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Trainingslager Schilbach 2017

Traditionell zum Ende der Herbstferien gastierte unser Nachwuchsteam im Rittergut zu Schilbach. Der „Goldene Oktober“ zauberte eine malerische Kulisse in die verschlafene Landschaft rund um den kleinen Ort im oberen Vogtland. Besonders der Park rund um das Rittergut ist immer wieder ein optisches Highlight.

30 Kinder und Jugendliche nebst Trainerstab vom Schachklub König, dem Schachclub Reichenbach und vom SV Markneukirchen fanden vorzügliche Bedingungen vor. Als Gasttrainer war neben den bewährten „Einheimischen“, Andreas Götz, Peter Luban, Jochen Bandt, Burkhard Atze und Elmer Pekrul, natürlich unser Holger Borchers aus Berlin angereist. Drei Tage Schach frontal, in sechs Trainingsgruppen unterschiedlichen Alters und Spielstärke, standen auf  dem Programm. Die Freizeitgestaltung außerhalb der Bretter kam natürlich auch nicht zu kurz. Tischtennis, Spaziergänge und ein zünftiges Fußballmatch mit ganz besonderen Regeln. Das besagte Match endete letztlich leistungsgerecht mit 6:6 Unentschieden. Besonderheit war hierbei der wechselnde Untergrund von Pflaster, Schotter und Rasen nebst den zugehörigen Banden. In guter Eishockey Manier durfte auch hinter den improvisierten Toren weitergekickt werden und in der Schlussviertelstunde die Tore auch von „hinten“ erzielt werden, die Torhüter standen somit im Mittelpunkt des Geschehens.

Im Vordergrund stand natürlich das gemeinsame Schach Trainning. Die älteren Gruppen bei Holger und Andreas beschäftigten sich vordergründig mit strategischen Aufgaben und dem Eingrenzen der Möglichkeiten der Gegenpartei. Unsere jüngeren Spieler lösten eifrig Taktikaufgaben, auch Eröffnungstheorie und Endspielmotive wurden von den Trainern vermittelt. Gut gerüstet stehen, als nächste Bewährungsproben für unseren Nachwuchs, die Vogtländischen Einzelmeisterschaften Anfang Dezember sowie die Bezirksmannschaftsmeisterschaften des Spielbezirkes Chemnitz vor der Tür.

Am Freitag Abend stand nach den Trainingseinheiten ein Blitzturnier auf dem Programm. In der Altersklasse U16/20 hatte Simon Burian etwas überraschend die Nase vorn. Das U12/14 Turnier wurde zur sicheren Beute von Florian Elstner. Bei den Jüngsten U8/10 war Emre Gökcen der strahlende Sieger. Das heiss geliebte Tandem am Samstag Abend durfte natürlich nicht fehlen. In der Kategorie U12/20 gab es mit dem Triumph von Nico Hörkner und seinem Partner Reinhard Atze eine faustdicke aber hoch verdiente Überraschung. Bei den Kleinen (U8/10) freuten sich Ethan Manicio und Tom Hai Dang über die Siegerpokale.

Im Namen des Schachklub König Plauen möchte ich allen Betreuern, Trainern und unseren „Schacheltern“ für das Engagement zum gelungenen Trainingslager – Schilbach 2017 herzlichst danken. Ganz besonders unserem „Chef“ Peter Luban, welcher wie immer alles akribisch vorbereitet hatte. Hoffentlich heisst es auch 2018 wieder: „Schilbach wir kommen“!

 

Elmer Pekrul

 

 

 


Schnellschach am Nationalfeiertag – Bericht zur ersten offenen Plauener Schnellschachmeisterschaft

Turniersaal Aula Friedensschule

Nach langer Vorbereitung war es am Tag der deutschen Einheit soweit. Die Aula der Plauener Friedensschule bot mit dem geräumigen  und hellen Ambiente vorzügliche Bedingungen zur Premiere der 1. Plauener Schnellschachmeisterschaft. Der schnelllebigen Zeit, dem allgemeinen Trend in der Schachwelt Rechnung tragend und den unbefriedigenden Turnieren im Turnierschach der letzten Jahre geschuldet, wurde das traditionsreiche Turnier erstmals in diesem Format, mit zwanzig Minuten Bedenkzeit pro Spieler ausgetragen. 28 Spieler aus Oberfranken, dem Erzgebirge, dem Vogtland und natürlich der Stadt Plauen standen in der Startliste. Ein Schachfreund reiste sogar aus Leipzig zum Turnier an. Besonders erwähnenswert sei noch Teilnahme des Präsidenten des sächsischen Schachverbandes Frank Bicker.

Ein Schachturnier am Tag der deutschen Einheit, eigentlich nichts besonderes, da wir Schachspieler die Einheit schon lange vollzogen haben. Himmelsrichtungen, Konfessionen, soziale Stellungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sind am Brett reine Nebensache. Für korrekte Opfer, auch kleinster Materialeinheiten, erntet man Lob und Respekt der anderen „Schacher“, ohne mit einer hahnebüchenden Rechtfertigung aufwarten zu müssen.

Die schönste Geschichte um das diesjährige Turnier war sicher die Teilnahme des gefürchteten Plauener Urgesteins Peter Wilfert („Der Letzte der großen W“: Gunter Sandner), mittlerweile beim Schachklub Hof beheimatet. Vor 1990 war es alten Weggefährten leider viele Jahrzenhnte versagt, einfach mal zum Schach nach Hof oder Plauen zu fahren. Heute ist dies zum Glück Geschichte.

Schiedsrichter des Turniers war Burkhard Atze vom SV Markneukirchen, welcher auf Grund der Fairness aller Teilnehmer leichtes Amtieren hatte. Danke Burkhard für Dein Engagement.  An der Imbisstheke erfüllten Jana und André Burian die kullinarischen Wünsche der Teilnehmer vortrefflich. Vielen herzlichen Dank den Beiden und auch an „Kuchenbäckerin“ Katharina Elstner!

Zum Turniergeschehen: Das Salz in der Suppe der ersten Runden eines jeden Open Turniers sind allemal die Paarungen “ David gegen Goliath“, nebst den obligatorischen Favoritenstürzen. Herausragende persönliche Erfolge, mit Siegen gegen Mitfavoriten, konnten der Leipziger Peter Urban gegen André Wilfert (DWZ Unterschied 364 Punkte), sowie Dr. Georg Valtin gegen Igor Shaskin (439 Punkte) feiern. Die Favoriten setzten sich aber letztlich dennoch durch. Sicherer und hochverdienter 1. Plauener Schnellschachmeister wurde Topfavorit FM Gunter Sandner mit 6 Punkten aus 7 Partien. Auf dem Treppchen folgten Mathias Paul und der Oberuseler Igor Shaskin vor dem Ex Plauener Jürgen Heinz, FM Roland Pfretschner und dem Marktleuthener André Wilfert.  Neben den Preisen für die Spitzenplätze gab es noch jede Menge Kategoriepreise bei 100% Startgeldausschüttung, welche nachfolgende Teilnehmer erkämpfen konnten:

DWZ unter 1750: Roland Krämer (ATSV Oberkotsau)

DWZ Unter 1550: Richard Melitzki (SK König Plauen)

Bester Senior: Peter Wilfert (PTSV SK Hof 1892)

Beste Dame: Eva-Maria Wilfert (PTSV SK Hof)

Bester Jugendlicher U 20: Daniel Zähringer (SK König Plauen)

Bester Schüler U 14: Simon Burian (SK König Plauen)

Fortschrittstabelle Plauener Meisterschaft

Paarungen Plauener Meisterschaft

Nach einer gelungenen Premiere 2017 und einem positiven Resümee aller Teilnehmer, darf der 03. Oktober 2018 als Austragungstermin der 2. Plauener Schnellschachmeisterschaft für interessierte Schachspieler schon mal vorgemerkt werden.

Elmer Pekrul- Turnierleiter

Bildergalerie von André Burian und Elmer Pekrul:

 

 

 

 

 


32. Geithainer Sommerturnier

Vom 25. bis 28. August nutzte eine kleine kleine Delegation des SK König Plauen die nunmehr 32. Auflage des Geithainer Wochenendturniers zur Saisonvorbereitung. Im A- Turnier mit DWZ Einstiegsgrenze 1750 kämpften Simon Burian, Burkhard Atze und ich um Punkte und Platzierungen. Das B Turnier war Tummelplatz für unseren Nachwuchs, vertreten durch Richard Melitzki, Reinhard Atze, Clemens Deiters, Florian Elstner und Dr. Georg Valtin. Übernachtet haben wir, schon zur kleinen Tradition geworden, abermals in der modernen Jugendherberge Bad Lausik.

Die Ausrichter um den langjährigen Turnierleiter Mario Birr vom SC Agro Geithain haben mit viel Liebe und Enthusiasmus wie in den Vorjahren ein günstiges sowie bestens organisiertes Turnier auf die Beine gestellt. Verdienter Lohn für die Ausrichter im neuen Spiellokal des Bürgerhauses zu Geithain war ein neuer Teilnehmerrekord von 144 Schachfreunden davon 50 im A Turnier. Bemerkenswert das die Geithainer Schachfreunde, ein kleiner Miniverein in der sächsischen Provinz zwischen den Metropolen Leipzig und Chemnitz,  die Tradition seit der Erstauflage 1985 aufrecht erhalten konnten.

Schachlich war Geithain 2017 recht durchwachsen für unsere Teilnehmer. In glänzender Form präsentierte sich Dr. Georg Valtin als Setzlisten 30. im B- Turnier mit  4 Punkten aus 5 Partien und Platz 9 im Endklassement. Unsere fünfte Herrenmannschaft darf sich somit auf einen ambitionierten Mitstreiter freuen. Bei Georgs Schach sieht man deutlich die Handschrift der soliden Nachwuchsarbeit, damals noch „Fortschritt Plauen“, mit weiterer Spielpraxis geht da sicher noch Einiges nach vorn. Ganz stark auch der Auftritt von Simon Burian im A- Turnier, nach einem zähen Sieg zum Auftakt gegen ein Nachwuchstalent aus Magdeburg folgten zwei solide Remispartien gegen Kategorie 2000+, darunter gegen das Erfurter Supertalent Moritz Weißhäutel. Highlight war sicher für Simon die 4. Runde als er „Lok – Ikone“ Günter Sobek mit Schwarz mustergülig überspielte und zur Strecke brachte. Im Finaldurchgang ging es für Simon somit um einen Platz auf dem Siegerpodest, Gegner war das USG Sachsenliga – Spitzenbrett Tobias Kulke (DWZ 2133). Mit Weiß überspielte er selbigen sehenswert und erbeutete die Qualität nebst Gewinnstellung, leider verlor Simon danach etwas den Faden und überlies dem Gegner die Initiative, Remis ablehnend kippte die Partie letztlich noch vollends, Schade. Simon darf sich aber mit einer Menge DWZ Punkte im Gepäck trösten sowie der Gewissheit für kommende Aufgaben fit zu sein. Burkhard als Setzlistenletzter im A- Turnier stratete mit der „kleinen Rochade“, kämpfte und konnte noch 50% der Punkte erzielen und dabei wenigstens wertzahltechnisch die Schmach von Olmütz ein wenig erträglicher gestalten. Ebenso 50% erzielte der Berichterstatter auf unspektakuläre und wenig inovative Weise und um ein paar DWZ Punkte leichter. Unsere Nachwuchsspieler Florian, Richard, Clemens und Reinhard erzielten unter 50% der Punkte im B Turnier, hier fehlte bei allen noch die Kontinuität im Spiel. Das Ziel eine optimale Saisonvorbereitung zu spielen verhinderte oft die mangelhafte Bedenkzeiteinteilung, hier haben wir noch einigen Nachholebedarf. Freunde der Statistik finden alle Ergebnisse auf der Turnierseite des Veranstalters.

Am Rande des Turniers war wie all die Jahre auch der „Analyst“ zu Gange, diesmal sehr löblich ohne die unsägliche Mötley Crüe Perücke. Leider fühlte man sich nach wie vor an „Generalitäten“ längst vergangener Zeiten inhaliert.