Durch einen Schlussrundensieg gegen IM René Stern konnte sich GM Alexander Graf den alleinigen Turniersieg sowie 1200 EUR Preisgeld beim Lichtenrader Herbst 2010 sichern. Nach 2008 und 2009 ist das in der Hauptstadt bereits sein dritter Sieg in Folge. Diesmal reichten dafür 7,5 Punkte aus 9 Runden, denn das Teilnehmerfeld war in der Spitze durchaus breit besetzt. Ein Sextett kam mit 7 Punkten auf die Plätze, darunter GM Das Neeloptal, IM Michael Richter und der Chemnitz-Sieger GM Jakob Meister.
Heimsieg der Zweiten gegen Leipzig Gohlis III
Plauen – Wie schon beim letzten Spiel in Grimma lautete das heutige Ergebnis 5:3 für Plauen – und ebenso wie in Grimma und als Ersatz bei der Ersten in Dresden, glänzte Andreas Götz mit souveränem Spiel und taktischen Finessen. Mithgeholfen haben aber auch die Schachfreunde aus Leipzig, weil sie nur mit sechs Spielern anreisten.
Weniger souverän spielte unser erstes und letztes Brett. Lion behandelte seine Eröffnung unsauber und übersah ein Damenopfer, Etienne vergab in der Zeitnot den Sieg.
Das waren zum Glück die einzigen Niederlagen, die Siege kamen von Christian und Andreas. Christian hatte im Geschlossenen Sizilianer den gegnerischen König arg unter Druck gesetzt und dann in ein besseres Turmendspiel abgewickelt. Andreas schaffte es, trotz unrochiertem König, dem Gegner eine Qualität abzuluchsen. Mit seiner Turmbatterie konnte er den Punkt einfahren.
Mathias und Daniel steuerten jeweils ein Remis bei, sodass wir mit Glück den Wettkampf für uns entscheiden konnten.
Ergebnisse:
1. Pfeufer, Lion – Schikor, Torsten 0:1
2. Paul, Mathias – Schellig, Andreas 1/2
3. Hörr, Matthias – unbesetzt + –
4. Hilbig, Olaf– unbesetzt + –
5. Götz, Andreas – Schröder, Uwe 1:0
6. Hörr, Christian – Krämer, Martin 1:0
7. Butzke, Daniel – Reichardt, Ronald 1/2
8. Engelhardt, Etienne – Baumgarten, Thomas 0:1
Erwartete Niederlage
Praktisch mit dem letzten Aufgebot fuhr die erste Mannschaft des SK König Plauen zum Saisonauftakt in der 2. Schach-Bundesliga nach Dresden. Sechs der acht mitspielenden Plauener gehören eigentlich zum zweiten Team. Doch die Gäste wehrten sich tapfer, hielten spielerisch gegen und hatten trotz der klaren 2,5:5,5-Niederlage beim fast in Bestbesetzung angetretenen USV TU Dresden keinen Grund die Köpfe hängen zu lassen.Drei Stunden waren gespielt, als Andreas Götz die Plauener mit seinem Sieg gegen Steffen Andresen sogar in Führung brachte. Den entscheidenden Vorteil hatte er sich dabei mit einem doppelten Läuferopfer verschafft.Am dritten Brett musste sich Mathias Paul gegen Altmeister Wolfgang Uhlmann geschlagen geben, der anschließend so freundlich war, dem Plauener in langer Analyse zu erklären, woran es gelegen hatte.Am siebten Brett versuchte Thomas Espig gegen Volker Seifert durchaus die Initiative zu erlangen. Als das Remisgebot des Gegners kam, stellte Espig seine Angriffsbemühungen ein 1,5:1,5.Auch am vierten Brett gab es eine Punkteteilung. Dort hatte Gunter Sandner zwar eine Qualität mehr, diese konnte der Dresdner Paul Hoffmann durch seine gefährlichen Freibauern kompensieren.Einen schweren Stand hatte Lutz Espig, in diesem Match einziger Großmeister auf Seiten der Plauener, am ersten Brett gegen den polnischen Spitzenspieler Bartosz Socko. In einem komplizierten Springerendspiel wurde der Ex-DDR-Meister ausmanövriert, womit die Dresdner die Führung in diesem Vergleich übernahmen (3:2).Eine spannende Partie gab es auch am zweiten Brett, wo sich der Dresdner Jens-Uwe Maiwald bei materiellem Nachteil gerne mit einem Remis durch Zugwiederholung begnügte.Beim Stande von 3,5:2,5 für Dresden war der Kampf gelaufen, denn in den übrigen beiden Partien war nicht zu sehen, wie Plauen den Rückstand noch aufholen sollte. Aber auch Lion Pfeufer und Matthias Hörr hielten lange gut gegen, mussten sich dann aber letztlich doch geschlagen geben.Teamchef Peter Paul erkannte trotz der Niederlage einen guten Saisonstart seiner Mannschaft. Wir haben ab dem dritten Brett mit der zweiten Mannschaft gespielt. Es gibt keinen Grund, unruhig zu werden.Am 24. Oktober empfangen die Plauener dann den SK Tarrasch München.(sb)
Peter Lubans Wendedenkmal eingeweiht
Plauen ist seit Donnerstag um eine Attraktion reicher: Zum Gedenken an die Ereignisse rund um die politische Wende, die am 7. Oktober 1989 in Plauen ihren Anfang nahmen, wurde nun im Beisein von Ministerpräsident Stanislav Tillich das von Peter Luban gestaltete Denkmal enthüllt. Die 3,50 Meter hohe Bronzekerze wurde von der Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit aus insgesamt 14 Entwürfen ausgewählt und nur über Spenden finanziert. Peter Luban, der schon die Brunnen am Klostermarkt, in Bad Brambach, Elsterberg und Rodau entworfen hat, gehört nun neben dem Karikaturisten Erich Ohser zu den wenigen Söhnen der Stadt, die es auch ohne politisches Amt zu Prominenz gebracht haben. Der MDR war bei der Einweihung dabei und konnte Peter im Vorfeld einige Deutungen seines Werks entlocken.
Team I beim Saisonauftakt in Dresden chancenlos
Was ist nur mit Andreas Götz los? Zuletzt noch in einem Mini-Formtief mit sich selbst hadernd war der Jungsenior bereits in Grimma erfolgreich und setzte nun als Ersatzmann gegen Steffen Andresen vom USV TU Dresden noch einen drauf. Leider war sein Schwarzsieg am heutigen Tag der einzige für die Vogtländer geblieben, die aufgrund von zahlreichen Ausfällen an allen Brettern einen deutlichen Rating-Nachteil zu kompensieren hatten. Michael Kuraszkiewicz (gegen Jens-Uwe Maiwald), Gunter Sandner (gegen Paul Hoffmann) und Thomas Espig (gegen Volker Seifert) konnten noch Remisen zum Endstand von 2,5:5,5 beisteuern.
Bereits in zwei Wochen kann die Mannschaft gegen Tarrasch München bei hoffentlich besserer Besetzung ihre eigentlichen Ambitionen unter Beweis stellen.
Hörr-Brüder überzeugen auch beim Chemnitzer Turm-Open
Nach acht Jahren in der Einsiedler Brauerei ist es dem Chemnitzer Schachverband unter der Ägide von Dr. Günter Schmidt gelungen, das Traditionsturnier Anfang Oktober in einem angemessenen, wenn nicht besseren Rahmen fortzusetzen. Im Hotel Rabensteiner Hof fand das wiederbelebte Chemnitzer Turm-Open vom knarrenden Parkett abgesehen unter optimalen Bedingungen statt und man sah es den Teilnehmern an, dass sie sich sichtlich wohlfühlten. In der angrenzenden Lounge nutzte der ein oder andere die bequemen Sofas sogar für ein Nickerchen …
Nachdem Lutz Espig wegen Krankheit absagen musste, waren die Hörr-Brüder gegen die breite Spitze diesmal in schwieriger Mission unterwegs. Den Schwung aus Nürnberg-Zabo mitnehmend hatte Matthias gegen den Chemnitzer Neu-GM und Namensvetter Womacka in Runde 2 durchaus auf Zählbares spekuliert. Bereits mit Mehrbauer und Stellungsvorteil musste er später im Endspiel aber doch noch die Waffen strecken. In der Folge gelangen ihm dann wiederum schöne Siege gegen die Kaderspieler Christoph Peil und den völlig indisponierten Hans Möhn. Wieder brauchte es mit FM Carlo Kunze einen Titelträger und die weißen Steine, um seinen Lauf zu stoppen. Seine weiter ansteigende Form untermauerte Matthias in der Schlussrunde, als er den Chemnitzer Meister FM Stanislav Azimov an die Wand spielte und ihn nach vier Stunden Qual endlich erlöste. Mit 4,5 aus 7 sowie einem ordentlichen DWZ- und Elo-Plus scheint Matthias langsam zu alter Stärke zurückzufinden.
Für Christian verlief das Turnier weniger spektakulär, in der Endabrechnung aber ergiebiger. Obwohl er gegen Azimov und Sobeck mindestens einen Punkt liegen ließ, reichte es mit 4 aus 7 sogar zu einem stattlichen Rating-Preis in der Kategorie U2000. Dass ihn ausgerechnet der Sieg des Bruders in der letzten Runde den nötigen halben Wertungspunkt für einen noch dickeren Umschlag kostete, war gerade noch so zu verschmerzen, zumal das Geld beim ehemaligen Organisator Frank Kapp sicherlich gut angelegt ist.
Gewonnen hat letztlich der Berliner GM Jakob Meister, der sich übrigens wie alle seiner Titel-Kollegen durch enormem Kampfgeist auszeichnete. Dahinter kamen der Vorjahressieger GM Zigurds Lanka und FM Alexandar Vuckovic auf den Plätzen ein.
Nachgelegt
Beim ersten Heimspiel waren gleich drei Plauener Mannschaften Gastgeber. So spielten fast 50 Spieler im Speisesaal der Karl-Marx-Grundschule und um es vorweg zunehmen, darunter zwei Frauen sehr erfolgreich.
Die erste Partie der vierten Mannschaft ging ganz schnell verloren. Das blieb aber der einzige Verlust. Nach und nach ging eine Partie nach der anderen an uns. Angefangen hat es mit Seyffert, Hernla und Bühnert. Wagner hat remisiert. Kurze Zeit später gewannen Paul und Böttger. Am Schluss spielte nur noch Sandner und nach einem Zeitnotfehler des Werdauers war auch der Punkt sicher – also haben wir gleich noch mal nachgelegt und bleiben Tabellenerster.
Übrigens, die zweite Frau ist Hildegard Richter von Empor West Zwickau.
Auswärtssieg im Stadion der Freundschaft
– Die Zweite gewinnt 5:3 gegen den SV 1919 Grimma –
Bei Dauerregen fuhren wir heute vollzählig ins nordsächsische Platten- und Hügelland. Trotz der Favoritenrolle waren wir uns bewusst, dass das Spiel beim SV Grimma – wie in der Vergangenheit auch – kein einfaches sein würde. Umso überraschender, dass wir schon nach wenigen Stunden durch die Siege von Andreas und Thomas 2:0 führten. Kurz darauf kam noch ein toller Sieg von Matthias hinzu, mit den zwei Remis von Christian und Lion stand es bald 4:1. Dann wurde es richtig spannend, denn in den letzten drei Partien waren die Stellungen sehr verwickelt. Ein klarer Sieg für Plauen zeichnete sich an keinem Brett ab. Peter kam in Zeitnot und vergab seinen Positionsvorteil. Im Endspiel wurde dann die Punkteteilung ausgehandelt. Daniel unterlief in der Zeitnotphase ein Schnitzer, der ihm leider die Partie kostete. Mathias spielte am zweiten Brett Remis und machte den 5:3 Sieg perfekt.
Ergebnisse:
1. Pfeufer Lion – Schröter Samuel 1/2
2. Paul Mathias – Collini Carsten 1/2
3. Hörr Matthias – Könze Peter 1:0
4. Götz Andreas – Schröder Daniel 1:0
5. Hörr Christian – Lausch Steffen 1/2
6. Espig Thomas – Täschner Dietmar 1:0
7. Luban Peter – Lieber Paul 1/2
8. Butzke Daniel – Pohl Gunnar 0:1
Hörris testen Zabo-Open
Nach dem verkorksten Saisonstart beim Turnier in Geithain hatten die Hörr-Brüder mit sich selbst noch eine Rechnung offen, die sie zum Teil schon zum Punktspielauftakt gegen Lok Mitte begleichen konnten. Trotz der gemischten Erinnerungen an die früheren Erlangener Open sollte es zur endgültigen Wiedergutmachung nach langer Zeit wieder zu den liebenswerten Franken gehen. Im beschaulichen Nürnberger Stadtteil Zerzabelshof bewiesen Lothar Wittmann und sein Team, dass ein Schachturnier auch ganz ohne Aggression und lange Reden auskommen kann – und das trotz der direkten Nachbarschaft zum historisch belasteten Reichsparteitagsgelände. Es ist ein Witz der Geschichte: Wer gelebte Integration sucht, der findet sie hier!
Matthias zeigte sich beim Verwerten von Gewinnstellungen stark verbessert und hatte trotz eines dünnen Auftaktremis vor der Schlussrunde noch Chancen auf das Preisgeld. Vitali Promyshlyanskiy von Noris Tarrasch Nürnberg war dann aber doch eine Nummer zu groß für ihn. 3,5 aus 5 sind aber absolut in Ordnung.
Auch bei Christian zeigt die Tendenz deutlich nach oben, obwohl er gegen stärkere Gegnerschaft erneut einfache Punkte liegen ließ. Dennoch erreichte er mit 3 aus 5 diesmal ein kachi-koshi 11 Plätze über dem Setzrang, wenngleich mit überschaubarem DWZ-Plus.
Gewonnen hat das 12. Zabo-Open übrigens der einheimische Elo-Favorit und Titelverteidiger GM Michael Prusikin vor seinem Forchheimer Vereinskollegen FM Alexander Seyb und dem Überraschungsdritten Peter Seeger.
Da das Turnier in familiärer Atmosphäre mit Rundumverpflegung und ausreichend Parkmöglichkeiten stattfand, kann man es vorbehaltlos für das kommende Jahr weiterempfehlen. Und mit ein bisschen Recherche findet man außerhalb der Messezeit sogar mondäne Hotelzimmer zu vernünftigen Preisen. Nur an ihrem Verkehrskonzept müssen die Franken noch feilen …
U 20 – 2. SL / U 16 – Bez.Liga-Klasse
Der Auftakt unserer Nachwuchsteams verlief hoffnungsvoll, denn die U 20 kam zu einem knappen 2,5 : 1,5 Erfolg gegen Bautzen. Am 18.09.10 begaben sich unsere zwei U 16 Teams in den Ring. Sachsenligaabsteiger SKK I. konnte mit einem 4:0 gegen Wilkau II. seine Wiederaufstiegsambitionen untermauern. Beteiligt am Erfolg waren Toni Merkel, Huy Duc, Binh Karl und Julian Garreis. Im Malzhaus kam es im Ortsderby zur Paarung VSC I. – SKK II. und da der Gastgeber mit nur 3 Spielern antrat war der 2,5:1,5 Sieg nicht gefährdet. Hier holten Tim Seyffert, Till Werner Schmidt und Elisa Hasse die Punkte. Am kommenden 25.09.10 kommt es zum Duell unseres U 20 Team gegen Coswig !
Peter Luban