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28. September 2008

Mit einem in dieser Form nicht erwarteten 5½:2½-Erfolg hat sich die II. Mannschaft für die Vorjahresniederlage gegen Leipzig-Südost revanchiert. Dabei erzielten Christof Beyer, Andreas Götz und Etienne Engelhardt bereits den zweiten persönlichen Saisonsieg.
Mit dem gleichen Ergebnis konnte auch die III. Mannschaft den zweiten Mannschaftssieg einfahren. Gegen Schwarzenberg-Raschau blieb das Bezirksligaoktett sogar ohne Niederlage.
Team IV war in Bösenbrunn ebenfalls mit 5½:2½ erfolgreich. Einziger Wermutstropfen bleibt die schnelle 2:6-Niederlage der Fünften in Treuen.

"In de Schwamme geh iech am liebsten ganz allaa, nemm maane Kinner miet und a mal mei Fraa" hat schon Dr Sing-Müller gesungen. Und so macht es gelegentlich auch Peter Paul, wenn er im Wald bei Lottengrün ganz vogtländisch-urtümlich auf Pilzsuche geht. Viel zu oft ist es dann so, dass er die Suche abbrechen muss, weil er mehr nicht tragen kann, denn die wirklich guten Stellen kennt man eben erst nach vielen vielen Jahren. Beim Schach ist es hin und wieder ähnlich. Athene Noctua berichtet vom teilweise vergifteten Aufgalopp in die 1. Landesklasse.

15. September 2008

Diesmal widmet sich Metachess einer Antiquität: Milan Vidmars philosophischem Hauptwerk "Das Ende des Goldzeitalters". Dort hat der einstige Schachstern, dessen Schachbücher noch heute aufgelegt werden, mit großer Geste versucht die Welt zu erklären. Was dabei herauskam, ist ein besonders pikantes Häppchen Hybris, das uns aber vielleicht doch etwas über Menschen und Dinge lehrt, auch gegen die Intention des Meisters.

Lion Pfeufer ist zum zweiten Mal Plauener Meister geworden. Der Rößnitzer lag nach 5 Runden mit 4 Punkten nur aufgrund der zweiten Wertung vor seinem Mannschaftskollegen Sergej Lozovoy. Gegeneinander hatten die beiden Remis gespielt. Dritter wurde Gerhard Rehbein vom VSC Plauen, nachdem er in der letzten Runde in verlorener Stellung von Peter Lubans Turmeinsteller profitierte.

14. September 2008

Heute wurde die Punktspielsaison 2008/2009 eröffnet. Die II. Mannschaft kam dabei gegen Aufsteiger Turm Leipzig mit einem blauen Auge davon. Die Leipziger reisten nur zu siebt an und unterlagen am Ende nur knapp mit 3½:4½.
Fulminant hingegen ist die III. Mannschaft in die Bezirksliga gestartet. In Werdau kam man zu einem in dieser Höhe unerwarteten 7:1-Kantersieg. Ist das schon das erste Signal in Richtung Wiederaufstieg?
Die Paarung zwischen Team IV und Team V in der 1. Bezirksklasse ging erwartungsgemäß 4:4 aus.

29. August 2008

Die diesjährige Vereinswanderung findet am 13. September statt. Ziel ist die Waldschänke "Klein-Amerika" zwischen Syrau und Frotschau. Wir treffen uns um 14:20 Uhr am Oberen Bahnhof und fahren dann nach Mehltheuer. Die Wanderung wird ca. eine Stunde dauern. Gegen 22 Uhr brechen wir zurück nach Syrau auf und kommen 23:04 Uhr wieder am Bahnhof in Plauen an. Alle Schachspieler und deren Angehörige (auch Vierbeiner!) sind herzlichst eingeladen.

Heute beginnt die Plauener Meisterschaft 2008. Wegen Terminproblemen zu Saisonbeginn wird das Turnier erstmalig nur mit 5 Runden gespielt. Die Spieltage sind 29.08., 02.09., 05.09., 09.09. und 12.09. Dienstags ist der VSC Plauen Gastgeber im Malzhaus, freitags der SK König in der Karl-Marx-Schule. Besonders spannend wird wieder der Kampf Alt gegen Jung werden.

16. Juli 2008

Endlich ist es wieder soweit: Im tschechischen Pardubice steht Europas größtes Schachfestival vor der Tür. Allein in den offenen Turnieren werden erneut knapp 2000 Teilnehmer erwartet. Auch in diesem Jahr wird das Mega-Event von 28 Plauenern zum Aktivurlaub und zur Saisonvorbereitung genutzt. Alle Daheimgebliebenen können die Ergebnisse gewohnt topaktuell über die Turnierseite abrufen.

10. Juli 2008

Die Reiskornlegende gehört zu den großen Mythen, die auch in der Schachgeschichte immer wieder auftauchen. Dabei liegt ihre wahre Bedeutung weit jenseits des Königlichen Spiels. Liest man sie vor dem Hintergrund des technischen Fortschritts, dann wird ihre wahre Bedeutung evident – nichts wird bleiben wie es ist! Metachess wagt einen Blick in die Zukunft und stellt ein Buch vor, das uns die Szenarien der Welt von morgen ausmalt.

18. Juni 2008

Zum Saisonabschluss der II. Mannschaft begab sich Athene Noctua in die Wüste des Leipziger Hinterlands. In einer Abhandlung über die Körnung verschiedenster Siliziumoxidverbindungen wird der Leser außerdem ein weiteres Mal in die faszinierende Welt der Julia-Mengen entführt. Das Mufte-Maholy-Fraktal als Gleichnis für die scheinbar überabzählbar vielen Versuche, in die Sachsenliga zurückzukehren. Eine Hommage an einen Akademikerverein.

7. Juni 2008

Der Schachklub König Plauen trauert um seinen zeitlängsten Mitstreiter Stefan Melnyk, der am 9. April 2008 gestorben ist. Stefan wäre im Oktober 88 Jahre alt geworden. Das Urgestein Stefan Melnyk war am 7. August 1951 Mitbegründer einer Schachabteilung bei der BSG Fortschritt Plauen, unserer alten Stammsektion. So gesehen ist er unser aller Schachvater in der beschwerlichen Nachkriegszeit und demzufolge auch langjähriges Ehrenmitglied des SK König Plauen.
Bei ihm stand Schach über allen Dingen dieser Welt. Insider durften Stefan ruhig "schachverrückt" bezeichnen, er war da keinesfalls erbost. Unter seiner Regie liefen in Plauen die ersten Simultanvorstellungen bewährter Großmeister an. Sein Beruf als Übersetzer slawischer Sprachen kam ihn hierbei sehr entgegen. Sehr spontan ging es auf Reisen und alles Schachliche fand immer seine Aufmerksamkeit. War er in Plauen, so ließ er sich dort sehen wo Schach das Thema war.
Die ersten Übungsleiterstunden gab er auch in Plauen. Die jetzt schon ältere Generation erinnert sich gerne daran. 1960 konnte er sogar den geteilten Kreismeistertitel erringen, er brachte dieses Turnier einmal zeitlich in die Reihe. Nach eigenen Angaben sein wichtigster Erfolg. Im Alter wurde es natürlich etwas ruhiger um Stefan. Trotzdem waren Schachanekdoten seine bevorzugte geistige Nahrung.
GENS UNA SUMUS (wir sind eine Familie), war immer sein Leitmotto. Stefan Melnyk war, ist und bleibt eine Lichtgestalt für alle Schachkenner. Seine Abwesenheit stimmt uns alle sehr traurig.

Peter Paul

3. Juni 2008

Deutschland hat vorzeitig die 13. Fernschach-Olympiade gewonnen. Zur Siegermannschaft gehörte auch ein Vogtländer – Roland Pfretzschner! Im Finale erzielte der Led-Zeppelin-Fan, der beim Görlitzer Äskulap zuletzt eher unter seinen Möglichkeiten blieb, 6 aus 9 (+4=4–2) und war damit Zweitbester am Brett 5. Dagobert Kohlmeyer mit einem Interview bei Chessbase. Roland, der den Titel eines "Senior International Masters" trägt und eine Fernschach-Elo von aktuell 2550 hat, hatte bereits bei der 16. Weltmeisterschaft den 5. Platz belegt. Herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!

23. Mai 2008

Schönheit im Schach ist deshalb so vereinnahmend, weil sie sich als Paradox nur aus dem gleichzeitigen Mit- und Gegeneinander der Pro- und Antagonisten entwickeln kann. Im Moment der gelungenen Partie, in dem sich die Subjektivität als Begriff zwangsläufig auflösen muss, kann es nur zwei Sieger, aber keinen Verlierer geben. Und so waren die Leser der FAZ am 24. Januar zwar keine Sieger, wohl aber doch Gewinner, als sie auf der Titelseite Topalovs rot eingefärbten Springer von e5 aus den schwarzen Bauern Kramniks auf f7 schlagen sahen. Eine Oase im feinkörnigen Wüstensand der Mediendiktatur. "Schön!"
Dominik Jäger war der Star des XXV. Görlitzer Äskulap-Turniers. Der Magdeburger mit Landesklassen-DWZ wilderte in sonst undurchdringlichem Terrain derart, dass er sich eine IM-Performance erspielte und beinahe sogar Turniersieger geworden wäre. Nur Titelverteidiger Ovsejewitsch und Titelanwärter Wichmann hatten eine noch bessere Wertung. Christof Beyer schildert in seiner Novelle über Mandelbrote und Apfelmännchen, dass man in Görlitz noch ganz andere Rekorde aufstellen kann. Lesen Sie die Geschichte über den Lauerer und die vier Springer!

27. April 2008

Bei den Sächsischen Einzelmeisterschaften hat Anastasia Erofeev in der AK U16w die Bronzemedaille erkämpft und damit nur knapp die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft verpasst. Elisa Hasse wurde 6. in der U10w, Julia Scherbaum 12. In der U16m sah sich Peter Coburger übermächtiger Konkurrenz gegenüber und wurde bei drei Remisen nur Vorletzter. Daniel Hennig kam bei seinem Debüt mit 2,5 aus 7 auf Rang 15 ein. Mehr auf der ausführlichen Turnierseite beim JSBS.

In der U12 hat unsere Mannschaft leider den Sprung in die Endrunde der SMM verpasst. Dem 3:1-Sieg gegen den CSC Aufbau standen zwei knappe Niederlagen gegen Turm Leipzig und USV TU Dresden II gegenüber. Die Scores: 1. Toni Merkel (1,5/3), 2. Daniel Hennig (0,5/3), 3. Binh Karl (2/3), 4. Huy Duc Nguyen Dang (2/3).
Am Rande der Vorrunde wurde das Gerücht, dass Turm Leipzig seine Mannschaft aus der Sachsenliga U20 zurückzieht, offiziell bestätigt. Damit ist unser Team abermals gerettet und muss dieses Jahr nicht mal in die Relegation. "Plauen unabsteigbar" hieß es im Sommer 2003 in der Bundesliga – jetzt also auch in Sachsen. Peter Luban plant nach einem weiteren Kampfjahr schon den nächsten Angriff auf die Medaillenplätze.

26. April 2008

Noch eine Schachgeschichte – muss das sein? David Shenk führt mit seiner überaus lesbaren populärwissenschaftlichen Ausgabe den Beweis, dass es noch geht, so gut sogar, dass man sich eine Verbesserung kaum vorstellen kann. Das rundum empfehlenswerte Buch kann sowohl dem blutigen Anfänger als auch dem ausgebufftesten Schachprofi ans Herz gelegt werden – beide werden ihre bisherige Sicht auf das Schach zu revidieren haben.

Die IV. Mannschaft hat die Saison mit einer 3:4-Niederlage gegen Markneukirchen beendet und landet damit etwas enttäuschend nur im hinteren Mittelfeld der 1. Bezirksklasse. Heike Sandner hat in neun Partien bei +3 nicht eine einzige verloren. Auch Uwe Hörning (5/6) blieb ohne Niederlage.
Team V ist knapp der beste Zweite aller drei Staffeln geworden und spielt damit mit der Vierten nächstes Jahr wieder in einer Liga. Glückwunsch! Hier war es Peter Luban, der unbesiegbar war.

Auch bei in Nachwuchsligen ist die Saison vorbei. Mit einem kampflosen 6:0-Sieg in der letzten Runde konnte sich die U20-Mannschaft doch noch aufgrund der Brettpunkte auf den Relegationsplatz retten. Leidtragender ist einmal mehr Lok Leipzig-Mitte, die sich beim Stadtrivalen SG Turm bedanken dürfen. Dumm nur, dass selbst bei einem etwaigen Klassenerhalt auch die nächste Saison für die Plauener wieder ein Martyrium werden wird.
In der Sachsenliga U16 hat sich die I. Mannschaft mit dem 5. Platz jedoch achtbar aus der Affäre gezogen und war nie in ernsthafte Abstiegsnot gekommen. Der Abstand zu Gohlis und USG Chemnitz ist jedoch mittelfristig uneinholbar. Immerhin hatte Robin Kamrla am 4. Brett mit 6½ aus 8 maßgeblichen Anteil am Erfolg.
In der Bezirksliga war es Toni Merkel, der mit dem gleichen Score Schlimmeres verhinderte. Nach einem total verkorksten Auftakt find sich das Quartett in der Folge und belegt am Saisonende einen mäßigen 8. Platz.
Die III. Mannschaft kam in der Bezirksklasse mit 7:7 Punkten auf Platz 4 ein.

24. April 2008

Als Oblomow wird man meist nur von denen beschimpft, die selbst noch nie einen Finger gerührt haben. Nur wer den ganzen Tag mit dem Ofenrohr ins Gebirge schaut, kann sich freuen, mit "Pyrrhus" beim Scrabble den Jackpot zu gewinnen. Und so ist jede Müh', ist jedes Wort vergebens, wenn Woche für Woche selbsterklärend sang- und planlos durch die Sagenreiche gejettet wird. Ein Plädoyer gegen die Hellenisierung von Schachkolumnen.

20. April 2008

Mit einem fulminanten Schlussspurt hat die I. Mannschaft tatsächlich noch den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschafft. Nach dem glücklichen 5:3 in Regensburg kamen gegen Bindlach II die ersten Saisonsiege von Viktor Gavrikov und Gunter Sandner gerade rechtzeitig. 5:3 hieß es auch hier und so zog man noch an Gohlis und Pankow vorbei.
Die II. Mannschaft zeigte heute in Engelsdorf, was möglich gewesen wäre, wenn die letzten beiden Spiele nicht verloren gegangen wären. Mit 5:3 schlug man den Tabellenführer, der trotz 6 Minuspunkten dennoch in die Sachsenliga aufsteigen darf, weil Grimma nicht gegen den VSC gewinnen konnte. Witzig: Gegen die stärksten drei Konkurrenten konnten die Könige gewinnen.
Dramatisches spielte sich in der 2. Landesklasse ab: Hier unterlag die Dritte ohne Dieter Kunz mit 3:5 gegen Bernsbach und steigt nun wegen der Siege von Waldkirchen und Adelsberg doch ab.
Ob die Fünfte den Aufstieg geschafft hat, ist noch nicht klar.

24. März 2008

Beim Osterblitzturnier des SV Markneukirchen konnte abermals Andreas Götz vom SK König Plauen gewinnen – mit 12,5 aus 15 jedoch nicht ganz so dominierend wie 2003, mit 1,5 Punkten Vorsprung allerdings immer noch souverän. Zweiter wurde Frank Bicker (VSC) vor Uwe Schuffenhauer (Wilkau-Haßlau) und Lion Pfeufer (SKK). Ein Pokal, den Dieter Kunz 1991 in Bad Elster gewann, jedoch nicht bekam, tauchte 17 Jahre später wieder auf.

Christof Beyer schnitt beim 25. Görlitzer Äskulap-Turnier mit 4 aus 7 locker im Soll ab. Nach der Auftaktniederlage gegen IM Vladimir Sergeev (später Vierter) folgten zwei Siege und vier Remis. Nicht zufrieden sein dürfte Roland Pfretzschner, der mit der gleichen Punktzahl nur 36. wurde und damit auch im sächsischen Klassement nur im Mittelfeld zu finden ist. Sachsenmeister wurde FM Cliff Wichmann, der das Turnier hinter Titelverteidiger Sergej Ovsejewitsch als Zweiter beendete. Auf Platz 3 kam überraschend der titellose Dominik Jäger aus Magdeburg.

10. März 2008

Ein extrem ärgerliches Punktspielwochenende liegt hinter uns. Beim 3½:4½ der Ersten gegen Schöneck war mindestens ein Unentschieden drin. So bleibt zwei Runden vor Saisonende nur noch eine Minimalchance auf den Klassenerhalt.
Sämtliche Aufstiegschancen verspielt hat hingegen die II. Mannschaft, die gegen den Tabellenletzten Lok Leipzig-Mitte III völlig unnötig mit dem gleichen Ergebnis unterlag.
Auch die Dritte verpasste mit 3½:4½ einen Punktgewinn gegen Aufbau Chemnitz II, bleibt aber weiterhin Achter.
Schließlich verlor auch Team IV im Lokalderby gegen den VSC II mit dem knappsten aller Ergebnisse. Dumm nur, dass wieder einmal Rebecca Reh nicht erscheinen konnte.
Wenig tröstlich ist, dass die Fünfte beim 5½:2½ gegen Treuen II keinerlei Probleme hatte.

4. März 2008

Erfreuliches gibt es vom Qualifikationsturnier zur SEM Nachwuchs zu vermelden: Sowohl Daniel Hennig (U12m) als auch Julia Scherbaum (U10w) schafften den Sprung zum Landesausscheid. Daniel erzielte mit 3½ aus 5 Rang 2 hinter dem 270 DWZ-Punkte besseren Thomas Teich aus Dresden, dem er in der Schlussrunde locker ein Remis abtrotzen konnte. Julia wurde mit 3½ aus 4 erste und hatte selbst bei ihrem Remis einen Mehrturm.

20. Februar 2008

Larry Evans will mit seinem neuen Buch "This Crazy World of Chess" den schachlichen Antichrist spielen, er verspricht das ultimative Blasphemieerlebnis, nach dessen Lektüre man das Schach mit gänzlich anderen Augen sähe. Ob das Buch den Selbstpreisgebungen standhält oder ob der Leser einem amerikanischen Werbegag erliegt, erfahren Sie bei Metachess – Maybe!

16. Februar 2008

Bei den Bezirksmeisterschaften des Nachwuchs im erzgebirgischen Geyer schnitt der SK König recht passabel ab. Elisa Hasse wurde Dritte in der U10w, Leon Augustien und Julia Scherbaum können als 5. und 6. noch auf das Qualifikationsturnier hoffen. In der U12 wurde Daniel Hennig Vierter. Positiv überraschte Peter Coburger in der U16 – er ist als Dritter ebenfalls für die SEM qualifiziert. Anastasia Erofeev wurde nach Gold im Vorjahr in der U14w diesmal mit der Silbermedaille in der U16w bedacht.

11. Februar 2008

Der SK König Plauen bleibt weiter Schlusslicht der 2. Bundesliga Ost. In Passau unterlag das Team erneut knapp mit 3½:4½. Dabei gelang Roland Pfretzschner zwar der zweite Saisonsieg, Matthias Hörr und Mathias Paul mussten jedoch Niederlage quittieren. An den anderen Brettern wurden z. T. große Wertzahlunterschiede nivelliert. Noch stehen drei Runden aus, um die Abstiegsränge verlassen zu können.

26. Januar 2008

Die Investition unterscheidet sich von der Sanierung in dreierlei Dingen: im Zeitpunkt ihrer Tätigung, in den Kosten ihrer Realisierung und im Sachverstand des Bauherrn. Und so sind Orangerien nicht selten von Rissen durchzogene Gebäude in barockem oder postmodernem Stil, in denen sich die marode Bausubstanz immer weiter zu setzen pflegt. Oberflächlich wird dann kaschiert, was nicht mehr zu kaschieren ist. – Im Schachspiel ist das Prämissum oft ein anderes, die Conclusio jedoch dieselbe: Wer zu Beginn zuviel investiert, hat hinterher mitunter arge Probleme, die Sinnlosigkeit seines Unterfangens zu begreifen. Athene Noctua beschreibt den zweiten Teil der orangenen Januarrevolution beim SK König Plauen.

21. Januar 2008

Entschleunigung ist ein Reizwort unserer Zeit. Das Schachspiel, eigentlich der Inbegriff der Entschleunigung kann zuweilen jedoch recht hektisch werden, nicht nur zum Freitagsblitz. Und so setzte Olaf Hilbig die Ratschläge John Nunns zur Vermeidung von Zeitnot bereits während der Anfahrt nach Oelsnitz um. Genützt hat es ihm nichts, schuld war das Navi.

20. Januar 2008

In der 2. Bundesliga gab es gegen Aue heute die erwartete Schlappe. Nach dem 2:6 im Derby ziert unser Team weiterhin das Tabellenende. Noch sind vier Runden zu spielen, aber so langsam ist das Oktett in der Pflicht.
Besser lief es für die Reserve beim umkämpften 4½:3½ in Neu-Oelsnitz. Andreas Götz schaffte gegen Peter Kühnrich einen rekordverdächtigen Schwarzsieg in nur 18 Zügen. Die Niederlage von Johannes Titz konnte Christian Hörr, der weiterhin ungeschlagen ist, kompensieren.
Gegen USG Chemnitz III wäre der Dritten beinahe eine Überraschung gelungen. Ausgerechnet Dieter Kunz und Jochen Bandt mussten Niederlagen einstecken. Frank Gerbeth gewann gegen Rainer Kutscha und hat nun einen beeindruckenden 4-aus-5-Score.
Die IV. Mannschaft war mit 5½:2½ gegen Adorf erfolgreich. Auch Heike Sandner hat in nunmehr sechs Partien bei +3 noch keinen ganzen Punkt abgeben müssen.
Team V war heute spielfrei.

Auch den letzten Strohhalm hat die U20-Mannschaft in der Sachsenliga nicht greifen können. Das Sextett unterlag zu Hause mit 2:4 gegen Lok Leipzig-Mitte. Während Hashem Schweiger auch im fünften Spiel punktlos blieb, konnte Martin Müller immerhin das erste Remis einfahren. Stephan Meyer gelang am 6. Brett der dritte Sieg in Folge. Am Ende der Saison wird nach vielen Jahren in der Sachsenliga ein zuweilen recht erfolgreiches Kapitel Plauener Nachwuchsschach zu Ende gehen – hoffentlich nur vorübergehend.

16. Januar 2008

Immer dann, wenn eine Athene-Noctua-Kolumne mit einem Bernhard-Zitat eröffnet wird, leckt sich das Feuilleton die Finger, übt sich Fips Asmussen in Demut und zuckt der Mob ahnungslos mit den Schultern. "Große Köpfe und kleine Geister" ist eine blecherne und dissonanzgetriebene Metallophonie um zwei Parteien, von denen die eine merk- und die andere vernunftbefreit ist. Ultra- und Infraschall zwischen Atemnot und Notausgang.

Arne Danielsen hat mehr als Norwegens Schachroman geschrieben. Sein autobiographischer Text "Grundreihe" ist ein Generationenroman, hochgradig lesbar und unprätentiös. In ihm finden sich Fluch und Segen des Schachspiels vereint. Metachess macht die deutschen Leser mit der wichtigsten schachliterarischen Veröffentlichung der letzten Jahre bekannt.

Auch die 4. Runde der Chemnitzer Stadtmeisterschaft lief nicht gut für die beiden Plauener. Matthias Hörr hatte diesmal im Pirc das Nachsehen gegen den ehemaligen PROLOG-Interpreter Dr. Rainer Staudte. Matthias liegt damit wie Christian Hörr bei mageren 2 aus 4. Auch Letzterer kam gegen einen sich gut verteidigenden Julian Kabitzke (USG Chemnitz) nicht über ein Remis hinaus.

7. Januar 2008

Der Punktspielauftakt 2008 verlief für die Teams II, III und V recht erfolgreich. Nur die IV. Mannschaft musste eine Niederlage einstecken.
Gegen WB Allianz Leipzig hatte die Zweite insgesamt nicht die erwartete Mühe. Die Messestädter gaben einen kampflosen Punkt vor und wurden nach Siegen von Lion Pfeufer und Sergej Lozovoy mit 5:3 besiegt.
Team III holte zwei lebenswichtige Punkte in Adelsberg und hat vorerst die Abstiegsränge verlassen. Die Vierte verlor 3:5 gegen Spitzenreiter Schwarzenberg und die Fünfte konterte Reichenbach II mit 6:2 aus.

In der Sachsenliga U16 war unser Quartett gegen den Tabellenführer Leipzig-Gohlis machtlos und kam zu dritt mit 0,5:3,5 unter die Räder. Peter Coburger war es, der das totale Ergebnis verhindern konnte.
In der Bezirksliga gab es für die II. Mannschaft einen Sieg und eine Niederlage. Toni Merkel war an Brett 4 zweimal erfolgreich.

 

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letzte Änderung: 09.11.2008