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5. Chessfestival Innsbruck Tag 2 und 3

Der Sonntag in Innsbruck war erwartungsgemäß anstrengend, da die gefürchtete Doppelrunde gespielt werden musste. In der Vormittagsrunde konnte Daniel seine Niederlage vom Vortag direkt mit einem Sieg kontern.
Matthias versuchte selbiges Kunststück mit den schwarzen Steinen, musste jedoch letztlich das Remis durch Dauerschach akzeptieren. Mister Wong und Erik konnten ebenfalls halbe Punkte zur Zimmerwertung beitragen. Simon musste sich IM Fedorovsky geschlagen geben. Christof musste knapp sechs Stunden spielen und schlussendlich wäre fast die 50-Züge-Regel bemüht wurden. Nun gab es ein kleines Mittagessen, bevor 16:30 Uhr die Nachmittagsrunde startete.

Christof mit Weiß bot seinem nominell stärkeren Gegner nach der Eröffnung Remis, welches dieser auch annahm. Fast ebenso schnell konnte Mister Wong seinen Gegner IM Baenziger von einer Punkteteilung überzeugen. Als Nächster konnte Simon seine Partie mit einem sauberen Sieg beenden, die Damenmanöver seines Gegners hatte er sehenswert mit einer kleinen Taktik bestraft und anschließend das ungleiche Material zu seinem Vorteil verwertet.
Wesentlich länger mussten die weiteren Plauner spielen. Daniel musste sich schlussendlich gegen FM Bauer geschlagen geben. Bei Matthias sah es zwischenzeitlich unschön aus, aber schlussendlich verlor sein Gegner die Nerven und stellte die Partie im Endspiel dann noch komplett ein. Ebenso die Nerven verloren hatte Erik mit den schwarzen Steinen, nachdem sein junger Gegner aus Österreich die Punkteteilung kurz nach der Eröffnung in bereits schlechterer Stellung unmotiviert abgelehnt hatte, kippte die Partie immer deutlicher in Eriks Richtung, aber die Scheu vor konkreten Varianten brachte General Zeit auf den Plan und nach fünf Stunden fand der Gegner noch eine hübsche Taktik, welche ihm doch noch ein Remis durch Dauerschach sicherte.

Die gestrige Runde vier brachte mehr oder weniger souveräne Punkteteilungen für Daniel, Simon, Erik und Christof. Während Mister Wong schon alle bekannten Kampfkünste gegen FM Joachim Wallner aufs Brett bringen musste um den halben Punkt abzuknabbern. Selbiges gelang Matthias mit Schwarz gegen FM Volker Seifert leider nicht.

I can’t dance
Blick auf die Bergisel Sprungschanze
Blick auf die Triumphpforte

5. Chessfestival Innsbruck Tag 1

Nach langer Zeit endlich mal wieder ein großes Schachturnier im Ausland. Diesmal nicht im Juli in Pardubice, sondern zur Abwechslung im August am Goldenen Dachl.
Mit dabei sind Daniel Zähringer, Matthias Hörr, Simon Burian, Christof Beyer, Erik Fischer und Gengchun „Mister“ Wong (USV TU Dresden).

Die Anreise verlief nach hektischem Start ganz solide, das Bier schmeckt und auch die Unterkunft kann diesmal nur gelobt werden.

CB: „Da hat die Gans den Fuchs geholt.“
Mister Wong (19): „Geil, dann hab ich ja noch den U18-Faktor.“

Schach gespielt wurde natürlich auch, wobei alle genannten Patzer im Unterhaus starten durften und in der ersten Runde zumindest nominell nur Außenseiterchancen hatten. Nichtdestotrotz gab es einige kleine Überraschungen. Mister Wong konnte seine Partie überraschend schnell
durch einen kleinen Trick im frühen Mittelspiel gewinnen. Erik baute sich mit Schwarz ganz solide auf, was auch sein Gegner noch vor der Zeitkotrolle akzeptierte und ins Remis einwilligte. Etwas länger musste Simon die Verteidigungsfähigkeit seiner Stellung nachweisen, was ihm schlussendlich jedoch ebenso einen halben Punkt einbrachte. Matthias, Christof und Daniel mussten gegen starke Gegnerschaft Niederlagen vermelden und wollen in der morgigen Doppelrunde wieder angreifen.

Mister Wong: „Ich hatte das Rindsbeef“


Sachseneinzelmeisterschaft U14, U16 und U18

Vom 02. bis 04.Juli 2021 fand der erste Teil der diesjährigen Sachseneinzelmeisterschaften der Jugend statt, zuerst waren die höheren Altersklassen dran, bevor am kommenden Wochenende die Altersklassen U8, U10 und U12 ausgespielt werden. Die Teilnehmer wurden durch die Spielbezirke nominiert, dies wurde in Chemnitz über die DWZ getan. Unser Verein wurde durch Simon Burian, Illia Pivtorak (beide U18), Florian Elstner (U16) und Timur Melestean (U14) vertreten.

Der Zeitplan war unglaublich hart für die Spieler, an den drei Tagen wurden sechs Runden mit Bedenkzeit 75min + 15min (ohne Inkrement) gespielt. Nach der Anreise und dem Abendessen am Freitag gab es direkt die erste Runde, am Samstag dann vormittags Runde zwei, gefolgt von den Runden drei und vier am Nachmittag. Zum Sonntag dann vormittags und nachmittags jeweils eine Runde als Abschluss. Ausdauer war dementsprechend fast genauso wertvoll, wie die eigentliche Spielstärke.

U18:
Hier gab es leider eine ungerade Teilnehmerzahl, wodurch sechs der neun Teilnehmer einmal spielfrei hatten. Simon konnte einen super Start hinlegen, zwei Siege gegen nominell schwächere Gegner, gefolgt von einem Sieg gegen den an Startplatz eins gesetzten Christoph Dahl (DWZ 2206). Illia hatte den erwartet schweren Stand, konnte sich jedoch nach seiner Auftaktniederlage mit einem Remis gegen Kasimir Lieberwirth (2146) sofort eindrucksvoll zurückmelden. Nach einem Sieg in Runde drei, gab es eine Runde Pause (spielfrei) gefolgt von zwei Niederlagen, aus welchem sicherlich einiges gelernt wurde. Insgesamt demnach 1,5 aus 5 mit einer DWZ-Performance von 1785 gegen starke Gegnerschaft.
Bei Simon gab es in der vierten Runde einen ersten Dämpfer gegen Felix Schletter (1845), nach einem Bauernverlust in der Eröffnung zog Simon den Wertzahljoker und rettete zumindest einen halben Punkt. Die Runden fünf und sechs remisierte er gegen Kasimir und Mika Hassemeier (1988).

Die Abschlusstabelle gab nun so manches Rätsel auf, wie kommen die Buchholzzahlen bei Simon und Kasimir zustande?

Unsere Recherche erläuterte uns zumindest, wie eine spielfreie Partie in die eigene Buchholz eingeht, es wird ein virtueller Gegner eingeführt, welcher vor der Partie ebenso viele Punkte hat wie man selbst, und in jeder weiteren Runde einen halben Punkt dazugewinnt. Aber selbst dann hätten Simon und Kasimir 19 Buchholzpunkte (Summe der von den eigenen Gegnern erzielten Punkte, bei einem Streichwert) haben müssen…
Wie Schiedsrichter Sven Baumgarten uns nach kurzer Prüfung erläuterte sind bei der Berechnung der Buchholzpunkte kampflose Partien von Gegnern nur mit einem halben Punkt anzusetzen.
Somit stimmt die Rechnung wieder, für das Remis in Runde fünf gegeneinander erhielt Kasimir demnach am Ende 4,5 Buchholzpunkte von Simon, während Simon nur 4 Buchholzpunkte erhielt, da Kasimir in der Schlussrunde spielfrei blieb… Hätte Simon in Runde zwei statt seiner Partie gegen Georg Wittig spielfrei gehabt, wäre die Buchholz am Ende bei sonst gleichen Ergebnissen gleich gewesen (je 17 Punkte). Unglaublich kompliziert und in diesem Szenario unlogisch oder sogar unfair. Simon (DWZ-Performance 2251) nahm dies alles unglaublich gelassen auf, wofür man ihn nur bewundern kann.

U16:
Hier spielte Florian ein gutes Turnier, insbesondere der Sieg gegen Ben Hagenbeck-Hübert (1895), sowie das Remis gegen DWZ-Favorit Ruben Lutz (2064) zeigten, dass er sich vor keinem Gegner fürchten muss. Niederlagen in den Runden eins und vier verhinderten die Chancen auf einen Platz auf dem Podest, mit Platz fünf und dem deutlichen Wertzahlzugewinn (+30) bestätigte Florian sein starkes Spiel bei der DVM.

U14:
In dieser Altersklasse gab es mit 14 Teilnehmern ein etwas größeres Feld, wobei Timur an Platz fünf startet. Zwischen Platz vier und zehn der Startliste lagen nicht ganz 100 DWZ-Punkte, was ein spannendes Turnier versprach. Die ersten beiden Runden brachten die erhofften Siege und somit die Chance sich an den Spitzenbrettern zu messen. In den Runden drei und vier konnte Timur seinen Gegnern Florian Schön (1853) und John Heinrich (1858) jeweils problemlos standhalten und halbe Punkte sichern. Vor der fünften Runde lag Timur mit 3 aus 4 an der geteilten Spitze, bevor die folgende Niederlage gegen Leon Chris Ehrig (1787) jegliche Titelhoffnungen zunichte machte. Mit einem glücklichen Sieg in der Abschlussrunde beendete Timur ein dennoch starkes Turnier auf Platz vier mit einer Performance knapp über 1800 und einem deutlichen DWZ-Zugewinn (+39).

Insgesamt können die Teilnehmer stolz auf ihre Ergebnisse gegen die besten Spieler Sachsens sein und zuversichtlich auf kommende Aufeinandertreffen blicken.


Abschluss der Deutschen Vereinsmeisterschaften

Über den Verlauf bis zur fünften Runde wurde bereits in den vorhergehenden Berichten berichtet. Die fünfte Runde brachte für die U20 gegen die Bochumer Mannschaft die zweite Niederlage (4:2) mit sich, während die U14 gegen den SV Weingarten mit 4:0 den ersten Mannschaftssieg einsammeln konnte.

In Runde sechs verloren leider beide Teams, bei der U20 gab es gegen Regensburg eine deutliche 1,5 : 4,5 Niederlage, wobei der sehenswerte Sieg von Richard gegen seinen nominell etwas stärkeren Gegner lobend hervorzuheben ist.
Bei der U14 gab es erneut eine schnelle Niederlage, diesmal am zweiten Brett, wonach die verbleibenden drei Bretter natürlich unter Druck standen. Marwin konnte trotz fragwürdiger Eröffnungsbehandlung relativ schnell gewinnen. Florian brachte die Vorbereitung aufs Brett und überstand die Eröffnung unbeschadet, wonach er seinen nominell favorisierten Gegner sogar überspielte und eine taktische, aber gewonnene Stellung erspielte. Leider fehlte ihm zwischen dem 30. und 40. Zug die Zeit auf der Uhr, wodurch er den Überblick und schlussendlich auch die Partie verlor. Clemens hatte zwischenzeitlich ebenfalls eine sehr vorteilhafte Stellung, welche er etwas zu naiv behandelte, wodurch sein Gegner zu Aktivität kam und im Endspiel einen halben Punkt retten konnte. Insgesamt demnach eine 1,5:2,5 Niederlage. Trotz der Niederlagen war die Stimmung bei beiden Mannschaften zum Abschlussabend gut.

Die Abschlussrunde brachte der U20 eine weitere Niederlage (1:5) gegen den Hamburger SK von 1830 ein, Illia und Lucas erkämpften jeweils ein Remis. Die U14 holte ein weiteres 2:2, die beiden Spitzenbretter waren relativ schnell mit Punkteteilungen zufrieden, während Marwin gewinnen konnte. Die Rückreise war von überfüllten Zügen geprägt, wobei die Erschöpfung allen Spielern und auch den Betreuern anzumerken war. Ab Gera wurde eine Abholung mit Autos organisiert, vielen Dank an Peter Luban, Andre Burian und Papa Graf.

Somit verbleibt nur der Blick auf die Abschlussresultate, wobei auffällt, dass beide Teams in der Auftaktrunde gegen die späteren Meister spielten.

U20:
Die Mannschaft startete auf Setzlistenplatz 15 und erreichte einen starken neunten Platz, und somit ihr Ziel unter die Top 10 zu kommen. Betreuer Matthias Hörr merkte an, dass die Mannschaft mit den schwarzen Steinen in sieben Runden insgesamt nur 4,5 Brettpunkte erspielen konnte.

Brett 1: Simon Burian 2,5 aus 7 (DWZ-Leistung/-Entwicklung: 2144 / +9)
Brett 2: Niklas Linnert 1,5 aus 7 (DWZ-Leistung/-Entwicklung: 1848 / -39)
Brett 3: Lucas Graf 3,5 aus 7 (DWZ-Leistung/-Entwicklung: 2036 / +29)
Brett 4: Illia Pivtorak 3 aus 7 (DWZ-Leistung/-Entwicklung: 1878 / +30)
Brett 5: Timm Nicklaus 3,5 aus 7 (DWZ-Leistung/-Entwicklung: 1852 / +37)
Brett 6: Richard Melitzki 3 aus 7 (DWZ-Leistung/-Entwicklung: 1776 / +26)

U14:
Die Jüngeren starteten in einem dicht besetzten Teilnehmerfeld auf Platz 12, mussten jedoch vor allem in den Eröffnungen viel Lehrgeld zahlen und schlossen das Turnier etwas enttäuscht auf dem 16. Platz ab. Schnelle Niederlagen brachten das Team oft früh unter Druck und an mancher Stelle fehlte auch das berühmte Quäntchen Glück um statt einem Unentschieden doch den Sieg einzufahren. Hervorzuheben bleibt das insgesamt starke Turnier von Florian am Spitzenbrett. Außerdem konnte Marwin als einziger Plauner ungeschlagen bleiben.

Brett 1: Florian Elstner 4 aus 7 (DWZ-Leistung/-Entwicklung: 1844 / +74)
Brett 2: Timur Melestean 4 aus 7 (DWZ-Leistung/-Entwicklung: 1690 / +2)
Brett 3: Reinhard Atze 0 aus 3 (DWZ-Leistung/-Entwicklung: – / -40)
Brett 4: Marwin Bühring 4 aus 5 (DWZ-Leistung/-Entwicklung: 1626 / +32)
Brett 5: Clemens Deiters 2 aus 5 (DWZ-Leistung/-Entwicklung: 1283 / -66)

Insgesamt war es ein guter Wiedereinstieg nach über einem Jahr. Hoffen wir, dass der Schwung in die letzte Runde der Punktspiele am 18.Juli mitgenommen werden kann.


DVM in Willingen nach Runde 4

Die vierte Runde, welche am gestrigen Nachmittag ausgetragen wurde, stellte beide Teams vor schwierige Aufgaben. Die U14 musste gegen SV Empor Berlin nach zwei Runden als Favorit wieder in die Rolle des nominellen Außenseiters zurückkehren. Genau dies schien der Mannschaft in der Auftaktrunde gut gepasst zu haben. Wieder lagen wir schnell zurück und mussten an den verbleibenden drei Brettern punkten. Florian konnte am Spitzenbrett in klaren Vorteil kommen und verwertete diesen souverän. Timur musste leider nach einem taktischen Einsteller eine verlorene Stellung spielen, in welcher er keine Chance mehr bekam. Diesmal war Clemens in der undankbaren Situation die letzte Partie unter Siegzwang zu spielen und tatsächlich ergab sich eine hoffnungsvolle Angriffsposition in welcher er leider nicht den richtigen Weg fand den gegnerischen Monarchen zu stellen, das anschließend entstehende Damenendspiel war dann auch nicht mehr zu verteidigen. Demnach mit 1:3 die zweite Niederlage für die U14.

Wesentlich besser lief es für die U20, welche gegen den Lübecker SV von 1873 antreten musste. Als Setzlistenvorletzter hat sich unser Team mit der Außenseiterrolle arrangiert und geht darin auf. Simon mit den schwarzen Steinen konnte seinen Gegner FM Martin Kololli für seine harmlose Eröffnungsbehandlung mit einem Figurenopfer auf h3 bestrafen und führte den Angriff im weiteren Verlauf der Partie siegreich fort. Niklas am zweiten Brett konnte seinen Gegner jederzeit unter Druck setzen und schlussendlich den vollen Punkt beisteuern. Timm gewann im frühen Mittelspiel einen Bauern, welcher leider im weiteren Partieverlauf ebenso einfach wieder verloren wurde, wodurch die Partie verflachte und Remis endete. Richard überspielte seinen Gegner im Turmendspiel und konnte somit den Mannschaftssieg sichern. Damit hat das U20 Team nach vier Runden bereits sechs Mannschaftspunkte und steht auf dem dritten Platz!

Der Abend wurde für einen Besuch im Biergarten genutzt und anschließend wurde so manche Blitzpartie gezockt.

Der Traum vom Spitzenbrett
Simon gegen Richard, Schwarz am Zug

Zum Samstag spielt die U20 am Vormittag am zweiten Tisch gegen Bochum, während die U14 gegen den SV Weingarten den ersten Mannschaftssieg einsammeln möchte.


DVM in Willingen nach drei Runden

Die Deutschen Vereinsmeisterschaften der Saison 2019/20 mussten von Dezember 2020 auf Juni 2021 verschoben werden. Für unsere Mannschaften in der U14 und U20, ging es gestern nach der langen Pausen endlich wieder los. Beide Mannschaften sind im Unterhaus gesetzt und können ganz ohne Erfolgsdruck aufspielen.

Die Anreise am Mittwoch verlief planmäßig, der Check-In („Ehren-kodex“) und das Abendessen waren mit viel schlechter Laune verbunden – wenigstens kam „Die Mannschaft“ weiter…

Die erste Runde am nächsten Vormittag brachte erwartbare Ergebnisse mit sich, die U20 unterlag den Schachfreunden aus Augsburg mit 2:4, während die U14 gegen die Königsjäger knapp mit 1,5 zu 2,5 verlor. Die größte Überraschung lieferte sicherlich Florian Elstner, welcher am Spitzenbrett der U14-Mannschaft seinem Gegner Jonas Eilenberg (DWZ 2154) mit Schwarz ein Remis abringen konnte – wobei sich der Favorit in der Endstellung noch bedanken muss.

Die Nachmittagsrunde brachte für beide Teams machbare Aufgaben mit sich. Die U20 konnte ihre Chancen gegen den SC Kreuzberg frühzeitig nutzen, Siege von Richard Melitzki und Illia Pivtorak glichen die Niederlagen an den beiden Spitzenbrettern aus, während Timm Niklaus überraschend problemlos im Turmendspiel einen halben Punkt bekam. Alles hing an Lucas Graf, welcher bereits in der ersten Runde einen vollen Punkt beitragen konnte, nun aber stellungsmäßig bereits seit der Eröffnung in den Seilen hing. Aber sein zähes Durchhaltevermögen brachte ihm schlussendlich doch noch eine Chance und plötzlich gelang ihm der Übergang in ein Endspiel mit Turm gegen vier Bauern, in welchem sein Turm sehr schnell die Gegner dezimieren und somit den Mannschaftssieg (3,5:2,5) sichern konnte.
Bei der U14 lief es nicht so glücklich, Timur Melestean gewann seine Partie souverän mit den schwarzen Steinen. Florian und Marwin Bühring konnten hingegen leider nur halbe Punkte beisteuern, obwohl (bis zuletzt) mehr drin gewesen wäre. Gesamtergebnis gegen Schott Jena ein 2:2, welches die Stimmung etwas dämpfte.

Zur dritten Runde am Donnerstagvormittag fand sich die U20 erneut zumindest nominell in der Außenseiterrolle wieder, diesmal kamen die Gegner aus dem Biebertal. Simon Burian ließ gegen seinen Gegner FM Alexander Krastev nichts anbrennen und sicherte der Mannschaft einen halben Punkt, während Timm und Illia ihre Gegner überspielten und die Mannschaft erstaunlich nah an ein 3:3 führten – erneut hing es an Lucas, welcher die letzte Partie der Mannschaft vor der Mittagspause spielte. Irgendwann stoppte die Übertragung der Züge und die Stellungeinschätzung legte nahe, dass Lucas aufgegeben hatte – aber Moment, wer gibt im 39.Zug auf, wenn der Gegner in Zeitnot ist? Und wieso steht bei Lucas ein Sieg drin? Wenig später die Auflösung, Sieg durch Zeitüberschreitung! Das nimmt die Mannschaft gern mit und steht nun nach drei Runden mit vier Mannschaftspunkten auf Platz sieben.
Die U14 war erneut als Favorit angetreten, erneut lagen wir schnell zurück, erneut wurden zwei Partien verfrüht Remis gegeben, erneut gewann Timur am zweiten Brett und erneut war die Stimmung nach dem 2:2 eher gedrückt.

Nun blicken wir gespannt auf den weiteren Verlauf in Willingen, in der vierten Runde spielt die U14 gegen Empor Berlin und die U20 ringt mit dem Lübecker SV.


Deutsche Vereinsmeisterschaften U14 und U20

Wie bereits im Bericht zur DVM Qualifikation der AK U12 geschrieben, sollen die Deutschen Vereinsmeisterschaften der Saison 2019/20 für die Altersklassen U14, U16 und U20 Ende Juni in Willingen stattfinden.

Da für die Altersklassen U14 und U20 die jeweiligen Meisterschaften aus Sachsenebene nicht regulär ausgespielt werden konnten, wurde genau wie bei den Altersklassen U10 und U12 nach einer einvernehmlichen Lösung zwischen den potentiellen sächsischen Vertretern gesucht.

In der Altersklasse U20 bekundeten alle anderen Vereine, dass sie aus verschiedenen Gründen keine Teilnahme mit einer schlagkräftigen Mannschaft garantieren können, wodurch uns der sächsische Startplatz zugesprochen wurde.

Für die Altersklasse U14 bekundete neben uns die Mannschaft vom SV Dresden-Leuben ihr Interesse an der DVM teilzunehmen. Wir einigten uns auf einen Stichkampf, welcher heute online über die Plattform Lichess ausgespielt wurde. Es wurden zwei Runden gegen die gleichen Gegner gespielt – einmal mit Weiß und einmal mit Schwarz. Demnach gab es acht Brettpunkte zu vergeben, als Feinwertung wurde die Berliner Wertung vereinbart.

Den ersten Kampf konnte unser Team mit Siegen an den Brettern eins, zwei und vier mit einem deutlichen 3:1 Sieg gewinnen. Demnach wurden für einen eindeutigen Gesamtsieg nur 1,5 Punkte aus dem Rückspiel benötigt. Mit einem deutlichem Sieg am zweiten Brett sah es auch direkt gut aus, zumal die Bretter eins und vier sich ebenfalls schon leicht zu unserem Vorteil neigten. An Brett drei gab es eine Niederlage und auch die Endspiele an den Brettern eins und vier entglitten unseren Spielern völlig. Also eine 1:3-Niederlage im Rückkampf, wodurch die Berliner Wertung hinzugezogen werden musste. Die Bretter eins und vier endeten jeweils insgesamt 1:1, an Brett zwei konnten wir mit 2:0 triumphieren, an Brett drei hatten wir das Nachsehen, aber nach Berliner Wertung ist der Sieg am zweiten Brett wertvoller einzuschätzen. Dadurch konnten wir den Kampf insgesamt knapp gewinnen und uns einen Startplatz für die DVM sichern.

Die Einzelergebnisse:
Brett 1: Florian Elstner (1625) 1 – 1 gegen Wiedersich, Hendryk (1665)
Brett 2: Reinhard Atze (1534) 2 – 0 gegen Hentschel, Lena (1541)
Brett 3: Clemens Deiters (1498) 0 – 2 gegen Zeißig, Richard
Brett 4: Timur Melestean (1685) 1 – 1 gegen Anagnostoudis, Angelos (1135)

Großer Dank gilt wie immer Landesjugendspielleiter Frank Jäger, welcher die Vorbesprechung, sowie den heutigen Stichkampf geleitet hat. In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass der Jugendschachbund Sachsen aktuell dringend nach weiteren ehrenamtlichen Unterstützern sucht. Leider sind sehr viele Posten unbesetzt, weshalb sich die Last auf den Schultern der bereits engagierten Schachfreunde weiter erhöht. Der JSBS bittet daher alle Vereine, Spieler und Interessierte um Unterstützung bei der Suche nach Besetzungen für diese Stellen.


Online Mannschaftsturnier des JSBS

Für den Sonntag des vergangenen Wochenendes hatte der Jugendschachbund Sachsen zu einem Mannschaftsturnier eingeladen, welches online ausgetragen wurde und den Nachwuchsmannschaften der sächsischen Vereine die Chance geben sollte sich miteinander zu messen. Auch unser Verein nahm mit zwei Mannschaften teil, das erste Team in der Staffel A und die zweite Vierermannschaft in der Staffel B, welche auf einen DWZ-Schnitt von 1500 begrenzt war. Es waren sieben Runden nach Schweizer System mit einer Schnellschach-Bedenkzeit von 10min + 5s pro Zug geplant.

In Staffel A hatten sich nur vier Teams angemeldet, weshalb ein Doppelrundenturnier gespielt wurde – also nur sechs Runden. Unsere Spieler schlugen sich alle sehr respektabel, besonders herausstechen konnten Simon Burian und Clemens Deiters, welche jeweils das beste Ergebnis an ihren Brettern erzielen konnten. In der Abschlusstabelle konnte unser Team unter der Leitung von Burkhard Atze sieben Mannschaftspunkte vorweisen, was zum zweiten Platz hinter der USG Chemnitz (12 MP) reichte.

Brett 1: Simon Burian 5 aus 6 (Performance: 2122)
Brett 2: Timur Melestean 2 aus 5 (1570)
Brett 3: Florian Elstner 2 aus 5 (1454)
Brett 4: Clemens Deiters 4 aus 5 (1725)
Ersatz 1: Reinhard Atze 1 aus 3 (1411)

Die zweite Mannschaft, welche in Staffel B antrat sollte vor allem Erfahrung sammeln. Hier hatten sich zehn Mannschaften angemeldet und wir waren nominell an Platz acht gesetzt. Diesen Setzlistenplatz bestätigte wir im Turnier auch, es wurden vier Mannschaftspunkte und neun Brettpunkte erspielt.

Brett 1: Maxim Melestean 2 aus 7 (Performance: 1403)
Brett 2: Kyrillus Akladius 2 aus 7 (1344)
Brett 3: Ethan Manicio 3 aus 7 (1256)
Brett 4: Raphael Beck 1 aus 6 (896)

Obwohl es nicht um Qualifikationen oder Meisterschaften ging, war es dennoch ein wichtiger Vergleich mit anderen sächsischen Mannschaften, in welchem unsere jungen Spieler Erfahrungen sammeln konnten. Weiterhin haben wir ein Nachwuchsteam für unseren Verein bei Lichess eröffnet, über welches wir auch künftig kleine Trainingsturniere austragen können.


Qualifikation DVM U12m

Trotz der aktuell weiterhin unsicheren Lage versucht die Deutsche Schachjugend die Saison 2019/20 abzuschließen und möglichst alle Wettkämpfe durchzuführe, sodass den Jugendspielern kein Jahr verloren geht. Die DEM 2019/20 konnte im vergangenen Oktober gerade noch stattfinden. Die Deutschen Vereinsmeisterschaften der Jugend, welche traditionell zwischen Weihnachten und Silvester durchgeführt werden, mussten hingegen verschoben werden. Aktuell plant die DSJ die Altersklassen U10 und U12 vom 26.-30.05. in Magdeburg durchzuführen. Die übrigen Altersklassen sollen ungefähr einen Monat später in Willingen stattfinden.

In Sachsen konnte bisher lediglich die Qualifikation in den Bezirken, sowie die Vorrunde ausgespielt werden und für die Altersklassen U10 und U12 muss bereits Anfang April gemeldet werden. Daher wurde nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht um die sächsischen Vertreter zu ermitteln. In der U10 gelang dies auf Grundlage der Wertzahlen in Kombination mit den bisherigen Ergebnissen. Die sächsischen Vertreter sind das Team der USG Chemnitz, sowie unser Team.
Für die U12 gestaltete sich die Diskussion schwieriger, der erste Platz ging nach Wertzahl eindeutig an das Team des USV TU Dresden. Über den zweiten Platz konnte keine Einigkeit erzielt werden, weshalb sich die Kandidaten USG Chemnitz, TuS Coswig und wir auf einen Vergleichskampf einigten, welcher heute Vormittag online stattfand. Die Bedenkzeit wurde auf 5min mit 2s Inkrement festgesetzt und die Teams spielten insgesamt viermal gegeneinander. Dabei konnte TuS Coswig sich souverän mit 20 Brettpunkten durchsetzen, während die USG Chemnitz und wir jeweils 14 BP erspielen konnten. Vor allem in Bezug auf Erfahrung im Onlineschach war uns das Team aus Coswig deutlich überlegen. Dennoch haben unsere Spieler Erfahrung gesammelt und sich gut geschlagen.

Die Einzelergebnisse:

  • Brett 1: Timur Melestean 6/8 (Leistung: 1705)
  • Brett 2: Maxim Melestean 2/8 (1309)
  • Brett 3: Kyrillus Akladius 3/8 (1197)
  • Brett 4: Ethan Manicio 3/8 (1195)

Vielen Dank an Frank Jäger und Jörg Fritzsche vom Schachverband für die Organisation des Vergleichskampfs, sowie die Eltern unserer Spieler für die kurzfristige Bereitschaft und Mathias Paul für die Unterstützung bei der technischen Einrichtung.


Schachball in Chemnitz

Am vergangenen Sonntag fand zum 23. Mal in Chemnitz das Schachballturnier statt. Hierbei wird zuerst an vier Brettern gegeneinander geblitzt, das Ergebnis (schlimmstenfalls 0:4) wird dann mit zum Fußball genommen, wo jedes erzielte Tor wie ein Brettpunkt zählt. Beim Fußball werden zweimal 5min effektive Spielzeit auf einem Kleinfeld mit einem Torwart und vier Feldspielern pro Team gespielt. Die Mannschaft, welche nach Addition von Toren und beim Schach erspielten Brettpunkten führt, erhält 2 Mannschaftspunkte (MP). Falls das gegnerische Team immerhin eine Disziplin gewonnen hatte (z.B. Schach 3:1, Fußball 0:1, Gesamt: 3:2), dann erhält die Mannschaft immerhin einen MP, das Ergebnis bei den MP wäre dann 2:1.

Es fanden sich in diesem Jahr sechs Teams, welche am Turnier teilnahmen: USG Chemnitz, Chemnitzer SC Aufbau ’95, Niederwiesa, SGL/Hainichen, die fussbrothers (Team aus Jena) und SK König Plauen. Nach Abstinenz im vergangenen Jahr, waren wir diesmal wieder mit folgender Mannschaft dabei: Daniel Zähringer, Simon Burian, Matthias Hörr, Erik Fischer, Toni Merkel, Tobias Franz und Kasimir Lieberwirth, welcher als Gastspieler eingeladen wurde und uns sowohl am Brett, als auch auf dem Platz sehr gut verstärkte. Mit vier aktiven oder zumindest ehemaligen Fußballern und einem Elo-Schnitt von über 2100 beim Schach sahen wir uns durchaus im Kreis der Favoriten.
Die erste Runde kühlte unsere Euphorie mächtig ab, gegen die USG Chemnitz gab es beim Schach eine überraschende 0,5:3,5 Niederlage beim Schach. Anschließend beim Fußball machten wir mächtig Druck, aber das Glück war uns nicht holt, weshalb wir einen unglücklichen Gegentreffer bei weit aufgerücktem Torwart einfingen und 0:1 verloren.

Anschließend konnten wir in den Runden zwei bis vier überzeugen und alle Spiele gewinnen, hierbei war es in allen Spielen sehr hilfreich, dass wir bereits im Schach gut vorlegten und nicht mit Rückstand auf den Platz mussten. Die Gegner waren SGL/Hainichen (Gesamt: 8,5:1,5), CSC Aufbau (Gesamt: 6,5:2,5?) und Niederwiesa (Gesamt: 6,5:0,5?) wobei vor allem die deutlichen Siege in den Runden zwei und drei überraschten. Niederwiesa war mit einem sehr jungen Team angetreten, weshalb wir hier im Fußball deutliche Vorteile hatten, das Ergebnis beim Schach fiel überraschend hoch aus.

In der letzten Runde mussten wir gegen die Vorjahressieger aus Jena spielen. Die bisherigen Runden hatten gezeigt, dass wir vor allem im Schach klarer Favorit waren, während wir im Fußball eher als Außenseiter gelten mussten. Die Mannschaft der USG Chemnitz, welche bis dahin die ersten drei Runden jeweils mit 2:0 MP gewinnen konnte hatte gerade im Stadtderby eine 2:0 Klatsche gegen CSC Aufbau einstecken müssen.
Beim Schach gewannen wir gegen die Jenaer fussbrothers 3:1, beim Fußball ging es dann fast ausschließlich auf unser Tor. Bei den wenigen Chancen, welche wir selbst hatten, fehlte uns dann noch Glück, weshalb wir 0:2 verloren, insgesamt also 3:3 (Also 1:1 MP).

Nach fünf Runden hatten wir also 7:3 MP gesammelt mit einem guten Torverhältnis, die fussbrothers hatten 7:4 MP gesammelt und lagen daher hinter uns. USG musste noch gegen SGL/Hainichen spielen und hatte nach vier Runden bereits 6:2 MP. Beim Schach schon eine kleine Überraschung, 3:1 für SGL/Hainichen. Beim Fußball waren die Rollen daher klar verteilt, USG musste mit mindestens drei Toren Vorsprung gewinnen um den ersten Platz zu erkämpfen. SGL/Hainichen verteidigte tapfer und hatte durchaus eigene Chancen, lange Zeit stand es 1:0 für die USG, und erst ganz kurz vor Schluss konnte USG auf 2:0 erhöhen. Gesamt 3:3 also für beide Mannschaften je einen MP. Somit hatte die USG genau wie wir 7:3 MP gesammelt. Da vor allem Kasimir mit 10 Scorerpunkten (geschossene Tore + gesammelte Brettpunkte) unser Torverhältnis über den Turnierverlauf gut gepflegt hatte, lagen wir bei dieser Wertung vor der USG und konnten daher den Wanderpokal dieses Jahr nach Plauen (eigentlich steht er jetzt in Dresden) entführen.

Alles in allem wie jedes Jahr ein sehr schönes Turnier, welches wir nur weiterempfehlen können. Die meisten Mannschaften werden sicherlich auch im nächsten Jahr wieder teilnehmen. Großen Dank natürlich auch wieder an die Organisatoren Kay Kempe, die Familie Brand und alle weiteren Helfer.

Die Sieger mit den Preisen am Ende eines schönen Sonntags