U 20 Sachsenliga

1.Runde: TU Dresden-SK König Plauen, leider konnten die sich bietenden Chancen nicht genutzt werden und so verlor das junge Team denkbar knapp gegen den hohen Favoriten 3,5 :2,5! N.Süß,Huy gewannen und Binh remisierte nach langen Kampf, E.Fischer,T.Seyffert und D.Helmrich verloren leider ihre aussichtsreichen Partien.
2.Runde: SKK-CSC Chemnitz, gegen den Bezirksrivalen gelang ein knapper Sieg unseres Sextett und mit 2:2 Pkt. landeten wir erst einmal im Mittelfeld. Binh legte mit 1:0 vor und nachdem Daniel Helmrich sein spektakuläres Evans Gambit gewann ( Nils Gegner kam nicht +:-), war schon das Unentschieden gesichert.
Erik Fischer steuert in guten Stellung den Remishafen an, um den wichtigen Gesamtsieg sicherzustellen. Nun kommt es am 9.11. zum Duell SKK – Coswig. Die Coswiger, ein starkes Team, welches momentan und überraschend am Tabellenende landete.


Kurios: Team II schon wieder Zweiter

Mit einem in der Höhe insgesamt verdienten 6:2-Sieg gegen Grimma hat sich die II. Mannschaft nach der Auftaktniederlage gegen Turm Leipzig schon wieder auf Platz 2 katapultiert. Dabei mussten die Könige mit vier Ersatzspielern antreten. Andreas Götz glänzte mit einem Blitzsieg und auch Johannes Titz reichte bei seinem Comeback die erste Formularspalte aus. Derweil hatte Matthias Hörr in durchaus passabler Stellung ein dubioses Figurenopfer angebracht, dem er fortan hinterher lief. Scheinbar mühelos neutralisierte Gunter Sandner an Brett 1 den weißen Anzugsvorteil und ging flüssig in den Gegenangriff über. Ähnliches war Christian Hörr an 3 gegen einen Katalanen gelungen, nachdem er eine Qualität für drei Bauern und eine glatte Gewinnstellung gegeben hatte. Während Gunter nichts mehr anbrennen ließ, verlor Christian einmal mehr völlig die Nerven und verdarb die Partie mit mehreren Patzern in Folge sogar noch zur einzigen Niederlage des Tages. Frank Gerbeth behielt im Zeitnotduell dieses Mal die Oberhand und fügte Plauens Angstgegner Gunnar Pohl die erste Niederlage seit Menschengedenken zu. Lars Hernla hatte sich mittlerweile konsolidiert und den entscheidenden halben Punkt gesichert. Damit konnte Tobias Franz in aller Ruhe seinen Mehrbauern in einem Turmendspiel verwerten und selbst Matthias sicherte sich trotz schlechter Endspielbehandlung noch ein Remis.

In drei Wochen steht die Reise zum Tabellenletzten Delitzsch an, wo dann ein Sieg Pflicht ist, wenn es später gegen den Staffelfavoriten Wilkau-Haßlau noch um etwas gehen soll.


Das Rabensteiner Matt

Mit 5 aus 7 hat Matthias Hörr beim 17. Chemnitzer Turm-Open seine gute Form bestätigt und landete in einer illustren Spitzengruppe zehn Plätze über dem Setzrang. Das reichte dieses Mal sogar zu einem Rating-Preis, wobei ein Schönheitspreis für das originellste Mattbild noch viel eher verdient gewesen wäre. In einer spannenden Partie hatte Matthias in Zeitnot zunächst die Nerven behalten, um dann in aller Ruhe einen perfiden Gewinnplan zu vollenden:

Vrchotka, Josef (2003) – Hörr, Matthias (2139). Es folgte 42…Txf4–+ 43.Sxb2 Tf2+ 44.Kc1 Sc3! 45.Sd1 Sa2#.

Dabei hatte das Turnier ernüchternd begonnen. Gegen Matthias Wunderlich (1785) musste Matthias bei einem Minusbauern schon ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern forcieren. Auch Tobias Franz konnte über sein Auftaktremis gegen Moritz Eidam (1185) mehr als froh sein. Und so kam es absolut folgerichtig gleich in Runde 2 zum vereinsinternen Duell, das allerdings mit einem Favoritensieg endete.

Während es für Tobi danach zumindest ergebnistechnisch einigermaßen passabel weiterging, übte sich Christian Hörr wie schon in Nürnberg im Auslassen von Siegchancen. Als sich nach 3½ aus 6 doch noch die Möglichkeit zur Wiedergutmachung bot, ging die Partie einmal mehr trotz häuslicher Vorbereitung daneben. Weitere 16 DWZ-Punkte werden wohl im Orkus verschwinden.

Rg. Name TWZ Verein S R V Pkt. Buchh.
1. GM Langheinrich, Ferenc 2456 ESV Lok Sömmerda 6 1 0 6.5 32.5
2. GM Womacka, Mathias 2450 USG Chemnitz 5 2 0 6.0 32.0
3. IM Mazur, Stefan 2413 — 5 1 1 5.5 34.5
4. GM Meister, Jakob 2502 SK Zehlendorf 5 1 1 5.5 33.5
5. IM Sobolevsky, Leonid 2188 Schachzirkel Elstertal 5 1 1 5.5 32.0
6. FM Horak,Michal 2299 Chess Most 4 3 0 5.5 30.5
7. IM Wichmann, Cliff 2348 ESV Nickelhütte Aue 5 1 1 5.5 29.5
14. Hörr, Matthias 2139 SK König Plauen 4 2 1 5.0 28.5
54. Franz, Tobias 1884 SK König Plauen 3 1 3 3.5 25.5
59. Hörr, Christian 1934 SK König Plauen 3 1 3 3.5 24.0

 


U16 schon jetzt mit dem Rücken zur Wand

Ein Mannschaftspunkt aus vier Runden ist die bedenkliche Zwischenbilanz unserer U16 in der Sachsenliga. Schon die beiden Auftaktspiele gingen 0:4 verloren, obwohl die Gegnerschaft nicht unbedingt übermächtig war. Erst im Kellerduell gegen Dresden-Striesen wurde durch Siege von Daniel Helmrich und Lukas Nguyen ein Unentschieden erkämpft. In den verbleibenden fünf Runden hat das Team immerhin noch die Chance, mit Siegen gegen Grimma, Bautzen und vielleicht auch Hoyerswerda aus eigener Kraft die Klasse zu halten.


Holpriger Saisonauftakt der Zweiten

Mit einer mageren 3,5 zu 4,5 – Niederlage gegen SG Turm Leipzig 1 startet heute unsere Zweite im Plauener Hotel Alexandra in die neue Saison 2013/14 der 1. Landesklasse Staffel B. Einzig Matthias lässt nichts anbrennen, hatte er sich doch zuvor mit 4 aus 5 (Platz 12) beim 15. Nürnberger Zabo-Open warmgespielt, und gewinnt als Einziger. Halbe Punkte steuern jeweils Gunter, Olaf, Christof, Christian und Andreas bei. Hier gibt’s die Ergebnisse im Detail.


1. Runde des III. / IV. / V. Teams

III. Team: konnte gegen den Favoriten und Absteiger aus der 1. Landesklasse / SV Siebenlehn einen wichtigen Auftaktsieg erzielen, welcher uns für die nächsten Runden ein kleines Polster verschafft. P. Luban, M. Tunger gewannen und remis spielten E. Fischer, T. Merkel, Binh K., Huy Duc. St. Meyer musste über die einzige Niederlage quittieren.
IV. Team: verpatzte mit ihrer überraschenden 3:5 Niederlage gegen die in Unterzahl angereisten Cranzahler, den Saisonstart!
U. Hörning, H. Sandner, L. Wagner verloren, D. Butzke, T. Franz, P. Paul und J.Bühnert remisierten.
V. Team: nach dem Rückzug der III. vom VSC und die damit einhergehende vermutliche Verstärkung des II. Teams vom VSC, hatte unser V. eigentlich eine Niederlage zu befürchten. Auch konnten wir nicht in Stammbesetzung antreten und unser Lokalnachbar ebenfalls nicht. So entwickelte sich ein spannender offener Kampf, in dem wir mit 5:3 die Nase vorn hatten. N. Süß, P. Dietzsch, S. Barg, Ng. Lukas gewannen, T. Seyffert, D. HelmrichT spielten unentschieden, nur U. Seyffert und D. Suhr mussten nach langen Kampf die Segel streichen.


Plädoyer für die B-Note im Schach

Nigel Short hatte sich kürzlich am Rande des FIDE World Cups halb im Spaß, halb im Ernst dafür ausgesprochen, auch im Falle eines Patts einen Partiesieger zu küren. Es könne ja schließlich nicht angehen, dass man ohne einen regelkonformen Zug auch noch zu Punkten käme. Da ist es dann ein bisschen wie im Fußball, wo eine Mannschaft 70% Ballbesitz und dutzende Torchancen hatte, nur um in der 89. Minute durch einen unberechtigten Elfmeter sogar noch zu verlieren. Aber Schach und Fußball sind nun mal nicht Boxen, wo ein Knockout zwar schön anzusehen, aber letztlich auch nicht mehr wert ist als ein dröger Punktsieg.

Beim 15. Nürnberger Zabo-Open bewiesen vor allem die Gegner der Hörr-Brüder Nehmerqualitäten, denn bis auf eine Ausnahme war den beiden Plauenern in 10 Partien immer die Favoritenrolle beschieden. So brachte es Christian in der Auftaktrunde nicht fertig, einen DWZ-Vorsprung von knapp 500 Punkten nachzuweisen und stand eher noch am Rande einer Niederlage. Ähnliches wiederholte sich in Runde 5, wo es abermals mit Schwarz nicht gelang, ausreichend Komplikationen herbeizuführen. Immerhin wurde mit zwei einigermaßen soliden Weißsiegen das Minimalziel von 3 Punkten erreicht, wenngleich angesichts der mauen Gegnerschaft mit spürbaren DWZ-Einbußen gerechnet werden muss.

Matthias brauchte für seinen Erstrundensieg zwar kaum eine Stunde und so konnte er auf der Zaboraner Kirmes mit Black Purple (nicht etwa Deep Sabbath!) und einem schalen Landbier noch richtig abhotten. Am Samstagmorgen mussten aber schon Defekthexe, Wattfraß und General Zeit bemüht werden, um gegen den Underdog einen Minivorteil zum Sieg zu verdichten. In Runde 3 entglitt ihm schließlich eine Mehrqualität so sehr, dass die eigene Aufgabe schon eingepreist war. In der folgenden Schlussstellung wurde mangels origineller Gewinnideen Remis vereinbart:

Matthias Hörr (2139) – Tolga Ulusoy (2007) ½:½. Mit welchem Manöver hätte Schwarz gewinnen können?

Nach einem leistungsgerechten Remis in Runde 4 gelang Matthias immerhin noch ein schöner Weißsieg gegen den Reichenbacher Ulrich Phenn. Mit 4 aus 5 und Platz 12 reichte es zwar wie erwartet nicht für ein Preisgeld, aber angesichts dieser Frühform muss man sich um den Punktspielauftakt am kommenden Wochenende keine großen Sorgen machen.

Als Trost für die teilweise zähen Partien gegen vermeintlich schwächere Gegnerschaft kann immerhin gelten, dass auch die Titelträger an der Spitze ihre liebe Mühe und Not hatten. So stand z. B. der Auer Turniersieger Viesturs Meijers mindestens einmal klar auf Verlust und auch Elofavorit Ferenc Langheinreich konnte über seine beiden Remisen eher froh als verärgert sein. Und so muss man sich fragen, ob Remis überhaupt ein gerechter Partieausgang sein kann, wenn nur eine Seite am Drücker war („This was White’s game, don’t you agree?!“). Schön wäre es doch, wenn zusätzlich zum eigentlichen Ergebnis eine Stilnote vergeben werden würde.


1. U13-Cup in Plauen

Zum 1. U13-Cup kamen ins  Spiellokal des VSC 40 Kinder aus acht Vereinen (SKK, VSC, Reichenbach, Waldkirchen, Wilkau-H., Markneukirchen, Zeulenroda und Hof). Diese hohe Anzahl von Schülern bedeutet einen „Startrekord“. Mit Antonia Anstadt/ VSC, Simon Burian/SKK, Nico Hörkner/SKK, Peter Ben/Wilkau, Anna Neisch/Zeul. und Lorine Groß/Zeul. setzten sich gleich die Favoriten in ihren Jahrgängen an die Spitze. Der Turniermodus ist noch jung und am 26.10.13 in Rodewisch gibt es erneut ein Turnier für unserer „JÜNGSTEN“!


Auftakt – Sachsenliga U20

Unser U20-Sextett fuhr mit gemischten Gefühlen zu TU Dresden, ging es doch zum Top Favoriten der acht Teams umfassenden Sachsenliga. Dazu kommt das fehlen von Toni, aber auch das Dresdener Team hatte diesbezüglich Probleme. So entwickelte sich bis in die dritte Stunde ein gleichwertiger Kampf u. Huy Duc konnte plötzlich einen glücklichen Sieg für sich verbuchen. Kurz darauf verlor Erik und Binh kam über ein Remis nicht hinaus. Jetzt war die Reihe an Daniel, Tim und Nils. Leider unterschätze Daniel, mit einer Qualität mehr, die gegnerischen Verzweiflungsdrohungen und musste überraschend die Segel streichen und auch Tim verlor recht plötzlich. Mit einer starken Siegpartie konnte Nils am 1. Brett die Gesamtniederlage in Grenzen halten = 3,5 : 2,5 für TU Dresden. Momentan liegen wir auf den 6. Platz und schon am 12.10. geht es gegen unseren Bezirksrivalen, den CSC Aufbau Chemnitz in Plauen!


Wer oder was ist Zabo?

In Bayern gibt es Wörter, die gibt es nirgendwo sonst. Obazda zum Beispiel. Und Zabo. Jetzt mag man den Obazden vielleicht von den Oktoberfestwochen im Aldi kennen, aber Zabo? Was wie ein ungarischer Familienname klingt, ist in Wirklichkeit eine Banlieue, ein urban hinterland, ein Stück liebenswerte proletarische Tristesse am Rande von Nürnberg. Ganz in der Nähe von Reichsparteitagsgelände und Clubberer-Stadion findet alljährlich das Schach-Open der örtlichen SpVgg Eintracht statt. Nach zuvor zahlreichen denkwürdigen Besuchen in Erlangen hatten Matthias und Christian Hörr der fränkischen Gastfreundlichkeit bereits 2010 eine zweite Chance gegeben und waren so angetan (120 Schachfreunde, eine Toilette und immer frisches Klopapier!), dass eine erneute Teilnahme bisher nur aufgrund von Terminkollisionen mit dem sächsischen Punktspielbetrieb nicht zustande kam. Heuer ist es wieder so weit und es darf wieder munter drauflosgepatzt werden! Matthias‘ ambitioniertes Ziel, inmitten der Nürnberger Lokalprominenz auf 4 aus 5 zu kommen, wird wohl selbst bei Planerfüllung nicht für die Preisgeldränge reichen, denn bei nun schon 137 Teilnehmern kann es, wie wir seit Bad Aibling wissen, nach Turnierende bis zu fünf Spieler mit voller Punktzahl geben.