Sontheim – FIDE-Meister Marc Lang vom Sontheimer Schachklub gelang am Samstag die Sensation: Gleichzeitig spielte er „blind“ gegen 46! Gegner simultan Schach und konnte dabei mehr als die Hälfte der Partien für sich entscheiden. Damit knackt der 41-jährige Programmierer aus dem bayrischen Günzburg den bestehenden Rekord von 1947, als Miguel Najdorf gegen 45 Schachspieler im Blind-Simultan antrat. Das berichtete die BILD heute unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa. Mehr Informationen gibt’s auch in einem Artikel aus der Bietigheimer Zeitung.
Zurück in der Tabellenspitze
Der SK König Plauen hat am Sonntag einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der 2. Schach-Bundesliga gemacht. Die Plauener bezwangen den SC Noris Tarrasch Nürnberg klar mit 6,5:1,5 und kletterten in der Tabelle auf den dritten Platz. Nürnberg bleibt mit 0:6 Zählern Tabellenletzter.
SK König Plauen – SC Noris Tarrasch Nürnberg 6,5:1,5. – So eindeutig, wie es das Ergebnis scheinen lässt, lief der Vergleich im Hotel Alexandra allerdings nicht. Nach etwas zwei Stunden Spielzeit, beim Schach mahlen die Mühlen bekanntermaßen etwas langsamer, war noch nicht abzusehen, welches Team am Ende die Nase vorn haben sollte. Roland Pfretzschner konnte man auf Seiten der Plauener am ehesten einen Vorteil attestieren, dagegen musste Matthias Hörr trotz eines Mehrbauern sehr genau spielen, um die Partie im Gleichgewicht zu halten.
Für die erste Entscheidung des Tages sorgte Sven Schaller am fünften Brett. Er hatte sich mit den schwarzen Steinen gegen Vitalji Promyshlanskiy positionelle Vorteile erarbeitet und diese stetig vergrößert, zudem musste der Gegner sehr viel Bedenkzeit investieren, um einigermaßen den Durchblick zu behalten, letztendlich ohne Erfolg – 1:0 für Plauen. Wenig später legte Jolanta Zawadzka mit ihrem zweiten Sieg im zweiten Spiel nach, die junge Polin bespielte ihren Kontrahenten sehr sicher und souverän. Am achten Brett hatte Thomas Espig eine Leichtfigur und zwei Bauern gegen einen Turm auf dem Brett. Die Bauernmehrheit sorgte für den dritten vollen Plauener Punkt. Dagegen musste sich Großmeister Lutz Espig geschlagen geben, ein Fehlgriff reichte, um Gegner Michael Mischustov zum Sieg zu verhelfen – 3:1.
Roland Pfretzschner dominierte seine Partie von Beginn an, der besseren Stellung folgte ein Mehrbauern, den Pfretzschner dann im Endspiel verwerten konnte. Den noch fehlenden halben Zähler holte Tomasz Markowski am Spitzenbrett. Der polnische Großmeister stand gegen Leonid Milov immer etwas schlechter, sprach am Ende selbst von „großem Glück“, dass es noch zur Punkteteilung reichte. Milov kommentierte die Partie so: „Es war gewonnen, aber ich wusste nicht wie.“
Michael Kuraszkiewicz bleibt nach seinem dritten Sieg der 100-Prozent-Mann im Team des SK König. Und als dann auch noch Matthias Hörr gewann, war der Plauener Kantersieg perfekt. Gegner Oskar Hirn verzichtete darauf, sich seinen Minusbauern zurückzuholen, setzte stattdessen auf einen Angriff gegen den König, aber Hörr zeigte Kämpferherz und verteidigte seine Partie sicher.
Am 11. Dezember steigt das letzte Zweitligaspiel in diesem Jahr. Dann fahren die Plauener zum Tabellenvierten, dem Erfurter SK. (ban)
Die Zweite verliert knapp in Wilkau-Haßlau
Mit einem bitteren 4,5 zu 3,5 musste sich unsere II heute gegen Muldental Wilkau-Haßlau 2 geschlagen geben. Während von den vorderen Brettern wenig Zählbares kam, holten wir an den letzten Brettern eine stattliche Ausbeute von 3 aus 4 Punkten. Vor allem Tobias zeigte bis zum Schluss großen Kampfgeist und gewann verdient im Endspiel.
Erfolgreiches Wochenende
Die III. tat sich bei ihren knappen 4,5-3,5 Sieg gegen Markneukirchen äußerst schwer. Lediglich das Oberhaus konnte mit 3 Punkten überzeugen. Es gewannen Gerbeth, Hernla, Bandt, Franz und Süß remis!
In Cranzahl gelang der IV. eine Überraschung, 6:2 Sieg und wir haben uns die Chancen auf den Klassenerhalt erhalten . Hier gewannen Degenkolb, Böttger, Nguyen Huy Duc, Wagner, Bork / Sandner, Luban remis !
Rekord für die V. = 7,5-0,5 gegen fünf chancenlose Crimmitschauer. Es hätte fast ein 8:0 gegeben, wenn Binh nicht seine Partie zum remis schaukelt. Ein 8:0 hätte uns sowieso niemand geglaubt, somit liegt unser Team nun an der Spitze mit Waldkirchen II. (Lub)
Die II gewinnt hoch gegen SK Fortuna Leipzig 1
Mit einem 7:1 gelingt unserer Zweiten ein toller Sieg gegen die erste Mannschaft von SK Fortuna Leipzig. Damit liegen wir nach der dritten Runde auf dem 3. Platz in der 1. Landesklasse, Staffel B. Am 20. November geht es auswärts gegen Muldental Wilkau-Haßlau 2, die derzeit – nach SF Leipzig Südost 1 – auf dem zweiten Tabellenplatz stehen.
2. Schach-Bundesliga: TSV Bindlach – SK König Plauen 5:3
Der SK König Plauen hat sein Auswärtsspiel der 2. Schach-Bundesliga beim TSV Bindlach mit 3:5 verloren. Damit fielen die Plauener auf den siebten Tabellenplatz zurück.
Der Vergleich stand für den SK König schon vor dem ersten Zug unter keinem guten Stern, da Frauen-Großmeisterin Jolanta Zawadzka kurzfristig absagen und von Christof Beyer ersetzt werden musste. Hoffnung auf ein enges Match machte man sich dennoch, aber die Plauener gerieten schnell in Rückstand. Zunächst büßte Thomas Espig (Brett acht) im taktischen Mittelspielgeplänkel eine Leichtfigur ein. Am zweiten Brett wähnte sich Alexander Graf zu Recht im Vorteil, dann aber führte ein schwerer Fehler des ehemaligen Deutschen Meisters zu großem Nachteil – 2:0 für Bindlach.
Am siebten Brett kämpfte Christof Beyer mit Weiß immer um den ganzen Punkt, stand auch leicht besser, musste aber letztlich doch mit der Punkteteilung zufrieden sein. Gleiches galt auch für Lutz Espig (Brett 3), dessen taktisch geprägte Partie nach einem Generalabtausch zum einem ausgeglichenen Endspiel verflachte – remis.
Am Spitzenbrett duellierte sich Tomasz Markowski mit dem tschechischen Weltklassespieler David Navara. Im Endspiel verlor der Pole in Plauener Reihen einen Bauern und die Partie. Es war die zweite Niederlage für Markowski im zweiten Saisonspiel, nachdem er zuvor in der 2. Liga noch gar nicht verloren hatte.
Damit führte Bindlach mit 4:1. Ganz gelaufen war das Match damit aber noch nicht zu Gunsten des Gastgebers. Michael Kuraszkiewicz kämpfte in nahezu ausgeglichener Stellung noch mit Erfolg um den Sieg, verkürzte auf 2:4. Und in den beiden noch laufenden Partien hatten Sven Schaller und Roland Pfretzschner jeweils leichten Vorteil. Pfretzschner fand jedoch keinen Gewinnweg und musste mit Remis durch Dauerschach zufrieden sein, so dass auch Schaller alle Gewinnversuche einstellte und in die Punkteteilung zum 3:5-Endstand einwilligte.
Am 20. November empfangen die Plauener den SC Noris Tarrasch Nürnberg zum Spiel der dritten Runde – ein ganz wichtiger Vergleich für die Plauener, die sich mit einem Erfolg fürs Erste in sichere Tabellenregionen verabschieden könnten. Im Falle einer weiteren Niederlage gegen das Tabellenschlusslicht droht aber ein langer Kampf um den Klassenerhalt. (ban)
III. / IV. / V. / Team – Licht und Schatten
Die III. wird das genehmigte Nachholespiel am Sonnabend, den 10.12.11 in Reichenbach nachholen. Natürlich gelten dafür die personellen Bedingungen wie zur zweiten Runde – 9.10.11 !
Für die IV. wäre ein Remis schon gut gewesen, aber gegen das verstärkte Team von Waldkirchen I. konnte kein Sieg erspielt werden und so wurde es eine 5,5 . 2,5 Niederlage. Lediglich fünf remis standen auf der
Habenseite, erziehlt durch Luban, P. / Sandner, H. / Bork,St. / Paul, P. / Bühnert, J. .
Unser “ Kindergarten “ erzielte in der zweiten Runde einen weiteren Sieg gegen Zwickau und hält Kontakt zur Tabellenspitze. Die Punkte holten Pekrul, E. , Karl, B. , Hörning,U. , Seyffert, T. . Besonders überzeugen
konnte dabei Uwe Hörning und Tim Seyffert !
Nächste Runde : 06. November 2011
U 20 2. SL. Sieg verschenkt !
Nachdem am Spitzenbrett Nils Süß remisierte und am zweiten Brett Stefan Meyer gewann, konnten Huy Duc sowie Julian Garreis ihre guten Stellungen nicht verwerten.
II siegt 5:3 gegen Schachgemeinschaft Leipzig V
Unter Einsatz des Jokers Johannes, der erst vor kurzem nach zwei Auslandssemestern aus den Staaten zurückgekehrt war, konnte unsere Zweite heute einen schönen Sieg einfahren. Mit leichter Verspätung, mehrere Stufen auf einmal nehmend, schaffte es Johannes noch rechtzeitig ans Brett im Leipziger Sportforum und behielt trotz Zeitnachteil einen kühlen Kopf: Ein ganzer Punkt war der Lohn. Darüber hinaus steuerten Gunter, Matthias und Lion jeweils einen ganzen Zähler bei. Christof und Mathias remisierten.
Plauener Demut in Chemnitz-Rabenstein
Das Chemnitzer Turm-Open 2011 war wieder eines dieser Turniere, bei denen man zähneknirschend feststellen muss, dass das eigene Talent überschaubar ist, während sich Andere sprunghaft oder zumindest stetig weiterentwickelt haben. So ist es gleichermaßen beeindruckend wie inspirierend, dass Spieler wie Jan Friedrich, Kay Schaarschmidt, Christoph Peil und Florian Fuchs in der Phalanx der Titelträger mitspielen können, während man selbst in der Breitensportklasse mühsam um halbe Punkte kämpfen muss.
Christian Hörr erwischte es gleich in Runde 1, als er gegen Anja Hartewig (CSC Aufbau, 1417) erst einen klaren Mehrbauern wieder hergab und dann unsinnigerweise noch in eine Verluststellung geriet. Ausgerechnet kurz vor Schluss versagten der jungen Dame, die später mit einer Performance knapp unter 1900 sogar auf 4 Punkte kam die Nerven und forcierte ladylike nur ein Remis. In der Folge glänzte Christian vor allem mit fehlenden Theoriekenntnissen, hielt den Schaden mit 4 aus 7 noch in Grenzen.
Schlimmer kam es für Tobias Franz, der nach zuletzt guten Ergebnissen seltsam fahrig wirkte. In Runde 7 ließ er sich beispielsweise von Tom Leitner (1307) zweizügig die Dame „wegkombinieren“. Für ihn geht es bei 2,5 aus 7 knapp 50 DWZ-Punkte nach unten.
Matthias Hörr hatte sich als Setzlistenfünfzehnter gute Chancen auf ein weiteres Duell mit einem GM ausgerechnet. Nach 3 aus 4 war er durchaus im Soll, musste dann aber mit Schwarz gegen eben jenen Kay Schaarschmidt aus Wilkau-Haßlau ran, gegen den er schon in der Landesklasse nicht gewinnen konnte. Diesmal behandelte er den Igel so schlecht, dass Schaarschmidt gar nicht anders konnte als scheinbar leicht zu gewinnen. Dass auch Matthias am Ende mit 4,5 aus 7 ganze 20 Punkte im Minus war, zeigt aber auch, auf welchem Niveau er die letzten Monate gespielt hat.
Die Reihenfolge an der Spitze: 1. GM Ivan Ivanisevic (2633), 2. FM Rainer Rösemann (2241), 3. IM Nikolay Milchev (2353), 4. GM Jens-Uwe Maiwald (2418), 5. Christoph Peil (2039).