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18. April 2009

Seit fast 10 Jahren schreibt Jörg Seidel auf unserer Internetpräsenz unter der Rubrik Metachess. Jetzt ist daraus ein Buch geworden, in dem 32 der wichtigsten Artikel versammelt sind. Erschienen ist es – wie bereits das Buch über Arnold Zweig und das Schach – in der Rostocker "Edition Grundreihe", wo man viel Wert auch auf ein ansprechendes und leserfreundliches Design legt. So ist nicht nur ein gewichtiges, sondern auch ein schön anzuschauendes Buch entstanden.
Das Buch ist im Buchhandel, im Schachbuchhandel, bei Amazon und beim Verlag erhältlich. ISBN: 978-3-937206-07-3, Paperback, 14,8 x 21 cm, 426 Seiten, 22,90 Euro.
Rückentext: "Philosophie und Schach verhalten sich zueinander wie zweieiige Zwillinge – groß sind die Unterschiede, stärker noch die Gemeinsamkeiten: Ernsthaftigkeit und spielerische Leichtigkeit auf der einen Seite, aber eben auch das Grenzen ans Transzendente und die Hoffnung, vollkommene Innerlichkeit zu erreichen. Kein Wunder also, dass gerade die Literatur sowie die Geisteswissenschaften sich des Schachspiels in immer neuen Anläufen annahmen. In 32 Essays, Artikeln und Besprechungen versucht das Buch die Vielfalt der Beziehungen zu beleuchten und wagt sich an seinen exponiertesten Stellen auch ins Dickicht metaphysischer Spekulation, um der schachlichen Reflexion neues Land zu erschließen. Das Schach ist zu wichtig, als dass man es den gemeinen Schachspielern überlassen dürfte."

5. April 2009

Trotz eines 4:4 gegen Forchheim und einer 3:5-Niederlage gegen Lok Leipzig-Mitte hat die I. Mannschaft den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschafft. Mit unglaublichen 6½ aus 7 hat Tomasz Markowski am 1. Brett sicherlich den Löwenanteil dazu beigetragen (Performance 2788!).
Die II. Mannschaft steigt trotz der 3:5-Niederlage in Grimma mit 5 Punkten Vorsprung in die Sachsenliga auf. Die Muldestädter waren der erwartet starke Gegner, hatten aber diesmal das Glück auf ihrer Seite, da Andreas Götz und Christian Hörr ihre Gewinnstellungen noch zum Verlust verdarben.
Team III beendet die Bezirksliga-Saison auf Platz 2 einen Zähler hinter Cranzahl. Zum Schluss gewann man gegen den SC Sachsenring mit 4½:3½, wobei Frank Gerbeth nach sieben Remisen endlich gewann und Jochen Bandt mit seinem siebten Sieg im achten Spiel deutliche Ambitionen für die Sachsenliga angemeldet hat.
Trotz eines merkwürdigen 4:4 gegen Markneukirchen II muss auch die Vierte zusammen mit der Fünften in die 2. Bezirksklasse absteigen, da Lichtentanne überraschend in Treuen gewann. Zum Abschluss konnte Team V immerhin noch gegen Bösenbrunn gewinnen. Michael Hayns Comeback ging allerdings daneben.

Das Martyrium 1. Sachsen-Jugendliga nimmt kein Ende für den SK König Plauen. Auch in diesem Jahr konnte das Sextett unter windigen Umständen die Klasse halten, nachdem zwei kampflose Heimsiege sogar den 6. Platz bedeuteten. Um ehrlich zu sein, hat kein einziger SKK-Spieler seine Ligatauglichkeit nachweisen können und auch im nächsten Jahr dürfte es wieder mehr als schwer werden, den verlorenen Anschluss an Sachsens Spitzenvereine wiederherzustellen.

Roland Pfretzschner hat das 16. VfB-Leipzig-Open als Achter beendet und immerhin noch 120 EUR Preisgeld kassiert. Roland, der ständig in der hochkarätig besetzten Spitzengruppe dabei war, gelang in Runde 4 sogar ein Remis gegen den früheren Deutschen Meister GM Alexander Graf (2644). Dieser verlor anschließend sogar gegen Sebastian Eichner, rappelte sich aber auf und wurde schließlich noch Dritter hinter Turniersieger Gunter Spieß und Viesturs Meijers.

1. März 2009

Praktisch in Bestbesetzung hat die I. Mannschaft heute im Heimspiel gegen Schöneck mit 6:2 den höchsten Saisonsieg erzielt und sich damit auf Rang 5 katapultiert. Dabei gelang Tomek Markowski, der zuletzt beim Pfalz-Open mit 6 aus 9 im Plus abschnitt, am 1. Brett bereits der vierte Sieg in Folge. Lutz Espig hat nun einen Score von 4½ aus 7 und Micha Kuraskiewicz sowie Thomas Espig kamen endlich zu ihren ersten Saisonsiegen. Die letzten beiden Spiele gegen die Tabellennachbarn Forchheim und Lok Leipzig versprechen noch enorme Spannung.
Erst im 8. Saisonspiel ist die Siegesserie von Andreas Götz gerissen. Gegen Delitzsch kam er diesmal nur zum halben Punktgewinn, gewann mit der II. Mannschaft aber doch noch mit 5:3. Mathias Paul, Sergej Lozovoy und Christof Beyer (jetzt 5½ aus 6) glichen die Niederlage von Lion Pfeufer aus.
Im Bezirksligakampf Plauen III gegen Aue III blieben vier Bretter unbesetzt. Die regulären Partien endeten alle remis, sodass am Ende ein leider wertloses 5:3 zu Buche steht, da Cranzahl sich bereits den Aufstieg sicherte.
Dramatisch ging es im Abstiegsendspiel der Vierten gegen Lichtentanne zu. Heike Sandner, Lothar Wagner und Peter Dietzsch konnten gewinnen und somit hauptverantwortlich einen knappen 4½:3½-Erfolg retten. Der Klassenerhalt ist nun wieder aus eigener Kraft möglich. Team V schlug sich wacker mit 3:5 gegen den Tabellenzweiten Markneukirchen II, wird aber kommende Saison wieder eine Spielklasse tiefer antreten müssen.

17. Februar 2009

Trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle verliefen die Bezirkseinzelmeisterschaften in Geyer recht gut für den SK König Plauen. In der U16 gewann Stephan Meyer nur aufgrund der schlechteren Buchholzwertung "nur" Silber. Anastasia Erofeev hatte in der U16w ebenfalls die Chance auf Gold, verdarb aber ihre letzte Partie zum Bronzerang. In der U14 wurde Julian Garreis etwas überraschend Zweiter. Daniel Hennig löse mit Rang 6 ebenfalls das Ticket zur SEM. Dort wird dann endlich auch Toni Merkel debütieren, der in der U12 Fünfter wurde. Kaum auszudenken, was noch drin gewesen wäre, hätten auch Peter Coburger, Sandra Meyer, Dorothea Roth, Julia Scherbaum, Hashem Schweiger und Huy Duc Nguyen Dang mitspieln können ...

8. Februar 2009

Nun sind auch die ersten Rezensionen zu Jörg Seidels philosophischer Kriminalgeschichte "Der Tod des Diogenes" eingetrudelt, weitere werden folgen. Vorerst schreibt die Fernschachpost (1/2009): "... ein gutes, ein unterhaltsames, kurzweiliges und zum Mitlösen anregendes Buch", "konzeptionell sehr durchdacht" und empfiehlt: "Das Buch ist ein guter Kauf!"
Auch der Vogtland-Anzeiger (27.1.2009) zeigt sich angetan und hält es für ein "rundum gelungenes, wenn auch ungewöhnliches Buch", voller anregender Ideen und flotter Schreibe, "Ein Krimi – spannend wie die Philosophie", in dem vor allem die Frauen die wesentlichen Akzente setzen.
Und KARL, das Kulturelle Schachmagazin (4/2008) bläst ins selbe Horn: "eine kurzweilige Geschichte mit überraschenden Handlungssträngen", eine Geschichte, "die mit dem Genre spielt".
Besondere Beachtung verdient die angesehene Berliner Literaturkritik, die das Buch gänzlich aus literarischer Sicht beurteilt: als ein "phänomenologisches Kammerspiel", als "als dramatischen Dreiakter, der herkömmliche Krimistrukturen gekonnt ironisiert" wird das Buch charakterisiert.
Auch die Rezensentin der Zeitschrift Schach (3/2009) war "positiv überrascht" und sieht "eine gut lesbare und geschickt konstruierte Handlung", frei von den üblichen Schach-Klischees.
Die Rochade Europa (3/2009) hebt "den flüssigen Stil des Autors" hervor und spricht "von einem anspruchsvollen Krimi".
Das Buch jetzt bei Amazon bestellen. (12,90 EUR)

5. Februar 2009

Mit guten Nachrichten ist es wie mit dem retardierten Orgasmus: Je länger man darauf warten muss, umso explosiver ist dann die Freude.
Ganz und gar nicht mehr warten muss hingegen die II. Mannschaft des SK König Plauen. Sie hat bereits zwei Spieltage vor Saisonende die Konkurrenz deklassiert und den lang ersehnten Wiederaufstieg in die Sachsenliga geschafft. Gegen WB Allianz Leipzig reichte dazu ein ungefährdetes 5:3, womit man gleichzeitig dem VSC Plauen Schützenhilfe im Abstiegskampf gab. Dieser hatte seinerseits mit einem 4:4 gegen Turm Leipzig den Aufstieg der Könige auch rechnerisch gesichert. Einen Löwenanteil am souveränen Erfolg, und das soll nicht unerwähnt bleiben, hat Andreas Götz, der mit berauschendem, kompromisslosen Spiel nunmehr sieben Schwarzsiege in Folge eingefahren hat. Mit dieser Form muss einem selbst in der Landesliga nicht bange werden.

Erst an zweiter Stelle kommt heute das Flaggschiff in der 2. Bundesliga. Auch gegen stark besetzte Auer gelang nur ein 2½:5½. Vieles deutet momentan auf ein Abstiegsendspiel gegen Lok Leipzig-Mitte hin.
Nach gutem Start geht Team III langsam die Puste aus. Zwar liegt auch Jochen Bandt mit 6½ aus 7 blendend im Rennen, gegen Crimmitschau unterlag das Oktett jedoch knapp mit 3½:4½. Frank Gerbeth mit seinem siebten Remis am 1. Brett.
Die V. Mannschaft ist trotz ihres 4:4 gegen Lichtentanne bereits jetzt quasi abgestiegen. Immerhin hat die Vierte aufgrund dieses Punktgewinns im nächsten Spiel die Chance, den zweiten Abstiegsplatz noch einmal zu verlassen. Beim 2:6 gegen den VSC II jedoch kam sie noch schlimmer unter die Räder als die Fünfte einen Spieltag zuvor.

In der Sachsenliga U16 hat das Plauener Quartett eine böse ½:3½-Pleite gegen den Tabellenletzten Grimma erlebt. Nils Süß verhinderte am Brett 3 wenigstens das totale Ergebnis. Bei einem Sieg hätte die Mannschaft weiter von einer Teilnahme an den Deutschen Vereinsmeisterschaften träumen können. So geht es in der abschließenden Doppelrunde am 28. Februar nur noch ums Prestige.

27. Januar 2009

Tomasz Markowski ist beim Dresdner Porzellan-Cup 2009 in einem durchaus sehenswerten Feld hinter seinem Landsmann und Vorjahressieger Robert Kempinski Zweiter geworden. In dem Turnier mit dem eigenwilligen Modus wird zunächst im K.o.-System gespielt, die Verlierer spielen im Parallelturnier im Schweizer System weiter und nehmen die Anzahl der K.o.-Siege als Punkte mit.

"Eine kleine Sensation" [Peter Luban] gibt es von der Bezirksmannschaftsmeisterschaft U14 zu vermelden. Das Quartett um Toni Merkel (2½/7), Julian Garreis (Brettbester mit 6/7), Daniel Hennig (4/4), Binh Karl (4½/7) und Ersatzmann Huy Duc Nguyen Dang (5½/6) gewann überraschend die Silbermedaille und ist damit wie die U12 für den Landesausscheid qualifiziert. Dabei blieb der SK König sowohl gegen Turniersieger Aufbau Chemnitz als auch gegen die nachfolgend platzierten USG Chemnitz und Wilkau-Haßlau ohne Niederlage. Die II. Mannschaft kam auf Platz 13 ein.

Remis endeten die beiden Spitzenpaarungen Zöphel-Tunger und Schulze-Bandt in der 4. Runde der VSC-Meisterschaft. Christof Beyer hingegen sicherte sich mit einem Schwarzsieg gegen Siegfried Kadner den Anschluss an die Tabellenspitze. Lothar Wagner unterlag Alexander Klassen, Nils Süß gewann gegen Andreas Lippmann.
Beyer hat nun die Chance, gegen den derzeit führenden Stefan Merkel die Tabellenführung zu erobern. Das gleiche gilt für Steffen Bandt (gegen Heinz Zöphel) und Mario Tunger (gegen Alexander Klassen).

19. Januar 2009

Insgesamt gab es am Wochenende einen guten Jahresauftakt für den SK König. Die I. Mannschaft gewann in einem engen Kampf gegen Passau mit 4½:3½ und hat damit entscheidend im Tabellenkeller gepunktet. Aus der Stammformation fehlte nur Gunter Sandner, aber vor allem Tomasz Markowski (mit feinem strategischen Qualitätsopfer) und Sven Schaller ist der Sieg zu verdanken.
Die II. Mannschaft kam erneut zu einem deutlichen 5½:2½ – diesmal gegen die Akademiker von Leipzig-Gohlis III. Der Vorsprung auf Platz 2 beträgt nun schon vier Mannschaftspunkte und sollte selbst bei unglücklichem Verlauf in den letzten drei Spielen für den lang ersehnten Wiederaufstieg in die Sachsenliga reichen. Nicht unerwähnt bleiben soll Andreas Götz' sechster Schwarzsieg, womit er nun unangefochten der Topscorer der Liga ist. Ebenfalls in den Top 10: Christof Beyer (4½/5) und Teamchef Etienne Engelhardt (5/6)!
Die Dritte obsiegte in der Bezirksliga mit 4½:3½ über Wilkau III, hat aber weiterhin Rückstand auf Tabellenführer Cranzahl. Jochen Bandt ebenfalls bei unglaublichen 5½ aus 6.
Niederlagen mussten hingegen die Teams IV und V quittieren. Erstere kamen mit 2:6 gegen Zwickau unter die Räder, aber noch ärgerlicher ist das 3½:4½ der Fünften gegen den VSC Plauen II, wo den sonstigen Punktegaranten Peter Luban und Elmer Pekrul diesmal leider der lange Atem fehlte.

In der Sachsenliga U20 kam es abermals zu einer kampflosen Entscheidung. Schon zum zweiten Mal in dieser Saison reiste eine Gastmannschaft nicht an und bescherte damit den bisher glück- und erfolgslosen Plauenern den zweiten 6:0-Sieg. Bei USV TU Dresden wären angeblich vier Spieler wegen Krankheit oder Abitur (Mitte Januar?!) ausgefallen. Die Könige sind damit ohne eigenes Zutun wieder aus den Abstiegsrängen geklettert und haben selbst bei zwei weiteren Niederlagen wieder realistische Chancen auf den neuerlichen Klassenerhalt.

30. Dezember 2008

Michael Kuraszkiewicz hat erwartungsgemäß das Plauener Weihnachtsblitzturnier 2008 gewonnen. Wohl auch weil er sich in neuen Eröffnungen versuchte, musste er diesmal jedoch 1½ Punkte abgeben. Hinter ihm kam Andreas Götz ein, der beim deutlich besser besetzten Event in Kirchberg seine Form unterstrich und dort sogar das A-Finale erreichte. Dritter wurde Lion Pfeufer vor dem wieder erstarkten Mario Tunger. Der Frauenpreis ging an Diana Skibbe vom TSV Zeulenroda, bester Senior wurde Peter Paul. Enttäuschend ist das abermalige Fernbleiben des Lokalrivalen VSC Plauen. Auch aus Markneukirchen und beim Nachwuchs hätte man sich mehr Resonanz gewünscht. Mit 38 Teilnehmern aus 10 Vereinen war das Event dennoch wieder ein schöner Erfolg. Endstand.

21. Dezember 2008

Mit dem deutlichen Sieg im Stadtduell gegen den VSC Plauen hatte die II. Mannschaft die Tabellenspitze in der 1. Landesklasse übernommen. Dass sich beide Teams nichts schenken wollten, sah man an der offenen Spielanlage an fast allen Brettern. Am heißesten ging es in der Partie zwischen Alexander Klassen und Andreas Götz zu. Mehr im Bericht von Athene Noctua.

Das Markneukirchener Weihnachtsblitz wurde dieses Jahr überraschend vom Treuener Spitzenspieler Ulrich Rehm gewonnen. Er siegte knapp mit 10½ aus 15 vor Andreas Götz, Stephan Völz und Claus-Peter Franke (alle 10). Ausgerechnet Heike Sandner nahm Andreas Götz auf dem Weg zur Titelverteidigung einen ganzen Zähler ab. Letztlich blieb für sie aber nur der 17. Platz.

Bei der diesjährigen Vereinsmeisterschaft des VSC Plauen sind nunmehr drei Runden gespielt. Turnierfavorit Christof Beyer unterlag in Runde 1 gegen Vaceslav Ananev, hat sich mittlerweile aber wieder herangekämpft. Noch besser dabei sind Steffen Bandt und Mario Tunger, die mit 2½ aus 3 momentan die Tabelle anführen. Als einziger Nachwuchskönig versucht Nils Süß im Turnier zu wildern. Gegen Steffen Juntke hat er in Runde 3 bereits seinen ersten größeren Skalp geholt.

In der Sachsenliga U20 hat das Sextett vom SK König Plauen auch gegen USG Chemnitz II nicht gewinnen können. Lediglich Hashem Schweiger, Sandra Meyer und Peter Coburger konnten Remisen erreichen. Bei noch drei ausstehenden Runden ist man als Tabellenletzter zum Siegen verdammt – angesichts des schweren Restprogramms kein leichtes Unterfangen.

17. Dezember 2008

Dass die II. Mannschaft beim 6½:1½ gegen Lok Leipzig III am vergangenen Sonntag nur vier Gegner vorfand, ist schon schade genug. Doch nun wird von Leipziger Seite abermals nachgetreten, nachdem es bereits 2005 einen ähnlichen Vorfall gegeben hatte. Im öffentlichen Forum werden wir indirekt für die schlechte Personalsituation in der Messestadt verantwortlich gemacht. Darüber hinaus wird den Gremien des SVS Parteilichkeit und Ungerechtigkeit vorgeworfen. Wir können nur hoffen, dass dieses Beispiel nicht Schule macht und versuchen, die Fakten in einem Spielbericht richtigzustellen.

14. Dezember 2008

Eine empfindliche 3½:4½-Niederlage musste heute die I. Mannschaft in der 2. Bundesliga Ost hinnehmen. Gegen Rotation Pankow waren zwar Tomek Markowski und Roland Pfretzschner erfolgreich, dem standen jedoch die Niederlagen von Gunter Sandner, Sven Schaller und Thomas Espig gegenüber. Da Chemnitz parallel überraschend hoch gegen Forchheim gewann, stehen die Plauener nun wieder unter Zugzwang.

Einen mittelgroßen Skandal gab es beim Auswärtsspiel der II. Mannschaft in Leipzig. Die Gastgeber vom SV Lok Mitte hatten sich im Vorfeld unter Angabe fadenscheiniger und wie sich nun herausstellt offensichtlich unwahrer Gründe intensiv um eine Spielverlegung bemüht, welche jedoch vom Staffelleiter und letztlich sogar vom Landesspielausschuss abgelehnt wurde. Ob nun aus Protest, Bockigkeit oder Unsportlichkeit traten die Leipziger heute lediglich an vier (!) Brettern an. Nachdem es bereits in der Vergangenheit mehrfach Streitfälle mit Lok Leipzig gab (die übrigens ausnahmslos zugunsten von Plauen ausgingen), wird es wohl in absehbarer Zeit nicht mehr zu einer Vereinsfreundschaft kommen. In diesem nominellen Spitzenspiel siegten die Plauener schließlich mit 6½:1½ und haben nun an der Tabellenspitze bereits drei Punkte Vorsprung.
Weniger erfolgreich war leider die III. Mannschaft in ihrem Spitzenspiel der Bezirksliga gegen Cranzahl. Ohne drei Stammkräfte reichte es nur zu einem 3:5. Und so könnte es jetzt wohl doch eng werden mit dem sofortigen Wiederaufstieg.
In der 1. Bezirksklasse läuft es weiterhin nicht gut für die Teams IV und V. Die Vierte unterlag gegen Crimmitschau mit 3:5 genauso wie die Fünfte gegen Zwickau. Im Worst Case könnten sogar beide Mannschaften am Saisonende absteigen.

11. Dezember 2008

Die Chemnitzer Stadtmeisterschaft 2008/09 ist nun schon wieder drei Runden alt. Mit Tobias Franz und Christian Hörr sind erneut zwei Plauener am Start. Tobi erwischte einen prima Start, wobei er gegen Hans Richter und Rainer Staudte zunächst remis spielte und heute gegen Mario Mahn bereits nach 11 Zügen die Dame gefangen hatte. Christian nahm zu Beginn den berüchtigten "Zonk", unterlag dann Manfred Günther und hat nach dem heutigen Sieg gegen Georg Fridland immerhin 50%. Es führt Roland Ketzscher mit 3 aus 3 vor Ingmar Oltmans (2½), der kampflos gegen Gerd Lorenz gewann. Seit diesem Jahr gibt es dank Turnierleiter Alfred Pfeiffer auch endlich eine Webseite.

Am vergangenen Wochenende konnte sich der SK König Plauen bei der BMM U12 als Bronzemedaillengewinner für die Landesmeisterschaft qualifizieren. Garanten für den Erfolg waren unsere beiden Spitzenbretter Toni Merkel (6 aus 7) und Huy Duc Nguyen Dang (5½ aus 7) jeweils als Brettbeste. Die II. Mannschaft wurde leider nur Vorletzter.
Beim Regionalfinale im Schulschach konnte sich die Mannschaft der Rückertschule (Daniel Suhr, Tim Seyffert, Elisa Hasse, Julia Scherbaum) ebenfalls für den Landesausscheid qualifizieren.

30. November 2008

Aufatmen im Abstiegskampf: Mit einem deutlichen 6:2 hat sich die I. Mannschaft im Lokalderby der 2. Bundesliga gegen die USG Chemnitz durchsetzen können. Dabei wurden alle acht Partien entschieden. Die Könige traten seit einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder in Stammbesetzung an, d.h. alle vier Großmeister waren mit von der Partie. Hoffentlich kann das Team diesen Schwung in zwei Wochen für die ebenfalls richtungsweisende Paarung gegen Rotation Pankow mitnehmen.

Erfolgreich ging es auch im anderen Derby zu. In der 1. Landesklasse behielt der SK König II gegen den VSC Plauen diesmal souverän mit 5½:2½ die Oberhand. Beim glanzvollen Auftritt schmerzte nur die unnötige Niederlage von Mathias Paul gegen Stefan Merkel etwas. Die Partie des Tages gelang Andreas Götz gegen Alexander Klassen, wo über mehrere Züge auch ein Mehrturm nicht half, um eine Megakombination mit Damengewinn bzw. Matt abzuwenden. Da Lok Leipzig in Grimma nur Unentschieden spielte, ist die II. Mannschaft nun verlustpunktfreier Tabellenführer.
Am deutlichsten war an diesem Spieltag die III. Mannschaft erfolgreich. Der SV Klingenthal wurde mit 6½:1½ nach Hause geschickt. Damit ist man weiterhin auf Wiederaufstiegskurs.
Schmerzhafte Niederlagen mussten die Teams IV und V in der 1. Bezirksklasse einstecken. Erstere gingen in Adorf mit 2½:5½ unter. Die Fünfte bekleidet nach dem 3½:4½ in Crimmitschau leider das Tabellenende.

26. November 2008

Gestern ist die Schacholympiade 2008 in Dresden als grandioses Event zu Ende gegangen. Nach sehr gutem Start ließ die deutsche Mannschaft zum Ende hin etwas nach, kam aber dank eines Sieges über Litauen noch auf einen akzeptablen 13. Rang. Enttäuschter müssen die Ukraine (4.) und Rekordsieger Russland (5.) sein. Unser Monegasse Roman Krulich beendete das Turnier mit ordentlichen 4½ aus 9. Sämtliche Ergebnisse zum Nachlesen gibt es in der Turnierdatenbank von Chess-Results.

Am Wochenende stehen im Hotel Alexandra zwei richtungsweisende Punktspiele auf dem Programm. Die I. Mannschaft muss im Kellerduell der 2. Bundesliga Ost gegen die USG Chemnitz unbedingt punkten. Im Aufstiegsjahr 2006/07 behielt man zuletzt mit 5½:2½ die Oberhand.
Auch die II. Mannschaft muss im Thriller-Derby gegen den VSC ebenfalls Farbe bekennen. Nach dem hart umkämpften 4:4 in der vergangenen Saison gehen die Könige wieder als Favorit ins Rennen.

19. November 2008

Nach 5 Runden und einem beachtlichen Remis gegen Russland ist die deutsche Mannschaft bei der Schacholympiade in Dresden etwas überraschend Teil eines Sextetts an der Spitze. Heute steht mit der Ukraine eine nicht minder schwere Aufgabe bevor.
Was viele nicht wissen: Auch unser Hauptsponsor Roman Krulich nimmt an der Olympiade teil – nämlich am 3. Brett Monacos. Dort kommt er bisher auf 2½ aus 4 und liegt mit seinem Team derzeit auf Platz 94. Wir drücken natürlich weiterhin die Daumen.

13. November 2008

Jörg Seidel liest aus seinem neuen Buch "Der Tod des Diogenes" während der Schacholympiade in Dresden! (Schwerpunkt Krimi und Schach, Krimi und Philosophie). Anschließend Verkauf, Signierung und Diskussion. Eintritt frei! Ort/Zeit: Samstag den 22.11.2008. 17:00 Uhr, Dresden Kongresshalle, am Stand von EuroSchach. Weitere Lesetermine sind auch schon bekannt:
Plauen, 28.11.2008: Buchhandlung und Antiquariat am Rathaus. Marktstraße 2. Lesung und Gespräch, Beginn: 18:00 Uhr. Anschließend offene Diskussion in einer Gaststätte. Eintritt frei!
Dresden, 01.12.2008: Kulturhaus Loschwitz, der Buchhandlung des Jahres 2008! Beginn 20:00 Uhr, Friedrich-Wieck-Str. 6, 01326 Dresden.
Plauen, 15.12.2008: Vogtlandbibliothek Plauen, Beginn 18:15 Uhr (Schwerpunkt: Krimi und Philosophie, Probleme des Alterns). Veranstalter: Goethekreis Plauen. Eintritt: 1,50 Euro.
Weitere Lese- Diskussions- und sonstige Veranstaltungstermine werden von nun an auf der Metachess-Hauptseite präsentiert.

9. November 2008

Schon längere Zeit gab es von unserem Nachwuchs nichts wirklich Sensationelles zu vermelden. Jetzt ist es endlich wieder einmal soweit: In der Sachsenliga U16 schlugen die Underdogs aus Plauen den haushoch favorisierten Tabellenführer USG Chemnitz. Stephan Meyer gewann gegen Thuy Nguyen Minh, die noch im Sommer beim Pardubicer B-Open eine 2142er Performance erspielte. Anastasia Erofeev schlug Annika Schätz und Julian Garreis opferte gegen Julius Kunze (vor Jahresfrist noch bei 1764) die Dame für den vollen Punkt. Trotz der Niederlage von Nils Süß gegen Justus Matschewsky wanderten damit nicht weniger als 124 DWZ-Punkte von Chemnitz nach Plauen.
In der Tabelle liegt man damit plötzlich aussichtsreich auf Platz 3, wobei das Spiel gegen Dresden-Striesen noch aussteht und der Rest hoffentlich ein Pflichtprogramm ist.
Weniger gut lief es in der Bezirksliga. Gegen USG III und IV sprang trotz der beiden Siege von Dorothea Roth lediglich ein Punkt heraus. Binh Karl am Spitzenbrett immerhin mit 1½ aus 2.

28. Oktober 2008

Metachess: Das neue Buch von Jörg Seidel ist da – diesmal ein Krimi, ein philosophischer Krimi. Das Schach spielt darin eine prominente Rolle; es ist verflochten in ein fein gestricktes Gewebe aus eleganter Sprache, anspruchsvollen Fragen und einem Plot, der jede Menge Überraschungen und ungeahnte Wendungen bereit hält.
Die Handlung spielt im Oxforder und Londoner Milieu, ihr Held ist ein 84-jähriger, des Lebens müder Rentner, ganz und gar nicht der typische Detektiv [Leseprobe].
Erschienen ist das Buch im noch jungen, aber dynamischen "RomanVerlag" aus Riesa, wo man große Hoffnungen für diesen Titel hegt. Das Buch wird offiziell am Donnerstag in der Bibliothek Riesa während einer Kriminacht (ab 20:00 Uhr) vorgestellt. Wie immer werden wir über weitere Entwicklungen, Rezensionen, Lesetermine etc. informieren.
Bestellt werden kann das Buch vorerst unter buchhandel.de oder direkt beim Verlag. Die Listung bei Amazon und anderen Anbietern folgt demnächst.

27. Oktober 2008

Trotz eines starken Aufgebots hat die I. Mannschaft in der 2. Bundesliga Ost auch ihr zweites Spiel verloren. Gegen Bindlach feierte Tomasz Markowski mit einem Remis gegen Roman Slobodjan sein Comeback in den Plauener Reihen. Auch Viktor Gavrikov steuerte einen halben Punkt bei. Lutz Espig holte indes am 3. Brett den einzigen Plauener Sieg an diesem Nachmittag. Im Unterhaus konnte leider nur Roland Pfretzschner ein Remis erkämpfen, sodass der Kampf mit 2½:5½ an die Franken ging.

Jede Mannschaft, die im Schach erfolgreich sein will, braucht unter anderem Zweierlei: ein starkes erstes Brett und einen Topscorer, der im Ernstfall auch verlorene Stellungen noch gewinnen kann. Beides hatte der SK König gegen Neu-Oelsnitz in Form von Lion Pfeufer und Andreas Götz, die mit ihrer Aura selbst auf den anderen Brettern noch präsent schienen. Und so kam endlich wieder eine Art Mannschaftsgeist zustande, die dann irgendwo doch den halben Punkt Unterschied machte. Zu schade, dass das Plauener Derby erst Ende November stattfindet.

Der Schachklub König Plauen trauert um sein jüngst verstorbenes Mitglied Dieter Kunz. Er durfte leider nur 58 Jahre alt werden, dies ist umso trauriger.
1975, bei der damaligen BSG Fortschritt Plauen, kam mit Dieter Kunz plötzlich ein frischer Wind in einen Verein, wo nur Flaute herrschte. An allen Fronten bewegte sich etwas. Sei es im Nachwuchs- bzw. Männerbereich oder auch in der Leitungsebene. Der Spielbetrieb wurde umgehend qualitativ und quantitativ verbreitert und verbessert. Totaler Optimismus herrschte vor. Dieter selbst kannte keine Schonung und opferte für sein Hobby all seine Freizeit. Verschiedene Spielstaffeln unterlagen im damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt seiner Regie als Staffelleiter. Im Nah- und Fernschach war er eine gestandene Größe. Dieter Kunz kannten in Schachkreisen alle, und das Wort "Angst" war ihm fremd.
Das Präsidium des Schachverbandes der DDR vergab 1980 die Männer- und Fraueneinzelmeisterschaften an den Bezirk Karl-Marx-Stadt. Da ging der Weg an Plauen nicht vorbei, zur Freude von uns allen. Wir fassten dies als Lohn unserer Arbeit auf. Dieter war überhaupt ein unruhiger Geist. Er flitzte von einer Schachveranstaltung zur anderen. Meist brachten ihn vorher große Fußmärsche an das Ziel. Die Höhenpunkte des Plauener Schachs zur Jahrtausendwende taten ihm sichtlich gut. Er durfte sich ruhig mal an die Brust klopfen, was er so für das Schach geleistet hat. An Popularisierungsideen fehlte es ihm nie.Selbst als sich die ersten Symptome seiner bösen Krankheit zeigten, war sein Optimismus ungebrochen. Am 7. Oktober 2008 wurde es aber ganz still um unseren Dieter, den wir in seiner Einmaligkeit nicht vergessen werden.

Peter Paul

12. Oktober 2008

An diesem goldigen Herbstsonntag musste die II. Mannschaft in Neu-Oelsnitz den kurzfristigen Ausfall Mathias Pauls kompensieren. Nach langem und zähem Kampf – um Viertel nach zwei liefen noch fünf Partien – setzten sich die Könige aber dank der Siege von Lion Pfeufer und Andreas Götz (jetzt 3 aus 3) etwas glücklich mit 4½:3½ durch.
Die III. Mannschaft gab hingegen in Reichenbach den ersten Punkt ab. Lobenswert ist dabei, dass Nils Süß bei seinem Debüt mit einem Sieg gleich Ambitionen auf mehr anmeldete. Jochen Bandt ebenfalls mit 3 aus 3.
Die Vierte unterlag gegen Treuen ersatzgeschwächt mit 3:5. Zu sechst verlor die V. Mannschaft ebenfalls 3:5 gegen Adorf. Julia Scherbaum holte dabei immerhin ihren ersten Punktspielsieg.

9. Oktober 2008

Selbstverwirklichung steht in der Maslowschen Motivationspyramide ganz oben, das wissen selbst angehende Psychologiestudenten. Zu sozialer Anerkennung muss diese jedoch nicht notwendigerweise führen. Besonders dann nicht, wenn man nach zwei Lehrjahren eine Soljanka nur mit der Note 2 kochen kann. Die Woche über auch mal beim Salat mit helfen dürfen, das ist dann schon was, die Schweiz und Österreich warten ja nicht. Am Ende ist es eben doch die Existenzsicherung, die einen treibt. – Welch ein Glück, dass die sympathischen Gäste aus Leipzig-Connewitz nicht in einem der zahlreichen Plauener 4-Sterne-Hotels gegessen haben. Sie hätten womöglich nie wieder vor einem Landesklassenpunktspiel in der Spitzenstadt übernachtet.

5. Oktober 2008

Stark ersatzgeschwächt musste die I. Mannschaft heute eine bittere 2:6-Pleite gegen den Erfurter SK einstecken. Zwar waren die Gäste ohnehin favorisiert in den Kampf gegangen, aber besonders im Unterhaus hatten die Plauener nichts entgegenzusetzen. Einzig Viktor Gavrikov konnte einen vollen Punkt (gegen Jan Votava) einfahren. Lutz Espig (gegen Petr Haba) und Roland Pfretzschner (gegen Thomas Casper) konnte den Wertzahlunterschied immerhin zum Remis egalisieren.

3. Oktober 2008

Am Sonntag startet auch die 2. Bundesliga in die Saison 2008/2009. Nachdem sich unser Achter in buchstäblich letzter Sekunde gerettet hatte (unvergessen bleibt Mathias Pauls Zeitnotwitz in Regensburg), wird es diesmal keinesfalls leichter, den Klassenerhalt zu schaffen. Mit unserem Freund Tomasz Markowski kehrt allerdings eine enorme Verstärkung ins Team zurück. Auch der Plauener Meister Lion Pfeufer ist wieder mit von der Partie. Ansonsten gibt es bis auf die zwei Zusatzbretter, die von Andreas Götz und Olaf Hilbig besetzt werden im Grunde keinerlei Veränderungen.
Zum Auftakt kommt Bundesligaabsteiger Erfurt nach Plauen.

 

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letzte Änderung: 13.07.2009