DSM – Platz 4 am Ende des ersten Tages

Am Ende des ersten Tages liegt unser Team in Lauerstellung. Es zählen die Brettpunkte und davon haben wir genau einen halben weniger als der aktuell Dritte von der Martin-Luther-Grundschule Plettenberg. Einen weiteren Zähler davor liegen die Teams der Gemeinschaftsgrundschule Hockstein sowie der Schillerschule Viernheim. Morgen 09:00 Uhr geht es weiter, verfolgt kann das Ganze hier werden.


Deutsche Schulschachmeisterschaften 2019 starten

Am kommenden Montag, den 27.05.2019 beginnt in Friedrichroda das Deutsche Bundesfinale der besten Grundschulschachteams Deutschlands. Jedes Bundesland entsendet seine zwei stärksten Jungs- bzw. Mädchenteams. Hier können Sie die Ergebnisse, der von uns trainierten Karl Marx Grundschule verfolgen, die mit Ethan Manicio, Kyrillus Akladius, Tom Hai Dang, Raphael Beck und Pepe Costa da Silva ins Rennen geht.

(nach Angaben von Peter Luban)


Wahnsinn! Team II schafft den Durchmarsch in die Oberliga!

Es ist tatsächlich passiert: Mit einem nie gefährdeten 4:4 gegen SG Leipzig III hat unser Sachsenliga-Achter den Aufstieg in der Oberliga perfekt gemacht und feiert damit einen der größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte. Am Ende einer kuriosen Saison mit vier Absteigern, in der 9 Punkte zum Klassenerhalt erforderlich waren, reichten 11:7 Mannschaftspunkte zum Titel, nachdem Spitzenreiter Bautzen unter dubiosen Umständen mit 3,5:4,5 bei USV Dresden verlor.

Der Wettkampf im Leipziger Sportforum, wo seinerzeit durch ein 5:1 gegen Leipzig-Gohlis der ebenfalls sensationelle erste U20-Sachsenmeistertitel eingefahren wurde, begann mit zwei schnellen Angstremisen durch Lion und Toni. Erik war gut in die Partie gestartet, hatte seinen Vorteil aber schon wieder abgegeben. Anschließend war er sich nicht zu schade, Farbe zu bekennen, die Stellung zu verkomplizieren und die schwarze Dame hinter die feindlichen Linien bis nach h1 zu manövrieren. Dort schien sie abgemeldet und Weiß drohte seinerseits, in einer entleerten schwarzen Stellung mattzusetzen, übersah dann aber den Spieß auf die eigene Dame. – Vorteil Plauen.

Der Partieverlauf bei Daniel war ähnlich. Er hatte gegen einen Affen zu spielen, bot nach vertanen Chancen Remis an und bestrafte die Leipziger Überambitionen umgehend zum Zwischenstand von 3:1. Auch Simon schien bereits auf der Siegerstraße, erntete eine Qualität, ließ dann aber Gegenspiel zu. Für einen Sieg wäre wohl sehr gute Technik notwendig geworden und angesichts der soliden Stellungen an den anderen Brettern war das Remis verschmerzbar.

Am unbequemsten Stand Christian in einem Franzosen, nachdem er die thematische Stellungsöffnung irgendwie verpasst hatte. Aus Mangel an sinnvollen Alternativen folgte die große Rochade, die Weiß dann recht uninspiriert bespielte. Der nun folgende halbe Punkt sicherte einerseits Platz 2 gegen Leipzig III und IV ab und bedeutete den sicheren Aufstieg bei einer Bautzener Niederlage.

Zu diesem Zeitpunkt waren Matthias an 1 und Niklas an 3 auf dem scheinbar sicheren Weg in den Remishafen. Dass beiden ihre Stellung letztlich noch entglitt, wäre im Ernstfall sehr schade gewesen, wobei sich alle Beteiligten in Unkenntnis des Bautzener Ergebnisses einig waren, dass das Glück während der Saison eher öfters in Plauen als anderswo vorbeigeschaut hatte.

Wiedersehen mit Team I

Der letzte Auftritt des SK König Plauen II in der Oberliga datiert aus der Saison 2002/03, damals ohne einen einzigen Punktgewinn und mit dem tragikomischen Höhepunkt am 29.03.2003, als ein 0:8 in einem Chemnitzer Steakhouse auf der Straße der Nationen umgehend und vor allem denkwürdig aus dem Gedächtnis gelöscht wurde. Damals holte ein gewisser Alexander Beliavsky übrigens 6 aus 9 am Spitzenbrett in der 1. Bundesliga.

Nun ist auch die I. Mannschaft wieder in der Oberliga abgekommen und die lange Zeit beklagte Schere zwischen Profiabteilung und Eigengewächshaus hat sich geschlossen. Noch kann keiner so richtig sagen, was man mit dieser Herausforderung anfangen soll. Die Bandbreite oberligatauglicher Spieler ist groß, die Altersstruktur gesund. Einen Komplettverhau wird es zwar nicht geben, aber im Schnitt werden wohl in jedem Kampf um die 100 DWZ-Punkte fehlen. Tatsache ist aber auch, dass der Klassenerhalt in der Sachsenliga im nächsten Jahr wohl schwerer geworden wäre als der Aufstieg in diesem Jahr. Und so ist die Idee, zusammen in großer Runde einfach eine gute Zeit zu verbringen vielleicht das Schlechteste nicht.


11. Grundschulmeisterschaft Schach des Vogtlandes

Am 18.Mai war es wieder soweit und das größtes Schachturnier im Vogtland konnte mit 110 Schülern (aus 21 Schulen) in der Karl-Marx Grundschule starten. Dem zuvor ging eine sagenhafte Einräumaktion von 65 Tischen + 150 Stühlen, bzw. das GANZE wieder zurück. Ein großes Dankeschön an die Schulleitung, mithelfende Eltern und Vereinsmitglieder. Die Großveranstaltung wurde durch Undine Schneider/Schulleiterin, Lutz Kölbel/ Sportreferent LA-Amt, Frank Bicker/VSC eröffnet. Die Sieger werden in den jeweiligen Klassenstufen 1.- 4. m+w ermittelt und die vier BESTEN Spieler einer Schule wurden als Team zusammengerechnet. In Altersklassen ausgedrückt – waren die U 6/U8/U10 am Start. Den absoluten Höhepunkt bildete die 2. Klasse mit 46 Kindern ! Die 1.Kl. konnte mit 24 Teiln. glänzen, die 3.Kl. mit 19 und die 4.Kl. mit 21 Schülern aufwarten, dies war der Rekord in den 11 Jahren. Die Schulwertung gewann mit 24,5 Pkt. ( 1x 1.Pl. / 3x 2. Platz) erwartungsgemäß die Karl-Marx GS vor der GS Elsterberg ( 15 Pkt.) + GS Neumark (14,5 Pkt.) . Von den 24 zu vergebenen Medaillen sind 13 an die GS Karl-Marx gegangen und auch jeweils eine an die von uns betreute GS Kuntzehöhe+GS Grünbach+2xKIGA, insgesamt  17 !      Hier nun unsere Sieger:

Kindergarten: 1.Pl. Thaleikis, L./ 2.Pl. Bühring, J.
1.KLASSE: 2.Pl. Vietje, E./ 3.Pl. Musaev, M. + 1.Pl. Winkler,Fr./ 2.Pl. Müller, H. weibl.
2.KLASSE: 2.Pl. Kolbe,M./ 2.Pl. Mann, J./ 3.Pl. Akladius,A. und 1.Pl. Martin, H./ 2.Pl. Ploß, A. /3.Pl. Szabo, C. weibl.
3.KLASSE: 2.Pl. Akladius,K.
4.KLASSE: 1.Pl. Hai Dang,T./ 2.Pl. Manicio,E./ 3.Platz Beck, R. u. Rühmer, N. GS Grünbach),
1.Pl. Al Hrisat, S. /Kuntzehöhe GS und Ufer, N. – weibl. .                                    Die Meisterschaft stand auch im Zeichen unserer erfolgreichen GS Team, welches am 26.-29.Mai zum DEUTSCHEN BUNDESFINALE in Friedrichroda aufbricht und dann am 22./23.Juni zur SMM U 10 in Schneeberg antritt. Es gab aber auch Medaillenträger außerhalb der Karl-Marx GS: die Brüder Melestan/VSC, Keller Ch. aus Klingenthal, Schulze,T. /Elsterberg

Natürlich möchte ich mich auch bei den Kuchen backenden Eltern bedanken, denn Lehrerinnen in der Küche, die alles BESTENS vorbereitet hatten, den engagierten Hausmeister, den fleißigen Hortnerinnen usw..


Erneute Vizemeisterschaft für Simon und weitere sehr erfreuliche Ergebnisse in Sebnitz bei den Landesmeisterschaften

Gestern endeten die Titelkämpfe der sächsischen Schachjugend im Sebnitzer „KIEZ“ der Alterklassen U8 bis U18.

Simon konnte dabei im stark besetzten U 16 Turnier seinen Vizemeistertiel aus dem Vorjahr verteidigen. Fünf Punkte aus sieben Runden bei nur einer Niederlage und einer DWZ-Performance von 2024 gereichen Simon letztlich glücklich zur Teilnahme an der „Deutschen“ da der neue Sachsenmeister Christoph Dahl aus Dresden sein Startrecht abgegeben hat. Herzlichen Glückwunsch und maximale Erfolge!!

Simon

Weitere Top – Platzierungen konnten Florian (U14, 4. Platz, Performance 1788 – 2,5 Buchholzpunkte fehlten an der DEM- Quali), Illia (U16, 5. Platz, Performance 1898) sowie Maurice (U8, 5. Platz) erkämpfen. Diese erfreulichen Platzierungen waren unter Berücksichtigung der Entwicklung in letzter Zeit allen Dreien auch zuzutrauen.

Unsere beiden U 10 – Recken Kyrillus (7. Platz, Performance 1312) und Tom (8.Platz, Performance 1274) spielten eine gute Rolle im Turnier und durch die konzentrierte Leistung der Schlussrunde gegen Mitbewerber der DWZ Kategorie +1300 kamen beide auf sehr ansehnliche 50% der Punkte wobei die Gegnerschaft der sieben Runden im Schnitt 150 DWZ Punkte mehr aufzuweisen hatte.

Für unsere Debütanten im Turnier der Altersklasse U 8 Frida (Platz 14) und Antonius (Platz 13) gingen vielleicht noch nicht alle Träume in Erfüllung aber dennoch ist das Ergebnis deutlich positiv zu bewerten und die SEM Teilnahme wird beide in naher Zukunft sicher voran bringen.

Nicht ganz glücklich über ihr Ergebnis dürften Nico (U16, Platz 12) und SEM Debütant Richard (U14, Platz 14) gewesen sein. Aber auch hier gilt, das Turnier bringt Euch für die Zukunft weiter!

Quelle aller Fotos: HP JSBS Turnierseite SEM 2019


Sächsische Nachwuchstitelkämpfe kurz vorm Finale

Sechs für unsere Teilnehmer anspruchsvolle Runden sind in Sebnitz absolviert und wir können durchaus mit den Leistungen unserer Starter zufrieden sein.

In der Altersklasse U8 stehen für Antonius und Frida jeweils zwei Siegpartien zu Buche und beide können in der Finalrunde den Anschluss an das Mittelfeld schaffen. Maurice konnte nach anfänglichen Schwierigkeiten stark aufgespielen und hat Morgen ab 8:30 seine Entscheidungspartie an Tisch 1 gegen den führenden Böhlener DWZ- Favoriten Arthur Herrmann. Bei einem positiven Ausgang winkt sogar ein Platz auf dem Podest. Ungeachtet der Ergebnisse der letzten Runde wird die Turnierteilnahme unsere drei Küken sicher voran bringen und für zusätzliche Motivation sorgen.

Ähnliches gilt für Kyrillus und Tom bei den unter 10-jährigen Jungen. Bisher haben beide gegen teils deutlich höher eingestufte Gegner gut mitgehalten.

Richard und Florian liegen im sehr stark besetzten U 14- Turnier beide im Rahmen der Erwartungen. Florian hat im Showdown gegen den Landeshauptstädter Fabian Günther bei günstigem Ausgang der Konkurenzpartien sogar noch eine Minichance auf einen Podestplatz. Für gute Nerven und Kampfgeist in Entscheidungspartien ist Florian schliesslich bekannt….

In der U 16- Konkurenz belegt Simon derweil Platz zwei und kann diesen auch aus eigener Kraft verteidigen. Der neue Sachsenmeister steht allerdings mit dem Dresdener Christoph Dahl bereits fest, Simon unterlag gegen selbigen in Runde 4 trotz zwischenzeitlichem Vorteil. Illia hat sich mit einem guten Zwischenspurt an die Spitzengruppe herangekämpft, das Los der Schlussrunde beschert Illia mit dem Leipziger Kasimir Lieberwirth allerdings einen absoluten Top-Gegner. Nico hat den Katastrophenstart etwas korrigieren können, in der Schlussrunde könnte er mit einer Revanche gegen den Chemnitzer Bezirksmeister Valentin Schubert für einen versöhnlichen Turnierausgang sorgen.

Also Daumen drücken und vielleicht gelingt ja noch die ein oder andere positive Überraschung welche den guten Gesamteindruck noch versüßen könnte.



Nachwuchssachseneinzelmeisterschaften U8 – U18 in Sebnitz gestartet

Heute war der scharfe Start für unsere Kids im Sebnitzer „KIEZ“ bei den diesjährigen Titelkämpfen des Nachwuchses der Altersklassen U8 bis U18. Die meisten unserer 10 Teilnehmer feierten dabei ihr Debüt auf Landesebene.

Alterklasse U8: Für unsere drei Kleinsten Frida Winkler, Antonius Akladius und Maurice Kolbe gab es in der ersten Runde leider noch keinen zählbaren Erfolg. Drücken wir den drei SEM Neulingen fest die Daumen für das weitere Turnier!

Altersklasse U10: Einen guten Auftakt legten unseren beiden Starter Tom Hai Dang und Kyrillus Akladius hin. Kyrillus konnte im vogtländischen Duell dem Setzlistendritten Maxim Melestan ein ordentliches Remis abringen. Tom lies es bei seinem überraschenden Partiegewinn gegen den Heidenauer Mitfavoriten Dylan Reich gleich richtig krachen. Gerne mehr davon…..

Altersklasse U14: Richard Meltzki und Florian Elstner starteten mit Partiegewinnen super in das Turnier wobei Florian gegen den Hoyerswerdaer Ramon Schuh (DWZ 1612) ein erstes Achtungszeichen setzen konnte und die kürzlich erlittene schmerzliche Niederlage bei der Mannschftsmeisterschaft egalisierte. Zum Lohn warten in Runde zwei mit dem Leipziger Laurin Haufe (DWZ 1991) und dem Chemnitzer Jakob Matthäi (DWZ 1832) zwei dicke Brocken auf die Beiden.

Altersklasse U16: Weniger Grund zur Freude gab es für unsere drei Starter Simon Burian, Illia Pivtorak und Nico Hörkner. Simon musste gegen den Leipziger Simon Westphal (DWZ 1681) ins Remis einwilligen. Illia hatte das Nachsehen gegen den Chemnitzer Valentin Schubert (DWZ 1628) trotz zwischenzeitlicher Gewinnstellung. Und auch für Nico hingen die Trauben gegen den Leipziger Topfavoriten Kasimir Lieberwirth (DWZ 2106) in Runde eins zu hoch.

Morgen stehen zwei Runden auf dem Plan wobei Florian ab 8:00 an einem der Live-Bretter spielt.


Von Osterblitz bis Äskulap

Unter den 33 Teilnehmern zum traditionellen Osterblitz (5+0) in Markneukirchen befanden sich auch fünf Plauener Könige. Bundesligaspieler Daniel Zähringer wurde mit 13,5/15 Punkten seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht und lies zu keiner Zeit Zweifel am eigenen Turniersieg aufkommen. Gut in Form zeigte sich auch Erik Fischer, welcher mit zwei Zählern Rückstand auf Daniel auch den „Vize“ nach Plauen entführen konnte und dabei die vogtländischen Bezirksligaspitzenbretter in die Schranken verwies. Mario Tunger auf Platz 14 und Heike Sandner als 22. des Endklassements, beidseits mit biederen 50% der Punkte, waren eher unzufrieden ob dem eigenen Ergebnis. Für U14 Spieler Reinhard Atze blieb trotz guter kämpferischer Einstellung nur Platz 32 bei einem Score von 4,5/15.

Weiter östlich kämpfte der Wahlplauener Christof Beyer in der alten Heimat bei der 36. Auflage des Görlitzer Äskulap-Turniers um Ruhm und Ehre. Unter 92 Teilnehmern landete Christof bei ordentlichen 4/7 fast exakt auf seinem Setzlistenplatz (38.) und erzielte dabei eine Elo-Performance von 2028.


Team 3 – es sollte einfach nicht sein

Am Sonntag weilten wir zum vorentscheidenden Spitzenspiel beim Tabellenführer in Blumenau, der vor der Runde einen Mannschaftspunkt und viele, viele Brettpunkte mehr aufwies. Bei einer Niederlage würde die SG Blumenau vorzeitig als Aufsteiger feststehen, während wir mit einem Sieg an ihnen vorbeiziehen könnten.

Bereits nach 2 Stunden zogen dunkle Wolken „von unten“ heran. Topscorer Illia hatte an Brett 8 gerade eine Figur für mehr oder weniger Nichts eingestellt. Tim Seyfferts König stand an Brett 7 in einem Königsinder als Weißer eingezwängt  auf h1. Die Szenerie auf dem Brett erinnerte an den Aufmarsch von Sarumans (schwarzen) Orks auf (das weiße) Helms Klamm in Herr der Ringe, einfach nur schrecklich. Zudem hatte Daniel Helmrich an Brett 6 nach einem groben strategischen Bock im Sizilianer eine völlige Ruine zu verwalten.

Von dem Anblick geschüttelt wollte ich gerade an mein Brett zurückkehren, als mich Mario Tunger von Brett 5 mit einem Remisangebot seines Gegners abfing.  „Mario, spiel bitte weiter, ganz normal, Du musst nicht gewinnen, aber Remis machen ist nicht!“, lautete wohl meine Antwort. Jetzt fragt nicht, warum ich mir selber nicht zuhöre! Just in diesem Moment hatte mein Gegner an Brett 1 mit einem Bauernopfer im Zentrum die Lunte gelegt. 2 Varianten hatte ich wohl richtig berechnet und zudem richtig eingeschätzt. In einer dritten Variante, die noch zusätzlich Öl ins Feuer goss, schlich sich am Ende ein kleiner Überseher ein. Anstatt mit 2 Figuren gegen Turm und Bauer sowie völliger Kontrolle, blieb ich mit 2 Figuren gegen Turm und 2 Bauern und einer völligen Ruine zurück. Als ich die Partie aufgab und wieder aufblickte, waren die 3 hinteren Bretter bereits fertig. Naja wenigstens Mario Tunger hatte gerade einen Sieg eingefahren, nach sehr starker Leistung. Ein Blick auf die Ergebnisse brachte den Schock, es stand 2,5 : 2,5. Daniel hatte seine Stellung gehalten und Illia sogar gewonnen. „Hier ist was los!“, dachte ich und prüfte die Stellungen der noch laufenden Bretter 2-4. Ein gleiches, ein besseres und ein deutlich besseres Endspiel könnten doch zum Sieg reichen?! Als erster beendete Michael Fuß an Brett 2 die Partie. Leider gelang es ihm in einem besseren Turmendspiel nicht im Ansatz Druck aufzubauen. Schade, aber es stand nun 3:3.

Marco Schaarschmidt hatte an Brett 4 die aktiveren Figuren, bereits einen Mehrbauern und einen zweiten Bauern unter Beschuss. „Marco, Du musst gewinnen!“ sagte ich ihm kurz, er entgegnete „Nein ich warte bis der Lucas gewonnen hat und dann mach ich einfach Remis“.  Genau in diesem Moment hatte Lucas in seinem schwierigen Läufer-Springer Endspiel die Leichtfiguren getauscht und damit ein teuflisches Bauernendspiel erstellt, mit d- und h-Bauern gegen e- und f-Bauern des Gegners und alle Tempi reichten genau … zum Sieg.

Yessss, genial, dachte ich, nur leider hatte er den allerletzten genauen Zug ausgelassen und landete somit in einem gleichen Damenendspiel mit Mehrbauer ohne wirklich Gewinnchance. Leider fand Marco in seinem Turmendspiel mit 4 gegen 2 Bauern nicht den richtigen Plan zum Sieg. Das drohende, aber im Mannschaftssinne praktisch nutzlose Remis vor Augen, versuchte er noch eine verrückte Abwicklung, die allerdings sein Gegner eiskalt auskonterte zum 4,5:3:5 Sieg und der Vorentscheidung um den Aufstieg, zu der wir sportlich aber auch herzlich gratulieren möchten. Respekt vor den Kampfgeist unserer Mannschaft, vor allem unseres Mannschaftsleiters. … Es sollte einfach nicht sein.


Runde 8 der zweiten Mannschaft

Am vergangenen Sonntag stand die vorletzte Runde in der Sachsenliga an. Für uns gab es ein Heimspiel gegen die vierte Mannschaft der Schachgemeinschaft Leipzig, auf Wunsch der Gäste begannen die Partien erst 10 Uhr im Café des Hotels Alexandra, während unsere Vierte bereits eine Stunde spielte. Die Ausgangssituation lässt sich schnell beschreiben, mit einem Sieg wären wir weiterhin ganz vorn mit dabei, drei Mannschaften waren vor der Runde punktgleich mit 9 MP auf dem ersten Platz nur durch die Brettpunkte voneinander getrennt.

Zuerst beendete Lion an Brett 6 seine Weißpartie mit einem schnellen Remis, beide Seiten hatten wenige Chancen für Fehler oder brillante Ideen. Danach gab es lange Zeit keine Ergebnisse, bis Niklas an drei seine Partie zu unserem Gunsten entscheiden konnte und uns in Führung brachte, inzwischen waren auch auf anderen Brettern leichte Vorteile für uns erkennbar, Christof (Br. 5) hatte einen Bauern gewonnen, allerdings konnte sein Gegner aktiveres Figurenspiel vorweisen, Simon an Brett 4 stand aussichtsreich und ich (Br. 7) hatte ebenfalls einen festen positionellen Vorteil erspielt. Einzig Daniel an zwei und Matthias am Spitzenbrett fühlten sich im Mittelspiel etwas unwohl und an Tonis Brett 8 fehlten auf beiden Seiten die Ideen.

Die Partie von Simon endete schließlich in der Punkteteilung, dafür hatte Daniel seiner Gegnerin einen Bauern abgenommen und ein klar vorteilhaftes Endspiel erreicht. Matthias verteidigte ein Turmendspiel in welchem sein Gegner einen Bauern mehr und aktivere Figuren hatte. Bei Toni war wenig los, aber auch solche Partien wurden schon gegen nominell schwächere Gegner gewonnen. Christofs Gegner schwächte im späten Mittelspiel zunehmend seinen eigenen König und auf meinem Brett hatte sich wenig geändert, es wurden Züge wiederholt und manövriert.

Doch dann wendete sich Caissa plötzlich gegen uns, Daniel verpasste es Gegenspiel seiner Gegnerin zu unterbinden, wodurch er seinen Mehrbauern verlor und plötzlich endete diese aussichtsreiche Partie remis. Matthias wickelte in ein Bauernendspiel ab, welches er falsch beurteilt hatte und so ging die Partie verloren. Toni war in einem Damenendspiel gelandet, hatte aber auf dem Weg einen Bauern vergessen, weshalb auch hier nur noch auf einen halben Punkt zu hoffen war. Christof hatte inzwischen seinen Mehrbauern verloren und stand unter Druck. Daher sah ich mich irgendwie in der Pflicht und versuchte nun mit aller Macht den positionellen in einen materiellen Vorteil umzuwandeln, eine Fehlentscheidung, welche mich ebenfalls meinen deutlichen Vorteil hätte kosten müssen, doch mein Gegner wollte meine übereifrigen Ambitionen auf die falsche Art und Weise bestrafen, wobei er in Zeitnot eine Taktik übersah, welche ihn eine Leichtfigur kostete, wonach er sofort aufgab. Toni hatte inzwischen einen halben Punkt aus seinem Endspiel gerettet und Christof verlor seine Partie leider noch.

So endete der Sonntag für uns mit einem 4:4 gegen eine ersatzgeschwächte, aber junge Mannschaft aus Leipzig. Der Blick auf die Ergebnisse unsere Konkurrenten um die Meisterschaft hellte die Stimmung wieder etwas auf. Die SG Leipzig III verlor mit sieben Spielern ihr Auswärtsspiel gegen Wilkau-Haßlau und auch der andere Aufsteiger aus Bautzen konnte nicht gewinnen, sondern erreichte ebenfalls nur ein Unentschieden gegen Dresden-Leuben. Daher konnten wir uns sogar auf Platz zwei verbessern und liegen nur einen halben Brettpunkt hinter dem Spitzenplatz. Neben Bautzen (10 MP, 34 BP) und uns (10 MP, 33,5 BP) hat auch unser Gegner der Schlussrunde, die SG Leipzig III (9 MP, 32,5 BP), noch Chancen auf die Meisterschaft, dafür dürfte Bautzen allerdings nicht gegen die dritte Mannschaft des USV TU Dresden (Platz 7, 8 MP, 29 BP) gewinnen.

Es bleibt also weiter spannend in der Sachsenliga.