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Liebe Meryem,

wir sind alle sehr sehr froh, dass es dir schon wieder gut geht. Denke in Zukunft bitte daran: deine Schutzengel könnten auch mal Urlaub haben oder irgendwie anderweitig beschäftigt sein. Mit den Örtlichkeiten in Willingen bist du ja bestens vertraut, und wir wünschen dir und auch den anderen Starterinnen unseres Vereins viel Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft.

DSM WK G hinter dieser Abkürzung verbirgt sich die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft für Grundschulen. Dort waren wir mit einem Team der Karl-Marx-Schule, welches sich über Regional- und Landesfinale qualifiziert hatte, vertreten. Durchaus mit Hoffnungen auf eine gute Platzierung reisten wir nach Willingen im Sauerland, wo es im Winter Weltcup-Skispringen und im spätem Frühjahr eben einige hochkarätige Schachwettkämpfe gibt.

Unser Team: Luca Drechsler, Theo Winkler, Liano Eske im dezenten blauen Shirt und dahinter Anni Winkler und Meryem Naz Öksüz

Aber schon die ersten drei Runden zeigten, dass es ein zähes Turnier wird. Dem Modus geschuldet, der als erstes Kriterium die Brettpunkte zählte, waren ein knapper Sieg und zwei Unentschieden zu wenig, um aus dem Tabellenmittelfeld heraus zu kommen. Im vierten Durchgang gab es dann sogar die erste Niederlage. Ein deutlicher 3½:½-Sieg im darauf folgenden Spiel sorgte wenigstens dafür, dass wir ab nun immer in der ersten Tabellenhälfte zu finden waren. Auch die beiden nächsten Spiele endeten 2:2, und ein knapper 2½:1½-Erfolg ließen sogar noch auf einen Top10-Platz hoffen.

Konzentration und Optimismus vor der Runde

Leider endete der 2. Wettkampftag mit einem Zwischenfall, der glücklicherweise glimpflich ausging. Die Niederlage in der abschließenden 9. Runde war fast schon Nebensache und bedeutete Platz 19 unter 42 teilnehmenden Mannschaften.

Herzlich bedanken möchten wir uns bei der Sparkasse Vogtland und natürlich bei der Karl-Marx-Schule, insbesondere bei Frau Schneider, für die großzügige Unterstützung, durch die eine Teilnahme erst möglich wurde.


Saisonfazit: Das hat Spaß gemacht!

Team III zum Abschluss mit Kantersieg

Zum Saisonabschluss gegen den Zwickauer SC gibt es nicht viel zu berichten. Offensichtliche Besetzungsprobleme führten zu einer 3:0-Führung, bevor die ersten Züge an den Brettern getätigt wurden. Schnell war auch klar zu erkennen, dass es an den Positionen 7 und 8 nur in Richtung Sieg gehen konnte. Beim Zwischenstand von 4:0, Marwin hatte den ersten regulären Punkt erzielt, ging mein eigenartiges Eröffnungsexperiment mit einer Niederlage zu Ende. Aber Topscorer Mario Tunger stellte den alten Abstand wieder her und konnte sich auch noch über den Matchpunkt freuen. Dann durften wir alle erleben, wie Illia den Gegner mal ohne taktische Finessen, sondern mit feinstem Positionsspiel und Gefühl für das Endspiel in die Knie zwang. Etwas länger dauerte es bei Maxim. Nach komplizierter Eröffnung war ein langwieriges Endspiel entstanden. Neben der Beobachtung dieser interessanten Stellung waren wir nun auch noch damit beschäftigt, die Ergebnisse der anderen Staffel in Erfahrung zu bringen. Nachdem der SC Oberland gegen Dresden gewonnen hatte, machte sich schon fast Aufstiegsstimmung breit. Aber der CSC Aufbau ließ beim Tabellenletzten Großröhrsdorf nichts anbrennen und schaffte es mit einem 6:2-Sieg, an uns vorbei zu ziehen. Schade…! Irgendwann war die Stellung auf Maxims Brett dann doch remis, und wir traten die Heimreise an, immer noch mit der vagen Hoffnung, dass GW Dresden der Sensationsaufstieg in Liga 2 geglückt ist. Aber ein Blick in das Ergebnisportal belehrte uns eines Besseren.

Trotzdem haben wir eine Saison gespielt, die mit Sicherheit zu den allerbesten einer III. Mannschaft des SK König gehört. Auch die standesgemäße Auftaktniederlage gegen Team II weckte mehr Hoffnung, als dass sie Depressionen verursachte. Schon im nächsten Spiel gegen die Roten Rüben wechselten wir in die Erfolgsspur, die bis zum Markleeberg-Spiel hielt. Dann verließ uns das Glück ausgerechnet im Spitzenspiel gegen Taucha, eine durchaus vermeidbare 3:5-Niederlage stand im Ergebnisprotokoll. Mit Siegen in den Runden 7, 8 und 9 ging es dann in der Tabelle bis auf Rang 2 nach oben. Der Unterschied zum Vorjahr war phänomenal, obwohl wir wiederum als Nummer 10 am Start waren. Knappe Niederlagen gab es diesmal keine und alle Siege waren wirklich toll herausgespielt. Den Glücksfaktor bemühten wir am ehesten beim 4½:3½ gegen Glauchau. Und dann hatten wir ja auch den Topscorer, Mario Tunger in unseren Reihen: 7½ aus 9 und das mit sieben Schwarzpartien – einfach sensationell! Auch sonst haben sich die kleinen Umstellungen in der Brettreihenfolge positiv ausgewirkt und der Mannschaft eine fast unheimliche Stabilität verliehen. Unser Newcomer Maxim Melestean hat sich schnell an das Oberhausniveau gewöhnt und mit 4½ aus 8 schon angedeutet, wo die Reise hingeht. Marco Schaarschmidt und Michael Fuß sorgten mit verlässlichen Ergebnissen für eine gute Grundlage in jedem Spiel, und Marwin Bühring war der heißbegehrte Top-Ersatz, dessen Dienste wir uns fünfmal sichern konnten. Bei einer Ausbeute von knapp 80 Prozent in beiden Landesklassenteams bekommt er auf jeden Fall in der kommenden Saison ein Stammbrett.

In der ewigen Saison 2019/2021 gab es schon mal ein Team des SK König, damals in der Bezirksklasse. Zu den Stammkräften beim verlustpunktfreien Aufstieg in die Bezirksliga gehörten damals neben meiner Wenigkeit auch Richard Melitzki, Maxim Melestean und Marwin Bühring. Inzwischen sind wir also drei Spielklassen höher konkurrenzfähig. Auch Nico Rühmer und Kyrillus Akladius werden, da bin ich mir ziemlich sicher, in naher Zukunft den Kader weiter verstärken. Bleibt eigentlich für die kommende Saison nur noch zu klären, wer ist Team II und wer ist Team III?😉


Knapper Sieg gegen Leipzig

Unspektakulär konnte Team III am vergangenen Sonntag den nun bereits sechsten Sieg in dieser Saison einfahren. Die Ausgangslage gestaltete sich wie im Vorjahr: 8 Plauener Spieler saßen nur 7 Messestädtern gegenüber. Das ist zwar immer wieder ärgerlich, aber eine leichte Besserung zur Saison 2022/23 ist erkennbar. Also: 1:0 durch Michael Fuß, und nun dauerte es mehr als drei Stunden bis zu den nächsten Entscheidungen. Weiter ging es mit den Punkteteilungen von Illia Pivtorak und Daniel Helmrich. Inzwischen hatten sich an verschiedenen Brettern sehr gehaltvolle Stellungen entwickelt – eine Prognose zum Ausgang des Spiels war zu diesem Zeitpunkt schier unmöglich. Während sich die Französisch-Variation von Kyrillus letztendlich zu einer Niederlage entwickelte, konnte ich mit der ersten (!) Schwarzpartie der Saison und dem besseren strategischen Konzept wieder für die Führung sorgen. Schließlich gelang es Mario Tunger mit seiner ersten Weißpartie seit über einem Jahr, die Weichen in Richtung Sieg stellen, denn Maxim Melestean war an diesem Tag auch nicht zu bezwingen. Da machte es dann schon fast gar nichts, dass Marco Schaarschmidt in einer wilden Partie leider nicht die Oberhand behalten konnte.


Zurück in der Erfolgsspur

Team III schlägt VfB Leipzig II mit 4½:3½

Nach den vergebenen Chancen im Spitzenspiel der 6. Runde (3:5 gegen die TSG 1861 Taucha) konnte Team III wieder an die stabilen Leistungen der vorangegangenen Vergleiche anknüpfen. Bereits in der Eröffnung sorgte Marwin Bühring für klare Verhältnisse und ließ den Rest der Mannschaft auf einen vollen Zähler hoffen. Dementsprechend folgte ein schnelles Remis von Steffen Bandt, bevor Marwin seinen Sieg in trockene Tücher brachte. Weitere Punkteteilungen an den Brettern 1 und 3 und der nächste Schwarzsieg von Mario Tunger (5½ aus 7 !!!) sorgten für einen beruhigenden Vorsprung. Erst als der Mannschaftskapitän seine Negativserie fortsetzte, wurde es wieder etwas spannend. Aber Tobias Franz und letztendlich Maxim Melestean ließen sich die Butter nicht vom Brot nehmen und sorgten für den 5. Saisonsieg.

Nach dem Klassenerhalt, der Verdopplung der Ausbeute bei den Mannschaftspunkten sind wir zwei Spieltage vor Schluß bei gefühlter 200prozentiger Planerfüllung. Nächstes Saisonziel: Platz 3 in der Abschlußtabelle!


U13-Cup – eine Erfolgsgeschichte

3. Turnier der Saison 2023/24

Wer kann sich noch an den 20. August 1994 erinnern? Das ist ein Stück her, aber durchaus ein historisches Datum. Genau an diesem Tag startete die unendliche Geschichte der U-Cup Turniere. Damals noch als U11-Cup, im Schweizer System und mit immerhin 23 Teilnehmern, davon nur Paul Schulze (VSC Plauen 1952) aus einem anderen Verein. Gewonnen hat die Erstauflage Stephan Buschmann, später mehrmaliger Bezirksmeister und SEM-Teilnehmer, vor so prominenten Namen wie Lion Pfeufer, Etienne Engelhardt und, knapp am „Treppchen“ vorbei, Matthias Hörr. Inzwischen sind fast 30 Jahre ins Land gegangen, der TSV-U11-Cup mutierte irgendwann zum U13-Cup und wird inzwischen in Vierergruppen und Rundensystem ausgetragen.

Den bescheidenen Anfängen folgte eine stetige Aufwärtsentwicklung, und auch das Turnier in Reichenbach unterstreicht das. Im sehr schönen Ratssaal gingen 65 Kinder aus 10 Vereinen und dazu noch 5 vereinslose Spieler an den Start.

Der Blick in die starke Gruppe B: Gruppensieger Antonius Akladius bereitet gerade den ultimativen Gewinnzug 2. Lf4 vor

Für alle Teilnehmer ist natürlich am wichtigsten, Spielpraxis und Turniererfahrung zu sammeln. DWZ-Zuwächse und vielleicht der Cup-Gewinn sind die positiven Nebeneffekte. In der Cupwertung führt übrigens Bui Havy Wieckowicz knapp vor Frida Winkler, aber aufgepasst: jedem Spieler steht ein Streichresultat zu (nur 4 Turniere fließen in die Wertung ein). Turnier Nummer 4 findet am 26. Mai in Zeulenroda statt, am 15. Juni erfolgt der Abschluss in Plauen.

Bedanken möchte ich mich bei all den zahlreichen Helfern vom SC Reichenbach, insbesondere bei Colette Phenn und Sascha Knabe, und natürlich bei allen Eltern für die umfangreichen Betreuungs- und Fahrdienste. Die Gruppenresultate sind unter diesem Link https://chess-results.com/tnr895394.aspx erreichbar.


Erfolgreiches Saisonfinale U16

Aufstieg – Klassenerhalt – Vizemeister

Während Team II im fernen Niederwiesa tapfer und erfolgreich um den Klassenerhalt in der Bezirksliga kämpfte, fand in Plauen ein kleines Schachfestival statt. Neben der kompletten Endrunde der Sachsenliga waren wir auch für die Bezirksklasse U16 Gastgeber. Um der Veranstaltung einen würdigen Rahmen zu geben, fand sie in der Aula des Diesterweg-Gymnasiums statt. An dieser Stelle sei allen gedankt, die bei dieser Veranstaltung bei der Vorbereitung und Durchführung mitgewirkt haben – das war wirklich große Klasse. In diesem Zusammenhang möchte ich auch die fleißigen Kuchenbäcker (ich hab alle Kuchen gekostet!) und Andre Burian lobend erwähnen, die einen umfassenden Imbiss möglich gemacht haben.

Da wusste man wirklich nicht, wo man anfangen sollte …

Los ging alles mit einer Ehrung: Peter Luban bekam für sein jahrzehntelanges, unermüdliches und erfolgreiches Wirken für das Nachwuchsschach in unserem Verein die Goldene Ehrennadel des Sächsischen Schachverbandes überreicht. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!

Dann ging es auch schon mit dem Schachspielen los. Die Bezirksklasse startete pünktlich 9 Uhr, für die Sachsenliga war um 10 vorgesehen – eigentlich. Denn während die einen schon um Punkte kämpften, klingelten die Telefone. Stau auf der A4 zwischen Dresden und Freiberg und deshalb dauerte es bis halb zwölf, als endlich auch die Sachsenliga komplett an den Brettern saß. Bis dahin hatte Team III schon die Hälfte des Weges bis in die Bezirksliga zurückgelegt. 2:2 gegen den unmittelbaren Verfolger CSC II bei deutlich mehr Brettpunkten – das sah gut aus. Als dann im zweiten Spiel ein Sieg folgte, war der Aufstieg perfekt.

Die Aufstiegshelden: Niklas Wiediker, Yannik Schmidt, Luca Drechsler, Theo Winkler
Bald schon in der Sachsenliga aktiv?

In der Sachsenliga war nach der knappen Niederlage in Runde 7 gegen Dauerrivale USV TU Dresden objektiv gesehen alles klar. Oberste Priorität hatte die Absicherung des zweiten Platzes und die damit verbundene (wahrscheinliche) Qualifikation für die DVM 2024. Es ging los mit einem etwas holprigen Unentschieden gegen GW Dresden. Maxim kassierte seine einzige Niederlage im gesamten Saisonverlauf, Timur hatte an Brett 1 einen ebenbürtigen Gegner und Alhassan traute sich bei seinem Debüt in der I. Mannschaft nicht so richtig. Kyrillus sorgte aber mit seinem Sieg für den entscheidenden Zähler für den Vizetitel. Da nun nichts mehr schiefgehen konnte, war das deutliche 4:0 gegen die SG Leipzig kein Problem. Mit seinen 7½ Zählern ist Maxim sogar der absolute Topscorer in der Liga, Timur ist mit 7 aus 9 auch ganz weit vorn. Und auch die anderen müssen sich nicht verstecken: Kyrillus 5½ aus 9, Nico Rühmer 4½ aus 7 und Alhassan Al-Hrisat mit 1½ aus 2 sind ebenfalls wichtige Teamplayer.

Das Team der Schlussrunden: Alhassan, Kyrillus, Timur und Maxim


Weiter in der Erfolgsspur

Team III wieder mit deutlichem Sieg

Langsam ist es wirklich schwer, für die andauernde Siegeswelle von Team III irgendwelche Vergleiche zu finden. Der vierte Sieg in Folge beschert uns einen hervorragenden Stand bei der Planerfüllung, denn der angestrebte Klassenerhalt dürfte mehr als nur in trockenen Tüchern sein.

Die Geschichte vom Sieg gegen die TSG Markleeberg ist schnell erzählt. Der kamplosen Auftaktführung von Maxim folgten einige Remisen (Marco, Micha und Huy) und hin und wieder bauten wir den Vorsprung bis zum uneinholbaren 5½:2½-Sieg aus. Mario Tunger (neuer Team-Topscorer!), Illia Pivtorak und ebenfalls, grundsolide, Richard Melitzki sorgten für ein deutliches Ergebnis. Lediglich der Berichterstatter hatte etwas Mitleid mit dem Gegner und vergab seinen, trotz einer nicht ganz korrekten Opferorgie errungenen, Vorteil mit einem bösartigen Hinsteller.

Nachdem wir unsere Pflicht erfüllt haben, erwartet uns ab dem nächsten Kampf die Kür. Es ist tatsächlich so, wir fahren in der 6. Runde zum Spitzenspiel nach Taucha – und auch dort können wir eine Überraschung nicht ausschließen! 👍


DVM U14 – Keine Steigerung zum Vorjahr

Nun, wenn man mit der gleichen Mannschaft wie im Vorjahr startet, gibt es doch eine gewisse Erwartungshaltung. Aber schon der Blick auf die Setzliste zeigte, dass es wieder ziemlich schwer sein würde, ein paar Plätze weiter vorn anzukommen. Los ging es, wie die DVM 2022 für uns geendet hatte, mit dem Hamburger SK. Hieß es vor einem Jahr noch 0:4, gelang uns diesmal wenigstens ein Ehrenpunkt, Maxim siegte am Spitzenbrett. Nach einem knappen 2½:1½-Sieg gegen die Schachfreunde Tegernheim war alles soweit im Lot, und gegen Untergrombach sollte ein weiterer Sieg den Weg in die obere Tabellenhälfte ebnen. Leider mussten wir uns in diesem richtungsweisenden Kampf mit einem Unentschieden zufrieden geben.

Mannschaftsfoto der DSJ

Was nun folgte, war schon eine kleine Katastrophe. Sowohl gegen die TSG Oberschöneweide als auch gegen den USV Halle wurden großzügig Punkte weg gelassen, und schon fand man sich in bedrohlicher Nähe zum absoluten Tabellenende wieder. Mit einem dürftigen 2:2 gegen Weimar gelang es zwar, den absoluten GAU zu verhindern, aber eine erwartbare Niederlage gegen die SG Porz sorgte auch nicht für eine Verbesserung im Klassement. Neben dem kampferprobten Vierer debütierte im letzten Spiel Antonius Akladius, der bis dahin im Ersatzspieler-Turnier ganz ordentlich unterwegs war, bei einer Deutschen Meisterschaft. Fazit: Lediglich Maxim Melestean konnte die Erwartungen im positiven Sinne übertreffen – 5 aus 7 am Spitzenbrett, zumeist gegen DWZ-stärkere Gegner, sind aller Ehren wert. Für alle anderen gilt, dass sie ihr großes Potential besser nutzen müssen, um auch auf dieser Ebene erfolgreicher zu sein.

Der Stammvierer: Maxim Melestean, Kyrillus Akladius, Nico Rühmer, Pepe da Costa Silva

Souverän zum Bezirksmeistertitel

U14 mit großem Vorsprung auf Platz 1

DWZ-Zahlen sind eben doch nicht die ganze Wahrheit, denn in der Setzliste vor Turnierbeginn fanden wir uns als Nr. 2. Wesentlich ausgeglichener präsentierte sich USG Chemnitz, die fast 100 Punkte mehr zu Buche stehen hatten. Da hatten wir „nur“ eine clevere Aufstellung, immense Kampfkraft und natürlich auch schachliches Können in die Waagschale zu werfen. Am ersten kompletten Wettkampf folgten dann auch die drei erwarteten Siege gegen Aue, den CSC Aufbau und den SV Markneukirchen. Und dann gab es da noch eine Riesenüberraschung: In der Besetzung Alhassan Al-Hrisat, Niklas Wiediker, Theo Winkler und Ben Grasse konnte unsere II. Mannschaft mit 2½:1½ gegen USG Chemnitz I gewinnen. Das war für Team I natürlich eine große Hilfe, führte man doch nun die Tabelle als alleiniger Spitzenreiter an. Am Sonntag folgte dann die Kür, einem ungefährdeten Sieg gegen USG II folgte das Duell gegen die I. Mannschaft der Chemnitzer. Garanten für das Unentschieden waren unsere Topscorer Maxim Melestean und Frida Winkler. Mit ihren Siegen sicherten sie das wichtige Unentschieden. Antonius Akladius hätte fast noch für den absoluten Matchpunkt sorgen können, verlor aber unglücklich. Den entscheidenden Punkt für den Bezirksmeistertitel holte er aber eine Runde später gegen Reichenbach doch. Eines klares 4:0 in diesem innervogtländischen Vergleich rundete das überaus gelungene Wettkampfwochenende ab. Neben den Goldmedaillen gewannen Maxim (Brett 1 6½/7) und Frida (Brett 3 7/7!!!) noch jeweils einen Preis als Brettbeste. Weiter geht es für die U14 im April, wenn wir als Vorrundengastgeber unseren Heimvorteil hoffentlich mit der Qualifikation für die Endrunde veredeln können.

Bezirksmeister U14: Maxim Melestean, Pepe Da Costa Silva, Antonius Akladius, Alhassan Al-Hrisat
Foto: Stephanie Akladius

Toll gekämpft hat auch die II. Mannschaft, ein echtes Perspektivteam. Zumeist mit jüngeren Spielern besetzt, wurden 4 Mannschaftspunkte erspielt und, wie bereits erwähnt, auch eine Superunterstützung für Team I. Herausragend natürlich Niklas Wiediker – am 2.Brett 5 Punkte sind aller Ehren wert und dürfte seine DWZ nahe an die 1300 katapultieren. Vielen Dank auch an alle Eltern für die unermüdlichen Fahrdienste und Unterstützung. Frohe Weihnachten und Guten Rutsch!


Vogtländischer VIZE-Herbstmeister

Team III sorgt weiterhin für Überraschungen

Da sitze ich hier an meinem Computer und kann mich an der Tabelle der 1. Landesklasse nicht satt sehen. Immer wieder traue ich meinen Augen nicht, aber es scheint wahr zu sein: Team III liegt auf Platz 2 und das immerhin mit dem gewaltigen Vorsprung eines halben Brettpunktes vor Team II. Wie es dazu kam, ist einfach erzählt, schließlich mussten wir ja „nur“ etwas höher gewinnen als die Zweite.

Allerdings waren die Aussichten auf diesen Coup im Vorfeld nicht allzu groß, schließlich spielte die nominelle Nummer 10 gegen die Nummer 1 der Liga (nach DWZ). Also lautete die Ansetzung vom Prinzip her Bayern München gegen den SV Darmstadt 98, wobei wir natürlich lieber der FC Saarbrücken (siehe auch Resultate DFB-Pokal 2.Runde) sein wollten. Ergebnistechnisch ging es gleich zur Sache. Der Neuschnee war noch nicht von den Schuhen getaut, da gab es am 5. Brett schon eine Punkteteilung: Bandt – Schulz, P. remis. Jetzt dauerte es wesentlich länger, bis die nächste Eintragung im Spielberichtsbogen folgte. Aber es war auch das logischste Ergebnis, denn am Spitzenbrett gab es den Klassiker Schaarschmidt gegen Schaarschmidt und der endete, wie kann es anders sein, natürlich ebenfalls unentschieden. Während sich viele Partien höchst interessant entwickelten, gab es bei Kyrillus ein bösen Erwachen. Anstatt den ziemlich sicheren Remishafen anzusteuern, wählte er die „Krawallvariante“, und musste nach einem taktischen Schlag des Gegners seine Bemühungen einstellen. Wilkau führte nun sogar 2:1, was sich aber ändern sollte – ziemlich schnell sogar. Für den Ausgleich sorgte Mario Tunger, bereits sein dritter Sieg in Folge. Und dann war Illia dran, wie immer spektakulär: Opfer auf f7 in eigener Zeitnot und dann im Stil von Michail Tal. Ob alles zu 100 Prozent korrekt war, werden die aufwendigen Analysen der nächsten Monate zeigen. Am 2. Brett bewies nun Maxim Melestean, das er den Anforderungen in der 1. Landesklasse längst gewachsen ist. Mal ausnahmsweise mit einer anderen Eröffnung unterwegs, musste er sich auch noch einer Gambitvariante erwehren. Diese Herausforderung hat er clever gemeistert, sensationelle 4 Punkte waren nun schon auf dem Mannschaftskonto. Ein Blick auf die beiden verbliebenen Partien ließ nichts gutes erahnen – für die Wilkauer. Der neue U18-Vogtlandmeister, Marwin Bühring, bestätigte seine gute Form und durfte sich als Matchwinner feiern lassen. Der Zwischenstand von 5:2 führte schließlich zu einer sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen am 4. Brett zwischen Ralph Schürer und Michael Fuß – remis.

5½:2½ – Das ist natürlich ein Traumergebnis und beschert uns neben dem, in der Überschrift erwähnten, inoffiziellen Titel weiterhin ein gutes Gefühl im Abstiegskampf. Ein Blick auf die heutigen Resultate beweist das, denn alle Mannschaften haben inzwischen gepunktet und keiner ist total abgeschlagen. Es bleibt spannend und schon das nächste Spiel ist immens wichtig. Und vielleicht können wir ja der II. beim aufsteigen helfen… (Wir müssen ja nicht alles selber machen!😊)