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Qualifikationskampf U20 – oder auch 6 aus 49

Am Samstag, den 13.11.2021, stand der Qualifikationskampf zwischen dem FC Ergolding und unserer U20 Mannschaft um die Teilnahme bei der DVM an. Unser Team bestand aus Timur, Richard, Florian, Nico, Illia und Simon (Verfasser des Berichts)

Schach spielte an jenem Tag allerdings eine sehr geringe Rolle. Timur und Nico fassten den Tag auf der Rückfahrt nach Plauen sehr gut zusammen.

„Wir haben heute länger gewartet als gespielt.“ (Timur)

„Das was heute alles passiert ist, glaubt uns doch niemand.“ (Nico)

Dabei startete der Tag anfangs noch ganz gut und so konnten wir pünktlich und vollzählig um 11 Uhr mit dem Zug nach Bayreuth fahren. Geplant war 12:30 Uhr am Bahnhof anzukommen und anschließend gemütlich zur Gaststätte, die als Spiellokal fungieren sollte, zu laufen, wo 13:30 Uhr der Stichkampf beginnen sollte.

Während der Fahrt erreichte uns die Nachricht vom Mannschaftsleiter von Ergolding, dass seine Mannschaft durch einen Gleisvorfall erst 14 Uhr ankommen wird (er selbst war mit dem Auto vor Ort- zum Glück, wie wir später feststellten). Uns störte es nicht sonderlich, noch war ja genug Zeit.

Wir gingen also zur Gaststätte, wo in einem sehr kleinem Nebenraum 7 (?) Bretter aufgebaut, nur sehr merkwürdige Uhren vorhanden und Partieformulare nicht vorhanden waren. Hinzu kam, dass von den Ungeimpften trotz 3G-Regel plötzlich PCR-Tests erwartet wurden. Wir konnten zunächst mit der Gaststätte aushandeln, dass die Schnelltests in Verbindung mit Schülerausweis auch gelten. Das Problem schien also behoben, auch wenn die Gaststätte darüber wenig erfreut war und auch an Nettigkeit verlor.

Wir warteten also bis die gegnerische Mannschaft kam und das Unheil nahm seinen Lauf. Die Gaststätte stellte sich dieses mal quer und fand bei einem gegnerischen Spieler den Schnelltest nicht ausreichend, auch das Angebot unter Zeugen einen erneuten Schnelltest zu machen wurde abgelehnt. Auch änderten sie ihre Meinung in Bezug auf unsere Spieler und wir mussten schließlich die Gaststätte samt Schachmaterial wieder verlassen.

Was nun? Es wurden einige Möglichkeiten in Betracht gezogen, unter anderem draußen zu spielen oder über Lichess auszublitzen. Am Ende entschieden wir uns den Organisator zu kontaktieren, welcher uns dann gestattete im Vereinshaus zu spielen. Wie kommt man aber dort hin? Der Mannschaftleiter von Ergolding nahm das Schachmaterial und vier seiner Spieler im Auto mit und der Rest wartete, bis der Organisator ankam und wir schließlich zu acht in einem Auto mit 7 Sitzen in den 15 Minuten entfernten Nachbarort fuhren.

Dort angekommen merkte ich, dass es das selbe Spiellokal war, wie schon beim letzten Qualifikationskampf gegen eine bayrische Mannschaft und auch über einer Gaststätte gelegen. Es schien alles geregelt zu sein und so machten wir uns 15:30 Uhr (!) daran mit verkürzter Bedenkzeit (60min + 15s für die ganze Partie) die Partien zu starten.

Am Anfang sah es sehr gut für uns aus. Timur stand immer leicht besser, Florian konnte relativ schnell mit einem schönen Figurenopfer gewinnen, bei Richard und Nico war noch alles drin, Illia hatte eine unklare Stellung mit etwas schlechterer Zeit und ich hatte eine leicht bessere Stellung. Auf einmal kamen schwere Schritte die Treppe hinauf, die Tür wurde aufgerissen und ein sehr erboster Hausmeister fing sofort an sehr unfreundlich und in einem sehr schwer verständlichen Dialekt auf alle Anwesenden einzureden. Der gegnerische Mannschaftsleiter und ich versuchtem ihm unsere Lage zu schildern, konnten aber nie ausreden und wurden dauernd unterbrochen. Anscheinend hatte der Organisator (der inzwischen wieder verschwunden war) gar keine Befugnis, uns dort spielen zu lassen. Zwischenzeitlich wurde uns gedroht das Licht auszuschalten und er fing schon an von 120 runter zu zählen. Wie durch ein Wunder bot er uns an, als letzte Möglichkeit eine sehr hohe Raummiete zu zahlen. Um nicht schon wieder draußen zu stehen und den Kampf abbrechen zu müssen, entschieden wir uns gemeinsam dazu, diese zu zahlen, wonach wir dann auch in Ruhe gelassen wurden.

Das Geschehen spielte sich am Anfang der Zeitnotphase ab und wie schon im Titel geschildert, war der Rest nur noch Lotterie. Alle waren aus ihrer Konzentration gerissen worden und waren so abgelenkt, dass man denken konnte, hier wird Freitags-Blitz gespielt und nicht die Qualifikation zur DVM. Richard und Nico stellten ihre Partien quasi beide einzügig ein und Illia verlor auf Zeit. Nur Timur schien das alles kalt zu lassen und er gewann souverän sein Turmendspiel. Bei meiner Partie hatten beide Seiten ihre Chancen und so musste ich beim Stand von 2:3 in einer zu kippen drohenden Stellung noch einmal ganz hoch pokern, doch mein Gegner fiel nicht darauf herein und so wurde es am Ende ein 2:4.

Anschließend machten wir uns auf die Rückreise nach Plauen, alle sehr geschafft von den Ereignissen des Tages. Ein Lob geht an die gegnerische Mannschaft mit denen wir uns immer gut verständigen konnten und wünschen ihnen viel Erfolg bei der DVM, wenn sie denn stattfindet. Man kann nur hoffen, dass sowas nur einmal passiert und bei den nächsten Qualifikationskämpfen die Organisation besser läuft. Leider kam am Ende niemand vorbei um uns zu sagen „Herzlich willkommen bei verstehen sie Spaß“, auch wenn man sich vorkam wie bei der versteckten Kamera.


Mögliche Trainerentlassung in Plauen kurz vor Jahreswechsel doch noch abgewendet

Richard Melitzki, Illia Pivtorak, Florian Elstner, Nico Hörkner, Simon Burian, Trainer Holger Borchers

Bereits im Sommer während der Czech Open waren Gerüchte im Umlauf, der langjährige Berliner Trainer Holger Borchers muß wegen mangelnder sportlicher Erfolge seinen Posten räumen. Nur dem besonnenen Handeln unseres Vorstands war es zu verdanken, dass keine übereilten Entscheidungen getroffen wurden. Man setzte weiterhin auf Kontinuität und langfristige sportliche Perspektiven, allen voran, unserer Jugendabteilung. So darf man es sicherlich als riesigen Erfolg ansehen, mit dem Vizesachsenmeister in der U16, die Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft erreicht zu haben. Somit stand der Saisonhöhepunkt, die DVM, zwischen Weihnachten und Jahreswechsel in Magdeburg für uns an. Unser Setzlistenplatz 8 (unter 20 Mannschaften) war bei genauerem hinsehen, schon eine sehr optimistische Einschätzung, die uns aber für die 1. Runde einen schwächeren Gegner bescherte. Gegen den Schachklub Münster gelang ein ungefährdeter 3:1 Auftakterfolg. Doch bereits in Runde 2 bekamen wir vom Mitfavoriten Hamburger SK unsere Grenzen aufgezeigt. Mit 0,5:3,5 unterlagen wir völlig chancenlos. In Runde 3 wurde uns mit dem SK Blauer Springer Paderborn ein etwa gleichwertiger Gegner zugelost. Wenn auch äußerst knapp, verloren wir 1,5:2,5. Als ich gegen 14 Uhr erstmalig bei unserer Mannschaft eintraf, war die Stimmung bei unserem Quintett widererwartend gut. Einzig Holger rechnete durch mein Erscheinen mit dem Schlimmsten, seiner sofortigen Freistellung von allen Ämtern. Viele Argumente waren notwendig, Holger vom Gegenteil zu überzeugen. Allen voran die Mannschaft zeigte deutlich, dass sie uneingeschränkt hinter ihm steht. Mit dem Duell in Runde 4 gegen den Erfurter SK standen wir schon mit dem Rücken zur Wand, als Caissa plötzlich ihr Füllhorn über Florian ausschüttete und uns einen etwas glücklichen Mannschaftserfolg bescherte. Einzig Illia bereitete uns etwas Sorgen. Bei ihm wollte es einfach nicht laufen. Mit ausgeglichenem Punktekonto ging es nun in die 2.Turnierhälfte. Die Auslosung meinte es anscheinend gut mit uns. Der Setzlistenerste, die SG Bochum war, wie erwartet, ebenfalls eine Nummer zu groß für uns. Mit 0,5:3,5 wurde es die erwartete Niederlage. Widerum ein etwas schwächerer Gegner in Runde 6, mit den Stuttgarter SF, nährte die Hoffnung, vielleicht in der Schlussrunde keinen Turnierfavoriten zugelost zu bekommen und damit weiterhin Chancen auf eine gute Abschlussplatzierung zu haben. 3:1 lautete das Ergebnis gegen Stuttgart. Mindestens genauso erfreulich, der erste Sieg von Illia. Für die letzte Runde bekamen wir den SF Kornwestheim zugelost. Ein Duell zweier gleichwertiger Mannschaften sollte am Ende darüber entscheiden, wer sich im vorderen Mittelfeld platziert und wer vom hinteren Tabellenteil grüßt. Das Gespür eines erfahrenen Trainers ließ das Pendel zu unseren Gunsten ausschlagen. Richard rechtfertigte seine Aufstellung und legte den Grundstein für einen knappen 2,5:1,5 Erfolg, der letztendlich gleichbedeutend mit dem 9. Platzhttps://www.deutsche-schachjugend.de/2019/dvm-u16/ war. Bei noch positiverer Betrachtung der Tabelle kann man eigentlich von einem geteilten 5.-9. Platz sprechen. Damit ist es dann aber auch genug, denn für weiter vorn fehlte uns die sportliche Qualität. Deutscher Vereinsmeister wurde verdient der Reideburger SV 90 Halle vor der SG Bochum sowie dem Hamburger SK. Unsere Landsleute von der SG Leipzig erreichten knapp dahinter den undankbaren 4.Platz. Zu unserer erfolgreichen Mannschaft gehören Simon Burian, Illia Pivtorak, Nico Hörkner, Florian Elstner und Richard Melitzki. Die Einzelergebnisse sind unterhttps://www.deutsche-schachjugend.de/2019/dvm-u16/schachklub-koenig-plauen/ zu finden. Besonders bedanken möchte ich mich bei Katharina Elstner für die Betreuung während des Turniers und natürlich bei Holger Borchers, der mit seinem großen Erfahrungsschatz unserem Jugendteam viele nützliche Tipps mitgeben konnte. Mit der sehr guten Platzierung ist unbestätigten Meldungen zufolge, eine vorzeitige Trennung erst einmal vom Tisch, zumindest bis zum Jahreshöhepunkt Pardubice. 🙂

Timur und sein Trupp

Am vergangenen Samstag machten sich Maxim und Timur Melestean sowie Simon Burian und Reinhard Atze auf, das Chemnitzer Jugendopen zu rocken. Als Fahrer fungierten Frau Melestean und Burkhard Atze, der sich kurz nach der Ankunft schon wieder mit Schiedsrichteraufgaben betraut sah. Im letzen Jahr standen durch Florian Elstner und Simon zwei dritte Plätze auf dem Ergebniszettel .

In diesem Jahr war Timur unser Bester. Nach sechs Runden standen gegen stärkste Gegnerschaft sechs Punkte auf der Scorecard. In der letzten Runde sicherte er, mit einem Remis, routiniert den Turniersieg ab. Simon war im letzten Jahr der Verlierer der Wertungslotterie und wurde punktgleich mit dem Sieger nur Dritter. In diesem Jahr lächelte Fortuna ihm zu. Wieder waren drei Spieler punktgleich mit sechs aus sieben dem Feld enteilt, aber diesmal hatte Simon das bessere Ende für sich. Mit einem halben Buchholzpunkt Vorsprung gewann er die Altersklasse u18.

Auch Maxim legte los wie die Feuerwehr mit 4/4 und 4,5/5 schien der Sieg in der u10 nur über ihn zu gehen. Eine kurze Rochade am Ende bedeute am Ende den guten achten Platz, er muss nicht enttäuscht sein. Die Enttäuschung hatte sich Reinhard reserviert. Nach dem fantastischen Ergebnis im vergangenen Jahr, reichte es diesmal nur zu 3/7 und einem 23. Platz. Damit war dann auch in der Mannschaftswertung kein Blumentopf zu gewinnen.


Essen beim Italiener

Ausgehend von der Teilnahme zur DVM in Magdeburg, dem Bez.Meistertitel U 10, Sieg in der GS-Meisterschaft Südwestsachsen haben sich die Jungs zu einer kleinen Feier beim Italiener Colosseo an der Südinsel einquartiert. Das Essen hat Ihnen gemundet und die Tischdecken blieben sogar weiß! Der dortige Chef Giancarlo hatte auch noch Geburtstag und somit hat  alles gepaßt. Recht vielen Dank an die Eltern, die alles mitorganisiert haben.


Knappe Niederlage der VI. gegen den Spitzenreiter

Mit 3,5:4,5 ging die 5.Runde der 2. Bezirksklasse Chemnitz für unsere VI.Mannschft gegen den Spitzenreiter vom Zwickauer SC 3 verloren.Dabei war ein Punktgewinn, ja sogar ein knapper Sieg zum greifen nah. Trotz deutlichen Materialnachteils, schon nach der Eröffnung, kämpfte Mario lange um etwas Zählbares – ohne Erfolg. Sid verlor recht chancenlos gegen Manfred Schmidt. Die beiden Niederlagen glichen aber Ulli und André wieder aus. Peter remisierte gegen den starken Zwickauer Nachwuchsspieler Lukas Frischmann in unklarer Stellung. Jörg und Clemens einigten sich ebenfalls mit ihren Gegnern auf eine Punkteteilung. So mußte Josephs Partie entscheiden. Nach guter Eröffnung hatte Joseph im Mittelspiel klaren Materialvorteil. Dabei blieb es leider nicht. Am Ende ging seine Partie sogar noch verloren. Schade. Die Moral stimmte, das Quäntchen Glück fehlte leider. In der nächsten Runde geht es gegen den VSC Plauen 2.


VI. Mannschaft mit Punkteteilung in Treuen

4:4 hieß es für den SK König VI nach der letzten Partie gegen den SV Rot-Weiss Treuen 2 . Zwei schnelle Siege durch Joseph und Sid wurden umgehend egalisiert durch die Niederlagen von Caio und Pepe. Lothar verlor in Gewinnstellung erst die Qualität und anschließend seine Partie. Es folgten zwei Remis durch André und Mario. Am Ende war es Ulrich zu verdanken wenigstens das Unentschieden zu sichern. Fazit: Ersatzgeschwächt ein glücklicher Punktgewinn in Treuen.


Die Prinzessinen des SK König!

Seit vergangener Saison gibt es in unserem Verein eine Mädchentrainingsgruppe unter der Leitung von Franziska Wolfram. Zu ihr zählen mittlerweile schon 9 Mädchen im Alter von 6 bis 9 Jahren. Als verdienten Abschluss eines Trainingsjahres gab es zum Saisonende ein leckeres Essen in der Pizzeria Colosseo von Alessias Eltern. Vielen Dank an Familie Saja für die tolle Bewirtung. Peter hatte als Vertretung für die Trainerin der Damenrunde, Franziska Wolfram, sichtlich viel Spaß.


Czech Open 2017

Schloss von Pardubice

Die 28.Auflage des größten Schachturnieres mit ca. 1300 Teilnehmern war gleichzeitig wieder Saisonhöhepunkt für 17 Spieler unseres Vereins. Ganz im Gegensatz zu den Vorjahren lag man in diesem Jahr mit Regenschirm und langen Hosen goldrichtig. Das tat der allgemeinen Stimmung und dem Appetit aber keinen Abbruch. Schmerzlich vermisst wurde Papa Peter Luban. Unser Organisationsleiter ist nur schwer zu ersetzen. Kurzfristig waren seine Fähigkeiten vorrangig in der häuslichen Krankenpflege von Nöten. Womit wir auch schon zum schachlichen Geschehen kommen.

Holger Borchers – ein Berliner Urgestein – sollte dabei besonders erwähnt werden. Seit Jahren als Trainer in Schilbach, begleitete er bereits das dritte Mal unsere Jugend. Seine Arbeit kann man nicht oft genug loben: täglich ca. 10 Stunden Analyse und Partievorbereitung, zwischendurch noch ein paar Tipps für manch Großmeister und immer eine Anekdote zur Unterhaltung. Das Ergebnis der von ihm betreuten Spieler spricht für sich: 440 Elo-bzw. 380 DWZ Punkte Zuwachs wären ohne ihn nicht denkbar. Hoffentlich bleibt er uns und mit ihm das Musikquiz in Zimmer 205 B noch viele Jahre erhalten.

In diesem Zusammenhang müssen auch Peter Luban, Andreas Götz, Peter Paul, Elmer Pekrul und Jochen Bandt erwähnt werden, die das gesamte Jahr, Woche für Woche die Grundlagen für die Erfolge unseres Nachwuchses legen. Hervorzuheben ist sicherlich die Leistung unserer U20. Niklas (5,5 Punkte), Timm und Lucas (beide 5 Punkte) erreichten im B-Turnier starke Ergebnisse mit Elo-Zugewinnen von deutlich über 100 Punkten. Simon (3 Punkte) startete erstmalig im A-Turnier. Dort warteten fast ausschließlich Titelträger mit deutlich höheren Wertzahlen auf ihn. Dies brachte viel Erfahrung und immerhin 20 Elo Punkte.  Ganz nebenbei übernahmen die Großen auch noch die schachliche Betreuung der Jüngeren im D-Turnier. Besonders Liam (5 Punkte aus 8) und Alexander (4 Punkte) konnten deutliche Verbesserungen verbuchen. Für Sie sollte es nächstes Jahr sicherlich im C-Turnier weiter gehen. Florian (4 Punkte), bei seiner ersten Teilnahme und Richard (3,5 Punkte) sammelten viel Wettkampfhärte und erzielten dabei eine internationale Wertzahl. Nächster schachlicher Höhepunkt ist das Sommerturnier in Geithain Ende August. Dort sind die Könige mit 7 Spielern vertreten.


Junge Könige zu Gast in der Umwelt-Wieselburg in Stelzen

Mitte Juni war es nach langer Vorbereitung endlich so weit: Lange geheim gehalten, trafen sich unsere Nachwuchseleven zur Saisonabschlussfeier in der Wagenburg zu Stelzen, direkt am dortigen Festspielgelände.

Frühsommerliches Wetter, eine grandiose Aussicht auf das Vogtland sowie die rustikalen Wagen empfingen unsere Kinder, Jugendlichen und Schacheltern.

Unsere „Muttis“ hatten sich wieder mächtig ins Zeug gelegt und leckere Salate und Kuchen zum Fest mitgebracht. Die Reuther Bäckerei Baumann brachte uns einen riesigen Korb frische Bäckersemmeln, dafür vielen herzlichen Dank an Familie Baumann.

Schach wurde natürlich auch ein wenig gespielt. Traditionell stellten sich Spieler unserer ersten Herrenmannschaft zum Simultanspiel. Die beiden FIDE-Meister Gunter Sandner und Roland Pfretzschner, welche abwechselnd am Brett erschienen, um den Schwierigkeitsgrad noch zu erhöhen, hatten sich einiges vorgenommen und konnten dem Nachwuchs diesmal noch sehr deutlich die Grenzen aufzeigen, trotz einiger vielversprechender Stellungen. 22:1 lautete die standesgemäße Bilanz der beiden internationalen Titelträger. Lediglich Erik Fischer und Peggy Rühmer konnten ihre Partien remis gestalten, dabei hätte letztere sogar in einer Partiestellung den ganzen Punkt erbeuten können. Derweil waren wir auf die Premiere unseres Präsidenten Mathias Paul und Christof Beyer beim erstmals arrangierten Uhrensimultan á la Garry Kasparov gegen sechs Nachwuchsakteure der Altersklassen U14 bis U20 gespannt. Es wurde letztlich und sehr überraschend eine deutliche Angelegenheit für die Simultanspieler. Christof kannte keine Gnade und erzielte das totale Ergebnis von 6:0, Mathias stand dem wenig nach, musste aber, nach einem 3:0 zum Anfang, in der zweiten Runde mit wechselnden Gegnern leicht Federn lassen, seine Bilanz: 4,5:1,5. Nach dem gemeinsamen Abendessen wurde der Parcours für das Tandemturnier bereitet. Der Lostopf sorgte für viele interessante Paare, die Kleinen zogen sich ihren Partner. Somit bestand Chancengleichheit für alle. Nicht zu stoppen war das Duo Niklas Linnert und Adrian Oehme, welches mit klaren 100% Turniersieger wurde. Ob es in einer Tandempartie schon jemals ein forciertes Matt durch den regulären Zug „0-0“ gegeben hat, weiß keiner, jedenfalls war dies während des Turniers zu bestaunen. Freunde der Statistik finden die Ergebnisse des Simultans und des Tandemturniers in der Fotogalerie im Anschluss.

Der Abend klang mit zünftigem Lagerfeuer, sportlicher Betätigung außerhalb des Schachs und jeder Menge Abenteuer auf dem weiträumigen Gelände der Wagenburg aus. Die Kinder übernachteten im Zelt und in den urigen Wagen. Im Kerzenschein gab es dann weit jenseits der Geisterstunde für die tandembesessenen „Großen“ noch den entsprechenden Nachschlag.

Nach dem Frühstück war Sonntagmittag leider alles schon wieder vorbei. Was bleibt, sind die Erinnerungen an ein schönes gemeinsames Wochenende und die Vorfreude auf nächstes Jahr.

Danke für eine großartige Schachsaison 2016/17!

Peter Luban & Elmer Pekrul


Nachwuchsmannschaftsmeisterschaften U12/U14 2017

Vergangenes Wochenende machten sich unsere beiden Nachwuchsteams auf ins KIEZ am Filzteich zu Schneeberg. Empfangen wurden wir von frühsommerlichen Temperaturen und einem wunderschönen Ambiente im von Wäldern und Wasser umgebenen Objekt der Jugendherberge. Landesjugendspielleiter Frank Jäger und Turnierleiter Burkhard Atze hatten die Meisterschaften, wie nicht anders zu erwarten, bestens vorbereitet. Selbst ein kurzfristiger Stromausfall wurde locker weggesteckt und einfach ruhig und besonnen improvisiert. Wir können uns in Sachsen glücklich schätzen,solche Nachwuchsfunktionäre zu haben, ehrenamtliche Tätigkeit, welche keine Wünsche offen lässt, vielen Dank für ein gelungenes Wochenende.

Für unser junges U 12 Team war schon das Erreichen der Endrunde der Besten sechs Mannschaften Sachsens ein riesiger Erfolg. Für Florian Elstner, Reinhard Atze, Clemens Deiters, Adrian Oehme und Marwin Bühring blieb zwar nur die rote Laterne im Schlussklassement (Im Vergleich mit dem SC Oberland entschied erst die letztmögliche Wertberechnung, die geteilte Berliner Wertung zu unseren Ungunsten), aber blamiert haben wir uns keinesfalls, man sehe nur das starke 2:2 gegen den späteren Medaillengewinner aus der Landeshauptstadt, hier war auch locker ein Mannschaftssieg auf den Brettern. Für die Zukunft hoffen lässt insbesondere, dass unsere Truppe auch im kommenden Jahr in gleicher Besetzung nochmals um Ehren in dieser Altersklasse antreten darf. Erklärtes Ziel hierfür sollte für die kommende Saison die Qualifikation über die Bezirksmeisterschaften Chemnitz sein.

Erstmals als Betreuer und Trainer im Einsatz für den SK König Plauen war unser U 20 Spieler Erik Fischer. Im Rahmen der Siegerehrung konnte Erik zudem Pokal und Medaillen für den Sachsenmannschaftsmeistertitel U20 entgegen nehmen.

Unsere U 14 mit Simon Burian, Nico Hörkner, Liam Ertl und Richard Melitzki wurde nach spannendem Verlauf mit dem sächsischen Vizemeistertitel geehrt. Unsere „Minimalisten“ um Topscorer und Kämpfer Nico (zwei mal 2:2, drei mal 2,5:1,5) hatten einfach die Gabe die Brettpunkte optimal in Mannschaftspunkte umzumünzen, letztlich fehlten nur 1,5 Brettpunkte zum Titel, welcher an Dresden- Leuben ging. Fairerweise muss allerdings gesagt werden, dass schon eine gehörige Portion Glück dabei war, in einem Turnier wo jeder jeden schlagen konnte. Richard hatte beispielsweise im Finaldurchgang in glatter Verluststellung noch einen listigen Patt Witz auf der Pfanne, welcher zum Remis reichte. Noch größer war die Freude, als Frank Jäger verkündete, dass der erkämpfte zweite Platz zur Teilnahme an der diesjährigen DVM U 14 berechtigt.

Eine Nachwuchssaison der Superlative neigt sich dem Ende entgegen und ich möchte an dieser Stelle allen „Schacheltern“ und Übungsleitern für ihr Engagement im Namen des SK König Plauen unseren besonderen Dank aussprechen!!!

 

Elmer Pekrul