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Ehrung unseres größten Förderers

von Mathias PAUL – Präsident SK König Plauen

Am vergangenen Dienstag wurde Roman Krulich in den Räumen der Münchner Schachakademie für seine herausragenden Verdienste um die Förderung des Schachs mit dem Deutschen Schachpreis 2016 geehrt. Herbert Bastian, Präsident des Deutschen Schachbundes, überreicht diesen persönlich.

Gerne folgten Peter Luban und Ihr Autor der Einladung, um uns für die jahrzehntelange Unterstützung öffentlich im würdigen Rahmen in aller Form zu bedanken.  Der SK König Plauen stünde heute nicht dort, wo er steht, ohne unseren großen Förderer und Freund.

 

Fotos: Gerald Hertneck

Zum Artikel beim DSB


Team I erobert Tabellenführung

21.02.2016 SK König Plauen – USV TU Dresden II

Lange muss man zurückblicken, um 8 Titelträger in einem Königsachter zu finden. Heute war es wieder einmal so weit. Sogar 9+1, ja da muss man kurz überlegen, standen für den Spitzenkampf gegen die Gäste aus der Landeshauptstadt zur Verfügung, so dass die Mannschaftsleitung diesmal eine angenehme Aufgabe hatte. Erwartungsgemäß hatte auch der  Tabellenführer aus Dresden mittlerweile Gefallen an dem „Blick ins Tal“ gefunden und reiste ebenso schlagkräftig an. Punkt 10:00 Uhr, fiel der Startschuss im mondänen Ambiente des Hotel Alexandra. Königliche Erfahrung und die etwas höheren Wertzahlen standen der ungestümen Dresdner Jugend, angeführt vom U16 Weltmeister Roven Vogel, gegenüber.

Lutz Espig eröffnete am Brett 5 den Punktereigen für die Könige. Recht schnell verflachte seine Partie zum Remis. Ab dann nahm der Kampf für uns seinen sensationellen Lauf. Vojtech Plat zerlegte am 2. Brett seinen Gegner taktisch, ohne in den entscheidenden Phasen, irgendeinen Zweifel über den Ausgang der Partie aufkommen zu lassen. Roland Pfretzschner setzte an Brett 8 derweil den in der Brettmitte stecken gebliebenen König seines Gegner mit schweren Artilleriefeuer unter Beschuss, am Ende erfolgreich. Unser frisch gebackener Vater, Sven Schaller, installierte am 6. Brett einen Außenposten im gegnerischen Lager, den er als Drehscheibe für seine Streitkräfte, siegbringend zu nutzen wusste. Den entscheidenden Punkt zum Mannschaftssieg steuerte Michael Kuraszkiewicz am 4. Brett bei. Er behielt in einem kurzen taktischen Schlagabtausch die Oberhand, zum zwischenzeitlichen 4,5:0,5.

Da es den Dresdnern an keinem Brett gelang Vorteile zu erzielen, war für sie eine sehr derbe Niederlage bereits abzusehen. Am Spitzenbrett zeigte Dimitrios Mastrovasilis keine Gnade, schließlich weiß man ja nie, für was so ein Weltmeister-Skalp noch nütze sein kann. Zu diesem Zeitpunkt sahen selbst die anderen beiden Bretter für Plauen, noch erfolgversprechend aus, so dass es auch noch schlimmer hätte für Dresden kommen können. Gunter Sandner wickelte am 7. Brett in ein besseres, jedoch Remis trächtiges Endspiel ab, was sein Gegner dann auch halten konnte und auch Jolanta Zawadzka versäumte es am 3. Brett rechtzeitig den Sack zu zumachen, so dass ihr Gegner schließlich herauskroch und ins Remis entschwand.

Dennoch, 6,5:1,5 gegen den Tabellenführer erfüllt sich nicht alle Tage. Mit diesem Sieg verdrängte Plauen die Dresdner vom Platz an der Sonne. Da auch noch Sangerhausen in Aue verlor, liegt der SK König Plauen, 3 Runden vor Schluss nunmehr mit 2 Mannschaftspunkten in Führung und hat es in seinen Händen, den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt zu machen.

Team1 2015-2016

 

  SK KÖNIG PLAUEN  ELO 6½:1½ USV TU Dresden II  ELO
1. GM Mastrovasilis, D. 2608 1:0 IM Vogel, Roven 2428
2. IM Pat, Vojtech 2487 1:0 FM Moehn, Hans 2419
3. WGM Zawadzka, Jolanta 2433 ½:½ FM Wegener, Dirk 2339
4. FM Kuraszkiewicz, M. 2294 1:0 Gungl, Theo 2304
5. GM Espig, Lutz 2278 ½:½ Glinzer, Christoph 2114
6. FM Schaller, Sven 2276 1:0 Ledfuss, Guntram 2064
7. FM Sandner, Gunter 2258 ½:½ Salzmann, Peter 2139
8. FM Pfretzschner, Roland 2222 1:0 Ader, Gunter 2013

Am seidenen Faden – Team 1 erfolgreich

Sonntag, 13.12.2015 SK König Plauen – SG 1871 Löberitz

Dezemberrunden sind immer speziell, die Zeit erwärmt die Herzen, die Kälte lichtet erkältungsbedingt die Reihen und am Ende müht man sich erfahrungsgemäß um einen schlagkräftigen Achter. Das Gute ist, für die Gegner ist auch Dezember. So starteten wir gelichtet, dennoch als Favorit, in den heutigen Kampf.

Lutz Espig hatte an Brett 2 leider nicht nur mit seinem Gegner sondern auch mit Zahnschmerzen zu kämpfen, so dass er die Einladung zu einer 3-maligen Zugwiederholung im Mittelspiel gerne annahm.

Zu diesem Zeitpunkt schien an allen Brettern alles möglich, wenngleich die Westwetterlage langsam dunkle Wolken zeigte, die sich von „hinten“ zusammenbrauten. Sowohl Edwin an 7 als auch Ihr Autor an 8 standen zunehmend mit dem Rücken zur Wand. Da an keinem anderen Brett ernsthafte Vorteile zu sehen waren, musste man sich ernsthaft Sorgen machen.

Kurz vor der Zeitkontrolle trickste Matthias Hörr an Brett 6 seinen Gegner sehenswert aus, zeitgleich erzielte Sven Schaller an 3 ein Remis mit den schwarzen Steinen nachdem sich die Stellung deutlich vereinfacht hatte. Leider musste Edwin, an diesem Tage am Ende mehr oder weniger chancenlos, zum Stand von 2:2 die Segel streichen.

Roland an Brett 5 stellte die Weichen zu unseren Gunsten, wenngleich immer noch alles möglich schien. An Brett 1 kämpfte Carlo in einem völlig offenen Doppelturm-Springerendspiel als auch Gunter an 5 in einem Turmendspiel um etwas Zeit, um Gewissheit zu haben, was konkret zu tun ist.

Vom Zeitbonus lebend, mit einer Mischung aus Glück, Kampfgeist und Geschick, gelang mir an 8 aus schon fast aussichtloser Lager, mit einer taktischen Feinheit, die Abwicklung in ein ausgeglichenes Endspiel gerade zur Zeitkontrolle. Knurrend willigte mein Gegner nach einer weiteren Stunde in die Zugwiederholung ein, so dass einer der beiden Löberitzer, die Partie gewinnen musste.

Beide versuchten es verzweifelt, beide mit Herzblut, beide am Ende ohne Erfolg. Schlimmer noch, beide wurden mehr oder weniger trocken ausgekontert, so dass es am Ende ein 5,5:2,5 stand, ohne erahnen zu lassen, wie dünn der Faden war, an dem der Erfolg an jenem Tage hing.

 

 

  SK KÖNIG PLAUEN  ELO 5½:2½ SG 1871 Löberitz  ELO
1. FM Kunze, Carlo 2304 1:0 WGM Reizniece, Dana 2227
2. GM Espig, Lutz 2277 ½:½ Schuster, Martin 2203
3. FM Schaller, Sven 2270 ½:½ Mertens, Fridolin 2151
4. FM Sandner, Gunter 2249 1:0 Niegsch, Nicolas 2159
5. FM Pfretzschner, Roland 2221 1:0 Kalkhof, Stefan 2212
6. Hörr, Matthias 2164 1:0 Schindler, Christian 2238
7. Fischer, Edwin 2192 0:1 Pallas, Sebastian 2099
8. Paul, Mathias 2197 ½:½ Böhm, Christian 2018

Romantik im Lärchenholz

Wieder einmal hatte unser Nachwuchstrainerteam zum Saisonabschluss geladen, diesmal ins Weischlitzer Lärchenholz. Wie immer stand der Spaß im Mittelpunkt, wie immer bat man Mitglieder der ersten Mannschaft zum Simultan und wie immer hatte man sich bei der Findung des Simultanmodus ganz klar auf die Seite der Jugend geschlagen, um diesmal einen Volltreffer zu landen. Gunter Sandner und Ihr Autor trauten sich in die Mitte des Löwenrudels.

Es ging diesmal nicht bei Null los, sondern aus einer Gambitstellung heraus, einige bekannt, einige frei erfunden. Ihr Autor war damit leider überfordert, für ihn hatten die 32 Bretter nach einigen absolvierten Zugrunden den Wiedererkennungswert der „Urdruckparade“ der Zeitschrift Schach. An jedem 2. Brett fragte man sich, ob man wohl schon einmal hier gewesen sei. Ein weiterer Nachteil der romantischen Spielkonstellationen bestand darin, die Stellungen wieder aufbauen zu müssen, falls doch mal die eine oder andere Brettreihe komplett umfällt, was im Zweifel immer zu Lasten der simultanspielenden Unterzahl  geht :-). Der genaue Score ist leider nicht zu ermittelt, der Nachwuchs hat jedoch, wie dies an diesem Tag Programm ist, deutlich gewonnen. Das abendliche Tandemturnier wurde dann leichte Beute von Toni Merkel und Erik Fischer.

Wie immer war es ein wunderschönes Wochenende, immer gerne wieder. Bedanken möchten wir uns bei unseren Sponsoren der Bäckerei Mühlberg sowie Ralph Schmidt Geschäftsführer der Fleischsalat- und Mayonnaisen- fabrikation Wolfgang Schmidt OHG sowie dem Organisatoren Team um Elmer Pekrul.

Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich den Schacheltern für ihr Engagement, nicht nur an diesem Tagen, die mitgebrachte Zeit und natürlich all die super leckeren Dinge die gereicht wurden.

 

 

 

 

 


Die Krone des Königs

eine große Ehre wurde unserem Ehrenpräsidenten Peter PAUL auf dem Sächsischen Verbandstag am letzten Wochenende zuteil, ihm wurde die „Ehrennadel in Gold“ des Schachverbands Sachsen verliehen.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH im Namen des ganzen Vereins und nochmals Danke für die unermüdliche Arbeit der letzten Jahrzehnte, Papa ich hoffe Dir hat Deine Laudatio gefallen. 🙂

 


Tapfer gekämpft – doch nicht gereicht

Chancen wahren und hoffen – hieß das Motto des abschließenden Oberliga Wochenendes. Gegen die beiden Dresdner Mannschaften sollten 2 Siege her, um die theoretische Chance auf den Aufstieg zu waren.

Samstag, 11.04.2015   SK König Plauen – SG Grün Weiß Dresden

Da Ihr Autor am Samstag entgegen anderslautender Spielberichte NICHT dabei war, steckte ihm sein Vater, Ehrenpräsident Peter Paul einen kleinen Zettel zu, der der Welt  nicht vorenthalten bleiben soll. …. den Wasserfleck über „Beyers …. schwierige Stellung“ hat dabei Ihr Autor soeben erzeugt 🙁

 SKK - GW DD

  SK KÖNIG PLAUEN  ELO 4½:3½ SG GW DRESDEN  ELO
1. IM Plat, Vojtech 2452 1:0 FM Siedentopf, D. 2297
2. FM Schaller, S. 2315 0:1 Rudolf, S. 2240
3. FM Kuraszkiewicz, M. 2321 ½:½ Hutsch, O. 2165
4. GM Espig, Lutz. 2279 ½:½ Wappler, M. 2182
5. FM Pfretzschner, R. 2246 ½:½ Nake, M. 2187
6. FM Sandner, G. 2256 1:0 Kunze, Ch. 2097
7. Fischer, E. 2285 ½:½ Hutschenreiter, J. 1997
8. Beyer, Ch. 1952 ½:½ Zimmermann, R. 2126

 

Sonntag, 12.01.2015 USV TU Dresden II – SK König Plauen

Aufgrund des knappen Sieges vom Samstag und des 8:0 Erfolges von Tabellenführer Magdeburg, mussten wir wenigsten 5:3 am Sonntag gewinnen, um bei einem Magdeburger Wackler den Stichkampf zu erreichen.

Entsprechend wie die Feuerwehr legten die Plauener los. Ihr Autor zeigte seinem Gegner an Brett 7 recht schnell, dass man Königsindisch so eben nicht spielen kann. Danach folgte GM Lutz Espig mit einen eindrucksvollen Schwarzsieg an Brett 4. Ohne echte Chance geriet sein Gegner unter die Räder. Ebenso stark, wenngleich etwas verschwenderischer mit der Bedenkzeit, gewann Kura an Brett 3. Eine Mehrfigur zählt eben nicht nur im Endspiel auf die Farben , sondern kann auch im Mittelspiel etwas leisten. Und schließlich gewann auch noch Gunter Sander als Schwarzer an Brett 6 zum zweiten Male an jenem Wochenende.

Zu dem Zeitpunkt konnte noch keiner ahnen, dass es fast auf „Deutschland – Schweden /14.10.2013“ hinauslaufen sollte. Zuerst  „krönte“ Sven Schaller sein rabenschwarzes Wochenende mit seiner zweiten Niederlage. Danach lehnte Vojtech an Brett 1 mit Mehrbauer ein Remisangebot ab, um sich wenig später in einer klar verlorenen Stellung wieder zu finden. Dann mußte sich auch noch Roland an Brett 5 seinem Gegner geschlagen geben 4:3. Somit lag unsere Hoffnung auf Edwin der mit viel Kampfgeist, seine schlechte Stellung nicht nur zusammen hielt, sondern am Ende auch noch gewann, zum 5:3.

Leider hatte es am Ende doch nicht gereicht, da Magdeburg ebenso gewann. Bleibt uns nur, dem absolut verdienten Staffelsieger Aufbau Elbe Magdeburg zum Aufstieg in die 2. Bundesliga zu gratulieren.

Ihr Autor möchte sich dieses Jahr nochmals ausdrücklich bei allen spielenden Akteuren bedanken, die teilweise von sehr weit her angereist, deutlich öfters spielten, als im Vorfeld zugesagt wurde – DANKE 🙂

 

   USV TU DRESDEN  ELO 3:5 SK KÖNIG PLAUEN  ELO
1. Vogel, R. 2402 1:0 IM Plat, V. 2452
2. FM Möhn, H. 2307 1:0 FM Schaller, S. 2315
3. Salzmann, P. 2164 0:1 FM Kuraszkiewicz, M. 2321
4. Glinzer, Ch. 2127 0:1 GM Espig, L. 2279
5. Ader, G. 2038 1:0 FM Pfretzschner, R. 2246
6. Oel, T. 2126 0:1 FM Sandner, G. 2256
7. Schmalhofer, A. 2132 0:1 Paul, M. 2189
8. Ledfuss, G. 2093 0:1 Fischer, E. 2275

 

 

 


Team I mit leichtem Wackler – dennoch gestanden

Nominell hoch favorisiert brauchte der SK König Plauen unglaubliche 7 Stunden harten Kampf um den TUS Coswig nach einigem Auf- und Ab, am Ende jedoch nicht unverdient, mit 4,5:3:5 niederzuringen.

In einem offenen Sizilianer opferte Vojtech an Brett 1 früh nach thematischen Motiven eine Figur. Sein Gegner, bereits knapp an Bedenkzeit, lehnte die Offerte dankend ab, kam so jedoch fast schon entscheidend in Vorteil und wählte dann den Spatz in der Hand, welchen Vojtech als Rettungsanker offerierte. Dies und die recht gedrückte Lage von Sven Schaller an Brett 2 animierte die Mannschaftsführung ein Remisverbot für alle  auszusprechen, welchem alle auch artig Folge leisteten. Gunter Sandner später dazu, „In welchen Positionen ihr Remis ablehnt, ist schon erstaunlich!“

Lutz Espig konnte leider am Brett 3 seine leichten Vorteile nicht entscheidend verdichten und musste ins Remis einwilligen. Eine sehr ordentliche Partie lieferte ihr Autor an Brett 7 ab. Einer recht anspruchslosen  Eröffnung mit weiß folgten viele kleine Nadelstiche bis der Gegner mit einem taktischen Schlag in ein hoffnungsloses Endspiel gezwungen wurde, die zwischenzeitliche 2:1 Führung für die Könige. Da Sven Schaller an Brett 2 zuerst dem Angriff seines Gegners standhielt, dann in ein leicht besseres Endspiel  abwickeln konnte und in der Folge auch das 3:1 erzielen konnte, sah es längst nach einem sicheren Sieg aus.

Die Niederlage von Roland Pfretzschner an Brett 4 änderte daran nicht unbedingt etwas. Es war einfach nicht Rolands Tag. 😉

Leider konnte Gunter Sandner seine Stellungsvorteile nicht in einen vollen Zähler verwerten. Was für die Mannschaftsführung immer angenehm ist, dass Leute mit Bundesligaerfahrung solche Partien in aller Regel am Ende Remis machen und nicht noch verlieren.

Christof spielte am Brett 8 zuschauerfreundliches Großmeisterschach; die ersten 17 Züge in 5 Minuten, dann eine kurze (zeit)intensive Mittelspielphase, dann mehr oder weniger „30-Sekunden-Bonusschach“ für die Züge vor der Zeitkontrolle, wieder eine sehr kurze (zeit)intensive Phase direkt nach der Zeitkontrolle, um dann wieder am Ende, in den „Hypertoniemodus“ zu verfallen. Eine schachliche Bewertung der ohnehin komplizierten Stellung ist da fast schon überflüssig. Am Ende löste sein Gegner seine materiellen Probleme mit einem sehenswerten taktischen Schlag, zu unserem Glück war die Stellung danach sofort völlig ressourcenleer.

Den Preis für das beste Gesamtpaket hätte sich an diesem Tag Matthias Hörr an Brett 6 sichern können. In der Eröffnung 2x Remis abgelehnt, mit großem Kampf aus der Stellung noch Spielpotential ausgepresst, sehenswert den Gegner mit König Turm Springer und 3 Bauern gegen K-T-S-2B immer mehr eingeschnürt, clever taktisch den entscheidenden Schlag vorbereitet, …. um diesem dann jedoch nicht auszuführen und nach 80 Zügen in einem Endspiel König Springer gegen König Turm mit deutlich schlechterer Zeit zu landen.  … Zum Glück ließ er hier nichts mehr anbrennen und sicherte nach insgesamt 7 Stunden und 130 Zügen das Remis, zum 4,5:3,5 für Plauen.

Damit halten wir Anschluss an den Spitzenreiter von Aufbau Elbe Magdeburg, der seinen Kampf auch gewann. Das Saisonfinale steigt für die Plauener dann mit einer Doppelrunde am 11./12. April. Gegner in Aue sind dann die beiden Dresdner Mannschaften SG Grünweiß und USV TU Dresden II.

P.S. Leider hatte der Autor diesmal seine Kamera vergessen, sodass die Fotos auf der Heimfahrt der Staatsgewalt überlassen werden mussten.

Sonntag, 15.03.2015  TUS COSWIG – SK König Plauen

  TUS COSWIG  ELO 3½:4½ SK KÖNIG PLAUEN  ELO
1. Böttger, L. 2227 ½:½ IM Plat, Vojtech 2443
2. Müller, R. 2180 0:1 FM Schaller, S. 2308
3. Escher, T. 2195 ½:½ GM Espig, Lutz. 2293
4. FM Klawa, P. 2175 1:0 FM Pfretzschner, R. 2258
5. Pietsch, M. 2157 ½:½ FM Sandner, G. 2254
6. Pönisch, E. 2161 ½:½ Hörr, M. 2146
7. Kieslich, A. 2018 0:1 Paul, M. 2183
8. Liebscher, S. 2036 ½:½ Beyer, C. 1950

 


SK König gewinnt in Halle

von Steffen Bandt

Der SK König Plauen bleibt weiterhin im Rennen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Am achten Spieltag der Oberliga Ost gewannen die Plauener knapp, aber verdient mit 4,5 : 3,5 beim USV Halle und verbesserten sich auf den zweiten Tabellenplatz. Spitzenreiter bleibt mit 2 Punkten Vorsprung die SG Aufbau Elbe Magdeburg.

Mit einem Remis im Duell der Altmeister wurde das Match eröffnet. Dabei hatte Lutz Espig gegen den Hallenser Heinz Liebert schon versucht, auf Sieg zu spielen. Zu entscheidenden Vorteil kam er aber nicht. Am Spitzenbrett fühlte sich Plauens Neuzugang Vojtech Plat  von Anfang an wohl, bekam er doch eine seiner Lieblingsvarianten aufs Brett. Seinen Vorteil verwertete er im Turmendspiel zum Sieg. Am achten Brett hielt Christof Beyer mit Schwarz seine Partie bis ins Endspiel ausgeglichen – auch hier gab es keinen Sieger, so dass der SK König mit 2:1 vorne lag. Einen ganz starken Auftritt legte Edwin Fischer (Brett 7) hin. Er spielte sehr druckvoll, der Gegner musste 2 Bauern in die Verteidigung investieren, im Endspiel machte Fischer dann alles klar – 3:1 für Plauen. Sven Schaller, Plauener Eigengewächs, stellte am zweiten Brett einmal mehr seine gewachsene spielerische Reife unter Beweis, zerlegte im Mittelspiel die Stellung seines Kontrahenten und fuhr einen souveränen Sieg ein. Somit fehlte den Plauenern nur noch ein halber Zähler zum Gesamterfolg, und diesen steuerte Roland Pfretzschner bei, der trotz materiellen Vorteil ins Remis einwilligte.

Somit fielen die Niederlagen von Matthias Hörr, der im Läuferendspiel die schlechteren Chancen hatte, und Michael Kuraszkiewicz, der seinem früh geopferten Bauern bis zum Schluss vergeblich hinterherlief, nicht mehr ins Gewicht.

Die zweite Mannschaft des ESV Nickelhütte Aue verlor mit 3:5 in Hoyerswerda, so dass die Plauener in der Tabelle an den Erzgebirgern vorbei zogen. Nur Spitzenreiter SG Aufbau Elbe Magdeburg (5:3 bei Grünweiß Dresden)  zieht weiter seine Kreise.

Am 15. März tritt der SK König bei TUS Coswig an. Das Saisonfinale steigt für die Plauener dann mit einer Doppelrunde am 11./12. April. Gegner in Aue sind dann die beiden Dresdner Mannschaften SG Grünweiß und USV TU II.

Sonntag, 22.02.2015  USV Halle – SK König Plauen

  USV Halle  ELO 3½:4½ SK KÖNIG PLAUEN  ELO
1. FM Reipsch, J. 2224 0:1 IM Plat, Vojtech 2441
2. FM Höpfl, T. 2300 0:1 FM Schaller, S. 2298
3. GM Malich, B. 2321 1:0 FM Kuraszkiewicz, M. 2331
4. IM Liebert, H. 2228 ½:½ GM Espig, Lutz. 2294
5. Puls, T. 2180 ½:½ FM Pfretzschner, R. 2260
6. Hentzgen, T. 2050 1:0 Hörr, M. 2159
7. Pichler, M. 2090 0:1 Fischer, E. 2275
8. Hartwig,DC. 2094 ½:½ Beyer, C. 1946

 


Erste weiterhin in Schlagdistanz

Etwas verspätet und leider auch sehr kurz – einige Zeilen zum Oberliga Wochenende der Ersten.

IM Vojtech Plat gab buchstäblich im Trikot der Plauener ein erfolgreiches Debüt. Mit 1,5 aus 2 Punkten trug er am Spitzenbrett zu 2 sicheren Siegen bei. Matthias Hörr und Roland Pfretzschner waren die Topscorer des Wochenendes. Erwähnt werden sollte zudem der halbe Zähler von Toni Merkel gegen den einstigen Sonderliga-Oberhaus Spieler Christian Steudtmann am Samstag.

Samstag, 17.01.2015  USG Chemnitz – SK König Plauen

  USG Chemnitz  ELO 2½:5½ SK KÖNIG PLAUEN  ELO
1. FM Kunze, C. 2291 ½:½ IM Plat, Vojtech 2432
2. FM Schenk, A. 2107 ½:½ FM Kuraszkiewicz, M. 2329
3. Lämmel, S. 2020 ½:½ GM Espig, Lutz. 2296
4. Eidner, F. 2043 0:1 FM Pfretzschner, R. 2247
5. Sobeck, G. 2136 ½:½ FM Sandner, G. 2251
6. Wünsch, U. 2075 0:1 Hörr, M. 2141
7. Pfeiffer, A. 2064 0:1 Fischer, E. 2280
8. Steudtmann, C. 2268 ½:½ Merkel, T. 1887

 

Sonntag, 18.01.2015 SK König Plauen – SG Leipzig Gohlis II

  SK KÖNIG PLAUEN  ELO 5½:2½ SG AE MAGDEBURG  ELO
1. IM Plat, Vojtech 2432 1:0 FM Schubert, T. 2343
2. FM Kuraszkiewicz, M. 2329 1:0 Zebisch, P. 2227
3. GM Espig, Lutz. 2296 ½:½ FM Böhnisch, M. 2287
4. FM Pfretzschner, R. 2247 1:0 Kreyssig, R. 2206
5. FM Sandner, G. 2251 0:1 Beyer, T. 2059
6. Hörr, M. 2141 1:0 Beltz, F. 2135
7. Paul, M. 2198 ½:½ Sonntag, H. 2121
8. Fischer, E. 2280 ½:½ Döhn, R. 1892

 

 


Team I – Mannschaft gut – Vorstand schlecht

Ein guter Hinweis ereilte den Autor nach der Publikation: Um Missverständnisse auszuschließen, war einzig die schachliche Leistung der beiden Vorstandsmitglieder  wirklich schlecht. Es fällt sicher nicht schwer zu erraten, an welchen Brettern diese spielten.

Im Duell der Verfolger hatte wir ASP Hoyerswerda zu Gast. Leider mussten wir kurzfristig einige spielstarke Ausfälle kompensieren, dennoch gingen wir nicht unbedingt als krasser Außenseiter ins Rennen. Am Ende blieben wir recht chancenlos, was diesmal dem Vorstand zu verdanken war.

Ziemlich sicher agierte Sven Schaller an Brett 1 gegen seinen starken Gegner. Gegen seine etwas defensive aber solide Spielanlage gingen seinem großmeisterlichen Gegner schnell die Gewinnideen aus, als man sich folglich auf Remis einigte.

An Brett 5 hatte der Autor mit Schwarz nach ganz ordentlicher Eröffnung keine anderen Spielideen, wie seine Königsstellung mit unbedachten Bauernzügen zu schwächen. Eine Einladung, die sein Gegner gerne annahm. Nach einigen kräftigen Zügen des Weißen fiel die schwarze Stellung völlig auseinander, so das jenem nur noch die Wahl bleib, sich für das schönste Matt zu entscheiden und dies anständigerweise zu zu lassen.

Etwas wacklig schien das Remis von Gunter Sandner an Brett 4. Nach guter Eröffnung, schienen die Figuren im Mittelspiel zunehmend schlechter koordiniert und auch sonst wies die Stellung zu viele Schwächen auf. Mit Kampfgeist und Geschick nutze der die leichte Zeitnot seines Gegners aus, um schließlich in ein remises Turmendspiel abzuwickeln.

Im bisherigen Verlauf der Saison nannte Lutz Espig stets eine Stunde Mehrbedenkzeit sein eigen. Diesmal stellte sein Gegner ihm deutlich mehr Probleme, so dass sich um den 25 Zug ein Inkrementenduell anbahnte. Vom Schiedsrichter ermahnt die Züge korrekt mitzuschreiben, tat er dies auch artig und eifrig. Als sein Gegner endlich den schwarzen 40. Zug notierte hatte, war er bereits bei 44.

Noch weniger Zeit ließen sich Chrisof Beyer und sein Gegner am Brett 7 für die Züge 30 bis 40. Regelmäßig kämpften sich beide Uhren die „0.0“ heran, ohne sie jemals zu erreichen. Interessanterweise gab es keine bildlichen Zeugen von dem Geschehenen. BEIDE Partieformulare sahen ordentlicher aus, als es die meisten von uns jemals hinbekommen würden. Leider ging unserem Mann zwischendurch ein Bauer verlustig, was sein Gegner, bis auf einen kleinen ungesühnten Wackler am Ende, sicher verwertete.

Roland Pfretzschner hatte am 3. Brett in der Eröffnung etwas Mühe, seine Figuren mit schwarz ins Spiel zu bekommen. Nach Öffnung des Spiels schien er dennoch die Oberhand zu bekommen. Einen Mattangriff konnte sein Gegner vor der Zeitkontrolle gerade noch rechtzeitig abwehren, das entstehende Turmendspiel verflachte dann recht schnell zum Remis.

Edwin Fischer hatte diesmal an Brett 7 die ganze Partie über etwas Schwierigkeiten, die richtigen Positionen für seine Figuren zu finden. Kurz vor der Zeitkontrolle wickelte er in eine Stellung ab, die trotz materiellem Nachteile Festungscharakter hatte. Sein Gegner jedenfalls konnte keinen Vorteil mehr nachweisen.

Am nächsten einem vollen Zähler kam an jenem Tag unser Younster und Debütant Toni Merkel an Brett 8. Kräftig setzte er seine Gegnerin unter Druck und rang ihr dabei einige Zugeständnisse ab. Ihre Stellung schien bereits völlig auseinander zu fallen, sein Sieg nur noch eine Frage von 2 – 3 genauen Zügen, als seine Gegnerin mittels Damenopfer einen Befreiungsschlag landete, welcher ihr ein, auf lange Sicht, gewonnenen Endspiel bescherte. Toni kämpfte mutig weiter und hatte langsam in der rastlosen, Füße scharrenden Truppe von Hoyerswerda einen Verbündeten. Jene wollten nicht erst in der Nacht zu Hause sein und rieten seiner Gegnerin ihm doch den verdienten halben Punkt zu überlassen, was diese auch artig tat.

Im Mittelfeld angekommen heißt das Fazit – Mannschaft gut – Vorstand schlecht.

 

 

  SK KÖNIG PLAUEN  ELO 3:5 ASP Hoyerswerda  ELO
1. FM Schaller, Sven 2297 ½:½ GM Lechtynsky, Jiri 2371
2. GM Espig, Lutz 2296 ½:½ IM Orsag, Milan 2380
3. FM Pfretzschner, Roland 2240 ½:½ FM Kesik, Klaus-Dieter 2191
4. FM Sandner, Gunter 2267 ½:½ FM Jahnel, Günter 2287
5. Paul, Mathias 2206 0:1 Hovsepyan, Vardan 2085
6. Fischer, Edwin 2269 ½:½ Graf, Roland 2194
7. Beyer, Christof 1951 0:1 Böhm, Robert 2152
8. Merkel, Toni 1887 ½:½ Heyme, Sibylle 2025