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31. Juli 2006

Vier Wochen Sommerpause sind zu Ende. Derweil fand in Pardubice das alljährliche Schachfestival mit neuem Teilnehmerrekord statt. Wieder waren mehr als 20 Plauener nach Tschechien gefahren und durften sich abermals sowohl an der kampffreudigen internationalen Gegnerschaft als auch an der ausgezeichneten einheimischen Küche erfreuen. Schachlich gesehen tummelte sich die Mehrzahl der Plauener im breiten Mittelfeld. Von einigen ist ein gewaltiger Elozuwachs zu erwarten. Im Laufe der Woche mehr in einem bebilderten Bericht.

Vorgestern startete in München die "Tour de Schach 2006". Dabei handelt es sich tatsächlich um eine Radtour – eine, die auch ungedopte Schachspieler absolvieren können, denn die Etappen sind nur zwischen 25 und 50 km lang. Auf dem Weg nach Dresden, der Olympiastadt 2008, macht die Tour am Freitag, den 11.8. von Hof kommend in Plauen halt. Anschließend ist auf der Bahnhofstraße vor dem Hotel "Alexandra" ein Programm geplant, in dessen Rahmen wohl auch das Freitagsblitz fallen wird. Präsident Peter Paul lädt alle Interessierten herzlich ein. Und vielleicht überwindet sich der ein oder andere und fährt die Etappe am nächsten Tag nach Wilkau-Haßlau (45 km) mit, wo wiederum tags darauf auf dem Marktplatz Kirchberger Str. ein ähnlich großes Event stattfinden wird.

Wie Norbert Rahm vom SVS mitteilt, wurden die sächsischen Vereine neu strukturiert. Das heißt im Konkreten, dass endlich die Kreisreform von Anfang der 90er Jahre auch im Schach umgesetzt wurde. Die einzige Änderung, die sich damit für uns ergibt, ist ein neuer ZPS-Code. Von alt "F3G01" hat sich dieser zu "F3B01" geändert. Alle laufenden Passnummern bleiben allerdings gleich. Die Änderungen sind inzwischen in die DWZ-Datenbank integriert.

Der Streitfall zwischen dem VSC Plauen und SV Neu-Oelsnitz scheint endgültig entschieden zu sein. Das Schiedsgericht des SVS nahm den Protest nicht zur Entscheidung an. Damit bleibt es beim 8:0 für den VSC, dessen Klassenerhalt und dem Abstieg von Eintracht Seiffen in die 2. Landesklasse C. Leider steht damit der III. Mannschaft wieder die unangenehme Reise ins tiefste Erzgebirge bevor. Immerhin kann man hoffen, dass im April kein Schnee mehr liegt.

29. Juni 2006

Reichlich spät reichen wir die Ergebnisse der Vogtlandspiele 2006 nach (Dank an Haymo Adler). In Reichenbach war die U8 fest in Plauener Hand: Es gewann Franz Meyer vor Elisa Hasse und Leon Augustien. In der U10 trennte die ersten Vier nur die Buchholz-Wertung. Alexander Damisch (SC Reichenbach) nutzte den Heimvorteil und verwies Huy Duc Nguyen Dang, Toni Merkel und Maximilian Schiller (Alle SK König) auf die Plätze. Die dünn besetzte AK U12 gewann Long Le Hoang (Waldkirchen) vor Nils Süß, Julian Garreis und Max Neubert (alle SK König). Bei den Mädchen gewann das Waldkirchener Trio Franziska Weichold, Anna Gündel und Marie-Kathrin Herbst. In der U14 gab es eine kleine Überraschung, denn Peter Coburger siegte dort mit 5 aus 5 vor Stephan Meyer (4) und Anastasia Erofeev (3). Bei den Großen hatte diesmal Conrad Karing die Nase vorn. Sandra Meyer wurde Zweite vor Felix Zeuner und Peter Dietzsch. Schön, dass der SK König Plauen auch bei den Senioren erfolgreich war: Hier triumphierte Lothar Wagner vor Werner Schilbach, Guntram Schubert, Rainer Mothes und Gerhard Benkert.

22. Juni 2006

Metachess stellt heute den reinsten aller Schachromane vor, so klar wie Wasser, oder passender noch: Wodka. Direkter und umfänglicher hat kein Literat über das Schach geschrieben, es ist, als säße man selbst im Turniersessel und spielte eine Partie nach der anderen, Schweiß und Angst und Hochgefühl inbegriffen. Walter Tevis ("The Man Who Fell to Earth", "The Color of Money") hat mit seinem weit weniger bekannten Roman "The Queen’s Gambit" dieses Wunder vollbracht.

11. Juni 2006

Die neuen Deutschen Einzelmeister der Altersklassen U10 bis U25 sind gekürt. Darunter sind auch wieder drei Sachsen, allerdings hatten die drei Schützlinge vom SK König Plauen zu keiner Zeit Ambitionen auf einen der vorderen Plätze. Nach der guten Vorstellung bei der Sachsenmeisterschaft konnte man in der U16w viel von den Rehs erwarten, doch es lief eher schlecht als recht. Beide, Rebecca und Theresa, kommen auf mäßige 4 aus 9 und werden wohl einen Großteil der neu gewonnenen DWZ-Punkte wieder los sein.
Auch Robin Kamrla konnte in der offenen U25 seine zuletzt wieder ansteigende Form nicht bestätigen. +3–5=1 und Platz 75 ist seine Bilanz.

8. Juni 2006

Bei den Deutschen Einzelmeisterschaften U16w kommen die Reh-Zwillinge einfach nicht auf einen grünen Zweig. Obwohl beide die Sachsenmeisterschaften scheinbar mühelos dominierten, haben sie gegen die unterbewertete Konkurrenz arg zu kämpfen. Theresa steht inzwischen bei 3 aus 6, Rebecca hat einen Punkt weniger.
In der U25 hat Robin Kamrla nach 5 Runden drei Siege eingefahren, was aufgrund der 3-Punkt-Regel 9 Punkten entspricht.

6. Juni 2006

Während Rebecca Reh weiter leicht über den Erwartungen spielt (2 aus 4), kommt ihre Schwester Theresa nicht so richtig in den Sattel. Diesmal übersah sie gegen Janine Voss (1628) im taktischen Scharmützel einen bösen Gegenangriff und bleibt damit bisher vieles schuldig. Bei Robin Kamrla steht hingegen der zweite Sieg zu Buche und zumindest von der Wertzahl her ist er auch in Runde 5 klarer Favorit.

5. Juni 2006

Runde 2 lief für Theresa Reh und Robin Kamrla wesentlich besser als die erste. Theresa widerlegte Anna Dobrusinas Idee, mit Schwarz im Sizilianer groß rochieren zu wollen, sehenswert in nur 28 Zügen. Robin hatte mit Weiß gegen Patrick Imcke zwar zu rudern, siegte aber dennoch. Rebecca Reh allerdings offenbarte ähnlich große Theorielücken wie die anderen beiden in Runde 1 – sie musste im Morra-Gambit nach 21 Zügen aufgeben.

4. Juni 2006

Die Deutschen Einzelmeisterschaften des Nachwuchses haben begonnen. In Willingen kämpfen seit heute Rebecca Reh, Theresa Reh (U16w) und Robin Kamrla (offene U25) vor allem um die Steigerung ihrer Wertzahl. Rebecca ist das in Runde 1 gegen die an 2 gesetzte Großmeistertochter Ekaterina Jussupow gleich mit einem Remis gelungen. Theresa und Robin erwischten hingegen mit Schwarz einen furchtbaren Start. Erstere musste gegen die mehr als 400 Punkte schwächere Lisa Ludwig bereits nach 20 Zügen die Waffen strecken, als sie im geschlossenen Sizilianer einen Mattangriff nicht ernst genug nahm. Robin traf es ähnlich: Im Königsinder war seine Dame bereits im 14. Zug gefangen ...

Die telefonische Spielabsprache zwischen dem SV Empor Erfurt und dem SC Suhl in der Thüringenliga (wir berichteten) sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Beide beschuldigten Vereine haben inzwischen einen Gegenprotest gegen die Entscheidung des Landesspielleiters eingelegt. Darin wird die Absprache indirekt zugegeben, jedoch ist man der Meinung, kein unsportliches Verhalten begangen zu haben und schon gar kein grobes. Selbst wenn man die Paragraphen, die in den beiden Protestschreiben zitiert werden nicht kennt, kann man dennoch verstehen, warum die Entscheidung angefochten wird. Ein Präzedenzfall scheint sich anzubahnen. Eine eigene Meinung kann sich jeder mithilfe der fraglichen Dokumente und zahlreichen Forumsbeiträgen selbst bilden.

2. Juni 2006

Lange Zeit war der Fall beim Wettkampf- und Turniergericht anhängig, nun ist es offiziell: Der VSC Plauen hat das Spiel gegen Neu-Oelsnitz in der 1. Landesklasse B (8. Runde) kampflos mit 8:0 gewonnen. Das Spiel war damals wegen des Schneechaos nicht zustande gekommen und ein Ausweichtermin konnte unter seltsamen Bedingungen ebenfalls nicht vereinbart werden. Das Spiel wurde zunächst als kampflos gewonnen für die Gastmannschaft Oelsnitz gewertet, wogegen der VSC Protest einlegte und damit nun Erfolg hatte. Damit ergibt sich eine prekäre Situation: Nun muss neben unserer III. Mannschaft nicht der VSC, sondern Eintracht Seiffen aus der anderen Staffel absteigen, da diese 1,5 Brettpunkte weniger haben als der neue Neunte der Staffel B, Delitzsch. Einen bösen Brief aus Oelsnitz an den SVS soll es schon gegeben haben, ein weiterer ist nun aus Seiffen zu erwarten. Uns bleibt die wenig tröstende Gewissheit, dass ein halber Punkt mehr im letzten Spiel bei dieser Konstellation nur zu einem Stichkampf geführt hätte.

 

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letzte Änderung: 16.01.2013