Team II fehlte halber Brettpunkt zum Klassenerhalt

Dramatisches Ende einer schwierigen Sachsenliga-Saison: In Hainichen kam die II. Mannschaft in Bestbesetzung nicht über ein 4:4 hinaus und muss nun den bitteren Gang zurück in die 1. Landesklasse antreten. Dabei hätte den Plauenern nur ein halber Punkt mehr zum Klassenerhalt gereicht. So wird der rettende 9. Platz aufgrund der besseren Brettpunkte von Großröhrsdorf besetzt – die einzige Mannschaft gegen die man gewinnen konnte. Rückblickend betrachtet war die individuelle Klasse unserer Stammspieler bis auf wenige Ausnahmen einfach nicht gut genug. Ziel sollte aber der sofortige Wiederaufstieg sein.

Auch Team III machte beim 4:4 bei Reichenbrand II keine gute Figur. ML Jochen Bandt war mit 6 aus 7 aber über die gesamte Saison ein leuchtendes Vorbild. Am Ende steht in der Bezirksliga aber nur ein enttäuschender 4. Platz zu Buche.

Die Vierte gewann fulminant mit 7,5:0,5 gegen nur fünf Waldkirchener und überflügelte Tabellenführer Klingenthal sogar noch bei den Brettpunkten. Am Ende ein ordentlicher 2. Platz, der erst durch viele gute Einzelleistungen möglich wurde.

Einen versöhnlichen Saisonabschluss gelang auch der V. Mannschaft mit einem 5,5:2,5 in Crimmitschau. Nächstes Jahr müssen sich die Youngsters aber steigern, um wieder ernsthaft um den Aufstieg mitspielen zu können.


Friedlicher Saisonabschluss

Ein friedliches 4:4-Unentschieden gab es zwischen dem SK König Plauen und dem SV Lok Leipzig-Mitte zum Saisonabschluss in der 2. Schach-Bundesliga, Staffel Ost. Auch in der Tabelle liegen die beiden sächsischen Teams nebeneinander, Plauen wurde Sechster, Leipzig sicherte sich als Siebter den Klassenerhalt.
Die Sorgen, doch noch absteigen zu müssen, lagen vor dem Vergleich auf Seiten der Leipziger, waren aber wohl eher theoretischer Natur. Die Luft war raus aus diesem Sachsenderby, am dritten Brett leiteten Sven Schaller und Thomas Schubert bereits nach wenigen Minuten eine Reihe von sechs Remispartien ein. Gute zwei Stunden später stand es 3:3, am längsten dauerte dabei das Spitzenspiel Viktor Gavrikov gegen Wilfried Wernert.
Zwei Partien waren somit noch offen, und in diesen wurde tatsächlich noch bis zum „bitteren“ Ende gekämpft. Michael Kuraszkiewicz wollte sich gegen Manfred Böhnisch unbedingt für die Niederlage der Vorsaison revanchieren. Und das gelang, so dass die Plauener beim 4:3 erstmals in Führung gingen. Für Kuraszkiewicz war es der vierte Sieg in Folge, er avancierte damit zum Plauener mit dem besten Einzelergebnis. Nur in der Auftaktrunde verlor er eine Partie gegen den Dresdner Großmeister Jens-Uwe Maiwald.
Dass das Match gegen die Messestädter dennoch friedlich enden würde, war zu diesem Zeitpunkt aber dennoch schon abzusehen, weil sich Matthias Hörr gegen Andreas Schultz doch schwer tat und schließlich verlor.
Für die Plauener war es wieder einmal eine ruhige Saison. Der Klassenerhalt war das einzige Ziel der Könige, und das war zeitig erreicht. Neuzugang Alexander Graf war dabei eine wertvolle Stütze, er kam am zweiten Brett fünf Mal zum Einsatz, gewann drei Mal, verlor eine Partie und trennte sich ein Mal remis. Jacek Gdanski spielte zwei Mal, gewann beide Partien. Besonders an den ersten fünf Brettern waren die Plauener doch zu stark aufgestellt, als dass es ein langer Kampf gegen den Abstieg hätte werden können. (ban)


Licht und Schatten bei Nachwuchs-SEM

Mit einer vergleichsweise kleinen Delegation von fünf Talenten nahm der SK König an den diesjährigen Sachsenmeisterschaften der Kinder teil. Während Henriette Jaensch (U10w, 1/7) und besonders Toni Merkel (U14, 1,5/7) auf dem jeweils nur auf vorletzten Platz landeten, gelangen Elisa Hasse (U12w, 4/7, Platz 6), Nils Süß (U16, 4/7, Platz 5) und Stephan Meyer (U18, 4,5/7, Platz 4) kleine Überraschungen.
Eine beklagenswerte Entwicklung ist das zunehmend sinkende Niveau bei den Mädchenturnieren, in denen es sogar kaum noch möglich ist, Rundenturniere zu spielen.


Rang 5 für das Bundesliga-Team

Mit einem 4:4 gegen Lok Leipzig-Mitte hat sich unsere Mannschaft den 5. Platz in der 2. Bundesliga Ost gesichert. Punkt- und torgleich ist auch der SC Forchheim, gegen den die Vogtländer jedoch gewonnen haben. Im abschließenden Wettkampf gingen sechs Partien friedlich zu Ende. Die Niederlage von Matthias Hörr konnte Michael Kuraszkiewicz ausgleichen. Tomasz Markowski, Jacek Gdanski und Alexander Graf waren diesmal nicht am Start.
Beruhigend ist auch die Tatsache, dass der Abstand zu Aufsteiger Aue geringer war als zur Abstiegszone. Wichtig wäre nun noch der Klassenerhalt für die Reserve in der Sachsenliga. Dazu muss man aber am kommenden Sonntag in Hainichen unbedingt gewinnen.


XXVII. Görlitzer Äskulap-Turnier

Das traditionelle Äskulap-Turnier in Görlitz hat auch in diesem Jahr wieder der ukrainische Großmeister Sergej Ovsejewitsch gewonnen. Auf den Plätzen landeten diesmal Robert Rabiega und Gerald Hertneck. In seiner ostsächsischen Heimat blieb Christof Beyer mit 4 aus 7 im Rahmen der Erwartungen. Nils Süß konnte mit 2 Punkten leider nicht an die guten Ergebnisse der letzten Zeit anknüpfen und wird wohl mit einem spürbaren DWZ-Minus leben müssen.


Sieg gegen Forchheim

Es wurde der erhofft entspannte und erfolgreiche Ausflug für die erste Mannschaft des SK König Plauen. Am vorletzten Spieltag der 2. Bundesliga Ost gewannen die Plauener beim SC Forchheim mit 5:3 und festigten damit ihren Platz im vorderen Mittelfeld der Tabelle. Der SK König steht auf dem fünften Platz der Zehnerstaffel, mit nur einem Zähler weniger als der neue Tabellenzweite SK Tarrasch München, aber mit sechs Punkten mehr auf dem Konto als NT Nürnberg auf dem ersten Abstiegsplatz. Eine Runde vor Schluss lässt sich somit aus Plauener Sicht bereits ein überaus positives Saisonfazit ziehen. Durch die Forchheimer Niederlage und dem gleichzeitigen 4:4 des ESV Nickelhütte Aue gegen Lok Leipzig-Mitte stehen die Auer als Staffelsieger fest. Dass die Auer ihr Startrecht in die 1. Bundesliga auch wahrnehmen, ist aber nicht gesichert.
SC Forchheim – SK König Plauen 3:5. – Es waren die Ergebnisse an den Spitzenbrettern, die den Unterschied ausmachten. An den Tischen eins bis fünf holten die Plauener 4,5 Punkte, begünstigt auch dadurch, dass bei der Heimmannschaft Spitzenspieler Michael Prusikin fehlte.
Zu Beginn entwickelte sich das Match nicht zu Gunsten der Plauener, so dass Sven Schaller das erste Remisgebot seines Gegners Alexander Seyb nach Rückfrage bei seinen Mitspielern ablehnen musste. Besonders Roland Pfretzschner war frühzeitig im Nachteil, nachdem ihm bereits in der Eröffnung ein schwerer Fehler unterlaufen war. Seyb zeigte sich aber auch weiterhin nicht kampfeslustig, und sein zweites Friedensangebot nahm Schaller schließlich an.
Michael Kuraszkiewicz hatte ein starkes Läuferpaar als Gegenwert für eine Qualität, manövrierte den gegnerischen König in ein Mattnetz – ein schönes Finale und eine starke Leistung des „Plauener Franken“. Pfretzschner kam indes auch weiterhin überhaupt nicht in seine Partie, sein Nachteil vergrößerte sich und hatte schließlich die Aufgabe zur Folge. Für die erneute Plauener Führung sorgte Lutz Espig, der nach einem ungenauen Zug des Kontrahenten selbst überrascht war, wie schnell er zu einem ganzen Punkt kam – 2,5:1,5.
Am achten Brett hatte sich Thomas Espig mit Nachwuchsspieler Leon Mons auseinanderzusetzen. Espig opferte eine Leichtfigur gegen zwei (relativ schwache) Bauern. Das war fragwürdig, aber letztlich fühlte sich auch sein Gegner wegen seines unsicher dastehenden Königs nicht sicher, so dass er in die Punkteteilung einwilligte. Am Spitzenbrett gewann Tomasz Markowski gegen den tschechischen Großmeister Vlastimil Jansa, wobei hier ein starker Freibauer trotz der noch vorhandenen Schwerfiguren das Spiel dominierte. Plauen führte mit 4:2, damit war der Klassenerhalt schon zu diesem Zeitpunkt gesichert.
Am siebten Brett hatte Christof Beyer Turm gegen Leichtfigur und Bauer, aber wohl keinen Vorteil, weshalb der Gegner ein zwischenzeitliches Remisgebot auch ablehnte. Beim Übergang ins Endspiel gab Beyer seinen kleinen Materialvorteil wieder her, zum Remis reichte es aber dennoch nicht.
Am zweiten Brett hatte sich Alexander Graf, der in der Eröffnungsphase doch sehr beengt stand, wieder befreit, warf im Endspiel seine ganze Routine in die Waagschale und gewann zum 5:3-Endstand.
Am 11. April empfängt Plauen den SV Lok Leipzig-Mitte zum Saisonfinale. Für Plauen geht es dann um nichts mehr, während die Messestädter noch ein 4:4 zum sicheren Klassenerhalt brauchen.S.B.


Ergebnisse 8. Spieltag

Mit einem 5:3 gegen Forchheim hat der SK König Plauen in der 2. Bundesliga noch mal ein Achtungszeichen gesetzt. Tomasz Markowski, Alexander Graf, Lutz Espig und Michael Kuraszkiewicz holten ganzen Punkte, Sven Schaller und Thomas Espig spielten Remis.

Die II. Mannschaft schaffte auch gegen Grün-Weiß Dresden keine Überraschung, obwohl diesmal mehr drin wahr als noch zuletzt bei USV. Mathias Paul und Olaf Hilbig punkteten voll und auch Lion Pfeufer und Christian Hörr hatten bei ihren Unentschieden durchaus Siegchancen.

Beim 6,5:1,5 der Dritten gegen Crimmitschau ist vor allem der Sieg Frank Gerbeths am 1. Brett gegen seinen 400 Punkte schwereren Gegner erwähnenswert. Jochen Bandt jetzt bei bemerkenswerten 6 aus 7.

Die Vierte gewann 4,5:3,5 gegen sieben Bösenbrunner. Bei fünf Remisen war Alterspräsident Lothar Wagner hier einmal mehr der Matchwinner.

Beim 5:3 der V. Mannschaft gegen Reichenbach II musste Elmer Pekrul überraschend sein erstes Remis abgeben. Toni Merkal an 1 wieder mit einem Sieg!


Jacek Gdanski mit 6 aus 11

Die Europameisterschaft der Männer in Rijeka wurde vom jungen russischen Talent Ian Nepomniachtchi souverän mit 9 aus 11 gewonnen (Performance 2868). Auf den Plätzen folgten Baadur Jobava (GEO) und Artyom Timofeev (RUS). Bester Deutscher wurde einmal mehr Arkadij Naiditsch, dessen 7 Punkte jedoch nicht für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft reichten.
Die Plauener Farben vertrat Jacek Gdanski, der ein absolut solides Turnier spielte und mit 6 Punkten (Platz 140) am Ende im Mittelfeld einkam. Der Chemnitzer IM Mathias Womacka erspielte sich trotzer zweier Schlussrundenniederlagen eine GM-Norm.