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SK König gewinnt in Halle

von Steffen Bandt

Der SK König Plauen bleibt weiterhin im Rennen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Am achten Spieltag der Oberliga Ost gewannen die Plauener knapp, aber verdient mit 4,5 : 3,5 beim USV Halle und verbesserten sich auf den zweiten Tabellenplatz. Spitzenreiter bleibt mit 2 Punkten Vorsprung die SG Aufbau Elbe Magdeburg.

Mit einem Remis im Duell der Altmeister wurde das Match eröffnet. Dabei hatte Lutz Espig gegen den Hallenser Heinz Liebert schon versucht, auf Sieg zu spielen. Zu entscheidenden Vorteil kam er aber nicht. Am Spitzenbrett fühlte sich Plauens Neuzugang Vojtech Plat  von Anfang an wohl, bekam er doch eine seiner Lieblingsvarianten aufs Brett. Seinen Vorteil verwertete er im Turmendspiel zum Sieg. Am achten Brett hielt Christof Beyer mit Schwarz seine Partie bis ins Endspiel ausgeglichen – auch hier gab es keinen Sieger, so dass der SK König mit 2:1 vorne lag. Einen ganz starken Auftritt legte Edwin Fischer (Brett 7) hin. Er spielte sehr druckvoll, der Gegner musste 2 Bauern in die Verteidigung investieren, im Endspiel machte Fischer dann alles klar – 3:1 für Plauen. Sven Schaller, Plauener Eigengewächs, stellte am zweiten Brett einmal mehr seine gewachsene spielerische Reife unter Beweis, zerlegte im Mittelspiel die Stellung seines Kontrahenten und fuhr einen souveränen Sieg ein. Somit fehlte den Plauenern nur noch ein halber Zähler zum Gesamterfolg, und diesen steuerte Roland Pfretzschner bei, der trotz materiellen Vorteil ins Remis einwilligte.

Somit fielen die Niederlagen von Matthias Hörr, der im Läuferendspiel die schlechteren Chancen hatte, und Michael Kuraszkiewicz, der seinem früh geopferten Bauern bis zum Schluss vergeblich hinterherlief, nicht mehr ins Gewicht.

Die zweite Mannschaft des ESV Nickelhütte Aue verlor mit 3:5 in Hoyerswerda, so dass die Plauener in der Tabelle an den Erzgebirgern vorbei zogen. Nur Spitzenreiter SG Aufbau Elbe Magdeburg (5:3 bei Grünweiß Dresden)  zieht weiter seine Kreise.

Am 15. März tritt der SK König bei TUS Coswig an. Das Saisonfinale steigt für die Plauener dann mit einer Doppelrunde am 11./12. April. Gegner in Aue sind dann die beiden Dresdner Mannschaften SG Grünweiß und USV TU II.

Sonntag, 22.02.2015  USV Halle – SK König Plauen

  USV Halle  ELO 3½:4½ SK KÖNIG PLAUEN  ELO
1. FM Reipsch, J. 2224 0:1 IM Plat, Vojtech 2441
2. FM Höpfl, T. 2300 0:1 FM Schaller, S. 2298
3. GM Malich, B. 2321 1:0 FM Kuraszkiewicz, M. 2331
4. IM Liebert, H. 2228 ½:½ GM Espig, Lutz. 2294
5. Puls, T. 2180 ½:½ FM Pfretzschner, R. 2260
6. Hentzgen, T. 2050 1:0 Hörr, M. 2159
7. Pichler, M. 2090 0:1 Fischer, E. 2275
8. Hartwig,DC. 2094 ½:½ Beyer, C. 1946

 


Erste weiterhin in Schlagdistanz

Etwas verspätet und leider auch sehr kurz – einige Zeilen zum Oberliga Wochenende der Ersten.

IM Vojtech Plat gab buchstäblich im Trikot der Plauener ein erfolgreiches Debüt. Mit 1,5 aus 2 Punkten trug er am Spitzenbrett zu 2 sicheren Siegen bei. Matthias Hörr und Roland Pfretzschner waren die Topscorer des Wochenendes. Erwähnt werden sollte zudem der halbe Zähler von Toni Merkel gegen den einstigen Sonderliga-Oberhaus Spieler Christian Steudtmann am Samstag.

Samstag, 17.01.2015  USG Chemnitz – SK König Plauen

  USG Chemnitz  ELO 2½:5½ SK KÖNIG PLAUEN  ELO
1. FM Kunze, C. 2291 ½:½ IM Plat, Vojtech 2432
2. FM Schenk, A. 2107 ½:½ FM Kuraszkiewicz, M. 2329
3. Lämmel, S. 2020 ½:½ GM Espig, Lutz. 2296
4. Eidner, F. 2043 0:1 FM Pfretzschner, R. 2247
5. Sobeck, G. 2136 ½:½ FM Sandner, G. 2251
6. Wünsch, U. 2075 0:1 Hörr, M. 2141
7. Pfeiffer, A. 2064 0:1 Fischer, E. 2280
8. Steudtmann, C. 2268 ½:½ Merkel, T. 1887

 

Sonntag, 18.01.2015 SK König Plauen – SG Leipzig Gohlis II

  SK KÖNIG PLAUEN  ELO 5½:2½ SG AE MAGDEBURG  ELO
1. IM Plat, Vojtech 2432 1:0 FM Schubert, T. 2343
2. FM Kuraszkiewicz, M. 2329 1:0 Zebisch, P. 2227
3. GM Espig, Lutz. 2296 ½:½ FM Böhnisch, M. 2287
4. FM Pfretzschner, R. 2247 1:0 Kreyssig, R. 2206
5. FM Sandner, G. 2251 0:1 Beyer, T. 2059
6. Hörr, M. 2141 1:0 Beltz, F. 2135
7. Paul, M. 2198 ½:½ Sonntag, H. 2121
8. Fischer, E. 2280 ½:½ Döhn, R. 1892

 

 


Team I – Mannschaft gut – Vorstand schlecht

Ein guter Hinweis ereilte den Autor nach der Publikation: Um Missverständnisse auszuschließen, war einzig die schachliche Leistung der beiden Vorstandsmitglieder  wirklich schlecht. Es fällt sicher nicht schwer zu erraten, an welchen Brettern diese spielten.

Im Duell der Verfolger hatte wir ASP Hoyerswerda zu Gast. Leider mussten wir kurzfristig einige spielstarke Ausfälle kompensieren, dennoch gingen wir nicht unbedingt als krasser Außenseiter ins Rennen. Am Ende blieben wir recht chancenlos, was diesmal dem Vorstand zu verdanken war.

Ziemlich sicher agierte Sven Schaller an Brett 1 gegen seinen starken Gegner. Gegen seine etwas defensive aber solide Spielanlage gingen seinem großmeisterlichen Gegner schnell die Gewinnideen aus, als man sich folglich auf Remis einigte.

An Brett 5 hatte der Autor mit Schwarz nach ganz ordentlicher Eröffnung keine anderen Spielideen, wie seine Königsstellung mit unbedachten Bauernzügen zu schwächen. Eine Einladung, die sein Gegner gerne annahm. Nach einigen kräftigen Zügen des Weißen fiel die schwarze Stellung völlig auseinander, so das jenem nur noch die Wahl bleib, sich für das schönste Matt zu entscheiden und dies anständigerweise zu zu lassen.

Etwas wacklig schien das Remis von Gunter Sandner an Brett 4. Nach guter Eröffnung, schienen die Figuren im Mittelspiel zunehmend schlechter koordiniert und auch sonst wies die Stellung zu viele Schwächen auf. Mit Kampfgeist und Geschick nutze der die leichte Zeitnot seines Gegners aus, um schließlich in ein remises Turmendspiel abzuwickeln.

Im bisherigen Verlauf der Saison nannte Lutz Espig stets eine Stunde Mehrbedenkzeit sein eigen. Diesmal stellte sein Gegner ihm deutlich mehr Probleme, so dass sich um den 25 Zug ein Inkrementenduell anbahnte. Vom Schiedsrichter ermahnt die Züge korrekt mitzuschreiben, tat er dies auch artig und eifrig. Als sein Gegner endlich den schwarzen 40. Zug notierte hatte, war er bereits bei 44.

Noch weniger Zeit ließen sich Chrisof Beyer und sein Gegner am Brett 7 für die Züge 30 bis 40. Regelmäßig kämpften sich beide Uhren die „0.0“ heran, ohne sie jemals zu erreichen. Interessanterweise gab es keine bildlichen Zeugen von dem Geschehenen. BEIDE Partieformulare sahen ordentlicher aus, als es die meisten von uns jemals hinbekommen würden. Leider ging unserem Mann zwischendurch ein Bauer verlustig, was sein Gegner, bis auf einen kleinen ungesühnten Wackler am Ende, sicher verwertete.

Roland Pfretzschner hatte am 3. Brett in der Eröffnung etwas Mühe, seine Figuren mit schwarz ins Spiel zu bekommen. Nach Öffnung des Spiels schien er dennoch die Oberhand zu bekommen. Einen Mattangriff konnte sein Gegner vor der Zeitkontrolle gerade noch rechtzeitig abwehren, das entstehende Turmendspiel verflachte dann recht schnell zum Remis.

Edwin Fischer hatte diesmal an Brett 7 die ganze Partie über etwas Schwierigkeiten, die richtigen Positionen für seine Figuren zu finden. Kurz vor der Zeitkontrolle wickelte er in eine Stellung ab, die trotz materiellem Nachteile Festungscharakter hatte. Sein Gegner jedenfalls konnte keinen Vorteil mehr nachweisen.

Am nächsten einem vollen Zähler kam an jenem Tag unser Younster und Debütant Toni Merkel an Brett 8. Kräftig setzte er seine Gegnerin unter Druck und rang ihr dabei einige Zugeständnisse ab. Ihre Stellung schien bereits völlig auseinander zu fallen, sein Sieg nur noch eine Frage von 2 – 3 genauen Zügen, als seine Gegnerin mittels Damenopfer einen Befreiungsschlag landete, welcher ihr ein, auf lange Sicht, gewonnenen Endspiel bescherte. Toni kämpfte mutig weiter und hatte langsam in der rastlosen, Füße scharrenden Truppe von Hoyerswerda einen Verbündeten. Jene wollten nicht erst in der Nacht zu Hause sein und rieten seiner Gegnerin ihm doch den verdienten halben Punkt zu überlassen, was diese auch artig tat.

Im Mittelfeld angekommen heißt das Fazit – Mannschaft gut – Vorstand schlecht.

 

 

  SK KÖNIG PLAUEN  ELO 3:5 ASP Hoyerswerda  ELO
1. FM Schaller, Sven 2297 ½:½ GM Lechtynsky, Jiri 2371
2. GM Espig, Lutz 2296 ½:½ IM Orsag, Milan 2380
3. FM Pfretzschner, Roland 2240 ½:½ FM Kesik, Klaus-Dieter 2191
4. FM Sandner, Gunter 2267 ½:½ FM Jahnel, Günter 2287
5. Paul, Mathias 2206 0:1 Hovsepyan, Vardan 2085
6. Fischer, Edwin 2269 ½:½ Graf, Roland 2194
7. Beyer, Christof 1951 0:1 Böhm, Robert 2152
8. Merkel, Toni 1887 ½:½ Heyme, Sibylle 2025

 

 


So wie im Schach …

… kommt es auch im Leben nicht nur auf die Behandlung der Eröffnung an. Man sollte sich, wie Carlsen, auch in den späteren Phasen etwas TRAUEN.

Herzlichen Glückwunsch

KLW - PL

Präsidium des SK König Plauen

 


Team I – mit Schwung

Gegen den direkten Tabellennachbarn aus Löberitz sollte möglichst der Schwung aus der vorangegangenen Doppelrunde mitgenommen werden. Um es vorweg zu nehmen, dass einzige was an jenem Tag einen etwas Sorge bereiten konnte, war, dass es nach ca. 3h fast schon „zu gut“ aussah.

Schachspielende Damen sind eher selten anzutreffen. Auch wir mussten leider auf die Anwesenheit der einzigen Dame verzichten, was in Anbetracht des daraus entstandenen kampflosen Sieges an Brett 8 von Christof durchaus zu verschmerzen war.

Der Beweis, dass Schach „technisch“ oft eine Mitkopplung ist, wurde am Brett 2 erbracht. Nach einer eigenartigen Entscheidung seines bundesligaerfahrenen Gegners in der Eröffnung, baute Kura mit jedem einzelnen Zug seine Dominanz auf Brett und Uhr aus. Nach gut 20 Zügen und längst am Tropf des Inkrements hängend, gab sein Gegner sicher nicht zu früh auf.

Lutz hatte an Brett 3 abermals alles unter Kontrolle und fuhr ein sicheres Remis ein und hatte anschließend auch noch Zeit, sich um seine verlustig gegangenen Ziegensittiche zu kümmern.

Leider oblag es wieder dem Autor für das einzige negative Highlight zu sorgen. In bereits leicht schlechterer Stellung vergaß er, dass sich Türme nur dann gegenseitig decken, wenn auch wirklich nichts dazwischen steht, peinlich. Auf den Gesamtsieg hatte dies zum Glück keinen Einfluss mehr.

Längst hatte Matthias an Brett 5 seinen kleinen materiellen Vorteil in eine Gewinnstellung gewandelt und auch Edwin behielt an 7 unter knapper Zeit in komplizierter Stellung stets die Übersicht und bewies die Überlegenheit der 3 Figuren gegenüber der Dame und konnte damit den Mannschaftssieg sicherstellen.

Völlig ohne jeden Druck konnte auch Roland sich an Brett 4 mit Weiß durchsetzen, wobei einmal mehr nicht die Freibauern, einer davon „mehr“, sondern die fehlende Königssicherheit des Gegners der entscheidende Faktor war.

Sicher nicht ganz zufrieden, war an jenem Tag Sven Schaller am Spitzenbrett. Mit Schwarz hatte er schnell ausgeglichen, konnte seinem Gegner dann unter Druck setzen und sogar einen Bauern abknöpfen. Als die Partie kurz vor der Entscheidung stand, gelang seinem Gegner durch einen kleinen Trick, eine entscheidende Vereinfachung herbei zuführen. Sven mühte sich noch eine Weile, willigte aber dann in ein Remis ein.

Mit diesem 6:2 Erfolg ist der SK König auf den 2. Platz geklettert und erwartet im Dezember Hoyerswerda zum Spitzenspiel.

 

  SK KÖNIG PLAUEN  ELO 6:2 SG 1871 Löberitz  ELO
1. FM Schaller, Sven 2297 ½:½ Schuster, Martin 2272
2. FM Kuraszkiewicz, M. 2317 1:0 Proehl, Holger 2388
3. GM Espig, Lutz 2296 ½:½ Schindler, Christian 2266
4. FM Pfretzschner, Roland 2240 1:0 Mertens, Fridolin 2129
5. Hörr, Matthias 2134 1:0 Pallas, Sebastian 2032
6. Paul, Mathias 2206 0:1 Spreng, Simon 2264
7. Fischer, Edwin 2269 1:0 Niegsch, Nicolas 2090
8. Beyer, Christof 1951 +:- Mertens, Pauline 2022

 


Team I in der Pflicht

Frohen Mutes und durchaus bewaffnet ging es in die erste Doppelrunde der neuen Oberligasaison. Mit zwei Siegen gegen unsere anhaltinischen Gäste sollte die Auftaktniederlage gegen Reisepartner Aue vergessen gemacht werden, so war zumindest der Plan, welcher trotz kleinerer banger Momente am Ende aufging.

Edwin Fischer erzielte bei seinem Debüt in der ersten Mannschaft nach solider Leistung einen sicheren halben Zähler. Bemerkenswert war auf alle Fälle die freundliche, spontane Zusage zu spielen, gerne auch kurzfristig am Sonntag, was vielleicht selbstverständlich sein sollte, längst jedoch nicht ist.

Samstag, 17.10.2014  Rochade Magdeburg – SK König Plauen

Der Start verlief zunächst recht erfreulich. Am einzigen Brett an welchem Rochade Magdeburg eine gewisse Favoritenrolle hatte, zeigte einmal mehr Christof Beyer seine bemerkenswerte Eröffnungskenntnis. Sein Remisangebot wurde von seinem nominell deutlich stärkeren Gegner umgehend akzeptiert. Mit Schwarz – alles richtig gemacht, sollte man meinen. Freundliche und überaus vorsichtige Kritik gab es am Tag darauf von Dimitrios, welche uns empfahl, in besseren Stellungen niemals Remis anzubieten.

Nach ca. 3 Stunden Spielzeit fand sich der Autor, nach zu vorsichtigem Agieren in der Eröffnung in einer recht misslichen Lage wieder. Mit Minusqualität hatte die T-L-S-Freibauerkombination zwar immer noch einiges „Potential“, was jedoch zunehmend vom Gegner entschärft wurde. Just zu diesem Zweitpunkt war nicht wirklich zu sehen, wie der Mannschaftssieg errungen werden sollte. OK, bei Dimitrios an Brett 1 sollte in gleicher Stellung bei gefülltem Brett, ob seiner nummerischen Überlegenheit, immer ein Sieg drin sein, jedoch stand Jolanta an 2, für mich, eher schon tot als einfach nur schlechter. Am Ende vorentscheidend war der Sieg von Matthias an Brett 5, der seines Gegners König nach Figurenopfer in der Mitte des Brettes zusetzte. Der übermäßige Zeitverbrauch seines Gegners, hatte dann einen gröberen Überseher zur Folge. Als dann Dimitrios trocken noch einen drauf setzte (2,5:0,5), konnte ich meine mittlerweile chancenlose Stellung aufgeben, zumal sich Jolanta doch irgendwie in ein remises Endspiel retten konnte und auch sonst niemand mehr schlechter stand. Die wertzahlmäßige Überlegenheit zeigte sich in der Folge doch noch. Gunter Sandner, Hauptdarsteller im Wochenend-Zweiteiler „Turmendspiele mit +2“, gewann recht sicher den Teil 1 und auch Kura hatte seinen Gegner nach langem Kampf nieder gerungen, was den Mannschaftssieg endgültig sicher stellte.

 

  ROCHADE MAGDEBURG  ELO

2½:5½

SK KÖNIG PLAUEN  ELO
1. FM Kuchynka, L. 2290

0:1

GM Mastrovasilis, D. 2605
2. FM Bednar, M. 2294

½:½

WGM Zawadzka, J. 2414
3. Jäger, D. 2182

0:1

FM Kuraszkiewicz, M. 2313
4. WFM Horvath, J. 2194

0:1

FM Sandner, G. 2250
5. Niering, M. 2181

0:1

Hörr, M. 2152
6. Kahe, R. 2193

1:0

Paul, M. 2217
7. FM Pesztericz, L. 2070

½:½

Fischer, E. 2280
8. Kuna, R-M. 2168

½:½

Beyer, Ch. 1947

 

Fasst wäre die letzte laufende Partie des Samstags zwischen Edwin Fischer und seinem ungarischen Gegner für die Nachwelt verloren gegangen. Schiedsrichter Albrecht Beer musste am Sonntag die Akteure ermahnen, „die Originale rauszurücken“; zumindest der ungarische FM konnte der Aufforderung Folge leisten. Für unseren beteiligten Akteur trat am Sonntag planmäßig Lutz Espig ans Brett.

Sonntag, 18.10.2014 SK König Plauen – SG Aufbau Elbe Magdeburg

Leider hatte sich ein Spieler der Mannschaft Aufbau Elbe Magdeburg am Samstag noch nach Hause verabschiedet, ohne einen adäquaten Ersatz zu liefern, so dass ich, diesmal an Brett 7, keinen Gegner hatte. Vielleicht gar nicht mal so schlecht, durch einen kampflosen Punkt vom Schwachpunkt des Vortages in Führung zu gehen. Die erste philosophische Erkenntnis des Tages, oblag logischerweise unserem griechischen GM Dimitrios. Noch leicht schlaftrunken entkorkte er ein„Nach 2 Stunden wird einem plötzlich klar, dass es erst (!!) 11:00 Uhr morgens ist!“ Der unbedarfte Laie würde behaupten, 7 Damenzüge in 16 Zügen, zeugen ja auch von einer gewissen gedanklichen Lethargie, was aber in der konkreten Variante wohl auch bei 2800ern zu beobachten ist.

‚Wir führen 1:0, es steht niemand schlecht und ich habe sowieso keine Zeit mehr, die erste Spalte halbwegs fehlerfrei zu füllen, da kann ich auch Remis machen‘ dachte sich wohl Christof an Brett 8. Da es seinem Gegner zeitlich nicht so viel anders erging, einigte man sich hier auf Remis. Nach gut 3 Stunden begannen wir im Viertelstundentakt zu ernten. Zuerst erzielte Jolanta einen sicheren ganzen Zähler, danach streckte Lutz‘ Gegner die Waffen, Dimitrios durfte seine Gegnerin sogar Matt setzen und Gunter Sandner hatte im 2. Teil des Wochenendblockbusters „Turmendspiele mit +2“ nicht wirklich viel mehr Mühe als tags zuvor. Gerade just in dem Moment als Christof erste Ängste plagten, „Ich werde doch wohl nicht der Einzige sein?!“ , verdarb Kura seine Position und musste in der Folge ums Remis kämpfen, was er mit aller Härte auch erfolgreich tat. Zu bemerken ist der zweite Sieg im zweiten Spiel von Matthias, ein erfolgreiches Wochenende für ihn, was mich besonders freut.

Fazit: 2 Siege, 4 Mannschaftspunkte, 12,5 Brettpunkte, Besuch vom leider etwas abtrünnigen, dennoch stets liebenswerten „Maskottchen“ Andrea Hafenstein (darf man eine Frau so nennen?) und jede Menge angenehme Erinnerungen, bildlich festgehalten von Andre Burian, was will man mehr?  

P.S. Leider wurde mir von meiner Mutter untersagt, ihr Engagement zu erwähnen, also DANKE HEIKE ! 🙂

 

  SK KÖNIG PLAUEN  ELO 7:1 SG AE MAGDEBURG  ELO
1. GM Mastrovasilis, D. 2605 1:0 WGM Melamed, T. 2335
2. WGM Zawadzka, J. 2414 1:0 Andre, G. 2333
3. FM Kuraszkiewicz, M. 2313 ½:½ Wöllermann, J. 2230
4. GM Espig, L. 2294 1:0 Brüggemann, F. 2008
5. FM Sandner, G. 2250 1:0 Rothe, G. 2183
6. Hörr, M. 2152 1:0 Windelband, J. 2116
7. Paul, M. 2217 +:- Rafayevych, V. 2083
8. Beyer, Ch. 1947 ½:½ Sieber, M. 1892

 


Auftakt nach Maß

Einen gelungenen Auftakt des Oberligawochenendes konnte der SK König Plauen bereits am Freitagabend feiern. In einem lustigen Tandemsimultan sollten sich unsere beiden Spitzenbretter des Wochenendes Dimitrios Mastrovasilis und Jolanta Zawadzka ihr Abendessen im urigen Kellergewölbe des http://www.altes-handelshaus.de/ verdienen.

Ausgehungert wie zwei Raubkatzen zeigten beide keine Gnade, verputzen erst die Kombination aus U14 und U20 und danach jeder ein Steak.

Am Ende des Tages gab Dimitrios den zuvor „Nicht Teilnahmeberechtigten“ noch eine kleine Privatstunde mit einigen lustigen Studien. Hoffentlich hat sich keiner die Lektion „Zuerst stellt man alle Figuren hin, um dann mit dem letzten Bauer Matt zu setzen!“ zu sehr zu Herzen genommen.

 

 

 


Team I mit Anlaufschwierigkeiten

gegen die fast in bester Besetzung angetretenen  Gastgeber, waren wir sicher nicht favorisiert. Dass es am Ende nur zu 2 Brettpunkten reichte, überraschte dennoch, zumal es hätte noch dicker kommen können.

Debütant Erik Fischer geriet nach unglücklicher Eröffnungswahl leider frühzeitig unter Druck. In einer Stellung, „die sein Gegner vielleicht schon 1853 mal auf dem Brett hatte“ (Kura), hatte er praktisch keine Chance und müsste frühzeitig die Segel streichen.  Nach 9-monatiger Wettkampfpause steuerte Lutz Espig mit solider Partieanlage und noch soliderer Zeiteinteilung einen ungefährdeten halben Zähler bei. Michael Kuraszkiewicz hatte einen schweren Stand. In bereits schwieriger Stellung unterlief ihm ein kleiner taktischer Überseher, mit fatalen Folgen. Danach musste Roland eine etwas überraschende Niederlage gegen seinen jungen Kontrahenten quittieren. Er hatte zwar im Mittelspiel die richtige Idee, ging aber dabei zu aggressiv  zu Werke. Einen etwas peinlichen Sieg durfte ich dann verzeichnen. In der Eröffnung völlig überspielt, kämpfte ich praktisch die ganze Zeit ums überleben. Nach einigen Ungenauigkeiten meines Gegner dachte er mit einer taktisch forcierten Abwicklung eine Figur zu gewinnen, hatte aber seine schwache Grundreihe dabei kurzzeitig vergessen. Angespornt vom unverhofften Mannschaftsglück überzog Matthias Hörr ein totes Turmendspiel. Anders durfte es Jürgen Heinz machen. Den Mannschaftssieg vor Augen, musste er nicht das Allerletzte versuchen – ein schöner Erfolg von Christof Beyer. Sehr Schade war die Niederlage von Sven Schaller. Zwischenzeitlich konnte man sich immer Hoffnung auf einen ganzen Punkt machen. Sein Gegner zeigte jedoch, dass er an jenem Tage immer genügend Ressourcen hatte.

 

Nickelhütte Aue II  ELO 6 : 2 SK KÖNIG PLAUEN  ELO
1.  FM Verveny, Martin  2395 1:0 FM Schaller, Sven  2305
2.  IM Wichmann, Cliff  2351 1:0 FM Kuraszkiewicz, Michael  2322
3.  FM Rosko, Lubos  2360 ½:½ GM Espig, Lutz  2293
4.  Peil, Christoph  2069 1:0 FM Pfretzschner, Roland  2255
5.  Jurasek, Miroslav  2266 1:0 Hörr, Matthias  2159
6.  Schnabel, Ralf  2205 0:1 Paul, Mathias  2207
7.  Heinz, Jürgen  2243 ½:½ Beyer, Christof  1940
8.  Flöter, Frank  2153 1:0 Fischer, Erik  1914

 

 


Reserviert für Hochzeit – Team II

nach langem Tauziehen fand sich endlich ein Termin für die geplante Aufstiegsfeier der zweiten Mannschaft, die in der kommenden Spielzeit in der Sachsenliga antreten darf. Nachdem das ehrwürdige Schloss in Rößnitz wegen „ja warum eigentlich?“ geschlossen hatte, mussten wir auf die Teichmühle in Leubnitz ausweichen. Auch dem Anlass passend, allerdings hatten wir den Abend mit einer Hochzeitsgesellschaft zu teilen.