Erneute Niederlage für die zweite Mannschaft

Beim Auswärtsspiel bei Leipzig Gohlis II reichte es für die Zweite wieder nicht zu einem Punktgewinn. Trotz einer sehr guten Leistung stand am Ende eine 3,5:4,5 Niederlage.
Für die fehlenden Roland Pfretzschner und Christof Beyer kam Etienne Engelhardt zu seinem ersten Saisoneinsatz und Tobias Franz feierte sogar sein Debüt in der Sachsenliga.
Die Anfangsphase verlief diesmal wesentlich ausgeglichener als im letzten Spiel. An Brett 6 und 7 steuerten Etienne Engelhardt und Christian Hörr bereits im Mittelspiel in den Remishafen. Auch Sergej Lozovoy erreichte eine Punkteteilung. Einen starken Einstand feierte Tobias Franz. Trotz eines 400 DWZ-Punkte-Handicaps konnte er seinem Gegner die Stirn bieten und mit einem Mehrbauer in ein sicheres Remis einwilligen. Kurz darauf brachte Mathias Paul, der die Zeitnot seines Kontrahenten clever ausnutze, sogar die zwischenzeitliche Führung. Diese währte allerdings nicht lange. Andreas Götz stellte in leicht besserer Stellung die Qualität ein, was wenig später zur Niederlage führte. An Brett eins riskierte Lion Pfeufer etwas zu viel. Den dadurch entstandenen Nachteil konnte er nicht mehr kompensieren, im Endspiel ließ sich auch kein rettendes Dauerschach mehr finden. Matthias Hörr kämpfte an Brett 2 noch um den vollen Punkt, jedoch konnte er das Dauerschach seines Gegners nicht verhindern, was ihm eine Punkteteilung und der zweiten Mannschaft eine knappe 3,5:4,5 Niederlage brachte.
Trotz einer sehr guten Leistung steht am Ende die dritte Niederlage im dritten Spiel in der Sachsenliga. Das nächste Duell gegen Großröhrsdorf am 13.12. kann schon eine kleine Vorentscheidung im Kampf um den Verbleib in der Sachsenliga bringen.


Christof Beyer bestimmt, in welche Richtung es geht

Dass auch die „Ergänzungsspieler“ des Plauener Kaders gut Schach spielen können, zeigte einmal mehr Christof Beyer, der mit den weißen Steinen auf Fide-Meister Thomas Martin traf. Zwar durchkreuzte der Nürnberger die Eröffnungsvorbereitung des Plaueners, dennoch war es Beyer, der die Richtung der Partie bestimmte. Nach 33 Zügen hatte Beyer die Stellung seines Kontrahenten zerlegt – 1:0 für Plauen.
Eine ruhige Partie gab es am Spitzenbrett zwischen den beiden Großmeistern Leonid Milov (Nürnberg) und Tomasz Markowski, zu Recht wurde der Punkt geteilt. Ebenso am zweiten Brett, wo Plauens Neuzugang Alexander Graf gegen Fide-Meister Michael Michustov schlecht stand. Der Nürnberger willigte wohl eher aus Ehrfurcht vor dem ehemaligen Deutschen Meister in das Unentschieden ein. Und auch die Partie am vierten Brett fand keinen Sieger. Hier ließ es Sven Schaller nach seiner schlimmen Niederlage gegen den TSV Bindlach diesmal ruhiger angehen. Großmeister Lutz Espig (Brett 3) hatte es derweil mit Talent Florian Wagner zu tun. Im Endspiel zeigte Espig dann Klasse, ein herrlicher Bauernzug legte den Grundstein für einen letztlich sicheren Sieg.
Den Mannschaftssieg perfekt machte Roland Pfretzschner (Brett 6), dessen Position zwischenzeitlich bedenklich aussah. Irgendwann war aber der gegnerische Angriff verpufft und im Endspiel behielt Pfretzschner mit einem Mehrbauern das bessere Ende für sich.
Auch die beiden noch offenen Partien hatten einiges an Spannung zu bieten. Thomas Espig (8. Brett) verteidigte sich erfolgreich gegen die Angriffe von Reiner Heimrath, eine dreimalige Zugwiederholung im Endspiel sorgte für das Remis. Am fünften Brett war es mit Michael Kuraszkiewicz der Plauener, der anfangs „die Musik“ machte, ohne dabei allerdings viel Vorteil zu erreichen. Ein Remisgebot des Gegners lehnte der Plauener ab, später wurde es dann sogar noch einmal brenzlig. Im Endspiel stand sie dann aber doch, die Punkteteilung zum 5,5:2,5-Endstand aus Plauener Sicht.
An der Tabellenspitze zog Aue mit einem 5,5:2,5-Erfolg beim SK Tarrasch München an Dresden vorbei. Plauen ist mit 4:2 Zählern Fünfter, hat drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.
Am 13. Dezember empfangen die Plauener die viertplatzierten Münchener.


Punktspiele – 3. Runde

Mit einem 5,5:2,5-Sieg bei Noris Tarrasch Nürnberg hat sich unser Team in der 2. Bundesliga vorerst im Mittelfeld etabliert. Bei fünf Remisen waren es Lutz Espig, Roland Pfretzschner und der im zweiten Frühling befindliche Christof Beyer, die den Sieg unter Dach und Fach brachten.

In der Sachsenliga konnte im Leipziger Sportforum nur Mathias Paul für den SK König voll punkten. Gegen die Gohliser Reserve unterlag das Team unglücklich mit 3,5:4,5. Wenigstens die Partien von Lion Pfeufer, Matthias Hörr und Tobias Franz waren eher vorteilhaft für Plauen gewesen und so muss das Oktett weiter auf die ersten Mannschaftspunkte warten.

Team III gewann gegen sieben Reichenbacher mit 6:2. Jochen Bandt hier bereits mit dem dritten Sieg in Folge. Kompromisslos siegte auch die Vierte gegen Wilkau-Haßlau IV mit 6,5:1,5. Christian Böttger schaffte damit auch endlich seinen ersten Einzelsieg nach seinem Comeback. Die Fünfte kam in Lichtenstein zu einem 4:4. Elmer Pekrul, früher erster Remiskönig in Plauen liegt mittlerweile bei 3 aus 3.


Tabellenplatz gesichert

Zum heutigen Punktspiel gibt es nicht so viel zu sagen. Wir waren in fast Stammbesetzung und Wilkau-Haßlau musste mit fünf Ersatzspielern antreten. Mit diesem Problem haben wir in der Vergangenheit auch schon oft leben müssen.
Nach nicht allzu langer Spielzeit holten wir zwei Siege und zwei Remisen durch Seyffert, Bühnert, Hörning und Hernla. Wenig später siegten Bork und Wagner sowie Böttger.
Alle hatten bessere Stellungen außer mir. Ich versuchte einen Freibauern aufzuhalten. Mit etwas Glück ist es gelungen und die Partie endete remis.


Nachtrag zur 2. Bundesliga

Jetzt kommt der Bericht zum Sieg der ersten Mannschaft aus dem Vogtland-Anzeiger vom 17. November 2009.

„Es war schon wieder eine geballte Ladung internationaler Spitzenklasse, die sich am Sonntag im Plauener Hotel Alexandra zum zweiten Spieltag in der 2. Schach-Bundesliga Ost versammelte. Sechs Internatinale Großmeister waren beim Match SK König Plauen gegen den TSV Bindlach dabei, fünf davon auf Seiten der Gastgeber. Die wollten mit aller Macht den ersten Saisonerfolg einfahren, was nach durchwachsenem Start schließlich auch glückte. Nach einem zwischenzeitlichen 1,5:2,5-Rückstand gewannen die Plauener noch mit 5,5:2,5 und verbesserten sich in der Tabelle auf den sechsten Platz. Bindlach ist nach seiner zweiten Saisonniederlage zusammen mit Leipzig-Gohlis Letzter, wird allerdings nicht lange so weit unten im Klassement stehen, dafür ist die Mannschaft einfach zu stark.
Beide Teams gingen jeweils nahezu in Bestbesetzung in den Vergleich. Die Partie am dritten Brett zwischen Victor Gavrikov (Plauen) und dem Tschechen Petr Neuman endete ebenso recht schnell remis wie die am siebten Brett zwischen Michael Kuraszkiewicz und Jürgen Delitzsch. Hier war der Plauener nach ungünstigem Partiestart sehr zufrieden. Zu diesem Zeitpunkt sah es noch lange nicht nach einem klaren Plauener Erfolg aus. Am Spitzenbrett stand Tomasz Markowski im Duell der Großmeister gegen Roman Slobodjan wohl etwas schlechter, allerdings hatte der Bindlacher wie eigentlich immer Probleme mit der Zeit, was vielleicht ein Grund dafür war, dass er in die Punkteteilung einwilligte. Als sich die Lage an den meisten der fünf übrigen Bretter zu Gunsten der Plauener veränderte, geriet der SK König dennoch in Rückstand. Sven Schaller (Brett 6) hatte mit Weiß doch einige Mühe, seine Partie halbwegs im Gleichgewicht zu halten. Mit einem materiellen Opfer (Turm gegen Leichtfigur) leitete Gegner Andreas Wetscherek die Niederlage von Schaller ein, damit führten die Gäste mit 2,5:1,5 Punkten.
Aber dann kam die Stunde der Plauener Großmeister. Jacek Gdanski (Brett 4) verbesserte seine Stellung gegen Pavel Cech nach und nach, fand schließlich ein gewonnenes Endspiel vor. Lutz Espig brachte den SK König dann endgültig auf den richtigen Weg, kämpfte sich in schwieriger Lage in die Partie, und als Gegner Alexander Opitz einige Züge lang schwächelte, kippte das Match zu Gunsten des dienstältesten Großmeisters auf Seiten der Plauener.
Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Plauens Debütant Alexander Graf. Der ehemalige Deutsche Einzelmeister manövrierte seinen Kontrahenten Axel Heinz sehenswert aus – 4,5:2,5. Schließlich wurde am achten Brett auch noch Roland Pfretzschner dafür belohnt, dass er die gesamte Partie über bestimmt hatte, was geschieht.
Der SK König Plauen hat sich mit diesem Sieg eine gute Ausgangsposition im Kampf gegen den Abstieg verschafft, liegt mit ausgeglichenem Punktekonto (2:2) auf Rang sechs. Dahinter liegen gleich vier Teams mit 0:4 Zählern. Am 29. November treten die Plauener bei Noris-Tarrasch Nürnberg an, der mit ebenfalls 2:2 Punkten auf dem fünften Platz steht. S.B.“


U 16 – Sachsenliga

Der 3. und 4. Spieltag brachte für unser junges Sachsenligateam eine krasse Niederlage und ein überraschendes Remis. Gegen CS Chemnitz verlor man 0:4 und gegen den Favoriten TU Dresden gelang ein 2:2. Hierbei glänzten Nils Süß und Binh Karl mit eindrucksvollen Siegen. Dadurch können wir weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Das 2.Team siegte in der Bezirksklasse zweimal in Schwarzenberg mit 2,5 : 1,5 Punkten. Hier konnte Tim Seyffert mit 2 Siegen glänzen. Herr Zimmermann fungierte erstmals als Betreuer und erreichte damit einen guten Einstand.


Nächste Niederlage in der Sachsenliga

In der zweiten Runde gab es für die Zweite gegen die Spielvereinigung Ebersbach die nächste Saisonniederlage. Daran konnte auch der erste Einsatz von Roland Pfretzschner und Mathias Paul nichts ändern.
Für kleine Verwirrung sorgte am Anfang, dass trotz des Fehlens von Christof Beyer gern neun Plauener den Mannschaftskampf begonnen hätten. Auf eine Besetzung wurde sich jedoch schnell geeinigt, so dass der Mannschaftsleiter seine eigentlichen Aufgaben voll und ganz wahrnehmen konnte.
Der Beginn verlief alles andere als optimal. Mathias Paul geriet schnell in Nachteil und hatte seinem Gegner im Endspiel nichts mehr entgegenzusetzen. Für den überraschenden Ausgleich sorgte Andreas Götz, der mit Springer und Dame den gegnerischen König aus seiner Festung lockte und sich so den einzigen Sieg der Plauener an diesem Tag sichern konnte. Nach den Remisen von Christian Hörr und Olaf Hilbig zum zwischenzeitlichen 2:2 sollte sich das Blatt endgültig zu Gunsten der Ebersbacher wenden. Sergej Lozovoy und Roland Pfretzschner erreichten beide nur nachteilige Turmendspiele, in denen sie sich ihren Gegnern geschlagen geben mussten. Auch an Brett zwei und drei zeichnete sich für Lion Pfeufer und Matthias Hörr ein ähnliches Schicksal ab. Beide konnten jedoch die Niederlage abwenden und sich in fast identischen Schlussstellungen mit König gegen König/Bauer immerhin über einen halben Punkt freuen.
Das 3:5 gegen Ebersbach bedeutet die zweite Saisonniederlage für die zweite Mannschaft. Jetzt müssen in den nächsten Spielen gegen Gohlis II und Großröhrsdorf die ersten Punkte eingefahren werden, um nicht die ganze Saison am Ende der Tabelle zu verbringen.


Ergebnis umgekehrt

Mit dem Vorhaben endlich Punkte zu holen, waren zeitige Remisen möglichst zu vermeiden (siehe Runde 1). So wurde ein Remisgebot an Peter Dietzsch von ihm abgelehnt. Wie sich später herausstellte, lag er damit total richtig.
Nun der Reihe nach.
Zuerst gelang es Joachim Bühnert zu gewinnen. Als nächster spielte Peter Paul remis. So lagen wir vorn, aber Uwe Hörning hatte es nicht einfach gegen Ulrich Rehm und es kam zum Ausgleich (1,5:1,5). Nach einiger Zeit gab es weitere Remisen durch Steffen Bork und Christian Böttger. Da war nicht mehr zu holen.
Inzwischen hatte Peter Dietzsch eine Figur mehr auf dem Brett, was dann auch zum Sieg führte. Wir lagen wieder vorn. Lothar Wagner und ich hatten einen Bauern mehr. Während meiner wieder verloren ging, konnte Lothar seine Partie weiter ausbauen. Mir kam jetzt ein Unentschieden zum Mannschaftspunkt sehr gelegen. Kurz darauf gewann Lothar.
So hatten wir das Ergebnis vom letzten Jahr umgekehrt.

Heike Sandner


Punktspiele – 2. Runde

In der Sachsenliga, wie sollte es anders sein, weht weiter ein kräftiger Gegenwind. Auch gegen Ebersbach verlor die II. Mannschaft mehr oder weniger chancenlos mit 3:5. Den einzigen Sieg, wenn in der Entstehung auch überaus glücklich, erzielte wieder einmal Andreas Götz. Von den Remispartien (Pfeufer, Hilbig, 2x Hörr) war die von Christian Hörr noch die aussichtsreichste, die beiden Schwerfigurenendspiele von Lion und Matthias wurden jedoch mit Minusbauern sehenswert gehalten.

Auch Team III kam mit 3:5 unter die Räder. Gegen stark besetzte Auer kamen Jochen Bandt und Peter Coburger zu ganzen, Frank Gerbeth und Daniel Butzke zu halben Punkten.

Die Vierte war gegen Treuen erfolgreich, Endergebnis auch hier 5:3. Matchwinner waren hier Peter Dietzsch, Joachim Bühnert und der immer wieder bemerkenswerte Lothar Wagner.

Kurios ging es bei der Fünften in der 2. Bezirksklasse zu. Nachdem man in der Extrarunde durch ein Versehen nicht angetreten war, gab es diesmal ein 8:0 auf der Habenseite. Waldkirchen III trat nur zu sechst an, ließ aber auch noch die falschen Bretter unbesetzt und so kamen auch die Nachwuchsrecken Huy Duc Nguyen Dang, Tim Seyffert und Daniel Suhr zu ihren ersten Siegen.