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DVM in Willingen nach Runde 4

Die vierte Runde, welche am gestrigen Nachmittag ausgetragen wurde, stellte beide Teams vor schwierige Aufgaben. Die U14 musste gegen SV Empor Berlin nach zwei Runden als Favorit wieder in die Rolle des nominellen Außenseiters zurückkehren. Genau dies schien der Mannschaft in der Auftaktrunde gut gepasst zu haben. Wieder lagen wir schnell zurück und mussten an den verbleibenden drei Brettern punkten. Florian konnte am Spitzenbrett in klaren Vorteil kommen und verwertete diesen souverän. Timur musste leider nach einem taktischen Einsteller eine verlorene Stellung spielen, in welcher er keine Chance mehr bekam. Diesmal war Clemens in der undankbaren Situation die letzte Partie unter Siegzwang zu spielen und tatsächlich ergab sich eine hoffnungsvolle Angriffsposition in welcher er leider nicht den richtigen Weg fand den gegnerischen Monarchen zu stellen, das anschließend entstehende Damenendspiel war dann auch nicht mehr zu verteidigen. Demnach mit 1:3 die zweite Niederlage für die U14.

Wesentlich besser lief es für die U20, welche gegen den Lübecker SV von 1873 antreten musste. Als Setzlistenvorletzter hat sich unser Team mit der Außenseiterrolle arrangiert und geht darin auf. Simon mit den schwarzen Steinen konnte seinen Gegner FM Martin Kololli für seine harmlose Eröffnungsbehandlung mit einem Figurenopfer auf h3 bestrafen und führte den Angriff im weiteren Verlauf der Partie siegreich fort. Niklas am zweiten Brett konnte seinen Gegner jederzeit unter Druck setzen und schlussendlich den vollen Punkt beisteuern. Timm gewann im frühen Mittelspiel einen Bauern, welcher leider im weiteren Partieverlauf ebenso einfach wieder verloren wurde, wodurch die Partie verflachte und Remis endete. Richard überspielte seinen Gegner im Turmendspiel und konnte somit den Mannschaftssieg sichern. Damit hat das U20 Team nach vier Runden bereits sechs Mannschaftspunkte und steht auf dem dritten Platz!

Der Abend wurde für einen Besuch im Biergarten genutzt und anschließend wurde so manche Blitzpartie gezockt.

Der Traum vom Spitzenbrett
Simon gegen Richard, Schwarz am Zug

Zum Samstag spielt die U20 am Vormittag am zweiten Tisch gegen Bochum, während die U14 gegen den SV Weingarten den ersten Mannschaftssieg einsammeln möchte.


DVM in Willingen nach drei Runden

Die Deutschen Vereinsmeisterschaften der Saison 2019/20 mussten von Dezember 2020 auf Juni 2021 verschoben werden. Für unsere Mannschaften in der U14 und U20, ging es gestern nach der langen Pausen endlich wieder los. Beide Mannschaften sind im Unterhaus gesetzt und können ganz ohne Erfolgsdruck aufspielen.

Die Anreise am Mittwoch verlief planmäßig, der Check-In („Ehren-kodex“) und das Abendessen waren mit viel schlechter Laune verbunden – wenigstens kam „Die Mannschaft“ weiter…

Die erste Runde am nächsten Vormittag brachte erwartbare Ergebnisse mit sich, die U20 unterlag den Schachfreunden aus Augsburg mit 2:4, während die U14 gegen die Königsjäger knapp mit 1,5 zu 2,5 verlor. Die größte Überraschung lieferte sicherlich Florian Elstner, welcher am Spitzenbrett der U14-Mannschaft seinem Gegner Jonas Eilenberg (DWZ 2154) mit Schwarz ein Remis abringen konnte – wobei sich der Favorit in der Endstellung noch bedanken muss.

Die Nachmittagsrunde brachte für beide Teams machbare Aufgaben mit sich. Die U20 konnte ihre Chancen gegen den SC Kreuzberg frühzeitig nutzen, Siege von Richard Melitzki und Illia Pivtorak glichen die Niederlagen an den beiden Spitzenbrettern aus, während Timm Niklaus überraschend problemlos im Turmendspiel einen halben Punkt bekam. Alles hing an Lucas Graf, welcher bereits in der ersten Runde einen vollen Punkt beitragen konnte, nun aber stellungsmäßig bereits seit der Eröffnung in den Seilen hing. Aber sein zähes Durchhaltevermögen brachte ihm schlussendlich doch noch eine Chance und plötzlich gelang ihm der Übergang in ein Endspiel mit Turm gegen vier Bauern, in welchem sein Turm sehr schnell die Gegner dezimieren und somit den Mannschaftssieg (3,5:2,5) sichern konnte.
Bei der U14 lief es nicht so glücklich, Timur Melestean gewann seine Partie souverän mit den schwarzen Steinen. Florian und Marwin Bühring konnten hingegen leider nur halbe Punkte beisteuern, obwohl (bis zuletzt) mehr drin gewesen wäre. Gesamtergebnis gegen Schott Jena ein 2:2, welches die Stimmung etwas dämpfte.

Zur dritten Runde am Donnerstagvormittag fand sich die U20 erneut zumindest nominell in der Außenseiterrolle wieder, diesmal kamen die Gegner aus dem Biebertal. Simon Burian ließ gegen seinen Gegner FM Alexander Krastev nichts anbrennen und sicherte der Mannschaft einen halben Punkt, während Timm und Illia ihre Gegner überspielten und die Mannschaft erstaunlich nah an ein 3:3 führten – erneut hing es an Lucas, welcher die letzte Partie der Mannschaft vor der Mittagspause spielte. Irgendwann stoppte die Übertragung der Züge und die Stellungeinschätzung legte nahe, dass Lucas aufgegeben hatte – aber Moment, wer gibt im 39.Zug auf, wenn der Gegner in Zeitnot ist? Und wieso steht bei Lucas ein Sieg drin? Wenig später die Auflösung, Sieg durch Zeitüberschreitung! Das nimmt die Mannschaft gern mit und steht nun nach drei Runden mit vier Mannschaftspunkten auf Platz sieben.
Die U14 war erneut als Favorit angetreten, erneut lagen wir schnell zurück, erneut wurden zwei Partien verfrüht Remis gegeben, erneut gewann Timur am zweiten Brett und erneut war die Stimmung nach dem 2:2 eher gedrückt.

Nun blicken wir gespannt auf den weiteren Verlauf in Willingen, in der vierten Runde spielt die U14 gegen Empor Berlin und die U20 ringt mit dem Lübecker SV.


Deutsche Vereinsmeisterschaften U14 und U20

Wie bereits im Bericht zur DVM Qualifikation der AK U12 geschrieben, sollen die Deutschen Vereinsmeisterschaften der Saison 2019/20 für die Altersklassen U14, U16 und U20 Ende Juni in Willingen stattfinden.

Da für die Altersklassen U14 und U20 die jeweiligen Meisterschaften aus Sachsenebene nicht regulär ausgespielt werden konnten, wurde genau wie bei den Altersklassen U10 und U12 nach einer einvernehmlichen Lösung zwischen den potentiellen sächsischen Vertretern gesucht.

In der Altersklasse U20 bekundeten alle anderen Vereine, dass sie aus verschiedenen Gründen keine Teilnahme mit einer schlagkräftigen Mannschaft garantieren können, wodurch uns der sächsische Startplatz zugesprochen wurde.

Für die Altersklasse U14 bekundete neben uns die Mannschaft vom SV Dresden-Leuben ihr Interesse an der DVM teilzunehmen. Wir einigten uns auf einen Stichkampf, welcher heute online über die Plattform Lichess ausgespielt wurde. Es wurden zwei Runden gegen die gleichen Gegner gespielt – einmal mit Weiß und einmal mit Schwarz. Demnach gab es acht Brettpunkte zu vergeben, als Feinwertung wurde die Berliner Wertung vereinbart.

Den ersten Kampf konnte unser Team mit Siegen an den Brettern eins, zwei und vier mit einem deutlichen 3:1 Sieg gewinnen. Demnach wurden für einen eindeutigen Gesamtsieg nur 1,5 Punkte aus dem Rückspiel benötigt. Mit einem deutlichem Sieg am zweiten Brett sah es auch direkt gut aus, zumal die Bretter eins und vier sich ebenfalls schon leicht zu unserem Vorteil neigten. An Brett drei gab es eine Niederlage und auch die Endspiele an den Brettern eins und vier entglitten unseren Spielern völlig. Also eine 1:3-Niederlage im Rückkampf, wodurch die Berliner Wertung hinzugezogen werden musste. Die Bretter eins und vier endeten jeweils insgesamt 1:1, an Brett zwei konnten wir mit 2:0 triumphieren, an Brett drei hatten wir das Nachsehen, aber nach Berliner Wertung ist der Sieg am zweiten Brett wertvoller einzuschätzen. Dadurch konnten wir den Kampf insgesamt knapp gewinnen und uns einen Startplatz für die DVM sichern.

Die Einzelergebnisse:
Brett 1: Florian Elstner (1625) 1 – 1 gegen Wiedersich, Hendryk (1665)
Brett 2: Reinhard Atze (1534) 2 – 0 gegen Hentschel, Lena (1541)
Brett 3: Clemens Deiters (1498) 0 – 2 gegen Zeißig, Richard
Brett 4: Timur Melestean (1685) 1 – 1 gegen Anagnostoudis, Angelos (1135)

Großer Dank gilt wie immer Landesjugendspielleiter Frank Jäger, welcher die Vorbesprechung, sowie den heutigen Stichkampf geleitet hat. In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass der Jugendschachbund Sachsen aktuell dringend nach weiteren ehrenamtlichen Unterstützern sucht. Leider sind sehr viele Posten unbesetzt, weshalb sich die Last auf den Schultern der bereits engagierten Schachfreunde weiter erhöht. Der JSBS bittet daher alle Vereine, Spieler und Interessierte um Unterstützung bei der Suche nach Besetzungen für diese Stellen.


Online Mannschaftsturnier des JSBS

Für den Sonntag des vergangenen Wochenendes hatte der Jugendschachbund Sachsen zu einem Mannschaftsturnier eingeladen, welches online ausgetragen wurde und den Nachwuchsmannschaften der sächsischen Vereine die Chance geben sollte sich miteinander zu messen. Auch unser Verein nahm mit zwei Mannschaften teil, das erste Team in der Staffel A und die zweite Vierermannschaft in der Staffel B, welche auf einen DWZ-Schnitt von 1500 begrenzt war. Es waren sieben Runden nach Schweizer System mit einer Schnellschach-Bedenkzeit von 10min + 5s pro Zug geplant.

In Staffel A hatten sich nur vier Teams angemeldet, weshalb ein Doppelrundenturnier gespielt wurde – also nur sechs Runden. Unsere Spieler schlugen sich alle sehr respektabel, besonders herausstechen konnten Simon Burian und Clemens Deiters, welche jeweils das beste Ergebnis an ihren Brettern erzielen konnten. In der Abschlusstabelle konnte unser Team unter der Leitung von Burkhard Atze sieben Mannschaftspunkte vorweisen, was zum zweiten Platz hinter der USG Chemnitz (12 MP) reichte.

Brett 1: Simon Burian 5 aus 6 (Performance: 2122)
Brett 2: Timur Melestean 2 aus 5 (1570)
Brett 3: Florian Elstner 2 aus 5 (1454)
Brett 4: Clemens Deiters 4 aus 5 (1725)
Ersatz 1: Reinhard Atze 1 aus 3 (1411)

Die zweite Mannschaft, welche in Staffel B antrat sollte vor allem Erfahrung sammeln. Hier hatten sich zehn Mannschaften angemeldet und wir waren nominell an Platz acht gesetzt. Diesen Setzlistenplatz bestätigte wir im Turnier auch, es wurden vier Mannschaftspunkte und neun Brettpunkte erspielt.

Brett 1: Maxim Melestean 2 aus 7 (Performance: 1403)
Brett 2: Kyrillus Akladius 2 aus 7 (1344)
Brett 3: Ethan Manicio 3 aus 7 (1256)
Brett 4: Raphael Beck 1 aus 6 (896)

Obwohl es nicht um Qualifikationen oder Meisterschaften ging, war es dennoch ein wichtiger Vergleich mit anderen sächsischen Mannschaften, in welchem unsere jungen Spieler Erfahrungen sammeln konnten. Weiterhin haben wir ein Nachwuchsteam für unseren Verein bei Lichess eröffnet, über welches wir auch künftig kleine Trainingsturniere austragen können.


Qualifikation DVM U12m

Trotz der aktuell weiterhin unsicheren Lage versucht die Deutsche Schachjugend die Saison 2019/20 abzuschließen und möglichst alle Wettkämpfe durchzuführe, sodass den Jugendspielern kein Jahr verloren geht. Die DEM 2019/20 konnte im vergangenen Oktober gerade noch stattfinden. Die Deutschen Vereinsmeisterschaften der Jugend, welche traditionell zwischen Weihnachten und Silvester durchgeführt werden, mussten hingegen verschoben werden. Aktuell plant die DSJ die Altersklassen U10 und U12 vom 26.-30.05. in Magdeburg durchzuführen. Die übrigen Altersklassen sollen ungefähr einen Monat später in Willingen stattfinden.

In Sachsen konnte bisher lediglich die Qualifikation in den Bezirken, sowie die Vorrunde ausgespielt werden und für die Altersklassen U10 und U12 muss bereits Anfang April gemeldet werden. Daher wurde nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht um die sächsischen Vertreter zu ermitteln. In der U10 gelang dies auf Grundlage der Wertzahlen in Kombination mit den bisherigen Ergebnissen. Die sächsischen Vertreter sind das Team der USG Chemnitz, sowie unser Team.
Für die U12 gestaltete sich die Diskussion schwieriger, der erste Platz ging nach Wertzahl eindeutig an das Team des USV TU Dresden. Über den zweiten Platz konnte keine Einigkeit erzielt werden, weshalb sich die Kandidaten USG Chemnitz, TuS Coswig und wir auf einen Vergleichskampf einigten, welcher heute Vormittag online stattfand. Die Bedenkzeit wurde auf 5min mit 2s Inkrement festgesetzt und die Teams spielten insgesamt viermal gegeneinander. Dabei konnte TuS Coswig sich souverän mit 20 Brettpunkten durchsetzen, während die USG Chemnitz und wir jeweils 14 BP erspielen konnten. Vor allem in Bezug auf Erfahrung im Onlineschach war uns das Team aus Coswig deutlich überlegen. Dennoch haben unsere Spieler Erfahrung gesammelt und sich gut geschlagen.

Die Einzelergebnisse:

  • Brett 1: Timur Melestean 6/8 (Leistung: 1705)
  • Brett 2: Maxim Melestean 2/8 (1309)
  • Brett 3: Kyrillus Akladius 3/8 (1197)
  • Brett 4: Ethan Manicio 3/8 (1195)

Vielen Dank an Frank Jäger und Jörg Fritzsche vom Schachverband für die Organisation des Vergleichskampfs, sowie die Eltern unserer Spieler für die kurzfristige Bereitschaft und Mathias Paul für die Unterstützung bei der technischen Einrichtung.


Schachball in Chemnitz

Am vergangenen Sonntag fand zum 23. Mal in Chemnitz das Schachballturnier statt. Hierbei wird zuerst an vier Brettern gegeneinander geblitzt, das Ergebnis (schlimmstenfalls 0:4) wird dann mit zum Fußball genommen, wo jedes erzielte Tor wie ein Brettpunkt zählt. Beim Fußball werden zweimal 5min effektive Spielzeit auf einem Kleinfeld mit einem Torwart und vier Feldspielern pro Team gespielt. Die Mannschaft, welche nach Addition von Toren und beim Schach erspielten Brettpunkten führt, erhält 2 Mannschaftspunkte (MP). Falls das gegnerische Team immerhin eine Disziplin gewonnen hatte (z.B. Schach 3:1, Fußball 0:1, Gesamt: 3:2), dann erhält die Mannschaft immerhin einen MP, das Ergebnis bei den MP wäre dann 2:1.

Es fanden sich in diesem Jahr sechs Teams, welche am Turnier teilnahmen: USG Chemnitz, Chemnitzer SC Aufbau ’95, Niederwiesa, SGL/Hainichen, die fussbrothers (Team aus Jena) und SK König Plauen. Nach Abstinenz im vergangenen Jahr, waren wir diesmal wieder mit folgender Mannschaft dabei: Daniel Zähringer, Simon Burian, Matthias Hörr, Erik Fischer, Toni Merkel, Tobias Franz und Kasimir Lieberwirth, welcher als Gastspieler eingeladen wurde und uns sowohl am Brett, als auch auf dem Platz sehr gut verstärkte. Mit vier aktiven oder zumindest ehemaligen Fußballern und einem Elo-Schnitt von über 2100 beim Schach sahen wir uns durchaus im Kreis der Favoriten.
Die erste Runde kühlte unsere Euphorie mächtig ab, gegen die USG Chemnitz gab es beim Schach eine überraschende 0,5:3,5 Niederlage beim Schach. Anschließend beim Fußball machten wir mächtig Druck, aber das Glück war uns nicht holt, weshalb wir einen unglücklichen Gegentreffer bei weit aufgerücktem Torwart einfingen und 0:1 verloren.

Anschließend konnten wir in den Runden zwei bis vier überzeugen und alle Spiele gewinnen, hierbei war es in allen Spielen sehr hilfreich, dass wir bereits im Schach gut vorlegten und nicht mit Rückstand auf den Platz mussten. Die Gegner waren SGL/Hainichen (Gesamt: 8,5:1,5), CSC Aufbau (Gesamt: 6,5:2,5?) und Niederwiesa (Gesamt: 6,5:0,5?) wobei vor allem die deutlichen Siege in den Runden zwei und drei überraschten. Niederwiesa war mit einem sehr jungen Team angetreten, weshalb wir hier im Fußball deutliche Vorteile hatten, das Ergebnis beim Schach fiel überraschend hoch aus.

In der letzten Runde mussten wir gegen die Vorjahressieger aus Jena spielen. Die bisherigen Runden hatten gezeigt, dass wir vor allem im Schach klarer Favorit waren, während wir im Fußball eher als Außenseiter gelten mussten. Die Mannschaft der USG Chemnitz, welche bis dahin die ersten drei Runden jeweils mit 2:0 MP gewinnen konnte hatte gerade im Stadtderby eine 2:0 Klatsche gegen CSC Aufbau einstecken müssen.
Beim Schach gewannen wir gegen die Jenaer fussbrothers 3:1, beim Fußball ging es dann fast ausschließlich auf unser Tor. Bei den wenigen Chancen, welche wir selbst hatten, fehlte uns dann noch Glück, weshalb wir 0:2 verloren, insgesamt also 3:3 (Also 1:1 MP).

Nach fünf Runden hatten wir also 7:3 MP gesammelt mit einem guten Torverhältnis, die fussbrothers hatten 7:4 MP gesammelt und lagen daher hinter uns. USG musste noch gegen SGL/Hainichen spielen und hatte nach vier Runden bereits 6:2 MP. Beim Schach schon eine kleine Überraschung, 3:1 für SGL/Hainichen. Beim Fußball waren die Rollen daher klar verteilt, USG musste mit mindestens drei Toren Vorsprung gewinnen um den ersten Platz zu erkämpfen. SGL/Hainichen verteidigte tapfer und hatte durchaus eigene Chancen, lange Zeit stand es 1:0 für die USG, und erst ganz kurz vor Schluss konnte USG auf 2:0 erhöhen. Gesamt 3:3 also für beide Mannschaften je einen MP. Somit hatte die USG genau wie wir 7:3 MP gesammelt. Da vor allem Kasimir mit 10 Scorerpunkten (geschossene Tore + gesammelte Brettpunkte) unser Torverhältnis über den Turnierverlauf gut gepflegt hatte, lagen wir bei dieser Wertung vor der USG und konnten daher den Wanderpokal dieses Jahr nach Plauen (eigentlich steht er jetzt in Dresden) entführen.

Alles in allem wie jedes Jahr ein sehr schönes Turnier, welches wir nur weiterempfehlen können. Die meisten Mannschaften werden sicherlich auch im nächsten Jahr wieder teilnehmen. Großen Dank natürlich auch wieder an die Organisatoren Kay Kempe, die Familie Brand und alle weiteren Helfer.

Die Sieger mit den Preisen am Ende eines schönen Sonntags

Quarantäne-Liga bei Lichess

Aufgrund der aktuellen Einschränkungen im Spielbetrieb und dem Vereinsleben im Allgemeinen, versuchen immer mehr Schachfreunde und ihre Vereine alternative Lösungen zum klassischen Vereinsabend zu finden. Das Schach im Internet boomt, Seiten wie chess.com, lichess.org, chess24.com konnten in den vergangenen Monaten einen immensen Anstieg ihrer Mitgliederzahlen vermelden. Dementsprechend werden auch immer mehr Turniere online ausgerichtet, natürlich überwiegend mit den kürzeren Bedenkzeiten.

Unsere Schachfreunde vom SV Markneukirchen haben sich bereits sehr früh mit den Möglichkeiten, welche die verschiedenen Plattformen bieten auseinandergesetzt und bereits vor einigen Monaten ein Team bei Lichess eröffnet, in welchem sich sowohl Vereinsmitglieder, als auch Freunde aus anderen Vereinen versammeln. Darauf aufbauend findet in jeder Woche eine Blitzarena statt, für welche Burkhard Atze auf der Vereinsseite regelmäßig wirbt.

Aber auch auf überregionaler Ebene wird wieder in organisierter Form in Mannschaften online gespielt. Die regulären Mannschaftswettkämpfe wurden in Großbritannien bereits vor zwei Monaten ins Internet verlagert und auch bei uns gibt es nun die Deutsche Schach-Online Liga mit festen Spielplänen und Meldefristen. Etwas lockerer gestaltet sich der Spielbetrieb der Quarantäne-Ligen. In diesen Ligen gibt es pro Woche zwei Spieltage, an welchen die Mitglieder der jeweiligen Teams in einer Blitzarena bei Lichess gegen Spieler anderer Teams aus der gleichen Liga antreten. Es können beliebig viele Spieler pro Team mitmischen, die Gesamtwertung ergibt sich dann aus der Summe der von den fünf besten Spielern erreichten Punkte. Entsprechend der Platzierung am Ende des Spieltages gibt es Auf- und Absteiger.

In der vergangenen Woche bildete sich nun auch ein Team unseres Vereins mit dem Ziel in den Quarantäne-Ligen mitzumischen. Vor allem Spieler der ersten und zweiten Mannschaft, aber auch Blitzexperten aus den nachfolgenden Teams, fanden sich zusammen und spielten gestern erstmals in der Liga 12A mit. Insgesamt spielten über 100 Spieler für die zehn Mannschaften dieser Liga und zum Schluss befanden sich 7 Spieler unseres Teams in den Top15. Mit diesem Ergebnis konnte das Team souverän aufsteigen und tritt am Sonntag von 20 bis 22 Uhr in der Liga 11A an. Burkhard Atze hat den Spielbetrieb, sowie seine eigenen Partien des gestrigen Abends in seinem Twitch-Stream kommentiert.

Abschlusstabelle der Liga 12A
Einzelergebnisse nach der 2h-Arena

Schnellschach statt Hochzeit

Am vergangenen Sonntag, dem 02.02.2020, fand in Adorf die OVL-Schnellschach-Meisterschaft 2020 statt. Die Einladung ging mit dem Hinweis einher, dass sich der Termin auch sehr gut für Taufen und Hochzeiten eignen würde. Da Christof Beyer, Erik Fischer und Simon Burian nichts dergleichen planten, stand einem gemeinsamen Sonntag mit sieben Runden Schnellschach (20 Minuten ohne Inkrement) im oberen Vogtland nichts im Wege.
Simon (TWZ 2107), Erik (2068) und Christof (2023) gefolgt von Claus-Peter Franke (1945, SV Markneukirchen) und Bernd Gündel (1918, SG Waldkirchen) führten das aus insgesamt 22 Spielern bestehende Feld an.

Nachdem es in der ersten Runde ausschließlich Favoritensiege gab, mussten sich Erik und Christof in der zweiten Runde nach spannenden Partien mit halben Punkten gegen Sascha Knabe (1856, SC Reichenbach) und Markus Fenderl (1846, SG Waldkirchen) zufriedengeben, während Simon einen schnellen Sieg gegen Frank Bicker (1858, VSC Plauen) einfahren konnte.
Die dritte Runde brachte dann direkt das erste vereinsinterne Duell zwischen Christof und Erik, welches schnell und gewohnt friedlich endete. Simon konnte erneut überzeugend gewinnen, diesmal gegen Bernd Gündel.
In der letzten Runde vor der Mittagspause geriet Simon erstmals im Turnier unter Druck, konnte die Partie gegen Claus-Peter Franke letztlich dennoch herumreißen und den ganzen Punkt mitnehmen. Christof und Erik konnten ebenfalls mit Siegen in die Pause gehen.
Auch ein kleiner Streitfall, welcher umsichtig und ruhig durch Turnierleiter Frank Weller und Schiedsrichter Burkhard Atze (beide SV Markneukirchen) geschlichtet wurde, konnte die gute Stimmung nicht trüben.

In den Runden fünf und sechs sparte Simon, welcher bis dahin alle seine Partien gewonnen hatte, seine Kräfte gegen Erik und Christof auf, um dann in der Schlussrunde den Turniersieg gegen Markus Fenderl festzumachen. Christof und Erik mussten sich in der Schlussrunde jeweils mit halben Punkten gegen Frank Bicker und Claus-Peter Franke begnügen.

Die Schlusstabelle spiegelte den Turnierverlauf hervorragend wieder, Simon mit 6 aus 7 auf dem klaren und ungefährdeten ersten Platz gefolgt von Christof und Erik mit jeweils 5 Punkten und 29,5 Buchholz-Punkten, lediglich durch die Drittwertung, welche Christof den Vorzug gab, getrennt. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Frank Bicker (5 P.) und Claus-Peter Franke (4,5 P.), dicht verfolgt von Ute Sadewasser (1697, SV Markneukirchen) mit 4,5 Punkten, welche einen super Tag hatte und viele nominell stärkere Spieler hinter sich lassen konnte.

Großer Dank von uns geht an Frank Weller und Familie Neubert für die tolle Organisation und Bewirtung.

Die ungeschlagenen Plauener mit dem unschlagbaren Turnierleiter Frank Weller

Runde 8 der zweiten Mannschaft

Am vergangenen Sonntag stand die vorletzte Runde in der Sachsenliga an. Für uns gab es ein Heimspiel gegen die vierte Mannschaft der Schachgemeinschaft Leipzig, auf Wunsch der Gäste begannen die Partien erst 10 Uhr im Café des Hotels Alexandra, während unsere Vierte bereits eine Stunde spielte. Die Ausgangssituation lässt sich schnell beschreiben, mit einem Sieg wären wir weiterhin ganz vorn mit dabei, drei Mannschaften waren vor der Runde punktgleich mit 9 MP auf dem ersten Platz nur durch die Brettpunkte voneinander getrennt.

Zuerst beendete Lion an Brett 6 seine Weißpartie mit einem schnellen Remis, beide Seiten hatten wenige Chancen für Fehler oder brillante Ideen. Danach gab es lange Zeit keine Ergebnisse, bis Niklas an drei seine Partie zu unserem Gunsten entscheiden konnte und uns in Führung brachte, inzwischen waren auch auf anderen Brettern leichte Vorteile für uns erkennbar, Christof (Br. 5) hatte einen Bauern gewonnen, allerdings konnte sein Gegner aktiveres Figurenspiel vorweisen, Simon an Brett 4 stand aussichtsreich und ich (Br. 7) hatte ebenfalls einen festen positionellen Vorteil erspielt. Einzig Daniel an zwei und Matthias am Spitzenbrett fühlten sich im Mittelspiel etwas unwohl und an Tonis Brett 8 fehlten auf beiden Seiten die Ideen.

Die Partie von Simon endete schließlich in der Punkteteilung, dafür hatte Daniel seiner Gegnerin einen Bauern abgenommen und ein klar vorteilhaftes Endspiel erreicht. Matthias verteidigte ein Turmendspiel in welchem sein Gegner einen Bauern mehr und aktivere Figuren hatte. Bei Toni war wenig los, aber auch solche Partien wurden schon gegen nominell schwächere Gegner gewonnen. Christofs Gegner schwächte im späten Mittelspiel zunehmend seinen eigenen König und auf meinem Brett hatte sich wenig geändert, es wurden Züge wiederholt und manövriert.

Doch dann wendete sich Caissa plötzlich gegen uns, Daniel verpasste es Gegenspiel seiner Gegnerin zu unterbinden, wodurch er seinen Mehrbauern verlor und plötzlich endete diese aussichtsreiche Partie remis. Matthias wickelte in ein Bauernendspiel ab, welches er falsch beurteilt hatte und so ging die Partie verloren. Toni war in einem Damenendspiel gelandet, hatte aber auf dem Weg einen Bauern vergessen, weshalb auch hier nur noch auf einen halben Punkt zu hoffen war. Christof hatte inzwischen seinen Mehrbauern verloren und stand unter Druck. Daher sah ich mich irgendwie in der Pflicht und versuchte nun mit aller Macht den positionellen in einen materiellen Vorteil umzuwandeln, eine Fehlentscheidung, welche mich ebenfalls meinen deutlichen Vorteil hätte kosten müssen, doch mein Gegner wollte meine übereifrigen Ambitionen auf die falsche Art und Weise bestrafen, wobei er in Zeitnot eine Taktik übersah, welche ihn eine Leichtfigur kostete, wonach er sofort aufgab. Toni hatte inzwischen einen halben Punkt aus seinem Endspiel gerettet und Christof verlor seine Partie leider noch.

So endete der Sonntag für uns mit einem 4:4 gegen eine ersatzgeschwächte, aber junge Mannschaft aus Leipzig. Der Blick auf die Ergebnisse unsere Konkurrenten um die Meisterschaft hellte die Stimmung wieder etwas auf. Die SG Leipzig III verlor mit sieben Spielern ihr Auswärtsspiel gegen Wilkau-Haßlau und auch der andere Aufsteiger aus Bautzen konnte nicht gewinnen, sondern erreichte ebenfalls nur ein Unentschieden gegen Dresden-Leuben. Daher konnten wir uns sogar auf Platz zwei verbessern und liegen nur einen halben Brettpunkt hinter dem Spitzenplatz. Neben Bautzen (10 MP, 34 BP) und uns (10 MP, 33,5 BP) hat auch unser Gegner der Schlussrunde, die SG Leipzig III (9 MP, 32,5 BP), noch Chancen auf die Meisterschaft, dafür dürfte Bautzen allerdings nicht gegen die dritte Mannschaft des USV TU Dresden (Platz 7, 8 MP, 29 BP) gewinnen.

Es bleibt also weiter spannend in der Sachsenliga.


Auswärtsspiel der 2. Mannschaft in Wilkau

Es berichtet Celine Peil:

An diesem Sonntag war die 2. Mannschaft auswärts unterwegs. Ohne Mathias Hörr und Daniel Zähringer, die in der 1. Mannschaft gebraucht wurden, ging die Fahrt in Richtung Wilkau-Haßlau. Mit kurzer Verzögerung auf Grund der schlechten Wetterlage, konnte dann auch die 6. Runde starten.

An Brett 1 teilte sich Niklas Linnert mit seinem 100 DWZ-Punkte stärkeren Gegner in einer eher ausgeglichen Partie den Punkt. Auch Simon Burian an Brett 2 und Toni Merkel an Brett 6 holten jeweils einen halben Punkt. Die Partie von Tobias Franz an Brett 7 sah lange Zeit sehr interessant aus und beinhalte für beide Seiten gute Chancen. Auch diese Partie endete mit einem Unentschieden. Lion Pfeufer verlor leider die Partie an Brett 4. Auch ich konnte mein Ziel, meinen Ersteinsatz in der 2. Mannschaft mit einem Sieg zu unterstreichen, nicht erreichen. Ich versuchte das Zentrum übereifrig zu öffnen und verlor deshalb die Partie. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte nur Erik einen ganzen Punkt solide holen können und somit waren alle Augen auf Christof Beyer gerichtet, der für ein Unentschieden der Mannschaft, einen Sieg erringen musste.

Letztendlich bewahrte Christof einen kühlen Kopf und setzte sich an Brett 3 gegen dessen Gegnerin durch.

Der Endstand lautete also: 4:4.

Die größte Hürde hatten wir jedoch noch alle vor uns:

Am Nachmittag waren die Straßen teils so glatt und zugeschneit, dass man mit dem PKW nur mühselig und gefühlt im Schritttempo nach Hause gekommen ist. Aber ich kann euch beruhigen: es ist jeder unversehrt Zuhause angekommen. 🙂

Glatte Straßen und verschneite Wälder