Erste kommt mit blauem Auge bei VfB Leipzig davon

Es gab zum Wochenende zahlreiche Ausfälle in der Ersten, was sich leider auch in den anderen Mannschaften bemerkbar machte. In der Oberliga reichte es dieses Mal ebenfalls nicht zu einem souveränen Sieg. Mit vier Titelträgern im Ober- und vier Hilfsarbeitern im Unterhaus kamen wir gegen VfB Leipzig über ein 4:4 nicht hinaus.

Es deutete sich zeitig an, dass die vollen Punkte an diesem Tag sehr hoch hängen würden. Als einziger konnte ich meinen Gegner frühzeitig aufs Glatteis führen und großen Vorteil erlangen. An den meisten anderen Brettern wurde hingegen die erste Runde des Kandidatenfinales nachgestellt. Mathias lehnt zwar gleich zu Beginn Remis ab, konnte mit Schwarz dann aber gegen eine solide Spielweise keine vorteilhaften Verwicklungen zurechtspinnen und willigte bei symmetrischer Struktur doch bald in die Punkteteilung ein. Das gleiche Bild ergab sich bei Kura und Roland. Auch ihre Gegner wählten mit Weiß grundständige Aufbauten und konnten sich so jeweils über einen ungefährdeten halben Punkt freuen. Anders verlief die Partie bei Sven, der sich schon in der frühen Eröffnungsphase mit unorthodoxen gegnerischen Bauernvorstößen konfrontiert sah. Sven versuchte, aus den entstehenden Schwächen Kapital zu schlagen, opferte einen Bauern, fand sich dann jedoch in bedrängter Lage wieder und nahm das Remisgebot entsprechend gern an. Für ein solches Ergebnis schien es bei Lion schon zu spät. In sehr aussichtsreicher Stellung überrumpelte ihn ein kraftvolles Qualitätsopfer, das die Koordination seiner Figuren sehenswert zerstörte und uns später die erste Niederlage des Tages bescherte. Gut, dass Thomasz am ersten Brett routiniert agierte. Mit Weiß ließ er sich auf keine Sperenzchen ein, sondern stellte sich ruhig auf, um erst im Endspiel seine Klasse entscheidend in Szene zu setzen. Kurz vorher hatte auch ich meine Partie gewinnen können, so dass wir nun sogar in Führung lagen. Die Bedeutungslosigkeit dessen war allerdings schon abzusehen. Christof hatte im Endspiel eine glatte Qualität weniger und konnte dies auch nicht wie Schachfreund Giso Müller am Nachbarbrett mit sonstigen vorteilhaften Arrangements ausgleichen. Wenn nur noch ein Turm auf dem Brett ist, bedarf es nur noch wenig Koordination.

Auf den Tabellenstand wirkt sich der Punktverlust wenig aus, da Leipzig und Hoyerswerda ebenfalls 4:4 spielten. Wir können die letzte Doppelrunde deswegen weiterhin mit einem angenehmen 4-Punktevorsprung und ebenso tollem Torverhältnis angehen.


U 16 SL Finale in Plauen

Am 9.März 13 trafen sich die 10 Teams der Sachsenliga U 16 in der Aula der Friedensschule Plauen, um ihre zwei letzten Runden zentral zu spielen. Gleichzeitig taten dies auch noch unsere zwei jungen Bezirksligateams. Die Favoriten GW Leipzig und SG Leipzig belegten den 1. u. 2. Platz und fahren zur DMM. Dritter wurde SC Einheit Bautzen, gefolgt von Dresden Striesen. Mit ihren zwei Kantersiegen konnte sich unser Team noch auf den 5. Platz vorschieben = SK König Plauen – Dresden Str. 3,5:0,5 und gegen Wilkau Haßlau gelang ein 3:1. Die weitere Reihenfolge: Turm Leipzig, USV Dresden , USG Chemnitz, SG Leipzig II. und Wilkau Haßlau. Die Einzelergebnisse lauten wie folgt: Toni Merkel 4,5/9, Huy Duc 4,5/9, Erik Fischer 5,5/9 und Tim Seyffert 3,5/9. Somit müßen zwei Vertreter unseres Bezirkes absteigen – USG Chemnitz u. Wilkau Haßlau, dazu die SG Leipzig II.
II. Team: Ziel war es zu lernen, um im nächsten Jahr die Lücken zu schließen, die Toni, Huy und Erik hinterlassen werden, sie wechseln in die U 20. Die beiden letzten Spiele konnte gegen USG II. u. CSC I. deutlich gewonnen werden und am Ende wurde es sogar der 4.Platz, noch vor AUE I. u. CSC Chemnitz I. .Daniel Helmrich 2/7, Daniel Suhr 6/9, Timm Niklaus 6/9, Ng. Lukas 3,5/6, Niklas Linnert 3/4.
II. Team: hier kamen die U 12 / U 10 Spieler zum Einsatz, welche gegen starke Gegnerschaft schon einmal den Aufstand proben sollten. Positive Akzente setzten hier Simon Burian 4,5/7 und Nico Hörkner 3/6.
Die Aula der Friedensschule bot BESTE Spielbedingungen. Maßgeblichen Anteil hatten natürlich die vielen engagierten Helfer aus dem Verein und der Elternschaft. Es gab Kaffee&Kuchen, diese wurden von den Eltern selbst gebacken u. gespendet ( Fam. Suhr, Linnert,Niklaus, Fritsche, Burian, Hörkner,Ruckdeschel,Grimm sind hier besonders zu erwähnen). Dank gilt auch der Haselbrunner Bäckerei „Mühlberg“, welche leckere Backwaren sponsorte. Mit dem Erlös ist unsere Kinderweihnachtsfeier in der Jößnitzer Kegelbahn schon heute gesichert . Der „Würstlmoa“ rundet die Verpflegung ab. Der SK König Plauen dankt hiermit allen Helfern und Verantwortlichen der Veranstaltung.

Sachsenliga U16: Finale in der Aula der Friedensschule


Jörg Seidel übersetzt Hans Kirk

Jörg Seidel, der sich zunächst als Philosoph und später über viele Jahre mit seiner Rubrik „Metachess“ eine respektable Stammleserschaft erarbeitet hat, macht sich nach sechs eigenen Werken nun auch als Übersetzer einen Namen. „Die Tagelöhner“ und „Die neuen Zeiten“ zählen zu den weltliterarisch bedeutendsten Werken des dänischen Romanschriftstellers Hans Kirk. Beide Bücher sind kürzlich im Charlatan-Verlag Rostock erschienen und können (wie übrigens auch das Metachess-Buch) dort oder im normalen Buchhandel bestellt werden. Als besonderen Service für alle Interessierten hat Jörg zudem eine umfangreiche Webseite zu Hans Kirk erstellt, nach eigener Aussage die umfangreichste weltweit.


Erste auf Aufstiegskurs

Trotz ergiebigen Neuschnees auf den Straßen des Vogtlandes saßen alle acht Könige pünktlich 10:00 Uhr am Brett, was sicherlich auch einer professionellen Reiseplanung geschuldet ist. Unsere Gegner von Grün-Weiß Dresden hatten etwas mehr Mühe, ein Fahrzeug steckte irgendwo auf der A72 fest, zeitlicher Ausgang völlig unklar. Ob nun eindeutig, da regelkonform oder auch nicht, jedenfalls möchten wir es sehr lobend erwähnen, dass man sich höflich, ob der vom Schiedsrichter vorgeschlagenen 10 minütigen Verzögerung des Spielbeginns bedankte und an den besetzten 4 Brettern einfach begann. GUT SO! Diskussionen bezüglich unvorhersehbarer Wettereskapaden sollte man den Fachleuten von Wetter- und Winterdiensten überlassen. Schließlich saßen mit 30 (+10) minütiger Verspätung am Ende alle am Brett, sodass der schachliche Wettkampf seine Bahnen nehmen konnte.

Als erster beendete Roland Pfretzschner an Brett 5 seine Partie. Nachdem alle Leichtfiguren sauber alternierend den Weg in ihre heimatliche Holzkiste fanden und eine leicht schlechtere Bauernstruktur für ihn auf dem Brett verblieb, offerierte der dem Gegner die Punkteteilung, was dieser gerne positiv beschied. Vergleichbar verlief die Partie bei Sven Schaller an Brett 4. Nach Bauernopfer fand er, trotz investierter Stunde, keinen gangbaren Weg den kleinen Entwicklungsvorsprung sinnvoll aufrecht zu halten, ohne den Zwerg zwischendurch einzusammeln. Es blieb nichts, was verheißungsvoll genug erschien, den Sonntagnachmittag dafür zu opfern, also remis. Für mich bezeichnend aus der Halbdistanz einsehbar, waren die Ereignisse an Brett 8. Schritt für Schritt näherte sich die Gesichtsfarbe von Christof Beyers Gegner der Farbe seines Pullovers, als diese schließlich erreicht war, gab sein Gegner auf. Bei Lutz Espig war es leider umgekehrt. Die 0:20 min für 20 Züge in einer Stellung, die man als Laie in 20 Sekunden nicht erfasst, ließen schon nichts Gutes erahnen. Irgendwie um die Zeitkontrolle herum hatte Tomasz Markowski am Brett 1 den ganzen Punkt eingefahren und mit seinem 7. Zähler aus 8 Partien die Weichen gestellt. Michael Kuraszkiewicz an Brett hatte seine anfänglichen Koordinationsprobleme schrittweise behoben und gewann sein Endspiel mit gutem Springer gegen schlechten Läufer recht sicher. Eigentlich hätte ich diese Chance ergreifen müssen und mit einem mannschaftsdienlichen Remis aus der Position der Stärke heraus, den Sieg sichern können. „Dummerweise“ hatte Matthias Hörr in der Zwischenzeit seinen Gegner zum Mannschaftserfolg niedergerungen, so dass meine Partie zur kollegialen Belanglosigkeit verkam. Nach einem kleinen taktischen Übersehen, blieb mir nur der demütige Griff zur dargebotenen Hand zum sicheren 5,5 zu 2,5.

Somit verbleiben unseren Aufstiegskonkurrenten noch drei Spiele um den Rückstand von derzeit vier Zählern wettzumachen … jetzt heißt es „konzentriert bleiben!“, selbst in dem Wissen, dass Pferde physiologisch nicht kotzen können.


Bezirkseinzelmeisterschaft 2013 in Geyer

Vom SK König Plauen qualifizierten sich 14 Teilnehmer zur diesjährigen BEM im Erzgebirge. Reichenbach und der VSC Plauen stellten jeweils 6 Teilnehmer. Vorausgegangen waren die fünf Qualifikationsturniere in den neuen „Großkreisen“: Chemnitz ( 67 Teilnehmer), Erzgebirge (69), Vogtland (74), Zwickau (38), Mittl. Kreis (50). In der JH Hormersdorf/Geyer sollten 116 Schacheleven um die Tickets zur Sächs.-Meisterschaft spielen. Am Ende gab es eine recht erfolgreiches Fazit für unseren Verein und auch für das Vogtland. Simon Burian konnte in der U 10 den 2.Platz, Binh Karl den 3.Platz U 18 und Niklas Linnert U 14 ebenfalls den 3. Platz belegen, dies bedeutet die direkte Qualifikation zur Sachsenmeisterschaft in Sebnitz. In der AK U 14 ist auch der 4.Platz berechtigt zur SEM zu fahren, von dieser Regel profitiert unser Lukas Nuyen Dang.Viele unserer Spieler erreichten ebenfalls sehr gute Plätze, die zu dem kommenden Qualifikationsturnier am 3.3.2013 berechtigen: Huy Duc U 16, Nico Hörkner U 10 – alle 4.Platz (berechtigt sind die 4. und 5. Plätze)
Ludwig Müller 6.Platz U 12, Tim Seyffert 6.Platz U 16 und einen Platz dahinter Toni Merkel und Erik Fischer. Alle diese Spieler mischten in den Spitzengruppen mit und diese Platzierungen sind für uns genauso wertvoll wie die Medaillen selbst. Reichenbach steuerte auf das vogtl. Konto noch zwei 1. Plätze bei: Jan Niklas Phenn U 12 und Knabe Sascha U 20 . Insgesamt konnten sich Kinder aus 21 Vereinen qualifizieren und hier gleich ein paar Details: Vogtland 3 Vereine, Chemnitz 3, Zwickau 3, Mittlerer Kreis 4, Erzgebirge 8.
Bemerkenswert der stetige Aufschwung im Erzgebirge, welcher auf breite Schultern verteilt ist zB. Annaberg, Aue, Schwarzenberg, Gornsdorf, Gelenau,Seiffen, Kleinniederneuschönberg usw..
Bei den Jungen verteilten sich die 18 Medaillen wie folgt: Erzgebirge 7, Vogtland 5, Chemnitz 4, Mittl. Kreis 2 und Zwickau keine. Chemnitz erzielte bei den Mädchen 7, Zwickau 3 u. die anderen Kreise jeweils eine Medaille. Wie jedes Jahr glänzten die vielen Helfer aus den erzgebirgischen Vereinen, Herrn Ronald Wilhelm und Rainer Kutscha bei der Organisation, vielen Dank!

Teilnehmer der BEM 2013 in Geyer


Alles bestens in der Oberliga

„Experience is a hard teacher because she gives the test first, the lesson afterwards.“ Schachspielende Handybenutzer teilt man gemeinhin in zwei Kategorien: Solche, die vor lauter Gutgläubigkeit die Heimfahrt schon während der Partie klären wollen und jene, die die Anreise trotz mehrfacher Benachrichtigung verschwitzen. Die erste Mannschaft hatte zum Doppelheimspiel an diesem Wochenende Glück, dass genug Ersatzspieler zur Verfügung standen, um kurzfristige Ausfälle zu verkraften. Zu Gast waren die zuletzt sehr überzeugend auftretenden Schachfreunde aus Hoyerswerda und die Reserve von USV TU Dresden.

Da uns Hoyerswerda in der Tabelle mit nur einem Punkt Abstand hinterherhechelte, bot sich am Samstag die Chance, unsere Aufstiegsambitionen gehörig zu unterstreichen. Wenngleich sich der deutliche Sieg zwischenzeitig nicht aus den Brettern lesen ließ, liefen wir nie große Gefahr, Punkte liegen zu lassen. Christof kam wie gesagt über Nacht zu seinem Einsatz, zeigte sich aber trotzdem theoriefest – mit Schwarz bedeutet das dynamischen Ausgleich und so wurde Remis vereinbart, als klar war, dass Dimitrios und Kura volle Punkte einfahren werden. Letzterer hatte schon früh mit seiner Dame aus der Ferne die schwarze Stellung in Augenschein genommen und seinen Gegner empfindlich in der Entwicklung gestört.
Auch ich stand zum Ausgang der Eröffnung sehr vielversprechend, gab mich dann jedoch unnötiger Moddelei hin. Als dann bei knapper Zeit mein Angriffsplan ins Stocken geriet, war ich mir immer noch zu fein, die Zugwiederholung zu akzeptieren. Der Übermut war völlig fehl am Platze – wenig später gab ich auf. Es blieb dies unsere einzige Niederlage an diesem Tage. Tomasz‘ Gegner ließ sich zum 41. Zug seine Stellung gründlich durch den Kopf gehen und strich zuglos die Segel. Ein weiterer halber Punkt kam von Roland, der trotz anfälliger Bauernstruktur im Endspiel zu Gegenspiel kam und somit alle gegnerischen Aktivpläne zunichtemachte. Es liefen danach noch die Partien von Lutz und Jolanta, die nach der Zeitkontrolle optisch sehr ansprechend stand, dann aber doch noch überraschend in die Defensive geriet und mit ihrem König zwischen a1 und b1 pendelte. In dieser Situation verlor dann wiederum ihr Gegner den Faden; dieses Mal endgültig. Schon vorher kam es zum Showdown bei Lutz. Leichtfertig setzte er sich im Schwerfigurenendspiel einer furchteinflößenden Schachsalve aus, die seinen König tief ins gegnerische Lager trieb. Letztlich fühlte sich sein Monarch dort wohler als sein Opponent, was sich aber als fatal herausstellte. Ausgerechnet nachdem Lutz sich konsolidieren konnte, ließ er sich mit einem Patttrick verarschen. Auf den Mannschaftssieg hatte das selbstredend keinen Einfluss mehr – die Tabellenführung war souverän ausgebaut worden.

Am Sonntag stand die vermeintlich leichtere Aufgabe gegen Dresden II an, die wohl auch aufgrund der Terminüberlappung mit der zweiten Liga auf alle acht Stammspieler verzichten mussten. Mich hat es dennoch gleich aus der Eröffnung heraus vom Brett geweht. Als einziger Lichtblick blieb, dass Lutz nach drei Stunden ins Remis einwilligte und ich so nicht als erster meine Partie beendete. Es steht zu hoffen, dass man nach dieser Leistung bzgl. meiner Spielstärke mehr auf mein eigenes Urteil vertraut. Dimitrios sorgte rasch wieder für den Ausgleich. Kura hatte sich mit Schwarz zwar auch einen leichten Vorteil erspielen können, kam über die Punkteteilung jedoch nicht hinaus. Das kleine Plus genügte hingegen Tomasz für den ganzen Zähler. In der akkuraten Behandlung des Turmendspiels kam die Großmeisterklasse effektiv zur Geltung.
Jolantas Partie roch lange Zeit nach Remis, obwohl ihr König eine bedrohlich aktive Position eingenommen hatte. Letztlich schien aber nicht dieser Aspekt den Ausschlag zu geben, sondern ein unschuldig anmutender Turmtausch, der das gegnerische Lager ohne die nötigen Verteidigungskräfte zurücklies. Die beiden verbliebenen Partien gaben auch Anlass zur Freude. Mathias ersetze Christof am letzten Brett und hatte eine Mehrfigur ins Turmendspiel gerettet, wo er sichtlich bemüht war, seinen letzten Bauern auf dem Brett zu halten. Zum Schluss entschied jedoch ein überfallartiger Mattangriff mit König, Turm und Springer. Ruhiger, deswegen aber nicht weniger kraftvoll, brachte Roland seine Partie zu Ende. Mit Mehrqualität beherrschte er das ganze Brett und konnte sich jede Zeit der Welt lassen, um seine Schwerfiguren auf der h-Linie in Stellung zu bringen. Sein Gegner sah das vermeintliche Ende wohl kommen, konnte den zu erwartenden Manövern jedoch nur suspensiven Widerstand entgegensetzen; das Eindringen war nicht mehr zu verhindern.

Mit den beiden hohen Siegen lagen wir im Soll. Da die Coswiger zudem gerade gegen beide Mannschaften von SG Leipzig ihren unglücklichen Saisonstart beendeten, zeigt sich die Tabelle von ihrer besten Seite. Bei noch vier ausstehenden Spielen führt unser Team die Staffel mit vier Punkten an. Es würde von großer Unerfahrenheit zeugen, wenn der Aufstieg nochmals in Gefahr geraten sollte.


Team II kann auch ernten

Beim Duell Erster gegen Letzter hat sich die II. Mannschaft unerwartet hoch mit 6,5:1,5 gegen die SG Leipzig V durchgesetzt. Als Lion Pfeufer noch in der Eröffnung eine Figur abgrasen konnte, hatten die Schwarzbretter noch sichtlich Mühe, in ihre Partien zu finden. Auch Tobias Franz gerierte sich nicht gerade als Georg der Drachentöter. Und so war man um die Zeitkontrolle herum froh, dass wenigstens die Weißpartie von Matthias Hörr zumindest strategisch schon entschieden war.
In rascher Folge wurden die Bretter 6, 7 und 8 dann sicherheitshalber remis gegeben, da sich bereits andeutete, dass es heute wohl endlich mal keine Null geben würde. Spätestens als schließlich auch Mathias Paul zu dynamischem Schwerfigurenspiel kam und dank gegnerischer Zeitnot sogar einen Turm für Mattangriff opfern konnte, waren die Messen gelesen, denn auch der Brettnachbar ließ nichts mehr anbrennen und sorgte sehenswert für die Entscheidung.
Ausnahmsweise machte sich der Bavaria-Express etwas früher auf die Reise, auch weil die Partien von Olaf Hilbig und Christof Beyer bei gleichem Material nur recht überschaubare Gewinnchancen boten. Ein doppelter Irrglaube, wie sich abends bei der Ergebnisnachlese herausstellte …


19.01.13 U 16 Spieltag in Sachsen

SKK I. Team: am Sonnabend mußte unser VIERER in Leipzig gegen den Tabellendritten und dem Tabellenführer antreten. Im ersten Spiel konnten die Jungs gegen Turm Leipzig ein wichtiges 2:2 erzielen (Huy, Seyffert,T. remis u. Fischer,E. gewinnt). Dafür kam man gegen den amtierenden und kommenden Sachsenmeister GW Leipzig (vormals Chemie Leipzig) klar mit 0:4 unter die Räder. Nun müßen am Finaltag, den 9. März in Plauen/Aula Friedensschule, an dem alle zehn Sachsenligateams in Plauen weilen, die noch notwendigen zwei Punkte geholt werden (+ ein gutes Brettpunktverhältnis).
SKK II. u. III.: auch hier hatte unsere „Reserve“ einen schweren Gang vor sich, denn Niederwiesa hat ja berechtigte Aufstiegsambitionen. So verlor unsere dritte gegen Niederwiesa I. 0:4 und gegen die II. 1:3.
Anders unser zweites Team: 3,5:0,5 Sieg gegen Niederwiesa II. und eine achtbar knappe 1,5:2,5 Niederlage gegen Niederwiesa I.
Die Punkte für Plauen erzielten: Suhr,D. 1,5 / Helmrich,D. 1 / Nicklaus,T. 2 / Burian,S. 1 / Ng. Likas 0,5 .


6. Runde der III. / IV. u. V. des SK König

Das dritte Team hielt sich in Blumenau ( bei Olbernhau/Seiffen!) mit der 3:5 Niederlage recht wacker und auch ein 4:4 lag in der Luft. Leider konnten Elmer Pekrul und Peter Dietzsch ihre sehr vorteilhaften Stellungen nicht gewinnen. Weitere halbe Punkte holten Huy Duc, Toni Merkel , Peter Luban und Lukas Dang Ng..
IV.Team: endlich ist der lang ersehnte Befreiungsschlag gegen Crimmitschau II. gelungen, 4,5:3,5 gewonnen ! Dietmar Rösler, Siegfried Degenkolb, Joachim Bühnert remis und Steffen Bork, Binh Karl, Christian Böttger gewannen! Somit konnte sich unsere IV. sich auf den Rettungsanker 7.Platz vorarbeiten. Nun gilt es im Heimspiel gegen Wilkau IV. zu bestehen.
V. Nachholespiel im Februar


Oberliga: Erste zieht durch

Der Terminplan der Oberliga sieht es vor, dass wir nach unserem glücklichen Doppelschlag in Magdeburg zunächst gegen zwei vermeintlich weniger erfahrene Teams antreten müssen. Zum ersten der beiden Termine fuhren wir bekanntlich einen hohen und ungefährdeten Sieg gegen Dessau ein, der auch die erwünschte Tabellenführung einbrachte. Der zweite Streich sollte gegen die gerade im Nachwuchs sehr quirligen Coswiger gelingen. Unsere U20 hatte tags zuvor bereits an gleicher Stelle wichtige Punkte gesammelt und notgedrungen auch unserem Fahrdienst detailreiche Ortskenntnisse beschert. Das musste reichen, um die abermals löchrige Aufstellung zu kompensieren – das Unterhaus speiste sich aus den begehrten Filetstücken der Zweiten und Dritten.

Jochens Partie war beizeiten beendet. Als Schwarzer hatte er eine passive Stellung eingenommen und lud seinen Gegner damit ein, ordentlich Druck zu machen. Das gelang diesem zwar auf dem Brett, nicht jedoch auf der Uhr. In Anbetracht der noch zahlreichen bis zur Zeitkontrolle ausstehenden Züge willigte er in Jochens Remisgebot ein und ersparte diesem so, die Festigkeit seiner Verteidigung unter Beweis stellen zu müssen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Dinge an den anderen Brettern schon prächtig entwickelt. Ich konnte zunächst eine kleine Eröffnungsungenauigkeit meines Gegners nicht sofort bestrafen und führte die Partie mit schematischen Zügen wieder sehr schnell in ausgeglichene Gewässer. Doch just in dem Moment, als die Verwicklungen einsetzten, konnte ich von einem erneuten Patzer profitierten. In sieben Zügen verließen 12 Figuren das Brett, wobei mein Gegner zweimal weniger schlagen durfte als ich und folglich aufgab. Allgemein fielen in diesen Minuten an allen Brettern die wichtigen Entscheidungen.
Tomasz hatte im frühen Mittelspiel einen Bauern stibitzt, tauschte die Dame gegen zwei Türme und konnte nun seine Stellung konsolidieren, was einen gefahrlosen Punkt einbrachte. Schon aus früheren Begegnungen wusste er, dass die schwarze Initiative ihrem optischen Eindruck nicht gerecht wird. Ähnlich besonnen zeigte sich Lutz. Uns Aushilfskräften fielen zwei Veränderungen in seiner Spielweise aus: Die Zeiteinteilung war vorbildlich und der Sizilianer erwies sich als ungewöhnlich fest. Lutz parierte ein Figurenopfer, ohne in Schwitzen zu geraten. Geraucht wurde bereits auf der Hinfahrt, weshalb selbst hier keine Probleme auftraten und sein Gegner mit Minusfigur letztlich auch noch seinen König in aussichtsloser Position wiederfand. Besitzstandswahrung kann offenbar so leicht sein, wenn es sich nur um schwarze und weiße Planquadrate handelt. Opferfreudig ging es auch bei Christof zu, der seinen Läufer thematisch auf h6 einschlagen ließ. Diese Effektivität beeindruckte seinen Gegner derart, dass er die angebotene Figur verschmähte und stattdessen selbiges Motiv anwandte – nur dass es Christof leicht fiel, seinen Laden zusammenzuhalten und das Material zu verwerten.
Sven ging ebenso zielstrebig zu Werke. Die Kiebitze waren sich post mortem uneins, welche Seite zwischenzeitlich ein Remisgebot in die Ring warf. In jedem Fall wurde es abgelehnt (von wem auch immer) und Sven holte den ganzen Punkt. Seine Türme und Läufer hatten dankbare Ziele an der Basis der gegnerischen Bauernkette. In der Folge fiel auch noch eine Qualität, die Sven im Schlussstreich zurückgab, um dann einen seiner Bauern ungefährdet über den Rubikon zu führen.
Letzteren hatte Roland leichtfertig überschritten. In einem Kampfgeschehen, welches das gesamte Brett in Anspruch nahm, übersah er einen simplen Einschlag, der ihn klar in Nachteil brachte. Roland konnte sich im Anschluss zwar nochmals durch die Fluten schlagen, ließ sich dann aber erneut überrumpeln – und gegen Matt hilft leider kein Schwimmabzeichen. Der Spieltag war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon lang gelaufen. Zu guter Letzt trug noch Mathias zum Torverhältnis bei. Seine theoretische Beflissenheit übertrumpfte heute selbst die manches Großmeisters. Selbstsicher hechelte er keine schwachen Bauern hinterher, sondern setzte zunächst seine Figuren schön in Szene, um die Faulenzer erst danach abzuräumen. Im Endspiel behielt er dann nicht nur einen Mehrbauern, sondern auch noch den zweischneidigen Vorteil des Turm-Läufer-Tandems gegenüber dem Turm-Springer-Paar. Der Rest der Mannschaft musste nicht mehr lang warten, da sich die Stellung bei klarem Vorteil zusehends vereinfachte.

Nach Addition der Ergebnisse ergab sich also ein sehr überzeugender 6,5-1,5-Sieg. Ein Resultat, das dem Spielverlauf gerecht wird, wenngleich es doch unerwartet hoch ausfiel. Auch die übrigen Spiele meinten es gut mit uns. Leipzig II und die stark aufspielenden Hoyerswerdaer kamen nicht über ein Remis hinaus. Noch ist der Vorsprung aber zu klein, um sich einen Patzer erlauben zu können.