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30. April 2006
Im Thüringer Schachbund hat
es diese Woche eine folgenschwere
Entscheidung gegeben. Ausgangspunkt war die telefonische
Spielabsprache zwischen SV Empor Erfurt und dem SC Suhl.
Diese war aufgeflogen, nachdem zeitgleich im selben
Spiellokal ein Bezirksligakampf stattfand, von den beiden
Landesligateams jedoch nichts zu sehen war. Der Protest
wurde von Jenapharm Jena eingereicht. Landesspielleiter
Bernd Mißbach verhängte nach Abschluss seiner
Untersuchung eine viermonatige (!) Spielsperre für
alle beteiligten Spieler ab September 2006 sowie eine
Geldbuße von je 100,00 € für beide Vereine.
Das Spiel wurde 0:0 gewertet. Die Entscheidung von Staffelleiter
Bernd Feldmann, der das 4:4 akzeptierte, weil es in
der WTO des ThSB keinen eindeutigen Hinweis gäbe,
der eine telefonische Spielabsprache verbietet, wurde
damit aufgehoben. Als Gründe werden u.a. angegeben:
Betrug an der DWZ-Auswertung, Betrug an der Spielkommission
(?), Betrug an Gegnern, die gegen rangniedere Mannschaften
spielen (Ersatzspielerproblematik). Man darf gespannt
sein, ob einer der beiden Vereine in Berufung geht,
denn es ist davon auszugehen, dass durch die Spielsperre
eine nicht zu kompensierende Schwächung des gesamten
Vereins einher geht. Darüber hinaus bleibt zu hinterfragen,
welche Schuld die einzelnen Spieler trifft. Eine Sperre
für die beiden Mannschaftsleiter wäre sicherlich
angemessener gewesen.
26. April 2006
Nigel Bond nahm erst vor wenigen
Tagen Revanche
für seine Niederlage im Finale der Snooker-WM 1995
gegen Stephen Hendry, als er abermals im "Crucible
Theatre" in Sheffield den 10:9-Sieg im entscheidenden
letzten Frame erst mit einer "Respotted Black"
davon trug. Genützt hat es ihm nichts: Schon eine
Runde später schied der Engländer mit 13:9
gegen Graeme Dott aus.
Ähnlich spannend ging es auch beim diesjährigen
XXIII.
Görlitzer Äskulap zu. Zwischen aktivem
und passivem Betrug, Tokio Hotel und Kulturverlust hat
sich Christof Beyer in der Fußgängerzone
des Turniersaals getummelt und durfte beobachten, wie
so manch Gefrusteter die Lust am Schach wiederfand und
welches ästhetisches Grundverständnis man
in Hainichen hat. "Respotted
Black oder das Kind von süßer Traurigkeit"
ist ein deutsch-polnisches Schachmärchen, besonders,
aber nicht nur für Erwachsene.
Einen "fast 100% seriösen
Bericht" versprach uns Jochen Bandt zur Sachseneinzelmeisterschaft
der Altersklassen U8 bis U18. Herausgekommen ist die
Aufarbeitung eines überaus
erfolgreichen Turniers, von dem die Plauener Mädchen
einen kompletten Medaillensatz mit nach Hause nahmen.
Herzlichen Glückwunsch nochmals an die Kinder und
ganz besonders auch an Jochen, der das Kunststück
fertig brachte, ganz nebenbei noch zum Dr. med. zu promovieren.
21. April 2006
Von den Sachsenmeisterschaften gibt
es weiterhin Gutes zu berichten. Roland Pfretzschner
führt bei den Männern jetzt mit einem halben
Punkt Vorsprung und kann gegen Thomas Schunk in Runde
5 bereits eine Vorentscheidung um die Titelvergabe herbeiführen.
Gegen den Leipziger wäre mit Schwarz aber auch
schon ein Remis ein Erfolg.
Im Spitzenspiel der U8w hat Elisa Hasse heute leider
verloren, dafür schloss Julia Scherbaum mit einem
Sieg zu ihr auf. Beide haben bei 3 aus 4 immer noch
beste Medaillenchancen.
In der U14m erreichte Hashem ein weiteres Remis, Stephan
musste sich dem favorisierten Moritz Wüller geschlagen
geben.
Bei den Mädels läuft es weiterhin optimal.
Sowohl Rebecca als auch Theresa konnten beide ihre Partien
gewinnen und führen nun schon mit einem Punkt Vorsprung
vor der Konkurrenz. Ob es clever war, ausgerechnet die
Paarung der beiden gegeneinander live zu übertragen?
Sandra Meyer führt in der U18w zusammen mit Maria
Fuchs. In der 5. Runde steht das richtungsweisende Duell
mit Franziska Gasch an.
20. April 2006
Roland Pfretzschner ist weiterhin
im Soll bei der SEM in Bannewitz. Nach Sieg gegen Ray
Schiefner und Remis gegen FM Cliff Wichmann hat er genauso
wie FM Thomas Schunk 2½ aus 3.
Bei den Kiddies
gibt es auch gute Nachrichten: Elisa Hasse hat ihr Punktekonto
nun auf 3 aus 3 geschraubt und spielt nun gegen die
Wilkauerin Elisabeth Schlemmer. Auch Julia Scherbaum
macht sich bei ihrer ersten SEM mit 2 aus 3 ganz gut.
Bei den U14-Jungs wird es wohl diesmal nichts mit einer
vorderen Platzierung. Hashem Schweiger und Stephan Meyer
liegen nach 1 aus 3 im hinteren Mittelfeld.
Sehr gut läuft es hingegen bei den U16- und U18-Mädels,
wo Rebecca und Theresa Reh (U16w) und Sandra Meyer (U18w)
nach Siegen in Runde 3 die Tabelle mit 2½ aus
3 anführen.
19. April 2006
Mit 14 Teilnehmern ist die Sachseneinzelmeisterschaft
der Männer dieses Jahr so schlecht wie lange nicht
besetzt. Die Gründe dafür sind sicherlich
vielschichtig. Einer der wenigen, die den Weg nach Bannewitz
angetreten haben, ist FM Roland Pfretzschner. Der Fernschachexperte
hat wie die Mitfavoriten FM Thomas Schunk, FM Cliff
Wichmann und Matthias Leipert die erste Runde gewonnen.
Auch die Jugend kämpft dieser
Tage um die Sachsenmeisterschaft.
In Sebnitz werden unsere Farben von Elisa Hasse, Julia
Scherbaum, Hashem Schweiger, Stephan Meyer, Sandra Meyer,
Theresa Reh und Rebecca Reh vertreten. Nach 2 Runden
hat Elisa in der U8w noch eine weiße Weste, Sandra
und Theresa haben in der U18w bzw. U16w 1,5 Punkte erreicht.
Julia, Stephan und Rebecca kommen auf einen Sieg und
eine Niederlage und Hashem rangiert bei 0,5 aus 2. Eine
der beiden Live-Partien
der 2. Runde war Sandra Meyer gegen Maria Fuchs.
17. April 2006
Mit 50% beendete unser Oberligaspieler
Christof Beyer das XXIII.
Äskulap-Turnier in Görlitz. Letztes Jahr
kam er noch auf einen halben Zähler mehr und DWZ-mäßig
wird es wohl ein bisschen nach unten gehen. Auch Görlitz
blieb wieder nicht vom elendigen Remisgebettel in der
letzten Runde verschont. Begünstigt durch die beste
Startnummer und der daraus resultierenden Wertung wurde
Sergej Ovsejevitsch Turniersieger vor Davit Lobzhanidze
und Jakub Czakon. Mit großer Vorfreude erwarten
wir Christofs Bericht.
15. April 2006
Endlich sind die Ergebnisse der
letzten Runde der OVL-Meisterschaft
auf den Seiten des SV Markneukirchen zugänglich.
Mario Tunger, der als Favorit auf den Turniersieg galt,
schaffte es nicht, gegen Jürgen Perlitz zu gewinnen
und musste froh sein, dass dieser ihm in gewonnener
Stellung noch ein Remis gestattete. Elmer Pekrul beendete
das Turnier gegen Gerhard Benkert mit seinem sechsten
Remis und landete bei 4 aus 7 irgendwo im Mittelfeld.
Das Markneukirchener
Osterblitz blieb auch 2006 wieder fest in Plauener
Hand. Gunter Sandner war in seiner Heimat mit 14½
aus 15 der unumstrittene Dominator, nur Steffen Bork
glückte ein Remis. Dahinter bestätigte Elmer
Pekrul (11½) die gute Blitzform der vergangenen
Wochen und verwies Mario Tunger (11) auf Platz 3. Bicker
und Kunz folgen dahinter. Den Damenpreis sicherte sich
Heike Sandner und es ist nicht überliefert, ob
Peter Paul den Seniorenpreis absichtlich ablehnte oder
tatsächlich ein peinliches Missgeschick der Turnierleitung
vorliegt.
Ob Losglück oder nicht
jeder sieht die Paarungen eben etwas anders. Mit 2 aus
5 wird Christof Beyer so oder so nicht zufrieden sein.
Seine Schwarzschwäche (0 aus 3) brachte ihm auch
in Runde 5 ins Verderben und stattete Hans-Bernd Mühle
(1626) mit einem ordentlichen DWZ-Plus aus. Zwei Runden
vor Schluss führt beim Görlitzer
Äskulap 2006 das Trio Ovsejevitsch, Lobzhanidze
und Voloshin mit jeweils 4½ aus 5.
14. April 2006
Wieder hatte Christof Beyer kein
Glück bei den Ansetzungen zur 3. Runde des Äskulap
2006. War der Sieg in Runde 2 noch eine klare Sache,
sah er sich am Nachmittag Zbigniew Pakleza (2414) gegenüber,
wo es abermals eine Null setzte. In Runde 4 kann er
gegen Jens Schaper (1868) sein Punktekonto aufbessern.
Erwähnenswert ist auch der Sieg von Steffen Ranft
(Motor Hainichen) über GM Andrey Maksimenko. Nach
drei Runden führt ein Sextett mit reiner Weste,
darunter auch Landestrainer IM David Lobzhanidze.
13. April 2006
Stefan Merkel hat mit seinem Schlussrundenremis
gegen Lutz Popp die 9.
VSC-Meisterschaft gewonnen. Hinter Klassen, der
gegen Beyer gewann, landet Popp damit sensationell auf
dem Bronzerang. Dieter Kunz verlor überraschend
gegen Rainer Mothes und Stefan Schulze machte gegen
Rolf Wieland ebenfalls keine gute Figur. Während
Mario Tunger und Lothar Wagner im Mittelfeld landeten,
beenden Martin Müller und Steffen Bork das Turnier
auf den hinteren Plätzen.
Mit Poul
Anderson hat ein weiterer Großmeister des
utopischen Romans das Schach funktionalisiert. Auch
wenn derartige technische Utopien so glaubt Jörg
Seidel heutzutage nicht mehr möglich seien,
hält er doch ein Plädoyer dafür, sich
mit ihnen auseinanderzusetzen und das fällt doch
um so leichter, wenn unser Lieblingsspiel dabei eine
entscheidende Rolle spielt.
Glück oder Pech für Christof
Beyer? Die Losfee hatte dem Ex-Görlitzer in seiner
Heimat beim XXIII.
Äskulap-Turnier in der 1. Runde ausgerechnet
den Elofavoriten GM Sergej Ovsejevitsch (2527) vorgesetzt.
Mit Schwarz war für Christof nicht viel zu holen.
Auch die anderen Favoriten konnten die 1. Runde siegreich
gestalten. Heute vormittag spielt Christof gegen Siegfried
Hölting (1927).
9. April 2006
Am kommenden Donnerstag findet das
Osterblitz beim
SV
Markneukirchen statt. Das Turnier, das seit 2003
fest in der Hand des SK König Plauen ist (Andreas
Götz, Gunter Sandner, Viktor Gavrikov), verspricht
wieder Einiges an Spaß. Treff für alle Schachfreunde
des SK König ist um 17:50 Uhr am Parkplatz Hohe
Straße. Turnierbeginn ist hoffentlich pünktlich
um 19:00 Uhr im Gasthof Wohlhausen.
Die neuen DWZ-Zahlen
nach Auswertung der zentralen SVS-Spielklassen sind
online. Zu den großen Gewinnern zählen Dieter
Kunz (+37), Johannes Titz (+58) und Sergej Lozovoy (+47).
Nach ihren desaströsen Ergebnissen in den Jugendligen
und beim Münch-Bräu-Open ging es für
Theresa Reh immerhin 105 Punkte wieder nach oben. Auch
Lion Pfeufers DWZ von inzwischen 2096 kann sich sehen
lassen. In der nächsten Saison kommt er wohl als
erster Ersatzmann für die Oberliga-Mannschaft in
Frage. Nach der Auswertung der Bezirksklassen geht es
hoffentlich noch für einige Kids weit nach oben.
6. April 2006
Der Abstieg der III.
Mannschaft war für alle Beteiligten ein Schock.
An jenem Sonntag kamen wirklich alle unglücklichen
Umstände zusammen. Zuerst vergeigte Daniel Butzke
beim Stande vom 4:3 ein eher vorteilhaftes Turmendspiel,
dann gewann Leipzig-Südost gegen Wilkau-Haßlau
und wie sich jetzt herausstellt, hätte in der Oberliga
schon ein halber Ebersbacher Punkt mehr gegen Naumburg
den Klassenerhalt bedeutet. ML Jochen Bandt schrieb
einen Saisonrückblick,
in dem und das ist immer wieder sympathisch am
SK König Plauen schon wieder nach vorne
geschaut und selbst einem Abstieg etwas Positives abgewonnen
wird.
Inzwischen verdichten sich auch die Hinweise, dass wenigstens
die Fünfte nicht
aus der 1. Bezirksklasse absteigen muss. Nicht auszudenken,
wenn Heikes Aussetzer in der Aufstellung indirekt zum
brettpunktbedingten Abstieg geführt hätte!
Peter Luban kündigt bereits an, mit seiner Nachwuchsmannschaft
nächstes Jahr das Mittelfeld anzupeilen und eventuell
sogar vor der Vierten zu landen.
4. April 2006
Nachdem die Punktspielsaison 2005/06
beendet ist, ist es Zeit, unsere Topscorer zu ehren:
Nach seiner verkorksten Zweitligasaison gelang Viktor
Gavrikov mit 9½/11 am 1. Brett in der Oberliga
ein imposantes Comeback. Mit fünf Siegen (6½/9)
hatte Andreas Götz großen Anteil am 2. Platz
der II. Mannschaft in
der 1. Landesklasse, aber auch Sergej Lozovoy (5½/9)
und Lion Pfeufer machten ihre Sache sehr gut. Dieter
Kunz verstärkte bei 8/9 die II., III.
und IV. Mannschaft, profitierte dabei jedoch häufig
vom Leistungsgefälle. Uwe Hörning (6½/9)
konnte mit seiner Leistung die Kollegen aus der Vierten
leider zu selten mitreißen. In der Fünften
musste Peter Luban gegen Heinz Zöphel seine erste
Niederlage einstecken, blieb mit 6/9 aber trotzdem der
Punktegarant. Peter Dietzsch gelang nach acht Remisen
in der letzten Runde endlich der erste, vermutlich sogar
den Klassenerhalt sichernde Sieg.
Der März war mal wieder ein
Rekordmonat, was die Zugriffszahlen
angeht. Im Schnitt besuchten uns jeden Tag 821 Schachfreunde,
was nochmals eine Steigerung von über 40% bedeutet.
Dabei erfreut sich offenbar die Kartei-Funktion
größter Beliebtheit, aber auch unsere Uralt-Rubriken
werden wieder häufiger angeklickt. In den kommenden
Sommermonaten wird die Serverlast erfahrungsgemäß
wieder leicht zurückgehen.
2. April 2006
Mit einem dürftigen Wochenende
hat sich die I. Mannschaft
aus der ersten Oberligasaison nach dem Absturz aus der
Bundesliga verabschiedet. Bereits gestern unterlag man
Lok Leipzig-Mitte II mit 3:5. Heute merkte man beim
4:4 gegen Coswig den Akteuren das Bewusstsein um die
Bedeutungslosigkeit des Spiels an. Das Team beendet
die Saison dennoch auf einem ordentlichen 3. Rang, der
allem Anschein nach auch dem derzeitigen Leistungsstand
entspricht.
In der 1. Landesklasse B spielte
sich eine dramatische Schlussrunde ab. Während
der Ausflug der Zweiten
nach Leipzig zum sonnig-erfolgreichen Abtrainieren geriet
(4½:3½), kämpfte die Dritte
gegen Delitzsch verbissen gegen den drohenden Abstieg.
4:4 hieß es dort am Ende und Daniel Butzke stellte
in der letzten Partie den entscheidenden halben Punkt
im einem Turmendspiel ein. Da Wilkau-Haßlau unerklärlicherweise
in Leipzig-Südost verlor, muss man dem VSC, der
in Aue 6:2 gewann, in die 2. Landesklasse folgen. Seiffen
hat als Neunter der A-Staffel einen Mannschaftspunkt
mehr.
Desaströs beendete die IV.
Mannschaft die Saison. Nicht nur, dass man gegen
die dezimierte II. Mannschaft vom VSC mit 3½:4½
unterlag. Erneut unterlief Heike Sandner ein Aufstellungsfehler.
Der Sieg von Andrea Hafenstein an Brett 8 wird wegen
der 400-Punkte-Regel annulliert werden und das Ergebnis
2½:5½ lauten. Da auch die V.
Mannschaft wegen zweier Dameneinsteller ihre guten
Chancen beim SV Markneukirchen II wegwarf (4:4), entsteht
eine haarige Situation:
8. SK König Plauen IV / 6:12 / 34 (35)
9. SK König Plauen V / 6:12 / 32
10. VSC Plauen II / 6:12 / 32 (31)
Weil die Fünfte gegen den VSC gewonnen hat, besteht
also die Möglichkeit, dass beide Mannschaften die
Liga halten können. Im Zweifel wäre Team V
vermutlich der beste Neunte der drei Staffeln.
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