Unser Präsident wird 70

… zu diesem Anlass sind die Schachspieler des SK König Plauen ganz herzlich eingeladen. Wir bitten darum, dass Ihr Euch bis zum 06.12.2012 in die zum Vereinsabend ausliegende Liste eintragt. Darin findet Ihr auch die Details zur Feier.
Vielen Dank!

Präsident wird 70


5. Runde – Sachsenliga U 16

Nach den bisherigen vier Runden und 3:5 Mannschaftspunkten, war immer noch nicht klar wohin die Reise gehen würde. Sollte sie der Abstiegsgefahr entgegen trudeln oder hält der Aufwärtstrend an !? Nun kam es am Vortag des Männerpunktspieltages zum spannungsgeladenen Auftakt unseres Nachwuchses in Chemnitz(USG I.) und die Konstellation war klar, wer verliert kommt in akute Abstiegsgefahr. Entsprechend motiviert gingen beide Teams an die Bretter und unsere schon etwas erfahrener in unzähligen Männerspielen, Pardubicekämpfen, Trainingslager, Nachwuchsturniere, geförderten Jungen legten gleich gut los, denn nach einer Stunde konnte unser Spitzenspieler am 1. Brett – Toni Merkel die Siegesfahne für den SKK hissen und kurz darauf überzeugte Tim Seyffert mit seinem ersten Sieg in der Liga. Erik Fischer viel es nun nicht mehr schwer den wichtigen halben Punkt zum Gesamtsieg beizusteuern und Hyus Unentschieden war nur noch Formsache, 3:1 für den SKK – 5: 5 Mannschaftspunkt und 7.Platz ! Die zwei Bezirksligateams des SKK hielten sich wacker und erzielten folgende Ergebnisse: SKK II.  – Siebenlehn 1,5:2,5  /  SKK III. – Rapid Chemnitz 2:2   / Siebenlehn – SKK III. 3:1 / Rapid Chemnitz – SKK II. 1,5:2,5 ! Niklas Linnert und Simon Burian konnte ihre beiden Partien gewinnen !


Zweite Mannschaft ist glücklicher Tabellenführer

Vor fast 100 Jahren übte Emanuel Lasker eine bemerkenswerte Kritik an den Regeln des Schachs. Diese enthielten derart verschrobene Paragrafen, dass man das königliche Spiel überhaupt nicht als Abbild einer realen Auseinandersetzung begreifen könne. Lasker hatte hier neben dem Rochaderecht vor allem das Spielziel im Sinn. Nicht die kanonische Prämisse des Raumgewinns bei grenzenlosem Spielfeld entscheidet über den Ausgang der Partie, sondern gekünstelte Matt- und Pattkonstruktionen. Im Spitzenspiel der 1. Landesklasse hatte unsere zweite Mannschaft gegen Riesa großes Glück, dass die Schachregeln hinreichend entartet gestaltet wurden, um auch dem streunenden Hund noch eine vage Hoffnung auf ein Fresserchen zu bieten.
Trotz der Anwesenheit von sieben Stammspielern begann der Kampf katastrophal im Sinne aller klassischen Kriterien. Lars hatte gerade erst die zweistelligen Zugzahlen erreicht, als ein simpler Doppelangriff sofort eine Figur einbüßte. Warum kein Springer auf c3 die Diagonale mehr blockierte, blieb nach der Partie genauso ungeklärt, wie die Motivation, den weißfeldrigen Läufer nicht auf b3 zu verankern. Auf c4 fiel er jedenfalls einem Damenschach auf b4 zum Opfer. Christian traf es ähnlich hart, wenn auch nicht ganz so früh: Die nicht ausufernd mondäne Zugfolge seines Gegner brachte sein Konzept durcheinander, was bald zu Schwächen auf beiden Flügeln führte und nach dem Eindringen der weißen Krieger auch schnell eine Figur kostete. Ganz ähnliche Löcher konnte Mathias sein Eigen nennen. Zwar gelang es ihm, den Morra-Bauern behaupten – allerdings auf Kosten einer Qualität. Ich hatte selbstbewusst früh das Zentrum geöffnet, um dann feststellen zu müssen, dass das gegnerische Läuferpaar die fehlende Koordination mehr als ausglich. Auch Roland fühlte sich von zwei Läufern gegängelt. Der Verzicht auf einen Bauern schien ihm noch die besten Möglichkeiten auf ein Remis zu bieten. Christof hatte sich noch eher von einem Bauern getrennt, konnte dafür aber wenigstens den Kompressor in Betrieb nehmen. Olaf war hingegen wie wir anderen mehr Amboss als Hammer. Ein gegnerische Turm auf der siebenten Reihe versetzte ihm in Abstimmung mit Dame und Springer heftige Schläge. Da also einzig Lion eine solide Position erreichte, war zunächst nicht klar, wo in diesem Kampf wenigstens zwei Brettpunkte herkommen sollten.
Rolands Gegner willigte angesichts dessen in ein Remis ein. Christian verlor und Lars hatte mittlerweile ein ganzes Dorf weniger auf den Brett. Doch die vor der Zeitkontrolle einsetzende Geisterstunde meinte es gut mit uns. Mathias konnte einen gegnerischen Turm ins Abseits locken und gewann auf der Grundreihe. Olaf verteidigte sich gut und bekam im Endspiel mit ungleich farbigen Läufern sogar nochmal Höhenluft. Mein Gegner half mir dabei, meine Stellung zu konsolidieren. Trotz eines Notationsproblems ging ich mit einer Mehrfigur ins Turmendspiel und gewann dieses unmittelbar nachdem Lars keine Lust mehr verspürte. Christof wiederholte im 40. Zug zum dritten Mal die Stellung; zusammen mit dem doch nicht mehr abzuwendenden Remis von Olaf ergab sich ein Stand von 3,5-3,5, wobei Lion schon ordentlich Material gepflügt hatte. Es galt nur noch, in dem Wirrwarr von Pseudoaktivität und Pseudodeckung(!) die Übersicht nicht zu verlieren. Ein ausgelassener Elfmeter trug zur allgemeinen Unterhaltung bei – Lions prosaische Methode führte aber auch zum ungefährdeten Sieg.
Unter schamloser Ausnutzung des von Lasker bloßgestellten Irrsinns konnten wir also die Tabellenführung erringen. Zwei Leipziger Mannschaften sind uns dicht auf den Fersen, weshalb es noch zu einigen engen Topspielen kommen dürfte.


4.Runde – 4 SKK Teams = 4 Siege

III.: für uns ging es darum sich endgültig aus der Abstiegszone zu befreien, was gegen fünf Chemnitzer ? mit 5,5:2,5 auch gelang. Der Mannschaftssieg wird Jochen über seinen unnötigen Punktverlust hinwegtrösten, denn er wollte in seiner unnachahmlichen
Art noch eine alte Rechnung mit seinem Gegner begleichen und die war wohl seit 15 Jahren noch offen, Respekt (Vorsicht zur Nachahmung nicht empfohlen)! Dafür konnte Stephan, mit spektakulären Stil, seine Partie umwerfend gewinnen.
IV.: endlich, der lang ersehnte Sieg bei Wilkau III.. Unser Team, oft glücklos, vom Schicksal gebeutelt hat den angestrebten Klassenerhalt nun wieder selbst in der Hand und sollte nun alle Reserven mobilisieren. Vielleicht gelingt es schon im nächsten Heimspiel gegen Waldkirchen. Topspieler im Team ist Binh, denn er ist unser Mister 100%, dh. er hat seit Saisonbeginn alles gewonnen ( auch in der U 20 !).
V.: ein kleines Wunder, 1,5:6,5 Sieg unseres jungen Teams bei Waldkirchen II.. Eigentlich hatten wir vor der Saison schon kurz überlegt auf den Aufstieg zu verzichten. Zweifel über den Leistungsstand der „Kleinen“ plagten uns, aber diese Plagegeister sind nun verflogen und das Kückenteam hält Kurs -Klassenerhalt!
Ein Traumergebnis, 8:0 Mannschaftspunkte für den SKK ( SKK II.-Riesa 4,5:3,5)!


Mathematik und Schach?

Manch einem mag es abwegig erscheinen – doch auch Schachspieler können logisch denken: bei der 52. Mathematik-Olympiade war der SK König Plauen mit vier Startern vertreten und dabei zählten alle zu den Preisträgern. Sieger in seiner Altersgruppe wurde Daniel Helmrich, übrigens das vierte Mal in Folge. Lucas Ruckdeschel und Niklas Linnert durften sich über den zweiten und dritten Platz freuen. Bei den „Kleinsten“ (eigentlich Klassenstufe 5) überraschte Alexander Bandt (GS Jößnitz, 4.Klasse)  als Gesamtdritter und bekam dafür einen 1.Preis als bester Frühstarter.

Olympioniken

von links Alexander, Lucas, Niklas und Daniel


Vogtl. Nachwuchsmeisterschaft 2012 in Plauen

Diese Meisterschaft ist wie immer der wichtigste Test der Nachwuchsarbeit im vogtländischen Kinder und Jugendschach und stellt die einzige Qualifikationsmöglichkeit zur Bezirkseinzelmeisterschaft in den Winterferien in Geyer/Erzg.  (2.-5.Februar 2013) dar. Entsprechend groß war die Beteiligung im Plauener Rathaussaal, es nahmen etwas über 70 Kinder teil. Der SKK schickte 29 Schüler ins Rennen, VSC 19 Teilnehmer u. Reichenbach 8. Insgesamt kamen die Schacheleven aus sechs vogtländischen Vereinen, nur Rodewisch, Klingenthal u. Bösenbrunn fehlten. Der SKK erreichte fünf 1.Plätze, drei 2.Plätze und drei 3.Plätze und konnte so die meisten Qualifikationsplätze gewinnen.Die qualifizierten des SK König sind:
U 18: Binh Karl, Daniel Suhr, Daniel Helmrich
U 16: Huy Duc, Erik Fischer (Tim Seyffert = 4.Platz)
U 14: Niklas Linnert, Lukas Ng. Dang, Timm Nicklaus
U 12: Lucas Graf (Ludwig Müller 4.Platz)
U 10: Simon Burian, Nico Hörkner, Emma Luise Müller

U 8: Hannes Runge und Julia Gebauer
Das größte Teilnehmerfeld stellten die 12 jährigen mit 19 Kindern. Die U 8 kam auf 7 Startern und die U 10 auf 16 Schüler. Zehn Kindern bildeten das Teilnehmerfeld in der U 14 und dreizehn die U 16.
Die mit der Plauener Meisterschaft stattfindenden U 18 Meisterschaft hatte 10 Teilnehmer.
Das Turnier wurde vom SKK , VSC und Reichenbach organisiert + mit tatkräftige Unterstützung durch die Stadtverwaltung/GAV, Danke !

Im Bezirk Chemnitz gibt es fünf Qualifikationskreise für die Bezirkseinzelmeisterschaft : Chemnitz/Zwickau/Vogtland/Erzgebirge und der Mittelkreis (Freiberg-Niederwiesa usw.) .                                                                              Chemnitz : 67 Teilnehmer aus 5 Vereinen – Vogtland: 74/6 – Zwickau : 38/4 –  Erzgebirge 69/5  – Mittlelkreis. ?/?


Oberliga: Rauchende Duelle in Magdeburg

Die Erste hatte am Wochenende seit langer Zeit wieder einmal das Vergnügen, ihre Kondition in einer Doppelrunde unter Beweis zu stellen. Ausdauer war dabei schon während der Anfahrt vonnöten. Im Stimmungsgefälle von Baustellen und Sackgassen im nicht allerorten grünen Streifen zwischen Greiz und Altenburg kam unserer mitgereisten Präsidentengattin gar der Gedanke, dass ihr Mann weit umgänglicher ist als so mancher Schönwetter-Ortskundiger. Erst drei Minuten vor Rundenbeginn trudelten wir im regnerischen Magdeburg ein – Zeit für Bananenkäufe blieb also nicht.

Zunächst stand die vermeintlich leichtere Aufgabe gegen Rochade Magdeburg an. Das erste entscheidende Manöver vollführte Lutz; jedoch jenseits des Schachbretts. Eine freie Auslegung der schiedsrichterlichen Anweisung „Rauchen bitte vor der Tür!“ sicherte ihm kurze Wege. Dem entsprach auch seine Mittelspiel-Behandlung: Wenig Raum, dafür eine kraftvolle Figurenaufstellung. Sein Gegner erlag angesichts dessen der Versuchung, seine Positionen zu überdehnen und fand sich letztlich in einem aussichtslosen Endspiel mit Turm gegen zwei Leichtfiguren wieder. Kura hatte seine Partie noch etwas eher beendet. Das Verschmähen eines Gambitbauerns führte alsbald zu einer fleischlosen Stellung, bei der zu allem Überfluss fast jeder Zug den Abtausch eines Figurenpaares nach sich zog. Man einigte sich folglich schnell auf Remis.
Das gleiche Ergebnis lieferte die Partie am Spitzenbrett, nur war hier der Spielverlauf überaus hektisch. Tomasz wurde von einer Opferstafette überzogen, die ihm zwar einen höllischen Materialvorteil bescherte, letztlich aber doch die Zugwiederholung erzwang. Roland konnte hingegen überzeugend einen ganzen Punkt beisteuern. Seine Stellung entwickelte sich nach der Eröffnung prächtig; die Diagonalen gegen den schwarzen König waren so fest in seiner Hand, dass es nur noch ein Handgemenge unter Bauern bedurfte, um die Partie zu beenden. Ich selbst griff schon in der Anfangsphase zu so seltsamen Manövern, dass ich lange Zeit fürchten musste, als Erster meine Partie beenden zu müssen. Zwar gelang es mir im Mittelspiel, meiner Ruine einen gewissen Charme zu verleihen, doch mit der mir unverhofft in die Hände gefallenen Aktivität konnte ich nur wenige Züge gut umgehen. Wie schon in der Eröffnung gab ein extravaganter Zug das Spiel erneut aus den Händen. Mein Verlust blieb jedoch ohne schlimme Folgen für die Mannschaft.
Grzegorz überraschte alle Kiebitze im Bauernendspiel. Nicht der entfernte Freibauer seines Gegners, sondern seine eigene Bauernwalze am anderen Flügel entschied den Tag. Auch Jacek profitierte von einem Aussetzer, der das Gleichgewicht zu seinen Gunsten verschob. Als sich der Rauch nach der Zeitkontrolle lichtete, hatte er einen glatten Bauern mehr, der zudem noch weit ins feindliche Lager vorgedrungen war. Die Abwicklung in ein simples Endspiel war reine Formsache. Letzteres gelang Sven leider weit weniger gut. Zwar nahmen auch seine Bauern gewaltig Fahrt auf, benötigten dann aber Figurenunterstützung. Beim Zusammenführen der Kräfte unterlief ihm eine Ungenauigkeit, welche die Angelegenheit unnötig verkomplizierte. Am Ende stand sein tapferster Bauer zwar direkt vor der Umwandlung, doch seinem König war nicht mehr einzureden, von der Schaukelpartie mit der feindlichen Dame abzulassen.

Im Ganzen war der Mannschaftskampf zwischenzeitlich weit weniger klar, als es das Endergebnis von 5.5-2,5 vermuten lässt. Es war also abzusehen, dass wir am Sonntag gegen die nominell stärkeren Magdeburger von Aufbau-Elbe umso härter um Zählbares kämpfen mussten. Denen verhalf eine wundersame Wendung zu einem knappen Sieg über Chemnitz, weshalb uns ein echtes Spitzenspiel bevorstand. Selbstverständlich tat das unserem heiteren Abend keinen Abbruch. Da beide Magdeburger Mannschaften zum Sonntag anders aufstellten, wäre eine intensive Vorbereitung auch nicht auf fruchtbaren Boden gefallen.

Recht schnell herrschte auf Jaceks Brett eine fast völlig symmetrische Aufstellung, die keinen Ansatz für eine sehenswerte Partie bereithielt und entsprechend Remis gegeben wurde. Tomasz konnte mit den schwarzen Steinen genauso wenig Unruhe stiften und gab sich mit dem gleichen Resultat zufrieden. Problematisch wurde es dann, als Lutz in Bedrängnis geriet. Für sein zielgerichtetes Auftreten vom Vortag wurde ihm das Etikett des Vandalen umgehangen, wodurch sich seine Laufwege wieder erweiterten. Auch auf dem Brett brachte ihn sein direktes Vorgehen dieses Mal in Nachteil. Die sich in der Vorwärtsbewegung befindlichen Figuren zeigten sich außer Stande, die Koordination aufrecht zu erhalten, was umgehend die Null nach sich zog. Gleichzeitig hatte es Kura versäumt, Initiative für seinen geopferten Bauern zu erzwingen und auch Rolands Position machte auf mich einen sehr gepressten Eindruck. Für einen Lichtblick sorgte erneut Grzegorz, der aus einer geschlossenen Position heraus ein wildes Ringen anstiftete und dieses auch für sich entschied. Noch heller wurde es, als Roland seinen Gegner zum organisierten bis panischen Rückzug zwang und noch vor Beendigung der vierten Stunde gewann. Für einen Sieg bedurfte es nun noch 1,5 Punkte an drei bespielten Brettern, wobei sich Kuras Perspektiven sehr rasch verdüsterten. Svens Gewinnbemühungen standen im Schatten des Stellungspechs. Ein langer Schlagabtausch führte nur aufgrund unscheinbarer Details nicht zum Durchbruch. Im Turmendspiel behauptete er zwar einen Mehrbauern, doch die Chancen, diesen zu verwerten, waren weit schlechter als am Vortrag. Mir hatte die abendliche Reinigung in Feuer und Wasser streckenweise offenbar ganz gut getan. Ähnlich wie mein Gegner am Vortag gab ich den Eröffnungsvorteil aber nach und nach wieder aus der Hand; einen simplen taktischen Gewinn lies ich großzügig aus und fand mich nach der Zeitkontrolle in einem öde anmutenden Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern wieder.
Sven war bei seinen 170 Zügen an diesem Wochenende kein siegbringendes Glück beschieden – auch dieses Mal konnte sein Gegner sämtliche Endspieltricks abblocken und in ein technisches Remis erzwingen. Bei mir lief es besser. Unter Mithilfe der passiven Verteidigungsstrategie meines Gegners bekam ich tatsächlich nochmals den Ausklopfer in die Hand, mit dem ich die Schwächen im feindlichen Lager großflächig bearbeiten konnte. In der Endabrechnung standen also die benötigten 4,5 Punkte auf unserem Konto.

Beide Kämpfe nahmen einen engen Verlauf – am Sonntag schienen wir zwischenzeitlich mit einem Unentschieden gut bedient zu sein. Doch durch den glücklichen Sieg haben wir uns nicht nur von einem weiteren Konkurrenten absetzen können, sondern auch noch die weitesten Auswärtsspiele der Saison erfolgreich bestritten. In der Tabelle liegen wir nun punktgleich mit Hoyerswerda auf dem ersten Platz, dicht gefolgt von den beiden Leipziger Mannschaften, die bisher nur im vereinsinternen Vergleich Punkte ließen.


Team II rehabilitiert sich gegen Grimma

Mit einem deutlichen 6:2 gegen den Tabellennachbarn Grimma hat sich die II. Mannschaft weiter alle Aufstiegschancen bewahrt. Bereits früh hatte Olaf Hilbig seinen Gegner mit unkonventionellem Spiel aus dem Konzept gebracht und den Sieg schon eingefahren, als der Kaffee noch nicht einmal serviert war. Auch Christian Hörr kam gut in die Partie, zerstörte zunächst das schwarze Zentrum und eröffnete dann mit einem Qualitätsopfer einen sehenswerten Mattangriff. Zur gleichen Zeit hatte Mathias Paul die überbreite Remiszone im Leichtfigurenendspiel doch noch verlassen und stand kurz vor der Aufgabe. Dass Randmehrbauern trotzdem zur Punkteteilung neigen, zeigte sich zwar erst viel später in der Partie von Christof Beyer, aber auch Mathias bekam sein Remis irrwitzigerweise noch geschenkt.
An Brett 7 wandelte Lars Hernla aktivitätsmäßig auf den Spuren von Etienne Engelhardt, konnte sich aber noch vor der Zeitkontrolle befreien und landete schließlich noch den Lucky Punch. Da auch Lion Pfeufer nach einer soliden Partie gewann, waren die Messen längst gelesen. Da hatte man fast schon Mitleid mit Andreas Götz, der sich nach seinem Bauernopfer wohl etwas mehr Kompensation erhofft hatte. Immerhin gemütlich sitzend wie einst der Sonnenkönig Louis XIV ging er aber letztlich chancenlos unter. Den Schlusspunkt unter einen höchst erfreulichen Landesklassenspieltag setzte aber unsere Schweizer Geheimwaffe Gunter Sandner. Noch während seiner sehenswerten Endspielbehandlung kamen ihm einige Fragen, die er wohl mit zurück in den Süden nehmen wird:
1. Warum holt denn keiner einen neuen Satz Partieformulare, wenn doch alle sehen, dass gleich 60 Züge voll sind?
2. Seit wann kann man Partieformulare auch auf der Rückseite beschreiben?
Anyway, danke fürs Mitspielen, Gunter!

In zwei Wochen kommt der überraschend starke Tabellenführer Riesa nach Plauen, wo wir dann erneut nominell in der Favoritenrolle sind. Dass das nichts heißen muss, haben wir in dieser Liga leider schon zu oft gesehen …


3. Runde der III. / IV. / V. Mannschaft

Das 4:4 unserer III. gegen Aue III. könnte ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt sein. Noch ist in der 2.Landesklasse alles dicht beieinander und keiner konnte sich  so recht vom Ende absetzen. Gut gespielt und dennoch 3,5:4,5 gegen Rapid Chemnitz verloren, war der Tenor von Heike Sandner. Nur Bihn Karl konnte gewinnen, Hörning,U./Bork,St./Böttger, Chr./Wagner,L./Butzke, D. trugen jeweils einen halben Zähler bei. Eine kleine Sensation erzielte unser junges V. Team (Durchschnittsalter 25 Jahre) gegen Bösenbrunn, denn am Ende hieß es 4,5:3,5 für Plauen! Den letzten Kampf,
um Sieg oder Niederlage focht unser U 16 Spieler Fischer,Erik mit Benkert,Heinz aus und Erik behielt die Nerven und konterte den Altmeister aus. Weitere Siege
gelangen Süß,N. / Pekrul,E./Dietzsch,P. und Seyffert,U. steuerte ein Remis bei !


2. Sachsenjugendliga U20

Mit einem 2,5:1,5 konnte unsere U20 einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg erringen. Wie es das Ergebnis schon zeigt, war es ein sehr knapper Sieg, der gegen den SG Nieder-und Kleinneuschönberg e.V. I errungen wurde. Binh , als Ersatz am 4. Brett, konnte schon nach kurzer Zeit den großen DWZ-Unterschied deutlich machen und holte damit den ersten Sieg für Plauen. Jedoch war die Führung nur von kurzer Dauer, denn Nils (1. Brett) konnte gegen seinen Gegner nichts zählbares holen und somit stand es 1:1. Nur durch Glück, sowohl für die Mannschaft als auch für Stephan, kam es am 2. Brett zu einem weiteren Sieg. Stephan hatte im Endspiel einen Bauern eingestellt, konnte jedoch in der Zeitnot des Gegners „den Spieß umdrehen“ und damit das 2:1 erringen. Huy bot daraufhin seinem Gegner ein Unentschieden an, welches dieser auch sofort annahm. Huy hatte zwar einen Bauer mehr, aber brachte mit seinem Remis der Mannschaft den Sieg.