Trainingslager Schilbach 2017

Traditionell zum Ende der Herbstferien gastierte unser Nachwuchsteam im Rittergut zu Schilbach. Der „Goldene Oktober“ zauberte eine malerische Kulisse in die verschlafene Landschaft rund um den kleinen Ort im oberen Vogtland. Besonders der Park rund um das Rittergut ist immer wieder ein optisches Highlight.

30 Kinder und Jugendliche nebst Trainerstab vom Schachklub König, dem Schachclub Reichenbach und vom SV Markneukirchen fanden vorzügliche Bedingungen vor. Als Gasttrainer war neben den bewährten „Einheimischen“, Andreas Götz, Peter Luban, Jochen Bandt, Burkhard Atze und Elmer Pekrul, natürlich unser Holger Borchers aus Berlin angereist. Drei Tage Schach frontal, in sechs Trainingsgruppen unterschiedlichen Alters und Spielstärke, standen auf  dem Programm. Die Freizeitgestaltung außerhalb der Bretter kam natürlich auch nicht zu kurz. Tischtennis, Spaziergänge und ein zünftiges Fußballmatch mit ganz besonderen Regeln. Das besagte Match endete letztlich leistungsgerecht mit 6:6 Unentschieden. Besonderheit war hierbei der wechselnde Untergrund von Pflaster, Schotter und Rasen nebst den zugehörigen Banden. In guter Eishockey Manier durfte auch hinter den improvisierten Toren weitergekickt werden und in der Schlussviertelstunde die Tore auch von „hinten“ erzielt werden, die Torhüter standen somit im Mittelpunkt des Geschehens.

Im Vordergrund stand natürlich das gemeinsame Schach Trainning. Die älteren Gruppen bei Holger und Andreas beschäftigten sich vordergründig mit strategischen Aufgaben und dem Eingrenzen der Möglichkeiten der Gegenpartei. Unsere jüngeren Spieler lösten eifrig Taktikaufgaben, auch Eröffnungstheorie und Endspielmotive wurden von den Trainern vermittelt. Gut gerüstet stehen, als nächste Bewährungsproben für unseren Nachwuchs, die Vogtländischen Einzelmeisterschaften Anfang Dezember sowie die Bezirksmannschaftsmeisterschaften des Spielbezirkes Chemnitz vor der Tür.

Am Freitag Abend stand nach den Trainingseinheiten ein Blitzturnier auf dem Programm. In der Altersklasse U16/20 hatte Simon Burian etwas überraschend die Nase vorn. Das U12/14 Turnier wurde zur sicheren Beute von Florian Elstner. Bei den Jüngsten U8/10 war Emre Gökcen der strahlende Sieger. Das heiss geliebte Tandem am Samstag Abend durfte natürlich nicht fehlen. In der Kategorie U12/20 gab es mit dem Triumph von Nico Hörkner und seinem Partner Reinhard Atze eine faustdicke aber hoch verdiente Überraschung. Bei den Kleinen (U8/10) freuten sich Ethan Manicio und Tom Hai Dang über die Siegerpokale.

Im Namen des Schachklub König Plauen möchte ich allen Betreuern, Trainern und unseren „Schacheltern“ für das Engagement zum gelungenen Trainingslager – Schilbach 2017 herzlichst danken. Ganz besonders unserem „Chef“ Peter Luban, welcher wie immer alles akribisch vorbereitet hatte. Hoffentlich heisst es auch 2018 wieder: „Schilbach wir kommen“!

 

Elmer Pekrul

 

 

 


Schnellschach am Nationalfeiertag – Bericht zur ersten offenen Plauener Schnellschachmeisterschaft

Turniersaal Aula Friedensschule

Nach langer Vorbereitung war es am Tag der deutschen Einheit soweit. Die Aula der Plauener Friedensschule bot mit dem geräumigen  und hellen Ambiente vorzügliche Bedingungen zur Premiere der 1. Plauener Schnellschachmeisterschaft. Der schnelllebigen Zeit, dem allgemeinen Trend in der Schachwelt Rechnung tragend und den unbefriedigenden Turnieren im Turnierschach der letzten Jahre geschuldet, wurde das traditionsreiche Turnier erstmals in diesem Format, mit zwanzig Minuten Bedenkzeit pro Spieler ausgetragen. 28 Spieler aus Oberfranken, dem Erzgebirge, dem Vogtland und natürlich der Stadt Plauen standen in der Startliste. Ein Schachfreund reiste sogar aus Leipzig zum Turnier an. Besonders erwähnenswert sei noch Teilnahme des Präsidenten des sächsischen Schachverbandes Frank Bicker.

Ein Schachturnier am Tag der deutschen Einheit, eigentlich nichts besonderes, da wir Schachspieler die Einheit schon lange vollzogen haben. Himmelsrichtungen, Konfessionen, soziale Stellungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sind am Brett reine Nebensache. Für korrekte Opfer, auch kleinster Materialeinheiten, erntet man Lob und Respekt der anderen „Schacher“, ohne mit einer hahnebüchenden Rechtfertigung aufwarten zu müssen.

Die schönste Geschichte um das diesjährige Turnier war sicher die Teilnahme des gefürchteten Plauener Urgesteins Peter Wilfert („Der Letzte der großen W“: Gunter Sandner), mittlerweile beim Schachklub Hof beheimatet. Vor 1990 war es alten Weggefährten leider viele Jahrzenhnte versagt, einfach mal zum Schach nach Hof oder Plauen zu fahren. Heute ist dies zum Glück Geschichte.

Schiedsrichter des Turniers war Burkhard Atze vom SV Markneukirchen, welcher auf Grund der Fairness aller Teilnehmer leichtes Amtieren hatte. Danke Burkhard für Dein Engagement.  An der Imbisstheke erfüllten Jana und André Burian die kullinarischen Wünsche der Teilnehmer vortrefflich. Vielen herzlichen Dank den Beiden und auch an „Kuchenbäckerin“ Katharina Elstner!

Zum Turniergeschehen: Das Salz in der Suppe der ersten Runden eines jeden Open Turniers sind allemal die Paarungen “ David gegen Goliath“, nebst den obligatorischen Favoritenstürzen. Herausragende persönliche Erfolge, mit Siegen gegen Mitfavoriten, konnten der Leipziger Peter Urban gegen André Wilfert (DWZ Unterschied 364 Punkte), sowie Dr. Georg Valtin gegen Igor Shaskin (439 Punkte) feiern. Die Favoriten setzten sich aber letztlich dennoch durch. Sicherer und hochverdienter 1. Plauener Schnellschachmeister wurde Topfavorit FM Gunter Sandner mit 6 Punkten aus 7 Partien. Auf dem Treppchen folgten Mathias Paul und der Oberuseler Igor Shaskin vor dem Ex Plauener Jürgen Heinz, FM Roland Pfretschner und dem Marktleuthener André Wilfert.  Neben den Preisen für die Spitzenplätze gab es noch jede Menge Kategoriepreise bei 100% Startgeldausschüttung, welche nachfolgende Teilnehmer erkämpfen konnten:

DWZ unter 1750: Roland Krämer (ATSV Oberkotsau)

DWZ Unter 1550: Richard Melitzki (SK König Plauen)

Bester Senior: Peter Wilfert (PTSV SK Hof 1892)

Beste Dame: Eva-Maria Wilfert (PTSV SK Hof)

Bester Jugendlicher U 20: Daniel Zähringer (SK König Plauen)

Bester Schüler U 14: Simon Burian (SK König Plauen)

Fortschrittstabelle Plauener Meisterschaft

Paarungen Plauener Meisterschaft

Nach einer gelungenen Premiere 2017 und einem positiven Resümee aller Teilnehmer, darf der 03. Oktober 2018 als Austragungstermin der 2. Plauener Schnellschachmeisterschaft für interessierte Schachspieler schon mal vorgemerkt werden.

Elmer Pekrul- Turnierleiter

Bildergalerie von André Burian und Elmer Pekrul:

 

 

 

 

 


1.Runde

Die Vorbereitungen zur ersten Runde der III. bis VII. verliefen teilweise nicht einfach, denn Urlaub, Semesterferien usw. forderten ihren Tribut. Zum Glück spielten vier unserer Teams gegeneinander und somit geht es für diese Teams erst zur 2. Runde richtig zur Sache.
III.-IV. TEAM: in einem hart umkämpften Kampf stand 13 30 Uhr das 4:4 fest und dies hält beiden Teams alle Möglichkeiten offen. Gewonnen haben M. Fuß, M. Schaarschmidt, T. Seyffert, P. Luban, Remis erzielten: Chr. Hörr, L. Graf, T. Nicklaus, A. Götz, Fr. Gerbeth, L. Nguyen, D. Helmrich, St. Bandt und N. Süß,  M. Tunger, N. Hörkner gaben ihren Zähler ab.
V. TEAM : vollbrachte das eigentliche „Wunder“. Gegen die DWZ Nr. 1 der Bezirksliga, gelang unseren ersatzgeschwächten Team (DWZ-Letzter) ein sehr beachtliches Remis. Die drei Siege entfallen auf J. Bandt, St. Bork, U. Seyffert, Chr. Böttger, u. Hörning spielten Remis und H. Sandner, P. Paul, A. Burian verloren. So überwog dennoch die Freude ALLER über den gewonnen Punkt.
VI.-VII. TEAM. auch hier gab es ein turbulentes Remis beider Teams, indem der Sieg von R. Melitzki gegen L. Wagner hervorragt. Desweiteren spielten M. Dreise, Cl. Deiters, Fl. Elstner, D. Kießling Remis, es gewann noch M. Nguyen, C. da Silva, K. Akladius während L. Tran Thi, A. Oehme, J. da Silva verloren. Resümee, alle Punkte der III./IV./VI./VII. sind im Verein geblieben. 22.Oktober = 2.Runde !

 


Team 2 mit holprigem Auftaktsieg

Auftaktrunden sind immer speziell. Oftmals werden einem als Favoriten schon frühzeitig die Beine gestellt, da macht es also auch nichts, wenn man gleich gegen den Absteiger und Mitfavoriten antreten muss, so zumindest unsere Theorie nach Veröffentlichung der Spielansetzung.

Konkret ging es für uns gegen den CSC Aufbau. Erik Fischer gab sein Debüt als Mannschaftsleiter auf West Samoa,

machte aber dennoch alles richtig, indem er potenten Ersatz für sich selbst organisierte, nämlich Daniel Zähringer. Eigentlich für höhere Aufgaben berufen, ignorierte dieser in der Eröffnung eine einfache Drohung und musste an Brett 8 den Rest der Partie mit einer Figur weniger bestreiten. Zum Glück stand kurz danach das Brett voll in Flammen, was nachzählen erfahrungsgemäß nicht mehr so einfach macht und schließlich endete seine Partie als erstes, nein nicht mit dem logischen Resultat. Sein Gegner verlor in den Verwicklungen den Überblick, opferte erst einen Turm für Mattangriff und stellte danach die Partie noch vollständig ein.

Der ereignisarme Mittelteil ist wie folgt zusammengefasst, Niklas Linnert an 6, Simon Burian and Brett 7, Lion Pfeufer an Brett 2 sowie meine Wenigkeit an 5 steuerten mehr oder weniger sicher Remisen bei. Christof befand sich am Brett 4 schon lange auf der Siegerstrasse, während Edvin am Spitzenbrett seine Ruine nur noch sporadisch zusammen hielt, so dass es nach der Zeitkontrolle 4:3 für uns stand und nur Olaf Hilbig an Brett 3 seinem Gegner ein Remis abknöpfen musste. Beide Gegner lebten zu dem Zeitpunkt vom 30s Bonus. Für schwache Nerven war dies nichts, zum Glück ist die Remisbreite in Turmendspielen doch recht hoch. Als alle Bauern geschlachtet waren und es waren eingangs der Zielgeraden noch 14 vorhanden,  ruhten endlich die Waffen und das 4,5:3,5 konnte unterzeichnet werden.

 

 

 


32. Geithainer Sommerturnier

Vom 25. bis 28. August nutzte eine kleine kleine Delegation des SK König Plauen die nunmehr 32. Auflage des Geithainer Wochenendturniers zur Saisonvorbereitung. Im A- Turnier mit DWZ Einstiegsgrenze 1750 kämpften Simon Burian, Burkhard Atze und ich um Punkte und Platzierungen. Das B Turnier war Tummelplatz für unseren Nachwuchs, vertreten durch Richard Melitzki, Reinhard Atze, Clemens Deiters, Florian Elstner und Dr. Georg Valtin. Übernachtet haben wir, schon zur kleinen Tradition geworden, abermals in der modernen Jugendherberge Bad Lausik.

Die Ausrichter um den langjährigen Turnierleiter Mario Birr vom SC Agro Geithain haben mit viel Liebe und Enthusiasmus wie in den Vorjahren ein günstiges sowie bestens organisiertes Turnier auf die Beine gestellt. Verdienter Lohn für die Ausrichter im neuen Spiellokal des Bürgerhauses zu Geithain war ein neuer Teilnehmerrekord von 144 Schachfreunden davon 50 im A Turnier. Bemerkenswert das die Geithainer Schachfreunde, ein kleiner Miniverein in der sächsischen Provinz zwischen den Metropolen Leipzig und Chemnitz,  die Tradition seit der Erstauflage 1985 aufrecht erhalten konnten.

Schachlich war Geithain 2017 recht durchwachsen für unsere Teilnehmer. In glänzender Form präsentierte sich Dr. Georg Valtin als Setzlisten 30. im B- Turnier mit  4 Punkten aus 5 Partien und Platz 9 im Endklassement. Unsere fünfte Herrenmannschaft darf sich somit auf einen ambitionierten Mitstreiter freuen. Bei Georgs Schach sieht man deutlich die Handschrift der soliden Nachwuchsarbeit, damals noch „Fortschritt Plauen“, mit weiterer Spielpraxis geht da sicher noch Einiges nach vorn. Ganz stark auch der Auftritt von Simon Burian im A- Turnier, nach einem zähen Sieg zum Auftakt gegen ein Nachwuchstalent aus Magdeburg folgten zwei solide Remispartien gegen Kategorie 2000+, darunter gegen das Erfurter Supertalent Moritz Weißhäutel. Highlight war sicher für Simon die 4. Runde als er „Lok – Ikone“ Günter Sobek mit Schwarz mustergülig überspielte und zur Strecke brachte. Im Finaldurchgang ging es für Simon somit um einen Platz auf dem Siegerpodest, Gegner war das USG Sachsenliga – Spitzenbrett Tobias Kulke (DWZ 2133). Mit Weiß überspielte er selbigen sehenswert und erbeutete die Qualität nebst Gewinnstellung, leider verlor Simon danach etwas den Faden und überlies dem Gegner die Initiative, Remis ablehnend kippte die Partie letztlich noch vollends, Schade. Simon darf sich aber mit einer Menge DWZ Punkte im Gepäck trösten sowie der Gewissheit für kommende Aufgaben fit zu sein. Burkhard als Setzlistenletzter im A- Turnier stratete mit der „kleinen Rochade“, kämpfte und konnte noch 50% der Punkte erzielen und dabei wenigstens wertzahltechnisch die Schmach von Olmütz ein wenig erträglicher gestalten. Ebenso 50% erzielte der Berichterstatter auf unspektakuläre und wenig inovative Weise und um ein paar DWZ Punkte leichter. Unsere Nachwuchsspieler Florian, Richard, Clemens und Reinhard erzielten unter 50% der Punkte im B Turnier, hier fehlte bei allen noch die Kontinuität im Spiel. Das Ziel eine optimale Saisonvorbereitung zu spielen verhinderte oft die mangelhafte Bedenkzeiteinteilung, hier haben wir noch einigen Nachholebedarf. Freunde der Statistik finden alle Ergebnisse auf der Turnierseite des Veranstalters.

Am Rande des Turniers war wie all die Jahre auch der „Analyst“ zu Gange, diesmal sehr löblich ohne die unsägliche Mötley Crüe Perücke. Leider fühlte man sich nach wie vor an „Generalitäten“ längst vergangener Zeiten inhaliert.

 

 

 

 


Schach in der Stadtgalerie

Das Centermanagment der Stadtgalerie und der Kreissportbund Vogtland organisierten am Donnerstag/Freitag voriger Woche eine „Werbeaktion“ bzw. weiteres Bekanntmachen von Sportarten, Verein und Aktivitäten. Am Donnerstagnachmittag standen die American Football Spieler der Vogtland Rebels und der SK König, mit Kyrillus Akladius & Raphael Beck, auf der Matte. Desweiteren gab es Spielstationen, Geschicklichkeitstest, Quiz, also eine breite Palette für die Kleinen, die aber nicht in Mengen auftraten. Dennoch verstanden sich unsere Kleinen gut mit den großen Kerlen von den Vogtland Rebels. Es kam zwischen ihnen zu einigen sportlichen Vergleichen, wonach jeder in seiner Disziplin klar vorn lag.


Was macht ihr eigentlich vormittags?

Zum Beispiel: Sophokles lesen. Tags zuvor ereilte mich das seltene Geschick, trotz des Inkrements gleich zwei Mal durch ZÜ zu gewinnen. Doch schwante mir Böses, als es aus dem Philoktetes schalte:

Wer frei von Leid ist, mache sich darauf gefaßt,
und wer im Glück ist, muß gerade dann erst recht
sich hüten, ob nicht heimliches Verderben droht.

Tja, was die Alten schon wussten… Dann kam die Niederlage, dann kam Daniel, dann kam die Sonne.

EINS!

Der Olmützer Schachsommer war das Ausweichturnier für das an uns vorbeigezogene Spektakel in Pardubice. Das Teilnehmerfeld präsentierte sich breit gestreut, an der Spitze allerdings etwas dünn besetzt, weil die Titelträger in drei Rundenturniere ausgelagert wurden und dort unter sich waren. Dadurch standen wir alle unter dem Zwang, regelmäßig voll zu punkten. „Wir“, das sind:

Burkhard alias B. A. – standesgemäß mit Kettchen aber angenehm flexibler Etikette

Daniel – Boltzer aus Leidenschaft mit riskanten Schlüsselzügen

Erik – das Dreibein wird blank ganz ohne Zahnbürste

Ich – verhinderter Mongolenschreck mit latentem Hang zur Unsafeness

Nein, nicht die Galeere!

ZWEI!

Als Stadt imponiert Olomouc weit mehr als Pardubice. Versorgungsstellen boten sich uns zwischen Heaven and Hell (mensch, war es dort warm) in Hülle und Fülle  – weit mehr, als dass wir die Szenerie nach einer Woche bereits hätten überschauen können. Und doch gab es regelmäßig  Pivo to go – umgeht das politische Gambit.

Nach dem Essen klappte es auch endlich mal mit dem Musikwunsch. Und siehe da: Es gibt nicht viele Songs, die man 2x nacheinander bringen kann. I am control, no way you can change me. Es sei denn mit Sliwowitz – hoher Pass auf den Radfahrer, Kontrollverlust. Alles kein Grund, gegen die eigene Natur zu handeln.

DREI!

Die Straßen wurden nicht von Schachspielern, sondern von der jungen Kirchenfestbesucherinnen dominiert – ungewöhnlich und alles andere als safe. Der grobe Geschmack wurde hingegen beim gemischten Beach-Rugby bedient, das wir uns vom feinsten Lokal am Platz aus ansahen.

Unkreative Freizeitbeschäftigungen bleiben gewohntermaßen ungenutzt. Wir inspizierten lieber die Olmützer Unterwasserwelt und ließen uns von Burkhard auf verwunschene Wege führen, die nur dem all-seeing eye bekannt sind.

Der Erstwähler und die Haselnuss

Ansonsten typische Semesterferien: Tauschbörse für Bildungs- und Erinnerungslücken.

VIER!

Schach gespielt wurde auch. Burkhard zeigte sich sehr agil im Handling des f-Bauerns, litt aber das ganze Turnier unter dem Fluch der hohen Einstiegselo. Der Rest konnte hingegen anständig punkten, wobei Überraschungen nach unten und oben ausblieben. Ein dämliches Turmendspiel hier, ein glückliches Händchen in der Eröffnung da; ein vereinsinternes Duell – naja, wenigstens in der ersten Reihe. Die aktiven Plauener beklagten zwischenzeitlich  alle eine ärgerliche Niederlage und jeder durfte seine Art des Umgangs damit zum Besten geben. Hach! Wäre ich doch nur mal mitgegangen und hätte den Ball gesucht!

Daniel hätte in der Schlussrunde groß ausholen können, wäre man ihm nicht rücklings in den Wurfarm gefallen. So blieb nur das unverdiente Preisgeld für mich, das aber hoch genug veranschlagt war, um unsere Heimreise zu verzögern.

Hörr, Matthias (2196) – Schmid, Thomas (2127). Stellung vor 24. … a5

Hier entschied sich mein Gegner für das sorglose 24. … a5, wonach die Königsangriffe auf beiden Flügeln eine seltene Symmetrie aufwiesen. Taktiken für Angriff und Verteidigung musste ich deshalb nur einmal berechnen. Allerdings hat Weiß nicht nur die Läufer, sondern ist mit seinem Spiel auch noch einen Halbzug weiter. Es folgte:

25. h5 a4 26. g6 fxg6 27. hxg6 Sxg6 28. Txh7 Kxh7 29. Th1+ und Schwarz verhinderte das Pauken-und-Trompeten-Matt mittels Aufgabe.

  • 4. Matthias Hörr 6,5/9 (2231, +11)
  • 11. Daniel Zähringer 5,5/9 (2139, +31)
  • 23. Erik Fischer  5/9 (1991, +16)
  • 78. Burkhard Atze 4/9 (xxxx, -yyy)

(98 Teilnehmer)

Der Dank geht dieses Mal nicht an die Zuhausegebliebenen, sondern an die, die für Action sorgen. Danke fürs Dabeisein, danke fürs Fahren, danke fürs Mitnehmen.

Bleiben nur noch 3 Fragen: Was klapperte im Non-Stop-Laden? Was wurde aus der Schatuelle? Und wer zählt hier eigentlich?


Mitgliederversammlung mit Vorrunde

Unsere ordentliche Mitgliederversammlung bot am vergangenen Freitag den 18.08.2017 im Alten Handelshaus den passenden Rahmen für ein ganz besonderes Ereignis. Unser Peter Luban wurde für seine Verdienste ums Schach vom Präsidenten des Sächsischen Schachverbandes Frank Bicker mit der Silbernen Ehrennadel des Verbandes geehrt.

Lieber Peter, als SK König Plauen möchten wir uns den Glückwünschen natürlich anschließen, vor allem aber uns an dieser Stelle von Herzen bedanken, schließlich waren und sind wir Hauptnutznießer Deines beispiellosen Engagements für unsere gemeinsame Sache.  

Somit geriet der Rest des Abends fast schon ein wenig in den Hintergrund. Der Vorstand berichtete zusammen mit dem Beirat über seine Arbeit in der abgelaufenen Saison.  Es wurden die einzelnen Mannschaften für die neue Saison vorgestellt, Ziele und Wünsche dargelegt, darüber debattiert und am Ende noch ein wenig geblitzt und viel gefeiert.


125 Jahre Schach in Hof

Turniersaal

…da müssten doch auch ein paar Plauener dabei sein. Gedacht, getan und Heike und mich angemeldet. 13 Stunden vor Turnierbeginn stiessen noch Christof und Simon zu uns. Kurze Freude, denn nach 4 Runden hatte ich gegen eben diese beiden Bösen verloren, war mit 2/4 schlechtester Plauener und musste mir vor jeder der nächsten Runden mitleidige Blicke von den vorderen Brettern gefallen lassen, wenn nicht noch kurz angebundene Statements folgten. Angesichts dessen regte ich an, dass der am Ende Bestplazierte einen Turnierbericht schreiben muss. In Runde 7 konnte ich endlich brettmässig zu Heike aufschliessen und ihr ein Remis nach 10 Zügen abtrotzen. Die anderen Bengel spielten da noch um die Medaillenplätze. Nach meiner dritten (vernichtenden) Niederlage durch Dieter Seyb schaltete ich in den Freizeitmodus. Und ab da gings aufwärts. So durfte ich in der vorletzten Runde gegen den führenden Igor Shaskin (vormals in Hof, jetzt Oberursel) antreten, der bis dahin nur von Simon eine übergezogen bekommen hatte und fast schon Turniersieger war. Nach der Runde war er nur noch Zweiter, überholt vom Turnierfavoriten und Nachmittags-Simultanspieler Alexander Seyb. Der IM musste nur noch die letzte Runde gewinnen… Irgendwann überzog er das Endspiel, daher muss ich diesen Bericht schreiben.
Christof stand in fast jeder Partie aussichtsreich, seine Behandlung der Endspurtphase liess mich aber regelmässig erschauern und kostete ihn eine bessere Platzierung. Leider hab ich gegen ihn meine Dame schon nach 2 Minuten hergeben müssen…
Dagegen spielte Simon zeittaktisch cleverer, verlor nur 2 Partien und hätte eigentlich verdient, diesen Bericht zu verfassen. Aufwärtstrend!
Heike spielte weit über Erwartung, sass in der vorletzten Runde neben mir an Brett 2 und hätte den Frauenpreis locker geholt. Aber in Hof gab es weder Startgeld noch Preise; auch mal wieder was Schönes.
Abschliessend Danke an Heiko Sieber und Freunde für das schön organisierte Turnier, keine Streitfälle und Eintracht allenthalben. Ein Besuch beim Saaleauenfest rundete den Tag ab.
Schön ist auch, dass im Gegenzug die Familie Wilfert am 3.Oktober unsere Schnellschachmeisterschaft bereichern wird. Der letzte der drei legendären W (Weber,Winkler,Wilfert) kommt wieder zurück!!
Ausführliche Berichte zum Event gibt es bei https://Schach-hof.jimdo.com