Nils Süß sensationell Plauener Meister

Eine solche Sensation hat es im Plauener Schach lange nicht gegeben: Nils Süß ist der jüngste Plauener Meister aller Zeiten! In dem 5-rundigen Turnier schlug er sehenswert unter anderem den späteren Zweiten Andreas Götz sowie Nachwuchstrainer Elmer Pekrul. In der Schlussrunde reichte dann ein Remis gegen Peter Luban, der vor Vaceslav Ananev und Jochen Bandt auf Platz 3 einkam.

Obwohl sicher Vieles günstig für ihn lief, ist Nils‘ Erfolg keinesfalls ein Zufallsprodukt. Bereits in der Vergangenheit ließ er hier und da aufhorchen, wenngleich es ihm noch etwas an Konstanz mangelte. Dieser große Wurf katapultiert ihn schlagartig an die 1800 heran, die er nun konsolidieren und selbstverständlich baldmöglichst überspringen sollte. Dann ist er nächstes Jahr sicher ein heißer Kandidat für ein vorderes Brett in der III. Mannschaft.


Guter Start in die Saison

Bei der vierten Mannschaft ist der Auftakt bestens gelaufen. Mit acht Spielern sind wir pünktlich in Lichtentanne eingetroffen. Erstmals ging es über den neuen Zubringer an der Abfahrt Zwickau/West.
Nun zum Eigentlichen. Es ging gleich mit einem kampflosen Punkt für Peter Paul los. Nach kurzer Zeit hatte auch Uli Seyffert seinen Gegner „im Sack“. Die einzig aufregende Stellung hatte Uwe Hörning mit einem Turmopfer für die Initiative.
Nach einem Fehler meines Gegners hatte ich eine Qualität mehr und gewann die Partie. Steffen Bork gelang auch ein überzeugender Sieg. Mit Siegfried Degenkolbs remis war der Mannschaftskampf entschieden. Lars hatte ebenfalls Materialvorteil, der Gewinn war aber erst nach einigen Mühen im Kasten.
Uwe kam mit seinem Angriff nicht durch und verlor. Zu guter letzt spielte noch Lothar Wagner, der sich mit einem remis nicht zufrieden geben wollte und dafür auch belohnt wurde.
Mit 6,5 Punkten stehen wir erst mal an der Tabellenspitze.

Jetzt noch was anderes:

Am Samstag, 11.09.2010 findet in Markneukirchen (Rondell der Musikhalle) das 20-jährige Vereinsjubiläum statt.
Näheres gibt es unter Schach im Vogtland unter http://vogtland-schach.de/


Saisonauftakt im Deutschen Hof

– Die Zweite spielt Unentschieden gegen SV Lok Leipzig Mitte III –

Nach dem Abstieg aus der Sachsenliga startet unsere zweite Mannschaft nun wieder in der 1. Landesklasse durch. Das erste Punktspiel fand heute im „Deutschen Hof“ statt, das nächste Spiel wird wieder im Hotel Alexandra stattfinden.

Die Gäste aus Leipzig kamen mit sieben Spielern, ihr zweites Brett ließen sie frei. Aber auch unser achtes Brett blieb unbesetzt, sodass nur an sechs Brettern gespielt wurde. Nach einer Stunde stand es folglich eins zu eins, Olaf spielte bald darauf am fünften Brett Remis.

Andreas erspielte sich in der Eröffnung Raumvorteil, setzte seinen Gegner massiv unter Druck. Mithilfe einer taktischen Verwicklung konnte er diesem auch eine Leichtfigur abnehmen. Seine Partie schien im Gewinnsinne die aussichtsreichste zu sein.

An Brett eins spielte Lion im Königsindischen eine vorbereitete Variante, setzte aber im Mittelspiel nicht korrekt fort. Sein Gegner konnte dies mit seinem Läuferpaar geschickt ausnutzen und gewann.

Christian spielte mit Schwarz offensiv, gepaart mit taktischen Finessen. Der unrochierte gegnerische König bot seiner aktiven Dame genug Angriffsfläche um die Partie für Plauen zu entscheiden. Genauso stark spielte sein Bruder. Matthias hatte zwar mit einem weißen Freibauer auf c7 zu kämpfen, setzte aber wie Christian dem gegnerischen König gehörig zu. Seinem Dreiergespann aus Dame, Turm und einem quirligen Springer hatte sein Gegner nicht viel entgegenzusetzen.

Christof hatte zwischenzeitlich eine Qualität mehr, musste aber immer am Königsflügel gegnerische Konter abwehren. Er investierte viel Bedenkzeit, zum Sieg reichte das leider nicht. Mit einem Dauerschach besiegelte er die Punkteteilung.

Andreas spielte als letzter und fand sich trotz anfänglichen Figurenvorteils in einem Doppel-Turm-Endspiel wieder. Sein Gegner hatte inzwischen zwei Bauern mehr und nutzte diese zum Sieg.

Zum vier zu vier Endstand trugen Christian und Matthias maßgeblich bei, mit zwei Schwarz-Siegen sind die Hörr-Brüder die verdienten Topscorer des Saisonauftaktes!

Ergebnisse:

1. Pfeufer Lion – Gempe Thomas 0:1

2. Paul Mathias – unbesetzt + –

3. Hörr Matthias – Mühlmann Manfred 1:0

4. Beyer Christof – Mauersberger Frank 1/2

5. Hilbig Olaf – Just Gabriele 1/2

6. Götz Andreas – Dorsch Dieter 0:1

7. Hörr Christian – Steiner Albrecht 1:0

8. unbesetzt – Attig Uwe – +


Geithainer Sommerturnier 2010

Die Zeiten, in denen sich der SK König Plauen beim Sommerturnier im mittelsächsischen Geithain einen Namen machte, sind lange vorbei. 2002 (Stephan Buschmann), 2003 (Tobias Franz) und 2004 (Johannes Titz) gelang immerhin der Sieg im B-Turnier. Nach einer Auszeit von sechs Jahren wollten die Hörr-Brüder in der Provinz Schwung holen für die am Sonntag beginnende Punktspielsaison. Doch was ambitioniert begann, endete in einer großen Enttäuschung. Matthias hielt den Schaden mit 3 aus 5 (DWZ -14) noch einigermaßen im Rahmen, während Christian nur dank der Demontage von Reichenbachs Ulrich Phenn nicht noch weiter an Boden verlor (2 aus 5, -28). Nur wenig Trost spendet die Tatsache, dass aufgrund der knappen Bedenkzeit mehrere Gewinnstellungen verdorben wurden. Spätestens beim Chemnitzer Turm-Open (30.9.–3.10.) soll und wird es dann wieder besser laufen.
Gewonnen hat das A-Turnier übrigens Wolfgang Just (Lok Leipzig-Mitte) vor Peter Müller (Berolina-Mitte) und Tobias Kulke (USG Chemnitz).


Jugend stark in Pardubice

Nun da die neuen Wertzahlen veröffentlicht wurden, ist es Zeit, die Czech Open in Pardubice aus Plauener Sicht auszuwerten. Während die Erwachsenen mehrheitlich damit zu kämpfen hatten, nicht an Boden zu verlieren, trumpfte der Nachwuchs fast schon erwartungsgemäß auf und konnte z.T. beachtliche Zugewinne verbuchen. Christian Böttger hatte bei seinem Debüt sichtlich Spaß und kam ebenfalls mit deutlichem Plus ins Ziel. Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

(A) Lutz Espig, 4,5/9 Pkt., -33
(A) Roland Pfretzschner, 3,5/9, -16
(B) Lion Pfeufer, 5/9, +9
(B) Christof Beyer, 5/9, -23
(B) Mario Tunger, 4,5/9, +17
(B) Christian Hörr, 3,5/9, +1
(B) Peter Luban, 3,5/9, -14
(C) Lars Hernla, 5/9, +13
(C) Jochen Bandt, 4,5/9, +0
(C) Peter Dietzsch, 4/9, -9
(C) Stephan Meyer, 3,5/9, +59
(D) Christian Böttger, 5/9, +52
(D) Peter Paul, 4/9, -17
(D) Lothar Wagner, 4/9, -4
(D) Toni Merkel, 3,5/8, +78
(D) Daniel Hennig, 3,5/9, +109
(D) Julian Garreis, 3/9, +31
(D) Binh Karl, 3/9, +126
(D) Nico Schlosser, 2,5/9, +122
(D) Huy Duc Nguyen Dang, 2/8, +19
(E) Alexander Bandt, 1/8, -30

Beim Kakuro und Wörterfinden sprangen für Christian Hörr dieses Mal übrigens nur zwei fünfte Plätze heraus, da den Organisatoren die Sanktionierung von offensichtlichem Betrug augenscheinlich zu viel Arbeit war.


Neuzugänge

Seit 30.6. kann sich der SK König Plauen über zwei prominente Neuzugänge freuen. In der kommenden Saison werden uns Jolanta Zawadzka und Grzegorz Masternak aus Polen in der 2. Bundesliga unterstützen. Die beiden sollen u.a. das Ausscheiden unseres Vorkämpfers Viktor Gavrikov kompensieren, der aus privaten Gründen nach Estland gezogen ist. Viktor war maßgeblich am Wiederaufstieg der I. Mannschaft in die 2. Bundesliga beteiligt und hat dort am 1. und 2. Brett wertvolle Punkte geholt.

Jolanta ist Jahrgang 1987 und trägt bereits den Titel einer Frauen-Großmeisterin. Mit einer Elo-Zahl von aktuell 2415 liegt sie an 57. Stelle der Frauenweltrangliste. 2004 wurde sie U18-Weltmeisterin und 2006 Polnische Meisterin. Ein ausführliches Porträt findet sich auf ihrer Webseite www.zawadzka.eu.

Grzegorz, Jahrgang 1970, ist Internationaler Meister mit einer Elo-Zahl von momentan 2351.


Heiße Tage in Pardubice stehen bevor

Nun ist es wieder so weit: Das größte Schachereignis in Europa steht vor der Tür. Ab Freitag werden im tschechischen Pardubice wie jedes Jahr mehr als 1500 Teilnehmer in fünf Turnieren um Punkte und internationale Anerkennung kämpfen. Die Ausfälle auf Plauener Seite werden erfreulicherweise durch einige Debütanten kompensiert. Denen (und allen Daheimgebliebenen) sei gesagt, dass es mit Pardubice ist wie mit der Heroinsucht: Der erste Schuss ist kostenlos!
Erstmalig muss unsere Delegation übrigens einen Titel verteidigen: Christian Hörr will wie im Vorjahr im Wörtersuchen gewinnen – auch wenn es zur Siegerehrung wieder nur vergammelten Kaffee gibt. Beim Kakuro und Sudoku soll das Treppchen anvisiert werden.
Voraussichtlich unter http://www.czechopen.net/results/index.php werden die Ergebnisse topaktuell an die Außenwelt kommuniziert.


Chemnitzer Stadtmeisterschaft 2009/10

Am vergangenen Donnerstag ist in Chemnitz die Stadtmeisterschaft zu Ende gegangen. Überlegener Sieger wurde FM Stanislav Azimov von der heimischen USG. Matthias Hörr, der gegen den Turniersieger durchaus Chancen hatte, verpasste durch ein Remis in der Schlussrunde den 2. Platz und musste Ingmar Oltmanns den Vortritt lassen. Erstmals im Preisgeld kam auch Bruder Christian als Wertungsbester mit 5 Punkten ein, der sich dafür bei Dr. Thilo Bocklisch bedanken darf, welcher ihm den dafür nötigen halben Punkt praktisch schenkte.
Das Turnier stand im Schatten des Todes des Titelverteidigers Gerd Lorenz, der am 27. März einem schweren Krebsleiden erlag.


Sächsische Mannschaftsmeisterschaft U 14 m / Anfang Mai

Diese Meisterschaft sollte als Standortbestimmung für Toni Merkel, Daniel Hennig, Huy Duc, Binh Karl und Nico Schlosser genutzt werden. In den vorangegangenen Jahren waren wir als Bezirksmeister oftmals in der Zwischenrunde gescheitert. In diesem Jahr konnten wir als Vorrundenzweiter mit in das Landesfinale ziehen, das viele Üben hatte sich also gelohnt. Gespielt wurde in einen neu erbauten Schülerferienlager in Naunhof bei Leipzig. Auffällig ist, dass von den sechs teilnehmenden Teams vier aus dem Bezirk Dresden und jeweils ein Leipziger und Chemnitzer Vertreter. Mit der Niederlage gegen Dresden Striesen belastet ging es dann gleich gegen den Favorit und späteren Sieger USV TU Dresden, welcher mit seiner Europameisterin Filiz Osmonodia antrat und auch sicher 4:0 gegen uns gewann. Dagegen konnte das Team von BSW Dresden mit 2,5 : 1,5 bezwungen werden. Zwar gab es gegen Chemie Leipzig und TUS Coswig eine 1 : 3 Niederlage, aber diese beiden Teams waren in unserer Reichweite und so wurde es ein 5. Platz. Unser momentanes Leistungsvermögen reicht für eine Platzierung von Platz drei bis fünf. Also es gibt für die neue U 14 mit Toni Merkel, Huy Duc, Tim Seyffert, Nico Schlosser und Daniel Suhr viel Luft nach oben.