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Schnellschach statt Hochzeit

Am vergangenen Sonntag, dem 02.02.2020, fand in Adorf die OVL-Schnellschach-Meisterschaft 2020 statt. Die Einladung ging mit dem Hinweis einher, dass sich der Termin auch sehr gut für Taufen und Hochzeiten eignen würde. Da Christof Beyer, Erik Fischer und Simon Burian nichts dergleichen planten, stand einem gemeinsamen Sonntag mit sieben Runden Schnellschach (20 Minuten ohne Inkrement) im oberen Vogtland nichts im Wege.
Simon (TWZ 2107), Erik (2068) und Christof (2023) gefolgt von Claus-Peter Franke (1945, SV Markneukirchen) und Bernd Gündel (1918, SG Waldkirchen) führten das aus insgesamt 22 Spielern bestehende Feld an.

Nachdem es in der ersten Runde ausschließlich Favoritensiege gab, mussten sich Erik und Christof in der zweiten Runde nach spannenden Partien mit halben Punkten gegen Sascha Knabe (1856, SC Reichenbach) und Markus Fenderl (1846, SG Waldkirchen) zufriedengeben, während Simon einen schnellen Sieg gegen Frank Bicker (1858, VSC Plauen) einfahren konnte.
Die dritte Runde brachte dann direkt das erste vereinsinterne Duell zwischen Christof und Erik, welches schnell und gewohnt friedlich endete. Simon konnte erneut überzeugend gewinnen, diesmal gegen Bernd Gündel.
In der letzten Runde vor der Mittagspause geriet Simon erstmals im Turnier unter Druck, konnte die Partie gegen Claus-Peter Franke letztlich dennoch herumreißen und den ganzen Punkt mitnehmen. Christof und Erik konnten ebenfalls mit Siegen in die Pause gehen.
Auch ein kleiner Streitfall, welcher umsichtig und ruhig durch Turnierleiter Frank Weller und Schiedsrichter Burkhard Atze (beide SV Markneukirchen) geschlichtet wurde, konnte die gute Stimmung nicht trüben.

In den Runden fünf und sechs sparte Simon, welcher bis dahin alle seine Partien gewonnen hatte, seine Kräfte gegen Erik und Christof auf, um dann in der Schlussrunde den Turniersieg gegen Markus Fenderl festzumachen. Christof und Erik mussten sich in der Schlussrunde jeweils mit halben Punkten gegen Frank Bicker und Claus-Peter Franke begnügen.

Die Schlusstabelle spiegelte den Turnierverlauf hervorragend wieder, Simon mit 6 aus 7 auf dem klaren und ungefährdeten ersten Platz gefolgt von Christof und Erik mit jeweils 5 Punkten und 29,5 Buchholz-Punkten, lediglich durch die Drittwertung, welche Christof den Vorzug gab, getrennt. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Frank Bicker (5 P.) und Claus-Peter Franke (4,5 P.), dicht verfolgt von Ute Sadewasser (1697, SV Markneukirchen) mit 4,5 Punkten, welche einen super Tag hatte und viele nominell stärkere Spieler hinter sich lassen konnte.

Großer Dank von uns geht an Frank Weller und Familie Neubert für die tolle Organisation und Bewirtung.

Die ungeschlagenen Plauener mit dem unschlagbaren Turnierleiter Frank Weller

Runde 8 der zweiten Mannschaft

Am vergangenen Sonntag stand die vorletzte Runde in der Sachsenliga an. Für uns gab es ein Heimspiel gegen die vierte Mannschaft der Schachgemeinschaft Leipzig, auf Wunsch der Gäste begannen die Partien erst 10 Uhr im Café des Hotels Alexandra, während unsere Vierte bereits eine Stunde spielte. Die Ausgangssituation lässt sich schnell beschreiben, mit einem Sieg wären wir weiterhin ganz vorn mit dabei, drei Mannschaften waren vor der Runde punktgleich mit 9 MP auf dem ersten Platz nur durch die Brettpunkte voneinander getrennt.

Zuerst beendete Lion an Brett 6 seine Weißpartie mit einem schnellen Remis, beide Seiten hatten wenige Chancen für Fehler oder brillante Ideen. Danach gab es lange Zeit keine Ergebnisse, bis Niklas an drei seine Partie zu unserem Gunsten entscheiden konnte und uns in Führung brachte, inzwischen waren auch auf anderen Brettern leichte Vorteile für uns erkennbar, Christof (Br. 5) hatte einen Bauern gewonnen, allerdings konnte sein Gegner aktiveres Figurenspiel vorweisen, Simon an Brett 4 stand aussichtsreich und ich (Br. 7) hatte ebenfalls einen festen positionellen Vorteil erspielt. Einzig Daniel an zwei und Matthias am Spitzenbrett fühlten sich im Mittelspiel etwas unwohl und an Tonis Brett 8 fehlten auf beiden Seiten die Ideen.

Die Partie von Simon endete schließlich in der Punkteteilung, dafür hatte Daniel seiner Gegnerin einen Bauern abgenommen und ein klar vorteilhaftes Endspiel erreicht. Matthias verteidigte ein Turmendspiel in welchem sein Gegner einen Bauern mehr und aktivere Figuren hatte. Bei Toni war wenig los, aber auch solche Partien wurden schon gegen nominell schwächere Gegner gewonnen. Christofs Gegner schwächte im späten Mittelspiel zunehmend seinen eigenen König und auf meinem Brett hatte sich wenig geändert, es wurden Züge wiederholt und manövriert.

Doch dann wendete sich Caissa plötzlich gegen uns, Daniel verpasste es Gegenspiel seiner Gegnerin zu unterbinden, wodurch er seinen Mehrbauern verlor und plötzlich endete diese aussichtsreiche Partie remis. Matthias wickelte in ein Bauernendspiel ab, welches er falsch beurteilt hatte und so ging die Partie verloren. Toni war in einem Damenendspiel gelandet, hatte aber auf dem Weg einen Bauern vergessen, weshalb auch hier nur noch auf einen halben Punkt zu hoffen war. Christof hatte inzwischen seinen Mehrbauern verloren und stand unter Druck. Daher sah ich mich irgendwie in der Pflicht und versuchte nun mit aller Macht den positionellen in einen materiellen Vorteil umzuwandeln, eine Fehlentscheidung, welche mich ebenfalls meinen deutlichen Vorteil hätte kosten müssen, doch mein Gegner wollte meine übereifrigen Ambitionen auf die falsche Art und Weise bestrafen, wobei er in Zeitnot eine Taktik übersah, welche ihn eine Leichtfigur kostete, wonach er sofort aufgab. Toni hatte inzwischen einen halben Punkt aus seinem Endspiel gerettet und Christof verlor seine Partie leider noch.

So endete der Sonntag für uns mit einem 4:4 gegen eine ersatzgeschwächte, aber junge Mannschaft aus Leipzig. Der Blick auf die Ergebnisse unsere Konkurrenten um die Meisterschaft hellte die Stimmung wieder etwas auf. Die SG Leipzig III verlor mit sieben Spielern ihr Auswärtsspiel gegen Wilkau-Haßlau und auch der andere Aufsteiger aus Bautzen konnte nicht gewinnen, sondern erreichte ebenfalls nur ein Unentschieden gegen Dresden-Leuben. Daher konnten wir uns sogar auf Platz zwei verbessern und liegen nur einen halben Brettpunkt hinter dem Spitzenplatz. Neben Bautzen (10 MP, 34 BP) und uns (10 MP, 33,5 BP) hat auch unser Gegner der Schlussrunde, die SG Leipzig III (9 MP, 32,5 BP), noch Chancen auf die Meisterschaft, dafür dürfte Bautzen allerdings nicht gegen die dritte Mannschaft des USV TU Dresden (Platz 7, 8 MP, 29 BP) gewinnen.

Es bleibt also weiter spannend in der Sachsenliga.


Auswärtsspiel der 2. Mannschaft in Wilkau

Es berichtet Celine Peil:

An diesem Sonntag war die 2. Mannschaft auswärts unterwegs. Ohne Mathias Hörr und Daniel Zähringer, die in der 1. Mannschaft gebraucht wurden, ging die Fahrt in Richtung Wilkau-Haßlau. Mit kurzer Verzögerung auf Grund der schlechten Wetterlage, konnte dann auch die 6. Runde starten.

An Brett 1 teilte sich Niklas Linnert mit seinem 100 DWZ-Punkte stärkeren Gegner in einer eher ausgeglichen Partie den Punkt. Auch Simon Burian an Brett 2 und Toni Merkel an Brett 6 holten jeweils einen halben Punkt. Die Partie von Tobias Franz an Brett 7 sah lange Zeit sehr interessant aus und beinhalte für beide Seiten gute Chancen. Auch diese Partie endete mit einem Unentschieden. Lion Pfeufer verlor leider die Partie an Brett 4. Auch ich konnte mein Ziel, meinen Ersteinsatz in der 2. Mannschaft mit einem Sieg zu unterstreichen, nicht erreichen. Ich versuchte das Zentrum übereifrig zu öffnen und verlor deshalb die Partie. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte nur Erik einen ganzen Punkt solide holen können und somit waren alle Augen auf Christof Beyer gerichtet, der für ein Unentschieden der Mannschaft, einen Sieg erringen musste.

Letztendlich bewahrte Christof einen kühlen Kopf und setzte sich an Brett 3 gegen dessen Gegnerin durch.

Der Endstand lautete also: 4:4.

Die größte Hürde hatten wir jedoch noch alle vor uns:

Am Nachmittag waren die Straßen teils so glatt und zugeschneit, dass man mit dem PKW nur mühselig und gefühlt im Schritttempo nach Hause gekommen ist. Aber ich kann euch beruhigen: es ist jeder unversehrt Zuhause angekommen. 🙂

Glatte Straßen und verschneite Wälder


Zweite Mannschaft siegt gegen Ebersbach

Es berichtet Niklas Linnert zum vergangenen Spieltag:

Am Sonntag spielte die 2. Mannschaft mal wieder im Hotel Alexandra. Nebenan kam es schon kurz nach 9 (eine Stunde vor Beginn unserer Runde) zu einem Problem mit den Uhren. Der falsche Modus war eingestellt. Doch als sich die anfängliche Aufregung etwas gelegt hatte, begann es auch bei uns.

Leider reiste die Spielvereinigung Ebersbach/SA 1 zur 5. Runde in der Sachsenliga nur mit 6 Spielern an und so konnten Daniel Zähringer an 2 und Simon Burian an 4 ihre „Weißpartien“ schon vor dem ersten Zug beenden und sich wieder aufs Ohr hauen. Ziemlich zügig war auch die Partie an Brett 6 zu Ende. Hier hatte Erik, mit Blick auf unseren 2:0 Vorsprung, dem Gegner ein schnelles Remis angeboten, welches auch angenommen wurde. An den letzten beiden Brettern gab es die einzigen Partien, welche nicht im Remis oder ohne Gegner endeten! Daniel Helmrich verlor seine Partie an Brett 8 etwas unglücklich und Toni fuhr einen souveränen Sieg an Brett 7 ein. Als dann Christof Beyer an Brett 5 noch ein Remis zum Endergebnis beisteuerte, waren nur noch Matthias an 1 und ich an 3 am kämpfen.

Nachdem ich einen zwischenzeitlichen Vorteil mit einem Bauern mehr verspielte, um den 2. Bauern zu gewinnen, wurde der Läufer des Gegners im Endspiel Turm, Läufer gegen Turm, Springer einfach zu stark und so reichten 2 Bauern auf h und d nicht zum Sieg aus. Matthias erspielte am ersten Brett in einer kuriosen Partie, mit Chancen auf beiden Seiten, einen halben Punkt. Und so war das Endergebnis von 5:3 perfekt. Somit konnten wir auf den 3. Platz in der Sachsenliga klettern!