SKK= Bezirksmannschaftsmeister U 12

bmm-u12-lengefeld-11-2016-siegerfotoUnser junges U 12 Team, im Vorjahr noch DRITTER der BMM U 10, legte eine beeindruckenden Leistung auf das Schachbrett. Trotz des aufrückens in die nächsthöhere Altersklasse konnten sie alle sieben Spiele gewinnen und gaben nur 4 Brettpunkte ab! Gegen die unmittelbare Konkurrenz wurde immer gewonnen: gegen den Favoriten Wilkau 3:1, Niederwiesa 3:1 und Chemnitz wurde mit 2,5:1,5 besiegt. Hier die Einzelergebnisse in der Brettreihenfolge: R. Melitzki 5,5/ 7, R. Atze 4/6, Fl. Elstner 6,5/7, A. Oehme 7/7 und Ers. Cl. Deiters 5/7 . Also ein sehr deutliches und starkes Ergebnis ALLER, denn auch das nachfolgende Übungsteam, mit F. Fischer, Jona u. Caio da Silva, J. Berger spielten ordentlich auf.  Das Team wird zwischen Weihnachten – Neuhjahr an der DVM U 10 in
Magdeburg teilnehmen und dort sind wir unter der Startnummer 15 gesetzt (von 60 Mannschaften). Elmer Pekrul und Burghard Atze trainieren seid geraumer Zeit das Team und nun stellen sich die ersten großen Erfolge ein. Dies alles geschieht mit der aktiven Mitwirkung aller Eltern. Recht vielen dank an Familie Deiters, Elstner und da Silva, die mit in Lengefeld/Erzg. waren.                                                                                             Jochen Bandt


Odysseus im braunen Salon

Es wird berichtet, dass Odysseus noch vor der Erstürmung Trojas in die Stadt eindrang, weil er seinen Feinden das kriegswichtige Palladion abspenstig machen musste. Um unerkannt zu bleiben, nahm er den zähsten (in Fachkreisen: den zärsten) Weg – durch Trojas Kloake.
Am vergangenen Wochenende gelang es mir, diesen titanischen Mythos der fäkalisierten Heroik im Spiel gegen Aue schachlich umzusetzen:

Miroslav Jurasek - Matthias Hörr, Stellung nach 23. f5

Miroslav Jurasek (2305) – Matthias Hörr (2183), Stellung nach 23. f5

Es folgte: Lxd5, 24. exd5 g5 25. Lg3 Lf6 26. Lf2 Le5+ 27. Lg3 Lf6 28. Lf2 Ta3 29. Lxd4 Lxd4 30. h4 f6 31. Dd1 Kg7 32. Te1

Ilions Feste thront mächtig auf den weißen Feldern. Allein: Die Scheiße bahnt sich ihren Weg.

Stellung nach 32. Te1. Ilions Feste thront mächtig über den weißen Feldern. Allein: Die Scheiße bahnt sich anderswo ihren Weg.

Qa5 33. Te4 Le5+ 34. Kh3 Ta2 35. Te2 Ta8 Die Bogenschützen haben sich in der Kloake versammelt.

36. Lf3 Dd8 37. Tc2 T8a3 38. Dd2 Txc2 39. Dxc2 Da8 40. Le2 Ta2 41. Dd1 Da3 Die Wurst winkt!

42. h5 Lc3 43. Kg2 Und nun kommt Odysseus aus der Latrine gekrochen.

Td2 44. Df1 Da2 45. Kf3 Le5 46. Td1 Tc2 47. Te1 Db2 48. Ld1 Td2 Immer schön die kackbraunen Felder entlang robben.

49. Te4

Alle weißen Figuren auf Weiß, alle schwarzen Figuren auf Schwarz - man bekommt den Eindruck, hier wurde auf unterschiedlichen Feldern Dame gespielt.

Stellung nach 49. Te4. Alle weißen Figuren auf Weiß, alle schwarzen Figuren auf Schwarz – man bekommt den Eindruck, hier wurde auf unterschiedlichen Feldern Dame gespielt.

Db1 50. Le2 Dxb3 51. Dc1 Da2 0-1


U 20 u. U 16 Sachsenliga

I. U 20 TEAM : mit ihren 4,5:1,5 Sieg gegen GW Niederwiesa bleibt unser Sextett weiter mit 6:0 Pkt. an der Tabellenspitze der U 20 Sachsenliga, gefolgt von ASP Hoyerswerda 5:1 Pkt. u. TUS Coswig 4:2 Pkt. .D. Zähringer, Huy Duc, L. Nguyen, D. Helmrich stellten den Sieg sicher u. E. Fischer steuerte den sicheren Remishafen an. Nur T. Merkel konnte sich nicht bis zuletzt behaupten und musste die Kapitulation unterschreiben.
II. U 20 TEAM : siegte im Bezirksligaduell zweimal  gegen unseren Lokalnachbar VSC 3,5: 0,5 und einmal 3:1. T.Seyffert, T. Nicklaus gewannen ihre zwei Partien, während T. Fritsche u. S. Gerber jeweils 1,5 Zähler verbuchten.                                                                                                      I. U 16 TEAM: endlich, zwei wichtige Siege, um die Sachsenliga noch  zu halten (momentan 4:6 Pkt.) . Die Ausgangssituation sieht wieder günstig für uns aus, bei den noch ausstehenden vier Spielen. Hier kommt es am 3.12.2016 zum vorentscheidenden Duell mit der SG Leipzig.


3. Runde der III. bis VII.

III. TEAM: in der II. Lkl. führen nun drei Teams mit 5:1 Pkt., Eiche Reichenbrand, SG Blumenau u. unsere III. . A. Götz, Sv. Gerbeth gewannen ihre Partien gegen Wilkau III . M. Fuß, S. Burian, M. Schaarschmidt, K. Binh, M. Tunger u. D. Helmrich steuerten ihr Remis bei u. so stand es am Ende 5:3 für den SKK , dh. zwei Partien gewonnen und keiner verliert.
IV. TEAM: das war eindeutig nicht unser Tag, denn am Ende gab es eine herbe 2:6 Niederlage gegen Eiche Reichenbrand II . Die vier Unentschieden erzielten N.Süß, N. Linnert, L. Nguyen, Chr. Hörr und dann gab es nur noch Niederlagen.
V. TEAM: mit einem 6,5:1,5 Kantersieg liegt die fünfte wieder auf Lauerstellung und wartet auf einen Ausrutscher der Konkurrenz. T. Seyffert, H. Sandner, Chr. Böttger, J. Bandt, L. Wagner glänzten mit ihren Siegen. St. Bork, U. Hörning u. U. Seyffert  ergänzten das
Ergebnis mit ihren Remis.
VI. TEAM: gegen die Lichtentanner war für unsere VI. nichts zu holen und am Ende hieß es 1,5: 6,5 gegen uns. Nur G. Valtin, D. Kießling u. A. Burian konnten halbe Pkt. beisteuern.
VII. TEAM: holt diesen Spieltag am 11.12.2016 nach !
4. RUNDE: 11.Dezember 2016, es wäre schön, wenn die II. u. III. ihre Tabellenführung behaupten könnten. Die V. sollte sich noch weiter an die Spitze bewegen u. die IV. + VI. kämpfen um bessere Ergebnisse. Zwei Tage zuvor findet unsere Weihnachtsfeier im ALTEN HANDELSHAUS statt,  9.12.2016 – 18 00 Uhr !


2.Bundesliga Ost – Unverhoffte Punkte in Bindlach

Weil wir nur mit einer Rumpfmannschaft gegen Nickelhütte Aue und den TSV Bindlach-Aktionär anreisen konnten, hatte ich auf der Hinfahrt meine Erwartungen so beschrieben: „Wenn wir insgesamt 6 Brettpunkte machen, wäre ich schon zufrieden.“
Soll ich ins Wahrsagerlager wechseln?

3.Runde: Böse Klatsche gegen Aue

Beim Lesen der Auer Aufstellung lief es mir kalt den Rücken herunter: Nahezu der Stammachter gegen unsere, um Vojtech verstärkte Amateurtruppe. Der erste Gedanke: Bloß nicht 0:8! Der Spielstärkeunterschied war dann auch während des ganzen Wettkampfs sichtbar. Lediglich Kura konnte Roman Slobodjan ein Remis abtrotzen, in der 4. Stunde kam die Zeit von Matthias Hörr. Der spielte seine Vorteile im Kampf mit Dame, Turm und ungleichfarbigen Läufern sehenswert aus und gewann sicher. Der Rest besteht aus Anerkennung Aurischer Spielstärke.

Nickelhütte Aue SK König Plauen
Papp, Gabor Plat, Vojtech 1:0
Prohaszka, Peter Kunze, Carlo 1:0
Meijers, Viesturs Espig, Lutz 1:0
Slobodjan, Roman Kuraszkiewicz, Michael 1/2
Gaponenko, Inna Schaller, Sven 1:0
Eichner, Sebastian Sandner, Gunter 1:0
Spiess, Gunter Pfretzschner, Roland 1:0
Jurasek, Miroslav Hörr, Matthias 0:1

 

4.Runde: Unerwarteter Sieg

Auch gegen den Gastgeber waren wir nominell an den meisten Brettern Außenseiter. Doch der Kampf begann erfreulich: Nach knapp einer Stunde hatte Vortagssieger Matthias eine Figur mehr. Sorry, aber ich hab das glaube ich mit 8 oder 9 Jahren gelernt, nämlich daß der Bauer in dieser Stellung nicht genommen werden kann.
Lutz Espig hatte wenig Chancen und verlor, auch Vojtech unterlag nach merkwürdiger Eröffnungsbehandlung im Endspiel. Doch die bundesligaerfahrenen Plauener drehten den Kampf. Zuerst Roland, dann Sven und auch Kura spielten wie in alten Zeiten und errangen glanzvolle Siege. Carlo an Brett 2 hatte sicher gute Chancen, unterlag letztendlich im Turmendspiel.
So musste ich zuletzt eine gleichstehende Stellung halten. Nach 20 Zügen Hin- und Herziehens verfiel Jan Krensing auf den falschen Plan, der mir plötzlich echte Siegchancen verhieß. Aber bei diesem Matchstand nimmt man ein Remisgebot natürlich an.

SK König Plauen Bindlach-Aktionär
Plat, Vojtech Petr, Martin 0:1
Kunze, Carlo Kriebel, Tadeas 0:1
Espig, Lutz Neuman, Petr 0:1
Kuraszkiewicz, Michael Cech, Pavel 1:0
Schaller, Sven Wall, Gavin 1:0
Sandner, Gunter Krensing, Jan 1/2
Pfretzschner, Roland Löw, Gerald 1:0
Hörr, Matthias Delitzsch, Jürgen 1:0

 

Die nächste Doppelrunde findet schon in 2 Wochen in Erfurt statt. Wir treffen dort auf die Legionärstruppe SK Göggingen (zwei Deutsche im Stamm) und den Tabellenvorletzten Bad Mergentheim (auch nicht viele in Deutschland Geborene im Kader).

Wer auf Bilder und weiterführende Informationen lauert, der ist bei Klaus Steffans Website www.steffans-schachseiten.de genau richtig.

Im übrigen ist mir der Kampf Viernheim-Deizisau aus der 2. Bundesliga Süd aufgefallen. Bei Deizisau spielt auch unser ehemaliger Spitzenspieler Alexander Graf – aber am Sonntag an Brett 8 !!! Vorn agierten die Herren Alexander Grisch(tsch)uk, Peter Leko und Gata Kamsky. Warum das alles? Weil auf Seiten Viernheims Schachrijar Mamedjarov, Vladimir Motyljow und Ilja Smirin saßen!! Und da sage einer, die zweite Liga hätte keine Anziehungskraft.

 


2016-11-20_zweite_in_zwickau

Die Zweite zockt zünftig in Zwickau

Was für ein Match! Es hätte auch eine Niederlage werden können, gegen die Mannschaft, gegen die wir uns bisher immer schwer getan haben – doch der Kampfgeist der Plauener, allen voran der des Nachwuchses, brachte uns heute einen fulminanten 6:2-Sieg gegen die Erste des Zwickauer SC ein (in der letzten Saison kamen wir gegen die Westsachsen über ein 4:4 nicht hinaus). Nun steht die Zweite nach drei Runden – und drei Siegen in Folge – auf dem 1. Platz in der 1. Landesklasse. Lion, dessen Partie am schnellsten endete, ergatterte an Brett 1 mit einem taktischen Trick noch das Remis, nachdem er sich in einer Abwicklung verrechnet hatte. Viel berechnen und das in kurzer Zeit war die Losung an Mathias‘ Brett, der in Zeitnotphase nach einem gegnerischen Figurenopfer einen kühlen Kopf bewahrte, überdies 6! Remisangebote ablehnte, und am Ende einen umkämpften Sieg für die Plauener einfuhr. Toni, der nach einem Eröffnungsfehler in die Defensive geraten war, kämpfte sich wieder frei und bot Remis. Sein Gegner lehnte ab und musste später selbst ebendieses anbieten. Toni zockte jedoch kühn weiter und holte dann ebenfalls einen ganzen Zähler in die Spitzenstadt. Dieses starke Ergebnis erzielte auch Daniel. Der letzte ganze Punkt ging auf Christofs Konto, der den gegnerischen weißen König massiv unter Druck setzte, auch ein Damengewinn lag in der Luft, und mit taktischen Verwicklungen seinen Materialnachteil geschickt wett machte.

(Mathias Paul: Nach knapp 15 Zügen steckte Christof dazu die erste Figur ins Geschäft, um wenige Züge später, quasi ansatzlos, noch einen ganzen Turm folgen zu lassen. Meinen verwirrten Blick kommentierte er mit einem ^^ … “ Jobava – Mamedjarow “ … – Mann, bin ich froh, dass ich beim Spielen immer neben ihm sitzen darf!)  

Aber auch hier war es nicht immer klar, ob der Angriff am Ende des Tages von durchschlagendem Erfolg sein würde. Doch das Glück war uns hold und dem Vernehmen nach hatte es Olaf, der bis zuletzt spielte und schließlich remisierte, noch rechtzeitig zum Kaffeetrinken ins Vogtland geschafft. 😉


Vogtl. Nachwuchsmeisterschaft 2016

vogtlaendische-meisterschaft-11-2016-005-1Am letzten Wochenende fanden in allen fünf Qualifikationskreisen des RB Chemnitz, die Wettkämpfe zum Erwerb der begehrten Fahrkarten zur BEM in Geyer statt (11.-14.02.2017 = Anfang der Schulferien). Die Teilnehmer verteilten sich wie folgt: Erzgebirge 72, Vogtland 71, Chemnitz 62, Zwickau 41, Mittellandkreis 45 Starter. Unsere Meisterschaft fand traditionell wieder im Ratssaal zu Plauen statt, welcher beste Bedingungen für die Kinder bot. Die U 18/U20 hatte ihre Sieger schon innerhalb der Plauener Meisterschaft ermittelt. Vor allem in den unteren Altersklassen lässt sich ein Zugewinn an Spielern feststellen: U 8 = 10/ Rekordbeteiligung in der U 10=23, / U 12= 17! Unsere Medaillenträger sind: U 20 =1. E. Fischer,2. S. Burian u. D. Helmrich 3. Pl./ U 18 =1. Pl.  N. Linnert, 2. L. Nguyen, 3. T. Nicklaus. U 16= Gold errang D. Kießling u. die U 14 ging wieder komplett an den SKK =1.  N. Hörkner 7.Pt. 100%, 2. L. Ertl, 3. Sid Gerber.  Die U 12 dominierte R. Melitzki mit 6,5 Pkt. gefolgt von Fl. Elstner . U 10- hier errang M. Bühring Silber u. E. Gökcen Bronze. In der U 8 fielen alle  Medaillen an den SKK : 1. R. Beck, 2. H. Safar, 3. Phan Tuan, Tu und E. Gökcen / Gold w.  Livien Voigtle konnte Gold für sich in der U 14 beanspruchen. Ihre Schwester Linda Tranh Thi holte Silber/U 12, genau wie Maria Nguyen in der U 10w. Lea Richter erreichte denn 3. Platz in der U 12w. Die 71 Starter verteilten sich folgendermaßen auf die Vereine : 43 SKK,  15 VSC, 1 Treuen, 2 Reichenbach, 4 Neumark, 3 Markneukirchen. Beim SKK und VSC sind natürlich auch viele Kinder mit eingeschlossen, die noch in den Schul AG trainieren, so zB. in Jößnitz, Weischlitz, Dittes GS = VSC und beim SKK – Montessori, KMS, Kuntzhöhe und GS Burgstein! Einen großen Dank geht an alle engagierten/mithelfenden Eltern und das Team vom Rathaus, welches uns vorbildlich unterstützt hat – bis zum Wiedersehen 2017 !

 


Trainingslager 2016

Es ist wieder Trainingslager in Schilbach

Es ist wieder Trainingslager in Schilbach

Traditionell fand am letzten Ferienwochenende unser Trainingslager in Schilbach statt. Mittlerweile könnte es das 22. TL gewesen sein. Ein ausgesprochen schönes Gebäude + Schulungsräume stehen zur Verfügung . Die Übernachtungsmöglichkeiten und das Essen in der Rittergutsgaststätte sind sehr ansprechend. Waren wir sonst 3-4 Trainingsgruppen, so waren es am Wochenende fünf Trainingsgruppen, Rekord! 35 Kinder haben diesmal zugesagt, welche mit R. Atze, A. Götz, J. Bandt,, E. Pekrul u. P. Luban trainierten. Natürlich war alles auf die Teilnahme an der DVM 2016, der U 16 u. U 10 ausgerichtet. Die U 14, U 8 und U 6 bildeten die anderen Gruppen. Das Interesse für nächstes Jahr ist wieder sehr groß und das TL findet am 13.-15.Oktober statt (Herbstferien 1.-15.2017), also am letzten Ferienwochenende! Auch galt es als letzte Vorbereitung auf die Vogtl.-Nachwuchsmeisterschaft im Schach, welche am 12./13. Nov. im Rathaussaal/Plauen stattfindet. Dort können sich die Schüler zur BEM in Geyer qualifizieren (Anfang der Winterferien) Erstmal nahmen auch unsere „JÜNGSTEN“ teil, die Jahrgänge 2008/7 + 2009/10 und sogar 2011 geb. !


2. Bundesliga – Runde 2

FM Carlo Kunze, FM Gunter Sandner, FM Sven Schaller, IM Vojtech Plat (hi.R.v.li.) FM Roland Pfretzschner, GM Dimitrios Mastrovasilis, WGM Jolanta Zawadska, FM Michael Kuraszkiewicz (vo.R.v.li.)

FM Carlo Kunze, FM Gunter Sandner, FM Sven Schaller, IM Vojtech Plat (hi.R.v.li.)
FM Roland Pfretzschner, GM Dimitrios Mastrovasilis, WGM Jolanta Zawadska, FM Michael Kuraszkiewicz (vo.R.v.li.)

Nach dem glücklichen Sonnabend-Sieg und dem mittlerweile obligatorischen Besuch im China am Nonnenturm (welches wie immer im Irish Pub endete),warteten am Sonntag unsere Freunde aus Forchheim als Gegner. Die Vorzeichen standen schlecht: Lutz wollte kategorisch aus der Mannschaft heraus („ich spiele so blöde“), damit wurde aus dem geplanten Wechsel ich rein-Roland raus nichts. Auch der mit grösserer Härte geführte Wortwechsel zwischen Nr.10 und 11 der Spielerliste („Ich will nicht gegen den Bade spielen!“ „Ich auch nicht!!“) war damit zuungunsten von Roland gelaufen.
Im Gegensatz zum Erlangen-Match begann der Sonntag recht friedlich. Erst wollte Kura sein gestriges Glück gegen Manfred Heidrich nicht überstrapazieren, auch Vojtech nahm nach einer Schau der anderen Bretter das Remis von Vlastimil Jansa an. Letzterer hatte am Vortag, nachdem ihm Franz Bräuer ins Remis entwischt war, den schon bald Legende sein werdenden Satz gesagt: “ Spielt Ihr mit 74 erstmal noch so gut wie ich!!“ Auch Sven und Hans-Jürgen Döres waren nach Vortagsniederlagen friedlich. Die restlichen Partien standen etwa gleich, Sorgen über einen Plauener hatte ich nicht.
Nach etwa 3 Stunden begann Jolanta zu wackeln. Andreas Rupprecht nahm ihr einen Bauern weg, Kompensation konnte ich nicht entdecken. Auch Rolands Stellung verschlechterte sich von Zug zu Zug, bei Carlo wurde alles immer unübersichtlicher. Dagegen wurde ich mit meinem Spiel zusehends zufriedener. Dimitrios gab remis, kein Plan in Sicht.
In der Zeitnotphase verschwimmt das Urteilsvermögen des Schreibers, weil er sich seiner Partie widmen musste. Als ich wieder Zeit für einen Rundgang hatte, gab Roland grade auf, Carlo hatte eine Figur weniger und Jolanta Schwindelchancen. Als dann auch Carlo aufgegeben hatte, liess Jolantas Gegner Dauerschach zu und sicherte so den Forchheimer Sieg. Gleichzeitig gab mein Gegner Lukas Schulz, der am Vortag noch Thomas Casper eine seiner seltenen Niederlagen beigebracht hatte, die aussichtslose Partie auf.
Fazit: Die Niederlage war nicht nötig, letztlich machte „der Bade“ den Matchpoint. Trotz allem: Respekt, Jörn!
Andererseits: Unsere Baku-Fahrer müssen für die Punkte sorgen,wir Amateure sind unter dem Strich noch nicht zweitligatauglich. Dem möglichen Punkt werden wir den Rest der Saison hinterherlaufen müssen.
Und an dieser Stelle noch was Privates von mir. Herzliche Grüsse aus dem Vogtland, Berthold! Wenn Du mitspielst, läufts meistens besser für uns.

Am 19./20. November gehts nach Bindlach. Dort gehts gegen Aue und den Gastgeber.

 

SK König Plauen SC Erlangen
1 Dimitrios Mastrovasilis Philipp Wenninger 1:0
2 Vojtech Plat Alexander Hilverda 1:0
3 Jolanta Zawadska Hanna Marie Klek 1:0
4 Carlo Kunze Eduard Miller 0:1
5 Lutz Espig Maximilian Merkert 0:1
6 Michael Kuraszkiewicz Stefan Liepold 1:0
7 Sven Schaller Thomas Walter 0:1
8 Roland Pfretzschner Lukas Böttger 1/2

 

 

  SC Forchheim SK König Plauen  
1 Milos Jirovsky Dimitrios Mastrovasilis 1/2
2 Vlastimil Jansa Vojtech Plat 1/2
3 Andreas Rupprecht Jolanta Zawadska 1/2
4 Florian Ott Carlo Kunze 1:0
5 Manfred Heidrich Michael Kuraszkiewicz 1/2
6 Hans-Jürgen Döres Sven Schaller 1/2
7 Lukas Schulz Gunter Sandner 0:1
8 Jörn Bade Roland Pfretzschner 1:0

Auf ein Neues in der 2. Bundesliga

Am Sonnabend, dem 15.Oktober begann die elfte Zweitligasaison des SK König. In den beiden Anfangsjahren noch als TSV Plauen startend sind heuer noch einige Urgesteine dabei: Lutz Espig, Sven Schaller, Mathias Paul und meine Wenigkeit.

Die beiden Auftaktmatches gegen Mitaufsteiger SC Erlangen und unsere altbekannten Freunde vom SC Forchheim sollten schon die Weichen für den Saisonverlauf stellen. Im Kampf gegen zwei „Mitkonkurrenten“ um die Abstiegsplätze wollten wir gerne 3 oder noch besser 4 Punkte erzielen. Daher wurde auch eine schlagkräftige Truppe um unsere drei Olympioniken Dimitrios, Vojtech und Jolanta (wer es immer noch nicht weiss: Silbermedaille mit dem polnischen Frauenteam an Brett 2!) an den Start gebracht. Aber auch unsere Gegner kamen mit ihrem besten Aufgebot nach Plauen und es entspannen sich hartumkämpfte Matches.

 

SK König Plauen -SC Erlangen    4,5 : 3,5

Die Papierform sprach für uns, besonders an den ersten drei Brettern. Das Problem könnte die Generation 40+ an den restlichen Tischen sein, die zudem im Sommer an fast keinerlei schachlichen Aktivitäten teilgenommen hatte. Gegenüber sassen ausnahmslos junge, auf Schach noch hungrige Gegner, die allerdings nicht über unsere Erst- und Zweitligaerfahrung verfügten.

Den ersten Akzent des Kampfes setzte Kura mit einem Springeropfer auf f7 nach Abschluss der Eröffnung. Nach Meinung  unseres Spitzenspielers korrekt, die Maschine trotzt dieser Einschätzung. Zudem fand Michael danach nicht die zwingendste Fortsetzung und kämpfte in der Folgezeit um die Erhaltung der Initiative. Bei Vojtech Plat an Brett 2 lief es gut. Erst kam Gegner Alexander Hilverda auf der Uhr in Nachteil, dann auch auf dem Brett. Nach knapp 3 Stunden 1:0 für uns, alle anderen (bis auf Kura) hatten keine augenscheinlichen Probleme.

Aber dann kam es ganz anders: Zuerst stellte Carlo einfach einen seiner besten Bauern ein. Und Lutz begann, seine leicht vorteilhafte Stellung zu misshandeln, bis er aufgeben musste. Dimitrios bekam Vorteil, Rolands Gegner gab seine Dame gegen Turm, Springer und 2 Bauern. Bei Sven wurde jeweils auf den anderen König losgerannt, Jolanta und Hanna Marie agierten auf Augenhöhe. Kura musste nach dem Springer noch eine Qualität draufsatteln, um die Partie am Laufen zu halten.

In der Zeitnotphase dann wie üblich Entscheidungen. Sven kam mit seinem Mattangriff nach eigenen Angaben ein Tempo zu spät und musste aufgeben. Rolands Dame hätte die Partie entscheiden können, leider ging er dran vorbei und liess dann auch eine dreimalige Stellungswiederholung zu. Carlo erkämpfte sich einige Schwindel- bzw. Dauerschachdrohungen, Dimitrios vergrösserte seinen Vorteil. Jolantas Position wurde augenscheinlich besser, ein Gewinn aber nicht in Sicht.  Kura hatte es geschafft, für seinen Minusturm zwei verbundene Freibauern im Zentrum zu erlangen und diese in Marsch zu setzen. Gegner Stefan Liepold  begann zu rotieren, verpasste mehrmals den besten Zug und hatte nach 40 Zügen echte Probleme.

In der 5. Spielstunde kippte der Kampf zu unseren Gunsten. Dimitrios schoss das Ausgleichstor, Jolantas Vorteil wuchs, und weil Stefan Liepold weiter ungenau agierte, befand er sich bald auf der Verliererstrasse und musste aufgeben: 3,5 : 2,5 für uns. Carlo machte es dann ungewollt nochmal spannend, das Dauerschach fest im Blick übersah er eine „Kleinigkeit“, die die sofortige Aufgabe forderte.

Doch Jolanta verfügte inzwischen über so viele Vorteile, dass ihr der Sieg nicht mehr zu nehmen war.

Ein glücklicher Sieg für uns. Die mangelnde Spielpraxis war deutlich sichtbar, gepaart mit konditionellen Problemen. Anerkennung für die Freunde aus Erlangen, die einige Zeit dem Sieg nahe waren, aber mit fortlaufender Spieldauer machte sich die fehlende Härte bemerkbar.