Beliavsky, Alexander - Bischoff, Klaus
2 IECC, Ohrid, 2001 [Sandner]
1.d4 e6 2.c4
Sf6 3.Sf3 d5
4.Sc3 Sbd7 5.cxd5
exd5 6.Lg5 c6
7.e3 Le7 8.Ld3
Sb6 Ein an dieser Stelle ungewöhnlicher
Zug. Normal sind 8...0-0 oder 8...Se4. Wollte Klaus den besseren Theoretiker Alexander auf abwegige Pfade
locken? Wir werden es erfahren... in einigen Tagen. 9.Se5
Sfd7 10.Lxe7
Dxe7 11.Sxd7
Lxd7 12.Dc2 Diese
Stellung gefällt mir als Weißspieler ein wenig besser. Die schwarzen Heerscharen befinden sich normalerweise
auf e6(L) und d7 oder f6(S). Kann Weiß aus diesem Zeitvorteil Kapital schlagen? Ich bin mir nicht sicher. h5? Aber
das passt überhaupt nicht zur schwarzen Strategie des Abwartens. Alexander zeigt alsbald die Schattenseiten
dieses übereilten Vorpreschens auf. 13.
[16...Lg4 17.Df2
Lc8 18.h3 h4
19.f5 xh4]
17.f5 Dg5 18.Tf3
Dh6 19.Df2 Klaus
hat schon richtige Probleme mit seiner Königsstellung. g5
20.Th3 g4 21.Th4! Diese
zeitweilige Selbsteinsperrung ist nötig, um den Druck gegen h5 und g4 aufrecht zu erhalten. Dg5
22.h3 Sd7
[22...gxh3? 23.Txh3
Kh7 24.Le2]
23.hxg4 hxg4
24.e4 Danach muss Klaus schon "was spucken", wie
er selbst immer zu sagen pflegt. dxe4 Denn
nach
[24...Sf6 25.e5
Sh7 26.Dg3 Lxf5
27.Tf1 sieht es noch düsterer aus.]
25.Sxe4 Txe4
26.Txe4 Sf6
27.Tf4 Te8 28.Dg3
Kf8 29.Th8+
Ke7 30.De3+
Kd8 31.Txe8+
Sxe8 32.Te4
Dxe3+ 33.Txe3 Das
ist ein sogenanntes technisch gewonnenes Endspiel. Wie das geht, zeigt Big Al ohne Mühe. Sd6
34.f6 Le6 35.b3
Kd7 36.Te1 b5
37.Kh2 Se8 38.d5! Nach
[38.Tf1 Sc7
39.Kg3 bleibt der weiße Sieg weiter
außer Frage, aber es dauert wohl etwas länger.]
38...Lxd5 39.Te7+
Kd8 40.Txa7
Sxf6 41.Lf5
c5 42.Kg3
c4 43.bxc4
Lxc4 44.Kf4
Sd5+ 45.Ke5
Se3 46.a3
Sxf5 47.Kxf5
g3 oder
[47...Le6+ 48.Ke5
Kc8 49.Kd6
Kb8 50.Te7
Lc4 51.g3
f5 52.Ke5
Ld3 53.Tf7
Kc8 54.Txf5]
48.Kf4 Ke8
49.Kxg3 Kf8
50.Kf4 Kg7
51.Kg5 Lf1
52.g3 Ld3
53.Tb7 Lf1
54.Tb6 Ld3
55.Tc6 Lf1
56.Kf5 Lh3+
57.Ke5 Lf1
58.Tb6 Nach 58...Kf8 59.Kd5 Ke7 60.Kc5
Kd7 61.Txb5 holt Weiß sich eine neue Dame, daher Aufgabe.
1-0