Liebe Meryem,

wir sind alle sehr sehr froh, dass es dir schon wieder gut geht. Denke in Zukunft bitte daran: deine Schutzengel könnten auch mal Urlaub haben oder irgendwie anderweitig beschäftigt sein. Mit den Örtlichkeiten in Willingen bist du ja bestens vertraut, und wir wünschen dir und auch den anderen Starterinnen unseres Vereins viel Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft.

DSM WK G hinter dieser Abkürzung verbirgt sich die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft für Grundschulen. Dort waren wir mit einem Team der Karl-Marx-Schule, welches sich über Regional- und Landesfinale qualifiziert hatte, vertreten. Durchaus mit Hoffnungen auf eine gute Platzierung reisten wir nach Willingen im Sauerland, wo es im Winter Weltcup-Skispringen und im spätem Frühjahr eben einige hochkarätige Schachwettkämpfe gibt.

Unser Team: Luca Drechsler, Theo Winkler, Liano Eske im dezenten blauen Shirt und dahinter Anni Winkler und Meryem Naz Öksüz

Aber schon die ersten drei Runden zeigten, dass es ein zähes Turnier wird. Dem Modus geschuldet, der als erstes Kriterium die Brettpunkte zählte, waren ein knapper Sieg und zwei Unentschieden zu wenig, um aus dem Tabellenmittelfeld heraus zu kommen. Im vierten Durchgang gab es dann sogar die erste Niederlage. Ein deutlicher 3½:½-Sieg im darauf folgenden Spiel sorgte wenigstens dafür, dass wir ab nun immer in der ersten Tabellenhälfte zu finden waren. Auch die beiden nächsten Spiele endeten 2:2, und ein knapper 2½:1½-Erfolg ließen sogar noch auf einen Top10-Platz hoffen.

Konzentration und Optimismus vor der Runde

Leider endete der 2. Wettkampftag mit einem Zwischenfall, der glücklicherweise glimpflich ausging. Die Niederlage in der abschließenden 9. Runde war fast schon Nebensache und bedeutete Platz 19 unter 42 teilnehmenden Mannschaften.

Herzlich bedanken möchten wir uns bei der Sparkasse Vogtland und natürlich bei der Karl-Marx-Schule, insbesondere bei Frau Schneider, für die großzügige Unterstützung, durch die eine Teilnahme erst möglich wurde.


Saisonfazit: Das hat Spaß gemacht!

Team III zum Abschluss mit Kantersieg

Zum Saisonabschluss gegen den Zwickauer SC gibt es nicht viel zu berichten. Offensichtliche Besetzungsprobleme führten zu einer 3:0-Führung, bevor die ersten Züge an den Brettern getätigt wurden. Schnell war auch klar zu erkennen, dass es an den Positionen 7 und 8 nur in Richtung Sieg gehen konnte. Beim Zwischenstand von 4:0, Marwin hatte den ersten regulären Punkt erzielt, ging mein eigenartiges Eröffnungsexperiment mit einer Niederlage zu Ende. Aber Topscorer Mario Tunger stellte den alten Abstand wieder her und konnte sich auch noch über den Matchpunkt freuen. Dann durften wir alle erleben, wie Illia den Gegner mal ohne taktische Finessen, sondern mit feinstem Positionsspiel und Gefühl für das Endspiel in die Knie zwang. Etwas länger dauerte es bei Maxim. Nach komplizierter Eröffnung war ein langwieriges Endspiel entstanden. Neben der Beobachtung dieser interessanten Stellung waren wir nun auch noch damit beschäftigt, die Ergebnisse der anderen Staffel in Erfahrung zu bringen. Nachdem der SC Oberland gegen Dresden gewonnen hatte, machte sich schon fast Aufstiegsstimmung breit. Aber der CSC Aufbau ließ beim Tabellenletzten Großröhrsdorf nichts anbrennen und schaffte es mit einem 6:2-Sieg, an uns vorbei zu ziehen. Schade…! Irgendwann war die Stellung auf Maxims Brett dann doch remis, und wir traten die Heimreise an, immer noch mit der vagen Hoffnung, dass GW Dresden der Sensationsaufstieg in Liga 2 geglückt ist. Aber ein Blick in das Ergebnisportal belehrte uns eines Besseren.

Trotzdem haben wir eine Saison gespielt, die mit Sicherheit zu den allerbesten einer III. Mannschaft des SK König gehört. Auch die standesgemäße Auftaktniederlage gegen Team II weckte mehr Hoffnung, als dass sie Depressionen verursachte. Schon im nächsten Spiel gegen die Roten Rüben wechselten wir in die Erfolgsspur, die bis zum Markleeberg-Spiel hielt. Dann verließ uns das Glück ausgerechnet im Spitzenspiel gegen Taucha, eine durchaus vermeidbare 3:5-Niederlage stand im Ergebnisprotokoll. Mit Siegen in den Runden 7, 8 und 9 ging es dann in der Tabelle bis auf Rang 2 nach oben. Der Unterschied zum Vorjahr war phänomenal, obwohl wir wiederum als Nummer 10 am Start waren. Knappe Niederlagen gab es diesmal keine und alle Siege waren wirklich toll herausgespielt. Den Glücksfaktor bemühten wir am ehesten beim 4½:3½ gegen Glauchau. Und dann hatten wir ja auch den Topscorer, Mario Tunger in unseren Reihen: 7½ aus 9 und das mit sieben Schwarzpartien – einfach sensationell! Auch sonst haben sich die kleinen Umstellungen in der Brettreihenfolge positiv ausgewirkt und der Mannschaft eine fast unheimliche Stabilität verliehen. Unser Newcomer Maxim Melestean hat sich schnell an das Oberhausniveau gewöhnt und mit 4½ aus 8 schon angedeutet, wo die Reise hingeht. Marco Schaarschmidt und Michael Fuß sorgten mit verlässlichen Ergebnissen für eine gute Grundlage in jedem Spiel, und Marwin Bühring war der heißbegehrte Top-Ersatz, dessen Dienste wir uns fünfmal sichern konnten. Bei einer Ausbeute von knapp 80 Prozent in beiden Landesklassenteams bekommt er auf jeden Fall in der kommenden Saison ein Stammbrett.

In der ewigen Saison 2019/2021 gab es schon mal ein Team des SK König, damals in der Bezirksklasse. Zu den Stammkräften beim verlustpunktfreien Aufstieg in die Bezirksliga gehörten damals neben meiner Wenigkeit auch Richard Melitzki, Maxim Melestean und Marwin Bühring. Inzwischen sind wir also drei Spielklassen höher konkurrenzfähig. Auch Nico Rühmer und Kyrillus Akladius werden, da bin ich mir ziemlich sicher, in naher Zukunft den Kader weiter verstärken. Bleibt eigentlich für die kommende Saison nur noch zu klären, wer ist Team II und wer ist Team III?😉


… geschafft

Durch die Niederlage gegen Markkleeberg in Runde 8 waren die Chancen unserer 2. Mannschaft auf den Aufstieg auf ein Minimum geschrumpft, dennoch wollten wir uns mit Anstand aus dem Spieljahr verabschieden. Zumal es gegen den Spitzenreiter aus Taucha ging, der wohl selbst im ungünstigsten Fall, nur noch 2 Brettpunkte zum Staffelsieg benötigt hätte.

Genau jene 2 Brettpunkt peilte unser Gegner recht zügig an, indem man alle Weißpartien schnell und zielgerichtet in den Remishafen steuern ließ. Somit hatten Christof an 5, Toni an Brett 3, Timur an 1 und Christian an Brett 7 einen recht ereignislosen Sonntag.

Aus den anderen 4 Weißpartien hätten zu dem Zeitpunkt für uns durchaus 4 Siege werden können. Leider verirrten sich Lions Türme an Brett6 in der gegnerischen Stellung zu sehr und litten an der mangelnden Wendigkeit, so dass er bald eine Minusqualität verwalten musste, was wenig Hoffnung machte. Eine sehr starke Leistung zeigte Florian an 3, der die provokante Eröffnungsbehandlung seines Gegners brutal bestrafte und sich damit sicher ins Oberhaus der Saisonnachbetrachtung schob.     

Tobi stand an Brett 8 lange Zeit deutlich besser, spielte aber in der entscheidenden Phase zu inkonsequent, so dass er „nur“ in ein besseres Endspiel abwickelt konnte, um das am Ende fast noch zu verlieren.  Apropos, der Autor selbst hatte an Brett 4 nach 25 Zügen, wie so oft in dieser Saison, eine deutlich überlegene Stellung aufgebaut, um diese dann, mit 50 eigenen Minuten gegen 5 Minuten des Gegners, binnen weniger Zügen  völlig indisponiert wegzuschmeißen. Ich kann nicht sagen, was genau meinen Gegner veranlasste, mir nach der Zeitkontrolle, in Gewinnstellung ein Remis zu gewähren.  Vielleicht wollte er den Mannschaftspunkt zum 4:4 Endstand sichern, vielleicht war es auch nur Mitleid, vielleicht wollte er auch nur Hause. Mir war es recht und ich hatte es überstanden.

Wie es besser geht, zeigt seit Wochen unser Team 3, was nach einem 6,5:1,5 Sieg in der letzten Runde hochverdient vor uns in der Tabelle steht. Da kann man nur gratulieren und Respekt zollen. Herzliche Glückwünsche gehen logischerweise auch an die Gäste aus Taucha zum Staffelsieg!

Das Saisonfazit muss somit auch eher ernüchternd ausfallen. Unsere 3 „jungen“ Spitzenbretter erzielten sensationelle 15,5 aus 20, also 77,5 %. Das ist klares Aufstiegsniveau. An allen Brettern dahinter kamen  wir lediglich auf 23,5 aus 52, also 45,2%. Eine Übersicht dazu findet sich hier. Jedenfalls haben wir es geschafft und können uns bis zur neuen Saison etwas sammeln, eventuell auch etwas üben, uns ein paar Eröffnungen anschauen oder irgendwo auf die Couch legen.  Gute Ansatzpunkte gibt es sicher viele.


Oberliga – Wie geht es für uns im Herbst weiter?

Mit der Reduzierung der 2. Bundesliga geht auch eine Neuordnung der 3. Ligen einher. Weil dort die betroffenen Landesverbände die Verantwortung tragen, ergibt sich für die neue Saison ein differenziertes Bild. Sehr übersichtlich und meines Wissens nach immer noch aktuell ist die Beschreibung auf der Homepage des SK Bad Homburg:

Die Auswirkungen auf den Spielbetrieb in Sachsen in der nächsten Saison hat unser Landesspielleiter Rene Plötz hier dargelegt.

Das Oberliga- Team hat sich durch einen starken Endspurt gerade noch für die neu eingeführte Oberliga qualifiziert. Der 4. Platz hätte den „Abstieg“ in die neugeschaffene 2. Oberliga bedeutet. Nun trifft man auf Gegner aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Ich möchte nochmal die Zahl der Startplätze und die zu erwartenden Gegner zeigen. Die Aufzählung dokumentiert den momentanten Stand und kann sich eventuell noch ändern.

Berlin

Berlin entsendet 3 Vereine in die Liga. Aus der 2. Liga abgestiegen ist der SC Rotation Pankow Dafür steigt der Meister der auch gerne als Straßenbahnliga bezeichneten Oberliga Nord/Staffel Ost, der SC Kreuzberg, nach Siegen gegen die höher bewerteten, aber weithin unbeliebten Mannschaften aus Rüdersdorf und Kirchweyhe II in die 2. Liga auf. Dafür meine persönliche Anerkennung. Dadurch sollten die nächstplazierten Mannschaften von SF Berlin II und SK König Tegel unsere Staffel komplettieren.

Sachsen- Anhalt

Aufbau Elbe Magdeburg ist aus der zweiten BL Nord abgestiegen. Der zweite Vertreter wird die SG 1871 Löberitz sein, Kontrahent seit vielen Jahren und auch schon mit Zweitligaerfahrung.

Brandenburg

Brandenburg entsendet den SV Glückauf Rüdersdorf . Der Verein hatte sich im letzten Jahr sportlich für die Bundesliga qualifiziert, wurde aber wegen Nichteinhaltens von Melde- und Formfristen abgelehnt. Auch eine Zivilklage gegen den Schachbundesliga e.V. blieb erfolglos. Als Sechster der Nordstaffel verloren die Randberliner den Stichkampf gegen Kreuzberg.

Thüringen

Unser letztjähriger Reisepartner SV Empor Erfurt muß den Gang in die 2. Oberliga Ost antreten, weil der Thüringer Quotenplatz vom Erfurter SK- Absteiger aus der 2. BL Ost – eingenommen wird.

Sachsen

Unser Staffelsieger SG Grün-Weiß Dresden scheiterte im Stichkampf knapp am FC Bayern München II. Dadurch wird der SV Eiche Reichenbrand in der 2. Oberliga starten müssen. Das Sachsentrio komplettiert die SG Leipzig.

Ich denke, daß die neue Saison vom ersten Spiel an ein Kampf gegen den Abstieg werden wird. Wir müssten 2 Teams hinter uns lassen, unmöglich ist das nicht. Lassen wir die Saison 2024/25 entspannt auf uns zukommen. Die Termine stehen bereits fest. Saisonbeginn ist am 22. September. Dann heißt es wieder:


Schnellschach in Oberkotzau

Bericht von Stephanie Akladius

 

Am 27.04. fuhren acht unserer Nachwuchsspieler unter der schachlichen Betreuung von Gunter Sandner zur Schnellschachjugendeinzelmeisterschaft der Landkreise Hof, Bayreuth und Kulmbach nach Oberkotzau.

Yannik spielte in der gemischten AK U16-U20, in der er drei Punkte erspielte. Mit ein wenig mehr Glück bei der Auslosung bzw. einer reinen U16 wäre mehr möglich gewesen, dennoch ist es sehr schön, Yanniks kontinuierliche Leistungssteigerung zu verfolgen, die mit Sicherheit noch fortdauern wird.

In der am stärksten besetzten U14 erzielten Niklas 4 Punkte und Antonius 5 Punkte (punktgleich mit dem Drittplatzierten). Beide hatten trotz solider Leistungen gelegentlich noch mit der kurzen Bedenkzeit zu kämpfen und Schnellschachformate werden sicherlich dabei helfen, mehr Souveränität in Situationen mit Zeitnot zu erhalten.

Besonders erfreulich war, dass Finn Seidel, der die GTA in Reusa besucht, in der U12 startete und bei seiner ersten Turnierteilnahme gleich drei Punkte erreichen konnte. Ansonsten wurde diese Altersklasse von Familie Winkler dominiert. Frida ließ nichts anbrennen und gab nur einen halben Punkt ab, was auch für Theo galt, der sich sonst nur seiner Schwester geschlagen geben musste und ganz besonders den Sieg gegen ein bei der DEM antretendes Nachwuchstalent genoss. Frida siegte mit 6,5 Punkten und Theo kam mit 5,5 Punkten auf den 2. Platz. Die U8 und U10 spielte gemeinsam, hier zeigte Anni hervorragende Leistungen, auch wenn ihr die Bedenkzeit einmal einen Strich durch die Rechnung machte. Am Ende kam sie völlig verdient mit 5,5 Punkten auf den 2.Platz. Theodora musste sich nur den beiden Erstplatzierten in der U10 geschlagen geben und erreichte in der U8 mit 5 Punkten den 1.Platz.

Die genauen Ergebnisse finden sich hier: 

Altersklasse U8-U10            https://chess-results.com/tnr930511.aspx?lan=0&art=1

Altersklasse U12                    https://chess-results.com/tnr930512.aspx?lan=0&art=1

Altersklasse U14                    https://chess-results.com/tnr930513.aspx?lan=0&art=1

Altersklasse U16-U20           https://chess-results.com/tnr930515.aspx?lan=0&art=1

 

Für uns war es ein sehr schönes Turnier mit hervorragenden Wettbewerbsbedingungen: neben der perfekten Organisation und der guten Verpflegung war allein die historisch äußerst interessante, vereinseigene Turnhalle die Reise wert. Ein großer Dank also an die Ausrichter vom ATSV Oberkotzau und natürlich an Gunter Sandner als Betreuer sowie Familie Schmidt, Anja Winkler und Stephanie Akladius für die Fahr-,  Aufsichts-, Tröst- und Aufmunterungsdienste.


Bundesfinale Schulschach WK II

Vorletztes Wochenende reiste das Team des Diesterweg Gymnasium unter Leitung von Gunter Sandner und Peter Luban zum deutschen Finale nach München. 22 Teams umfasste das Bundesfinale und man kam mit der Empfehlung des 5. Platz vom Vorjahr, inkl. als sächsischer Landessieger. Timur Melestean, Maxim Melestean, Florian Elstner, Kyrillus Akladius, Antonius Akladius, Alhasan Al-Hrishat und Niklas Wiediker spielten als achtbestes Team groß auf und nach sechs Runden standen Schüler sensationell auf Platz 1 -2. Über sich hinaus gewachsen sind Florian Elstner 4,5/6, Kyrillus Akladius 4,5/6. Timur Melestean verlor dabei keine Partie und hielt gegen zahlreiche FIDE Meister stand. Maxim erzielte mit 5,5/7 das beste Ergebnis. In der entscheidenden Schlussrunde, dem finalen Kampf um Platz eins, verloren wir leider. Somit rutschte das Team auf Platz vier ab. Dennoch ein 4. Platz ist zum einem etwas tragisch, aber auch positiv erst einmal so weit zu kommen u. ist auch Ausdruck der Spielstärke der Jungs.

Rundenergebnisse:

Runde 1 Gymnasium  Schwerin – Diesterweg Gym Plauen 1 : 5
Runde 2 Diesterweg Gym Plauen – WRS Lüneburg 4 : 2
Runde 3 FKG Göttingen – Diesterweg Gym Plauen 4 : 2
Runde 4 Diesterweg Gym Plauen – WHG Garching 4 : 2
Runde 5 WHG Münster – Diesterweg Gym Plauen 2 : 4
Runde 6 PG Paderborn – Diesterweg Gym Plauen 2,5 : 3,5
Runde 7 Diesterweg Gym Plauen – GT Paderborn 1 . 5

Abschlusstabelle:

Pl. Schule DWZ-Schnitt BL Pkt.
Gymnasium Theodorianum Paderborn 1703 NRW 12
2 Felix-Klein-Gymnasium Göttingen 1867 NDS 11
3 Pelizaeus-Gymnasium Paderborn 1781 NRW 10
4 Adolph-Diesterweg-Gym Plauen 1651 SAC 10
5 Wilhelm-Raabe-Schule Lüneburg 1740 NDS 10
6 Sebastian-Münster-Gym Ingelheim 1672 RLP 8
7 Albert-Schweitzer-Gym Erfurt 1609 THÜ 8
8 Gymnasium Neureut 1713 BAD 8
22 ings. 22 Teilnehmer

Weiter gehts, Jungs !


Saisonabschluss der ersten Mannschaft

Vom finalen Wochenende der Oberliga in Erfurt berichtet FM Michael Kuraszkiewicz:

Die Ausgangslage war klar vor diesem letzten Wochenende. Mit drei Mannschaftspunkten wäre man aus eigener Kraft am Ende mindestens auf Platz 3, selbst ein Sieg und eine knappe Niederlage würden unter Umständen reichen. Leider waren mit Jolanta und Dimitrios unsere beiden seriösesten Spieler in der italienischen Liga unterwegs, Simon war bereits in Costa Rica. Als Überraschungsmoment war der Einsatz von Carlo zumindest für den Sonntag geplant. Leider hießen die Gegner SG Leipzig 1 und 2 – gegen die wir uns auch in Bestbesetzung in der Vergangenheit sehr schwer getan haben.

Das Risiko des in erster Linie nur körperlich anwesenden Autors dieser Zeilen zum ersten Mal mit 1.c4 eine Partie zu beginnen wurde durch ein Remisangebot des Gegners nach acht Zügen belohnt. Auch am Brett des Mannschaftsführers Matthias ereigneten sich seltsame Dinge. In einer zur Zeit theoretisch heiß diskutieren Variante des Taimanov-Sizilianers lief etwas beim Gegner schief. Rein optisch hatte mir 8.g3 nach zuvor 7.Df3 schon nicht gefallen. Matthias zeigte dann auch die Widerlegung mit 8…La3! Und Schwarz steht bereits klar besser. Der Vorteil wurde dann auch entsprechend flott verdichtet.

8…La3! bringt Schwarz direkt in Vorteil

Erik an Brett 5 erwies sich ebenfalls bestens präpariert und kam mit den schwarzen Steinen vorteilhaft aus der Eröffnung. Seinen Entwicklungsvorsprung nutze er bei heterogenen Rochaden zu einem nachhaltigen Angriff, der drastische Konsequenzen für seinen Gegner mit sich brachte. Der Wettkampf entwickelte sich weiterhin sehr positiv für uns. Denn auch die Weißspieler wollten ihren Beitrag leisten. Niklas hatte einen c3-Sizilianer auf dem Brett. Seine leichte Initiative plus großer Zeitvorteil transformierte er in ein Endspiel mit diversen Mehrbauern. Die Verwertung erledigte er ohne erkennbare Schwierigkeiten. Gunter setzte seine Erfolgsserie fort. In einem g3-Königsinder opferte er eine Qualität, erhielt in der Folge gegen die geschwächte Königstellung des Gegners ausreichend Angriff, der durchschlug. Damit war der Wettkampf bereits zu unseren Gunsten entschieden.

Roland steuerte ein Remis bei, in den Feinheiten der Wiener Partie stecke ich aber nicht drin, so dass ich wenig über den Verlauf berichten kann. Gefreut hat mich, dass Timur den Bemühungen seines erfahrenen Gegners etwas aus der Stellung herauszupressen Stand gehalten hat und sich das Remis verdient hat. Der Respekt vor dem von Daniel gerne gespielten Petroff veranlasste seinen Gegner, aufs Läuferspiel auszuweichen. Es ergab sich ein schwerblütiger Positionskampf aus dem sich ein vorteilhaftes Endspiel für den Gegner ergab, welches dieser zum Sieg führte. Am Ende stand also ein 5,5:2,5 Sieg zu Buche.

Der Abend wurde traditionell in einem Pub beendet

Der vermeintlich schwerste Teil der Aufgabe war damit erledigt. In der abendlichen Strategiebesprechung entwickelte sich die Idee, dass Roland am Sonntag nicht spielen würde. Wir wollten keinen der Sieger aus der Mannschaft nehmen und Timur gegen das Leipziger Nachwuchstalent antreten lassen. Schon bald nach dem Start am Sonntagmorgen wurde klar, dass der Wettkampf nicht so reibungslos wie am Vortag verlaufen würde. Der Wettkampf wurde durch ein korrektes Remis von Erik eingeleitet. Bei Timur lief beim Übergang von Eröffnung ins Mittelspiel etwas schief und ein Bauer kam abhanden. Sein junger Kontrahent spielte die Partie konsequent zu Ende. Für den Rest des Teams bedeutete dies daher erstmal die Partien am Laufen zu halten und Remisangebote negativ zu bescheiden.

Davon war auch der Autor betroffen. Zum Zeitpunkt der Ablehnung war dies objektiv auch richtig. Allerdings ging es Schritt für Schritt bergab und aus einer guten wurde eine fast verlorene Stellung. Dank gütiger Mithilfe des Gegners, der sich ab Zug 24 in Zeitnot befand, kippte die Partie aber noch vor der Zeitkontrolle komplett. Auch Matthias konnte eine Wendung in seiner Partie herbeiführen und plötzlich sah es wieder gut aus. Sichere Remisen steuerten Carlo und Niklas bei. Gunter setzte seine Siegesserie fort und durchbrach den Leipziger Stonewall. Leider wurde der Kampfgeist von Daniel nicht belohnt, aber angesichts des Mannschaftserfolgs hoffe ich, dass er die Niederlange verschmerzen kann. Knapper Sieg gegen SG Leipzig 2 und somit Platz 3 erfolgreich verteidigt. Ein versöhnliches Ende der Saison!

Ein abschließendes Kurzfazit: nach holprigem Start legten wir am Ende mit 15:1 Punkten einen tollen Endspurt hin. Wir waren besonders gegen die Top-Teams erfolgreich – was natürlich auch daran lag, dass wir in diesen Kämpfen auf Jolanta und Dimitrios zugreifen konnten. Besonders hervorheben möchte ich die Leistungen von Gunter Sandner mit 8,5/11 (Niederlage in Runde 1, danach rollte der Express!), Erik Fischer (ungeschlagen 6,5/10) und Edel-Joker Niklas Linnert (3,5/4). Der Rest spielte
innerhalb der Erwartung eine solide Saison. Nun steht uns das Abenteuer der neustrukturierten dritten Liga bevor.


Knapper Sieg gegen Leipzig

Unspektakulär konnte Team III am vergangenen Sonntag den nun bereits sechsten Sieg in dieser Saison einfahren. Die Ausgangslage gestaltete sich wie im Vorjahr: 8 Plauener Spieler saßen nur 7 Messestädtern gegenüber. Das ist zwar immer wieder ärgerlich, aber eine leichte Besserung zur Saison 2022/23 ist erkennbar. Also: 1:0 durch Michael Fuß, und nun dauerte es mehr als drei Stunden bis zu den nächsten Entscheidungen. Weiter ging es mit den Punkteteilungen von Illia Pivtorak und Daniel Helmrich. Inzwischen hatten sich an verschiedenen Brettern sehr gehaltvolle Stellungen entwickelt – eine Prognose zum Ausgang des Spiels war zu diesem Zeitpunkt schier unmöglich. Während sich die Französisch-Variation von Kyrillus letztendlich zu einer Niederlage entwickelte, konnte ich mit der ersten (!) Schwarzpartie der Saison und dem besseren strategischen Konzept wieder für die Führung sorgen. Schließlich gelang es Mario Tunger mit seiner ersten Weißpartie seit über einem Jahr, die Weichen in Richtung Sieg stellen, denn Maxim Melestean war an diesem Tag auch nicht zu bezwingen. Da machte es dann schon fast gar nichts, dass Marco Schaarschmidt in einer wilden Partie leider nicht die Oberhand behalten konnte.


Mitgliederentwicklung nach Corona

Die Mitgliederanzahl unseres Vereins schrumpfte auf dem Höhepunkt der Krise auf nur noch 85 Mitgliedern, so wie bei vielen anderen Schachvereinen auch. Es kam zum Glück nicht zum Vereinssterben, aber ein ganze Spielebene in Sachsen verschwand, die 2.Bez. Klasse. Es lässt sich erahnen wieviel das Teams waren, wenn es in jeden der drei „SPIELBEZIRKE“ nur jeweils eine Staffel gab. Mittlerweile hat sich die Situation etwas stabilisiert u. im Nachwuchs geht der Trend nach oben.
Es gibt vier Vereine die die 100 Mitgliedermarke überschritten haben. Mit dem Beitritt von Lok Mitte Leipzig zur SG Leipzig ist dort der größte Verein Sachsen entstanden u. hat TU Dresden überholt. Hier einmal die  größten Schachvereine Sachsens:
1. SG Leipzig 185 Mitgl./ 2. TU Dresden 151/ 3. SKK Plauen 119/ 4. Dresden Strießen 104/ 5. GW Dresden 90/ 6. Dresden Leuben 80/ 7. NH Aue 76/ 8. USG Chemnitz 75/ 9. CSC Aufb. Chemnitz 73/ 10. Turm Leipzig 73/ 11. Wilkau Haßlau 60/ 12.Leipzig Lindenau 58/ 13. SC Oberland 58/ 14. SG Görlitz 57/  In den mitgliederstarken Vereinen hat sich durch den Nachwuchs die Situation deutlich verbessert, man erkennt es auch an dem angegeben Durchschschnittsalter der Mitglieder im Portal, Dresden Leuben 29 Jahre, SKK Plauen 28 Jahre, SGL 36 Jahre , TU Dresden 30 Jahre u. dann geht es aber schon rapide abwärts. Übrigens, unsere Heimatstadt Plauen beherbergt 89 Sportvereine mit 10 000 Mitgliedern.


Caissas Geduld am Ende

Nachdem Team 2 über die ganze Saison hin und wieder haarscharf an diversen Punktverlusten vorbeischlitterte, schien am Sonntag Caissas Geduld mit uns endgültig zu Ende zu sein.

Ohne unsere beiden Spitzenbretter traten wir beim Abstiegskandidaten in Markkleeberg an, waren aber dennoch sicher leichter Favorit. In der Tat standen die Weichen auch recht schnell auf Sieg. Nach ca. 3 Stunden hatten wir 3 sichere Schwarzremisen zu Buche stehen. Ferner operierte Marwin Bühring seit geraumer Zeit mit Mehrfigur im Turmendspiel. An allen anderen 4 Brettern hatten wir zum Teil ein deutliches Übergewicht.

Der Rest ist leider schnell erzählt. Ich selbst brachte dann das Kunststück fertig, eine bessere Stellung innerhalb von 5 Zügen in der Zeitnot meiner Gegnerin völlig indisponiert zu ruinieren. Christian brauchte für seine Stellung gefühlt noch etwas kürzer und auch Christof und Florian standen zum Ende der Zeitnotphase plötzlich mehr oder weniger auf Verlust, wenngleich letzterer in der Folge, noch einen halben Punkt retten konnte.

Irgendwie hatte es sich schon länger angekündigt, an diesem Tag, war es dann soweit. Wie es besser geht, zeigt unser Team 3, was nun völlig zurecht vor uns in der Tabelle steht. Hier kann man nur gratulieren.