), amtierender Meister, wurde nur Achter mit 6,5 Punkten.

2. Mai 2004

Tomasz Markowski

Die Punktspielsaison ist bereits zu Ende, doch ganz ohne Nacharbeit kommen wir nicht aus: Beim 3½:4½ der II. Mannschaft im letzten Spiel gegen BSW Dresden gab es trotzdem viel zu lachen. Mitten in der Landeshauptstadt zwischen TU-Mensa und Bahnhof fand letzte Woche noch ein interessanter Sachsenligakampf statt: DJ Christof Beyer berichtet von der "Disko in der Villa Bergstraße".

Tomasz Markowski

Die U14-Mädchen des SK König können einen weiteren Eintrag in ihre Erfolgeliste machen: Heute wurden unsere Prinzessinnen mit hauchdünnem Vorsprung Sachsenmeister. Die zweitplatzierten Delitzscherinnen mussten sich erst nach Brettpunkten geschlagen geben. Während der Deutsche Meister SC Leipzig-Gohlis als Vierter bereits ausgeschieden ist, haben sich Sandra Meyer, Jessica Schlegel, Theresa und Rebecca Reh nun zum dritten Mal in Folge für die Deutschen Vereinsmeisterschaften qualifiziert!
Bei der BMM U14 schrammte die leicht modifizierte U12-Mannschaft an der Qualifikation zur Sachsenmeisterschaft vorbei und verfehlte den Bronzerang nur knapp. Aber auch Rang 4 ist aller Ehren wert und nährt natürlich die Hoffnungen für den U12-Vierer, der Ende Juni bei den Sachsenmeisterschaften in Topform sein soll. Zum Team gehörten Peter Dietzsch, Stephan Meyer, Hashem Schweiger und der frisch gebackene Sachsenmeister U12 Robin Kamrla.

 

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letzte Änderung: 19.07.2004