Neue Spielzeit mit neuem Unterstützer

Nachdem pünktlich zum Saisonstart auch unser Vorstand neu gewählt wurde, stand am 01.10.2018 die konstituierende Sitzung im Hotel Alexandra auf dem Programm. Neben der sportlichen Weichenstellung für die neue Saison, wurde auch das Finanzbudget verabschiedet.

Dabei freuen wir uns, dass uns mit vbk technology, dem Automatisierungsdienstleister für FFU-Anlagen und SPS Programmierung aus Auerbach im Vogtland, ein junges Unternehmen in der kommenden Saison unterstützen wird.


Sag mal Gunter, was ist eigentlich aus der Büchse Bohnen geworden? FM Gunter Sandner verteidigt den Titel zur Plauener Schnellschachmeisterschaft am Nationalfeiertag 2018

Die Preisträger – Gunter Sandner (1.), Frank Hermannsdörfer (2.), Niklas Linnert (3.), und Mathias Paul (4.)

Tatort: Aula der Plauener Friedensschule, 30 Schachenthusiasten aus Oberfranken, Thüringen, Westsachsen, dem Vogtland und der Stadt Plauen versammelten sich im komfortablen Spielsaal der Aula zur 2. Plauener Schnellschachmeisterschaft. Gehuldigt wurde heute nur wirklichen Leistungen, gute Ideen, starke Züge und Kampfgeist an Stelle weichgespülter Polemik waren gefordert um im Turnier zu bestehen. Nach sehr inhaltsreichen, gutklassigen und spannenden 7 Runden konnte der Titelverteidiger Gunter Sandner trotz holprigem Start die Glückwünsche entgegennehmen. Auf der Ziellinie mussten sich der Liebschwitzer Frank Hermannsdörfer und der Plauener Niklas Linnert nur nach Feinwertung  geschlagen geben. Ihr hochklassiges Duell im Schlußdurchgang bestätigte wieder mal die Weißheit, dass letztlich alle Turmendspiele doch Remis sind. Mit Platz vier landete Mathias Paul nach starkem Turnier ebenso in den Preisrängen. Alle anderen Teilnehmer hatten mindestens eine „Null“ zu viel auf dem Konto um weiter vorn im Endklassement einzukommen. Neben interessanten Gesprächen rund ums Schach, bestens versorgt an unserer kleinen Imbisstheke von Laura und Andre`Burian, gab es auch herzliche Wiedersehensfreude alter Weggefährten, Dr. Christian Böttger, Peter Wilfert, Peter Paul und Siegfried Degenkolb.

Über Kategoriepreise freuten sich die nachfolgenden Schachfreunde:

  • Urkunde und Sachpreis für den jüngsten Teilnehmer Maxim Melestan (8 Jahre VSC Plauen
  • Sachpreis „Wertvollster Skalp“: Alexander Klassen (VSC Plauen) für seinen fulminanten Sieg gegen den um 386 TWZ Punkte stärkeren Gegner
  • Sachpreis „Kompromisloser Kämpfer“: Robin Jacobi (SV Empor Erfurt)
  • Urkunde und Geldpreis U 14: Luca Franke (SV 1861 Liebschwitz)
  • Geldpreis U20 Tino Kornitzky: (FC Bayern München)
  • Geldpreis bester Senior Ü60: FM Roland Pfretzschner (SK König Plauen)
  • Geldpreis beste Dame: Heike Sandner (Rodewischer Schachmiezen)
  • Geldpreis bester Teilnehmer unter TWZ 1750: Jochen Bandt (SK König Plauen)
  • Geldpreis bester Teilnehmer unter TWZ 1550: Ilia Pivtorak (SK König Plauen)
  • Urkunde und Gutschein für den „Besten Pausenversorger“: Andre`Burian
  • Urkunde für „Miss Catering“: Laura Burian
  • Unser herzlicher Dank an die Kuchenbäckerinnen Katharina Elstner, Franziska Melitzki und Oma Müller
  • Unser herzlicher Dank an unseren Ehrenpräsidenten Peter Paul für die Organisation des Spielmaterials  und die Gestaltung des Turniersaals

Freunde der Statistik finden alle Ergebnisse im Anschluss. Andre`Burian stellt in Kürze noch eine Fotogalerie mit Turnierimpressionen ein. Interessierte Schachfreunde können sich schon mal den 03.10.2019 in Ihrem Turnierkalender vormerken, wenn es heisst 20 Minuten Schnellschach in Plauen.

Ergebnisse

Einzelergebniss der Runden


Plauener U 16 Mannschaften mit gutem Spieltag

Sachsenliga U16 :SK König Plauen – BSG Grün Weiß Leipzig 2,5:1,5

Unser Sachsenligavierer konnte auch am zweiten Spieltag seine „weiße Weste“ verteidigen. Gegen die spielstarken Messestädter von der BSG Grün Weiß war es allerdings ein sehr enges Match. Florian Elstner überspielte Spezi Florian Schön total, hat im weiteren Verlauf der Partie in glatter Gewinnstellung aber einfach die Rochade vergessen und geriet letztlich fürchterlich unter die Räder. Den Ausgleich stellte postwendend Richard Melitzki her, hierzu benötigte er in einer „toten Remisstellung“ die aktive Mithilfe seines Gegenübers. Simon Burian konnte nach Qualitätsverlust einfach mehr aus der Stellung herausholen, seine agilen Zentralbauern und der Springer machten letzten Endes das Rennen gegen den passiven Turm des Gegners. Nico Hörkner willigte daraufhin in einem Leichtfigurenendspiel mit Mehrbauer mannschaftsdienlich ins Unentschieden ein, allerdings war kein direkter Gewinnweg zu erkennen. Damit sind wir bei einem Spiel weniger (Nachholtermin gegen die USG Chemnitz am 28.10.2018) die einzige Mannschaft der Eliteliga ohne Verlustpunkt. Die richtig „harten Brocken“ stehen unserer Truppe allerdings mit der SG Leipzig und dem USV TU Dresden noch bevor.

Bezirksliga Chemnitz U16: SC 1865 Annaberg-Buchholz – SK König Plauen II 1:3                                                         SK König Plauen II – SV Lengefeld I 2:2

Nach verkorkstem erstem Spieltag präsentierte sich unsere junge zweite Mannschaft zu den beiden Auswärtsspielen im erzgebirgischen Annaberg deutlich verbessert. Hubertus Deiters sprang kurzfristig für den erkrankten Mannschaftsleiter Burkhard Atze ein und feierte mit unseren Jungs seinen mehr als gelungenen Einstand als Betreuer in der U 16. Reinhard Atze hatte einen schweren Stand gegen die gegnerischen Spitzenbretter welche nominell deutlich besser dotiert waren. Liam Ertl und Marwin Bühring steuerten jeweils gute 1,5 Brettpunkte zum Mannschaftsergebnis bei. Clemens Deiters glänzte mit zwei Siegen und ist derweil der Topscorer der Liga. Am 10.11. stehen dann die nicht einfachen Heimspiele gegen ESV NH Aue I und Muldental Wilkau-Haßlau II auf dem Spielplan.

 


U 20 – Relegation zur DVM

Der SK König Plauen und Tarrasch Nürnberg standen sich nach schwieriger Terminsuche am 29.09.2018 in Bindlach gegenüber, um den letzten freien Platz zur DVM in Osnabrück zu erkämpfen. Alle Jungs waren gewillt das Ziel zu schaffen und so konnten wir, Andre Burian + Peter Luban, das Team gut gelaunt nach Oberfranken schippern. Nachdem die Klippe der Bedenkzeiteinstellung (jeder Verein hat jetzt jeweils andere digitale Uhren?!) umschifft war konnte es losgehen. Die erste Stunde war geprägt vom abtasten der jeweiligen Eröffnungsvariante/System. Nach der zweiten Stunde hatte sich Niklas Linnert eine druckvolle starke Stellung erarbeitet, Nico Hörkner verbuchte einen Bauern mehr für sich, Daniel Helmrich spielte mit zwei Türmen gegen die Dame auf Sieg und Lucas Graf stand noch gleich. Nach der dritten Stunde remisierten Daniel Zähringer u. Simon ihre ausgekämpften Stellungen. Niklas erlitt aber einen tragischen Materialverlust und die Erosion seiner starken Stellung kam nicht zum Stillstand – 0:1. Jetzt mußte die Entscheidung an den letzten drei Brettern fallen. Allerdings konnte sich Daniel sich den permanenten Schachgeboten der Dame nicht entziehen, Remis. Nico verlor seinen Mehrbauern wieder, Remis und so stand Lucas auf verlorenen Post, 0:1. Damit haben wir 4:2 verloren und die Qualifikation verpaßt.                                                  Nächste Herausforderung für das U 20 Team:  27.Okt. in Plauen gegen TUS Coswig u. TU Dresden!


Team II: Raketenstart in die Sachsenliga

Mit einem überraschenden, aber selbst in der Höhe völlig verdienten 5,5:2,5-Auftaktsieg gegen Reichenbrand hat sich die II. Mannschaft auf Anhieb die Tabellenführung in der Sachsenliga gesichert. Nach den Abgängen von Edwin Fischer und Olaf Hilbig hat ML Erik Fischer das Aufsteiger-Team gegenüber der Vorsaison merklich umgebaut und dieser Mut wurde direkt belohnt. Reichenbrand war vor der Runde immerhin der klare nominelle Staffelfavorit.

Bei Simon und Christof verließen die Partien nie die Remisbreite und so stand es schnell 1:1. Toni hatte da schon eine Minusqualität und eine strategische Ruine zu verwalten. Dass auf diesem Niveau in solchen Stellungen noch ein Turnaround möglich ist, kann man kaum glauben, aber Toni holte sich mit seinem „ewigen Springer“ nicht nur die Qualität zurück, er setzte wenig später mit dem Haken auf der a-Linie auch gleich zum Knockout an. Jeez!

Christian, der bei 10 aus 12 seit zwei Saisons ungeschlagen war, schmierte Ingo Sambale dessen Tempoverluste direkt aufs Brot, unterband das typische königsindische Gegenspiel am Königsflügel und sprengte seinerseits folgenschwer die schwarze Bauerkette im Zentrum – 3:1. Seit dem ausführlichen und inspirierenden Studium der Doppelpartie Klaus Bischoff – Bernd Hiemer ist die Sämisch-Variante vergnügungssteuerpflichtig.

Nach einer langen Zeit der Askese hatte endlich auch Lion wieder etwas zu feiern. In einem Franzosen rumpelte Schwarz mit den Bauern am Königsflügel nach vorn und schien damit zumindest optisch Erfolg zu haben. Lion bespielte richtigerweise die andere Brettseite und kam dort aber eher zum Durchbruch. Schachmatt beendet die Partie und so wurde die eigene Grundreihenschwäche doch noch zur Nebensache.

Beim Zwischenstand von 4:1 liefern noch die Partien an den ersten drei Brettern. Matthias war nie zur Rochade gekommen und auch nach einem Bauernopfer weiterhin im Flickmodus, aber zumindest Daniels und Niklas‘ Stellungen waren völlig ausgeglichen. Dass ausgerechnet Edwin Fischer – auf Reichenbrander Seite – in einem Anflug von Übermotivation sein Endspiel hanebüchen überzog, mag einem fast schon leid tun, aber Niklas zeigte schließlich auch Killerinstinkt und gute Technik.

Lessons learned:

  • Wichtige Brettpunkte gegen den Abstieg, für den Aufstieg und fürs eigene Ego (sic!) wurden gesammelt.
  • Dass die Auswärtsmannschaft gemäß WTO-Regeln den Spielbeginn bestimmen darf, ist völlig absurd und wird nicht folgenlos bleiben. Wir werden auswärts ab sofort um 8 Uhr (statt um 10 Uhr) anfangen. Da machen zum Beispiel in Leipzig die letzten Kneipen zu.
  • Prag ist immer eine Reise wert.

U 20 SL Start

Am 22.9. nahm die verjüngte U 20 ihren Spielbetrieb auf und gleich gegen die SG Leipzig. Ein Debüt gab es auch zu feiern, Celine Peil bestritt ihr erstes Punktspiel für den SKK. Die Messestädter, nicht in Bestbesetzung antretend kamen dann doch ziemlich unter die Räder. Niklas Linnert überraschte seinen Gegner mit einem Qualitätsopfer und er war als erster fertig, 1:0 für Plauen. Lucas Graf seine Partie hatte dann doch ein sehr bewegtes Profil aufzuweisen und auf der letzten Woge gelang es ihm das 2:0 sicher zu stellen. Simon Burian erreichte eine komplizierte Stellung auf dem Brett und nach seinem Remis stand der Sieg schon fest ! Aber das eigentlich spektakuläre Schauspiel kam am 4.Brett zustande. Zu Beginn des offenen Schlagabtausch mußte Celine Peil ihre Dame gegen Turm,Springer,Bauer opfern! Damit war die Partie aber noch lange nicht gewonnen. Celine konnte aber ihre fragile Stellung stabilisieren, die gegnerische Dame auf Distanz halten, den eigenen Bauern kurz vor dem Umwandlungsfeld platzieren und die Messen waren gelesen = 3,5:0,5 für den SKK, incl. Tabellenführung- Gratulation! Nächste Bewährungsprobe kommt schon am 29.9. in Bindlach/Bayreuth und auf dem Plan steht das Relegationsspiel zur DVM gegen T. Nürnberg.


Punktspielauftakt der Herren auf Bezirksebene

Vergangenen Sonntag war der Speisesaal der Karl Marx Schule mit zwei Wettkämpfen gut gefüllt. In der 2. Bezirksklasse Chemnitz Staffel B standen sich Team sechs und sieben zum Kräftemessen gegenüber. Die völlig neu formierte Kindermannschaft um Häuptling Peter Luban hatte erwartungsgemäß keine Chance beim klaren 2:6 gegen die erfahrene Truppe um Mannschaftsleiter Mario Dreise. Spannend besonders die Partien an den ersten drei Brettern, Peter Luban konnte hier nach langem heftigen Wiederstand Altmeister Prof. Lothar Wagner niederringen. An Brett zwei packte Peter Paul gegen Debütantin Dr. Peggy Rühmer sein gefürchtetes Budapester Gambit aus, allen Versuchungen aus dem Wege gehend endete diese Partie leistungsgerecht Remis. Beträchtliche Mühe hatte an Brett drei Uli Seyffert gegen Youngster Ethan Manicio, erst im Endspiel musste der „Kleine“ die Waffen strecken.

Unendliche Erfahrung – Peter und Peggy vs. Lothar und Peter

 

Im gleichzeitig stattfindenden Vergleich der 1. Bezirksklasse Chemnitz empfing mit völlig neuem Gesicht (Aufstellung) unser fünftes Herrenteam die Schachfreunde von Empor West Zwickau. Ihr Debüt in dieser Liga feierten Marwin Bühring, Florian Elstner und Richard Melitzki mit einem klaren 3:0. Auch Jochen Bandt und Heike Sandner, unsere spielstarke Mittelachse, machten wenig Federlesens mit ihrem Gegenüber, Uwe Hörning steuerte ein solides Remis bei. Es hätte statt des klaren 5,5:2,5 auch ein echter Kantersieg werden können. Dies verhinderten einzig die haarsträubenden Figureneinsteller von Liam Ertl und Mannschaftsleiter Elmer Pekrul. Schöner Auftakt, ein echter Prüfstein wartet zum kommenden Spieltag mit der zweiten Vertretung des Zwickauer SC einem der Topfavoriten der Liga auf unser Team fünf. Nachdem auch der letzte Ton eines Mobiltelefones im Spiellokal verhallte, war bereits 13:30 Zapfenstreich in der Schule. Nachfolgend ein paar Impressionen vom Spieltag.

 

 


Saisonauftakt in den U 16 – Ligen

Zum heutigen Spieltag waren in ganz Sachsen die Nachwuchsspieler unter 16 Jahren auf Landes- und Bezirksebene im Einsatz.

Unserer Sachsenligamannschaft gelang dabei heute in Dresden ein Auftakt nach Maß. Der SV Dresden Leuben und Muldental Wilkau Haßlau konnten jeweils mit 3,5:0,5 Punkten besiegt werden. Damit liegt unser Vierer derweil auf Platz zwei der Sachsenligatabelle, da der Topfavorit die SG Leipzig noch einen halben Brettpunkt mehr verbuchen konnte. Simon Burian am Spitzenbrett sowie Sachsenligadebütant Florian Elstner an Brett vier gelangen zwei Siege. Nico Hörkner (Brett 2) und Richard Melitzki (Brett 3) erzielten beide gute 1,5/2.

Unsere Bezirksligamannschaft bezog dagegen in Stammbesetzung spielend überraschend eine Heimniederlage gegen den Post SV Crimmitschau. Reinhard Atze, Liam Ertl und Marwin Bühring standen am Ende mit leeren Händen da, einzig Clemens Deiters gelang beim 1:3 der Ehrentreffer.

Besser machten es unsere Jungs in der Bezirksklasse. Die Gäste vom SV Markneukirchen konnten mit 3:1 bezwungen werden. Ethan Manicio sowie Jona und Caio costa da Silva konnten sich über ihre Partiegewinne und Platz zwei in der Tabelle freuen. Nicht entschuldbar und den Gästen gegenüber äußerst unsportlich ist allerdings der Nichtantritt unseres Spitzenbrettes. Hoffentlich war dies für die Saison der einzige „Ausrutscher“ dieser Art.


Chemnitzer Jugendopen 2018 – Simon, Florian und Reinhard im Spitzenfeld

Am vergangenen Wochenende starteten kurz entschlossen drei unserer Nachwuchsspieler zum 17. Chemnitzer Jugendopen mit insgesamt 263 Teilnehmern (63 Mädchen) und somit dem quantitativ stärksten Nachwuchsschnellschachturnier in der Bundesrepublik Deutschland. Simon Burian erzielte in der Altersklasse U16 starke sechs Punkte aus sieben Runden welche ihm zu Platz drei gereichten. Dabei musste er sich in der „Buchholzlotterie“ nach Wertung nur dem Leipziger Kasimir Lieberwirth (DWZ 2064)  und dem Dresdener Christoph Dahl (2025) geschlagen geben welche ebenso 6/7 erzielten. Die Paarungen der drei Erstplatzierten endeten allesamt leistungsgerecht Remis. Sehr erfreulich auch das Ergebnis unserer beiden Starter in der U14.  Florian Elstner (Setzlistenplatz 12) landete im Endklassement der männlichen Teilnehmer auf einem starken dritten Platz bei 5,5 Punkten aus 7 Partien. Reinhard Atze (Setzlistenplatz 16) musste bei 5/7 mit Platz 5 vorlieb nehmen, dabei spielte er im Schlussdurchgang sogar um den Turniersieg, die Erfurterin Elisa Reuter (1797) war allerdings diesmal noch einen Zacken stärker. Open-Manager Burkhard Atze war umsichtiger Betreuer und Fotograf.

 


Plauener Jugendbande beim 11. Hermsdorfer Openturnier – Florian Elstner in Topform

v.l. Marwin, Rüdiger, Liam, Richard, Florian und Reinhard

Am vergangenen Wochenende startete unsere kleine Delegation beim 11. Hermsdorfer Schach Open 2018. Unser traditionelles Turnier in Geithain, zum Warm-up für die neue Saison welches wir in den vergangenen Jahren rege nutzten, fiel diesjährig ohne Angabe von Gründen leider aus. Ersatz wurde in Hermsdorf einer Kleinstadt im thüringischen Saale-Holzland-Kreis, bekannt eher durch sein namensgebendes berüchtigtes Autobahnkreuz der Bundesautobahnen vier und neun, schnell gefunden. Der hiesige Verein TV 1887 e.V. Germania Hermsdorf richtete unter der Leitung des umsichtigen Turnierleiters Matthias Sack 2018 bereits die elfte Auflage aus. 66 Teilnehmer mit DWZ von 900 bis 1900 mit einer Jugendqoute von zwei Dritteln waren genau der richtige Anspruch für unsere „Jugendbande“. Quartier bezogen wir im Eisenberger Mühltal in der urigen und gemütlichen Jugendherberge Froschmühle nur 15 Minuten vom Turniersaal entfernt. Leider blieb auf Grund des Schachturniers nur wenig Zeit für außerschachliche Aktivitäten, nicht unerwähnt soll allerdings das Fußballmatch mit leistungsgerechtem 12:12 Unentschieden bleiben, das Megafoul von Liam an Richard war sicher der Höhepunkt (Was ist eigentlich aus der „toten Maus“ geworden?).

Das fünfrundige Turnier hielt besonders für die Betreuer Burkhard und Elmer einige unliebsame Überraschungen parat (Oder deckte es nur die eklatanten Unzulänglichkeiten auf………?). Den Berichterstatter erwischte es gleich in der Startrunde gegen die junge Meuselwitzerin Jesicca Meyer (DWZ 1367) auf schauderhafte Art und Weise. An Stelle die überlegene Stellung mehrfach mit einfachen Zügen zu gewinnen, wurde unter Aufbringung großer Teile der Bedenkzeit ein bestialisches Springeropfer kreiert welches zwar 100% korrekt war aber von der jungen Dame eiskalt ignoriert wurde. Die Krönung war dann mit beidseits nur noch Sekunden auf der Uhr ein Turmopfer für die Kiebitze, blöd nur das der gegnerische König ungeschoren davon kam. Das Turnier war damit gelaufen. Was folgte war Schadensbegrenzung mit vier Siegen, am Ende Platz neun (4/5) und der Gewissheit 14 DWZ Punkte verbrannt zu haben. Burkhard erging es nicht viel besser, nach einem lockeren Startrundensieg überspielte er in Runde zwei den Plauener Marwin Bühring. Aber wie sollte es anders sein….. („Aus Schaden wird man klug“: Angela Merkel). Jetzt kam das berüchtigte diesmal völlig inkorrekte „Hermsdorfer Springeropfer“ für die Galerie aufs Brett, „Scharfrichter“ Marwin opferte seinerseits cool die Dame und Burkhard entfloh dem Matt nur durch die Aufgabe der Partie. Turnier gelaufen, erster Skalp +1700 DWZ für Marwin, am Ende 3/5 und punktgenau passend zur Platzierung 21 DWZ Punkte versenkt. Ingesamt erfreulich verlief das Turnier allerdings für unsere Nachwuchsakteure. Richard konnte mit 3/5 und Platz 29 zum zweiten Mal hintereinander seine DWZ Zahl ungefähr bestätigen. Marwin landete nach super Auftakt bei zwei Punkten, unter anderem durfte er schon mal den Aufstand gegen den späteren Turniersieger proben und wurde dort keineswegs massakriert. Liam hätte nach 50% Auftakt in Runde drei beinahe noch die Nachwäsche von Burkhard besorgt, sehr stark wie er im Leichtfiguren Endspiel Burkhards Zentralbauer abkombinierte, leider überschritt Liam in Gewinnstellung zum entsetzen Aller die Zeit. Im Schlussklassement waren die 2/5 Platz 42 noch ausbaufähig mit viel Luft nach oben. Reinhard konnte am Schlusstag mit starkem Auftritt sein bis dahin eher dürftiges Ergebnis mit zwei gut herausgespielten Gewinnpartien aufbessern, verdienter Lohn waren Pokal und Preisgeld als bester Teilnehmer U12 (3/5, Platz 28). Bruder Rüdiger hatte seinen Spot in Runde vier als er seinen heiss ersehnten vollen Punkt ergatterte, zur Siegerehrung gab es als Preis für den jüngsten Teilnehmer ein verkleidetes schwarz- weißes „Känguru“.

Die Jugendpreisträger zur Siegerehrung U10 -18 mit Reinhard und Florian

Die wohl größte positive Überraschung gelang Florian in Hermsdorf, mit 2/3 gut im Rennen liegend gab es in Runde vier nach heissem Theorieduell mit dem Erfurter U 18 Spieler Florian Merx (DWZ 1632) ein taktisches Feuerwerk mit einer dicken fetten „1“ in der Turniertabelle. Zitat Florian vor der letzten Runde: „Ich freue mich auf diese Partie“. Gegner war der in Plauen wohl bekannte Waldkirchener Bezirksligaspieler und ehemalige Plauener Meister im Turnierschach Markus Fenderl (DWZ 1859, Dritter der Setzliste). Nach nur zwanzig Zügen entkam der Favorit nach Florians Attake dem Matt nur durch Recycling seiner weißfeldrigen Ruine! 4/5, der satte Zugewinn von 114 DWZ Punkten nebst dem Pokal und Preisgeld als bestem U 14 Spieler versüssten das Wochenende. Bemerkenswert, den die Kategoriewertung war keinesfalls von Pappe, Florian verwies hier den Geraer Luca Franke (DWZ 1729) und die Erfurterin Elisa Reuter (DWZ 1749) auf die Plätze. Mit einem milden Lächeln quittierte Florian den Umstand, dass sein Trainer einen Platz hinter ihm im Endklassement landete.

Abschließend möchten wir den Hermsdorfer Schachfreunden für ein sehr gelungenes Wochenendturnier danken, es blieben keine Wünsche offen, was die Verpflegung, die Turnieratmosphäre und die Turnierleitung betrifft. Das nächste Turnier in Hermsdorf ist bereits für Ende August 2019 geplant, vielleicht wieder unter Plauener Beteiligung…..

Alle Ergebnisse und Tabellen sind auf der Homepage des Veranstalters online, im Anschluss folgt eine kleine Fotogalerie des Berichterstatters