Weihnachtsblitz im Alten Handelshaus

Kellerduelle sind in der Regel für die Beteiligten aufgrund der Abstiegsgefahr kein Grund zur Freude. Großen Spaß machten hingegen die Kellerduelle bei der Weihnachtsfeier des SK König am Freitag in den ehrwürdigen Tonnengewölben des Alten Handelshauses in Plauen.

So traten nach Peter Lubans Jahresrückblick acht Vierer-Teams an zum Mannschaftsblitz. Mehrere Meter tief unter der Straßberger Straße galt es, die besten Weihnachtsblitzer zu ermitteln. Nach sieben Runden erklommen die „Landshuter Jungs“ um Lars Hernla, Toni Merkel, Stephan Meyer und Lion Pfeufer das Siegertreppchen. Einen großen Anteil daran hatte Toni, der am zweiten Brett alle sieben Partien für sich entschied!

Auch Christian Hörr (Brett 3) vom Team „Heavy Metal“ gewann sieben mal. Eine tolle Mannschaftsleistung brachte den Schwermetallern den Titel des Vize-Kellerduell-Weihnachtsblitzmeisters ein.

Nach dem kurzweiligen Spielvergnügen wurde auch mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass man sich bei Kellerduellen nichts schenkt. Mit der Fantasiewährung des „Handelshaus-Dukatens“ unterstützten die älteren Vereinsmitglieder die jüngeren und spendierten jedem Youngster fünf Euro für Speis und Trank.

Nach mehreren hitzigen Tandem-Runden ging die Weihnachtsfeier kurz vor Mitternacht zu Ende und die Schachkönige erklommen die Stufen nach oben.


Team II entmachtet die Macht an der Mulde

Dekadenz ist, wenn man den Blitzer rechtzeitig sieht und trotzdem reinfährt.

Mit einem hochverdienten 5,5:2,5-Sieg gegen Wilkau-Haßlau hat sich die II. Mannschaft weiterhin alle Chancen erhalten, den Aufstieg in die Sachsenliga aus eigener Kraft zu schaffen. Nach der üblen 1:7-Watsch’n gegen Spitzenreiter CSC Aufbau sind die Wilkauer nach ihrem Abstieg nun endgültig wieder in der harten Landesklassenrealität angekommen.

Für einen Auftakt nach Maß sorgte Edeljoker Andreas Götz, der ein frühes Remisangebot noch energisch, fast entrüstet ablehnte, nur um bald danach im Schwerfigurengemetzel mit einer klaren Mehrqualität zu verbleiben – 1:0. Derweil hatte Tobias Franz gegen die talentierte Tessa Simon nicht viel erreichen können und bleibt nach seinem Remis weiter ungeschlagen.

Erstaunliches schaffte Frank Gerbeth gleich in zweierlei Hinsicht: Von seiner fast schon überpünktlichen Anreise war der Puzzlestädter selbst so überrascht, dass er den Schwung direkt mit ans Brett nehmen konnte. Gegner Torsten Schmidt, sonst eigentlich eine Bank im Wilkauer Oktett, kam zu keinem Zeitpunkt in die Partie und wurde von Frank am Königsflügel sauber filetiert. Ähnliches drohte aber auch Lars an Brett 4 zu widerfahren. Gerade als man sich unter Schmerzen abwenden wollte, ließ die Gegenpartei noch einmal Chancen zu. So fand Lars in hoher Zeitnot noch ein Dauerschach zum Zwischenstand von 3:1.

Ein spannendes Königsindischduell lieferten sich Christian Hörr und Bernd Hiemer. In einer komplexen Stellung konnte der Plauener zunächst die Rochade gerade noch rechtzeitig herbeikünsteln, dafür drangen die schwarzen Türme aber schon bedrohlich bis nach c4 und f4 vor. Angesichts des Spielstands spielte Hiemer voll auf Sieg und opferte schließlich die Qualität für gute Kompensation. Im guten Glauben, endlich eine Figur zu gewinnen übersah er den weißen Turmrückzug von c8 nach c1 und geriet sofort in eine Verluststellung – 4:1.

Nun waren die Messen gelesen. Olaf Hilbig hatte in einer langweiligen Partie gegen Stephan Völz stets alles unter Kontrolle und fuhr das Remis zum Mannschaftssieg ein. Edwin Fischer, der im Spanier abermals schon ziemlich anrüchig stand, konterte schließlich eine Figur vom Brett und kam so zum zweiten Sieg im zweiten Spiel. So war es auch verschmerzbar, dass Lion an Brett 1 trotz toller Spielanlage ein Endspiel mit Mehrqualität noch gänzlich an die Wand fuhr.

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Weihnachtsmarkt bei Herbstwetter. Dazu spielt die Blaskapelle den Klassiker „Kinner guckt naus, draußen liegt Schnee“.


III./IV./V. Team

III.: es wachsen nicht alle Träume oder Bäume in den Himmel, denn heute gab es  eine Ernüchterung. Eigentlich fühlte sich der Wettkampfverlauf sehr gut an. P. Luban, M. Tunger, J. Bandt erzielten jeweils ein Remis und nur St.Meyer verlor seine Partie. Die restlichen Vier, unser am Vortag so erfolgreiches U 20 Team (3:3 gegen SG Leipzig I.) standen alle ganz drastig auf SIEG. Erik Fischer hatte nach 90 Minuten die Königsstellung seines Gegners (Altmeister Kühnrich) völlig zertrümmert und fand plötzlich nicht mehr die beste Fortsetzung und das war es dann auch, 0:1. Bihn erging es nicht anders, er weigerte sich hartnäckig einen Freibauer auf f7 zu bilden, an dem der Gegner die ganze Partie geknaupelt hätte, dh. auch 0:1! Toni werkelte etwas sorglos an seiner starken Stellung herum, bis auch er seinen Aussetzer fand, 0:1. Huy fegte mit einen grandiosen Angriff, des Gegners König von g8 nach c6! und vergaß Matt zu setzen oder den Turmgewinn anzunehmen, leider wurde es nur ein mageres Remis. Die Göttin der Chancenverwertung wurde heute nicht im Spiellokal gesichtet, jedenfalls nicht auf Plauener Seite.
IV.: die 5. Runde wird unsere Vierte am 12.Januar nachholen !
V.: zwischen der V. und Waldkirchen II. gab es am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden und damit einen weiteren Punkt in Richtung Klassenerhalt. Die einzige Siegpartie geht auf Nils Süß Konto !


4.Runde U 20 Sachsenliga

Dem Spitzenreiter SG Leipzig I. konnte unser junges Team ein 3:3 abtrotzen. Binh konnte recht zügig einen Fehler seiner Gegnerin zum Sieg ausnutzen und auch Toni Merkel siegte in einem sehenswerten Angriff gegen den Sizilianischen Drachen. Nils mußte anschließend die Segel streichen, ebenso Erik Fischer. So blieb es Huy Duc und Daniel Helmrich vorbehalten in zwei Zeitnotduellen, den notwendigen Punkt zu holen, beide Remis. Möglicherweise ein wichtiger Punkt gegen den Abstieg bei noch drei ausstehenden Spielen. Somit stehen demnächst die „Endspiele“ gegen Dresden Heidenau (18.1.14) und am 1.2.14 gegen SV Siebenlehn an, ehe es zum Finale zu Grün Weiß Dresden geht (8.3.14) 1


BL U16: Doppelsieg mit Heimvorteil

Man kann nur raten, weshalb unsere „Kleinen“ heute so motiviert in die Doppelrunde gegen Muldental Wilkau-Haßlau gingen. Vielleicht lag es am bevorstehendem Weihnachtsfest oder dem ersten Schnee, der zum Austoben einlud. Auf jeden Fall sollten wir der Sache auf den Grund gehen, um bei den noch anstehenden Runden genau so gut abzuschneiden , wie es heute der Fall war.

Runde 6:In der heutigen ersten Runde sollte unser 2. U16-Team gleich gegen die stärkste U16-Mannschaft aus Wilkau-Haßlau antreten. Vor allem am ersten Brett (DWZ: 1695) waren die Gäste, geht man von der Wertzahl aus, hoch überlegen. Jedoch ließ sich Timm Nicklaus (DWZ: 1472) von der vermeintlichen Übermacht seiner Gegnerin nicht einschüchtern, überzeugte mit taktischer Stärke und brachte der Mannschaft damit einen wichtigen Brettpunkt.
An Brett 2 hatte Lukas Nguyen Dang zu hohen Materialverlust erlitten, um dem Mannschaftsergebnis  etwas beitragen zu können.
Dafür konnte Simon Burian vor allem in seinem Endspiel überzeugen, in dem er aus einer totremisen Stellung (Schwarz und Weiß hatten nur noch Springer, Bauer & König) einen Sieg „zauberte“.
Die besten Nerven bewies jedoch Nico Hörkner am 4. Brett, der in größter Zeitnot der Gegnerin das gesamte Material vom Brett nahm und somit trotz Blättchenfall ein Remis erzielte.
Somit stand das Endergebnis fest: SK König Plauen II – Muldental Wilkau-Haßlau I (2,5:1,5)!

Runde 7:
In der zweiten Runde konnte unsere Mannschaft etwas deutlicher gewinnen. Timm wurde mit 2/2 Tagessieger, Lucas revidierte seine Leistung vom Vormittag und Nico stieg zum neuen Topscorer der Mannschaft auf (5 aus 7). Endergebnis: Muldental Wilkau-Haßlau II – SK König Plauen II (1:3)!

Damit steigt die Chance auf einen Treppchenplatz. Wir wünschen dem Team auf jeden Fall viel Erfolg für die letzten 2 Runden.

 


Vizemeister bei der BMM U12!

Nach vielen vergeblichen Anläufen, die zumeist auch noch mit dem ganz undankbaren 5. Platz, endeten, war man diesmal mit dem ganz festen Willen angetreten die BMM U12 auf einem Rang abzuschließen der uns die Teilnahme an der Sachsenmeisterschaft ermöglicht. Aber gleich die vorgezogene 1. Runde bedeutete für unsere Ambitionen einen herben Dämpfer: 2:2 gegen den Ortsrivalen VSC und selbst das kam noch unter sehr glücklichen Umständen zustande. Zumindest scheint diese Fast-Pleite bei der Mannschaft allerdings ein gewissen Weckeffekt ausgelöst zu haben. Bestens ausgeschlafen und hochkonzentriert ging es an die nächsten Aufgaben. Aue wurde glatt mit 4:0 geschlagen und ein ebenso souveränes 3:1 im Vergleich mit USG Chemnitz waren ein klarer Beleg dafür, dass wir bei der Medaillenvergabe mitreden können. Daran änderte auch die knappe 1½:2½-Niederlage gegen GW Niederwiesa nichts. Wettkampftag 2 in Lengefeld wurde dann so richtig spannend. Niederwiesa gab überraschend einen Punkt gegen Aue ab, während unser Vierer alle drei Spiele siegreich gestalten konnte und nur beim deutlichen 3½:½-Sieg gegen den SC Annaberg-Buchholz einige Mühe hatte. Nur GW Niederwiesa hatte etwas gegen unsere Titelambitionen, gewann den letzten Kampf und durfte sich über den Bezirksmeistertitel freuen. Nach einer langen Durststrecke sind wir über Platz 2 mehr als nur zufrieden, in der Brettpunktwertung hat keine andere Mannschaft unsere 19½ Zähler toppen können.

http://svs.portal64.de/ergebnisse/show/2013/725/tabelle
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Vizemeister bei der BMM U12 !!!

Nach vielen undankbaren 5. Plätzen bei den Mannschaftsmeisterschaften im Chemnitzer Spielbezirk konnte der Bock diesmal umgestossen werden. In der Besetzung Simon Burian, Nico Hörkner, Alexander Bandt, Daniel Kießling und Liam Ertl gelang mit Rang 2 die Qualifikation zur Vorrunde der Sachsenmeisterschaft. Herzlichen Glückwunsch !


2.LKl./Bez.Liga/1.Bez.Kl.

III. Team: unser junges Team ( Durchschnittsalter 24 Jahre- Peter u. Mario incl.) reiste mit gemischten Gefühlen nach Markneukirchen, denn die Situation schien im Vorfeld unklar. Am Ende wurde es aber ein knapper Sieg. Nach der dritten Stunde kamen schon leichte Irritationen auf und es ergab sich ein spannender Kampf. Huy und Binh siegten uns aber in Front und Toni konnte den wichtigen halben Punkt sicher beisteuern! (P.Luban, M.Tunger, St.Meyer, E.Fischer Remis / Ng. Lukas 0)
IV.Team: gegen den Favoriten Waldkirchen gelang ein wertvolles 4:4 ! Mister 100% , Dietmar Rößler gewann, Nils Süß ebenso und unser Altmeister Lothar Wagner siegte wieder. Steffen Bork, Christian Böttger Remis und Uwe Hörning, Heike Sandner und Ulrich Seyffert gaben ihre Punkte ab.
V. Team: unser „Nachwuchsteam“ musste diesmal in Zwickau knapp mit 4,5:3,5 Federn lassen. Für den SKK gewonnen haben Tim Seyffert , Andre+Simon Burian, E. Pekrul remisierte und S.Barg, D. Helmrich, D. Suhr und M. Dreise konnten gestern nichts beisteuern.


Team I siegt überraschend in Erfurt

Vor allem an den hinteren Bretten gingen wir gegen den Erfurter SK als krasse Außenseiter ins Rennen und hier sollte letztendlich auch die Entscheidung fallen, jedoch kommt es Ersten manchmal anders, als man Zweitens denkt.

Mit dem Rückenwind einer starken EM im Polnischen Damenteam spielte Jola an Brett 2 mit Schwarz gegen GM Haba ziemlich souverän. Nie ernsthaft gefährdet, zählte Sie zwischenzeitlich sogar einen Mehrbauer ihr eigen, ohne dass jedoch das Gleichgewicht jemals ernsthaft gefährdet schien, Remis. Danach willigte Lutz an Brett 3 nach einigen hin und her in ein Remis ein. Ebenso recht sicher agierte Sven an Brett 5. Nachdem die Partie in einem Turm-Leichtfigur Endspiel verflachte, willigten beide Kontrahenten schließlich ins Remis ein. Sehr zufrieden konnte auch Roland an Brett 6 mit seinem Abschneiden sein. Mit den schwarzen Steinen befand er sich stets auf Augenhöhe. Schließlich meisterte er auch die letzte Klippe vor dem sicheren Erreichen des Remis-Hafens. Erneut sehr unglücklich agierte Kura an Brett 4. Obwohl mit den schwarzen Steinen spielend, stand er gegen seinen großmeisterlichen Gegner lange Zeit eher besser als schlechter. Wie genau es dazu kam, dass er am Ende erneut mit leeren Händen dastand, ist zumindest dem Autor entgangen. Dimitrios überzeugte an Brett 1 vollends, fast schien er seinen Großmeisterkollegen nach Belieben zu dominieren. Nicht nur ich hatte zwischenzeitlich den Eindruck, dass er mehr an den anderen Brettern stand, als an seinem Brett saß, um dann am Ende den Sieg zum 3:3 zu quittieren. Blieben die beiden letzten Bretter zur Vergabe der Entscheidung. Ja und wozu die beiden „Lieblingsbrettnachbarn“ einträchtig im Stande sind, sollte sich trotz 2m Tischabstand zeigen, gell Hörri :-). Der Autor selbst konnte nach strategisch ruinösem Spielansatz in der Phase vor der Zeitkontrolle einen sehenswerten taktischen Schlag anbringen, der den Gegner brutal niederstreckte und nur den Gang in ein hoffnungsloses Endspiel ließ. Schließlich offenbarte auch Matthias im Turmendspiel seine Pitbull-Gene und hielt den nötigen halben Punkt ganz sicher fest.

Am Ende sollte also unsere „Krake Roland“ mit seinem Tipp Recht behalten auch wenn an jenem Tag wirklich alles zusammen passte.

ERFURTER SK 3½:4½ SK KÖNIG PLAUEN
1. GM Votava, J. 2512 0:1 GM Mastrovasilis, D. 2589
2. GM Haba, P. 2505 ½:½ WGM Zawadzka, J. 2383
3. Bräuer, F. 2295 ½:½ GM Espig, L. 2302
4. GM Enders, P. 2469 1:0 FM Kuraszkiewicz, M. 2342
5. IM Müller, M. 2402 ½:½ FM Schaller, S. 2293
6. IM Casper, Th. 2393 ½:½ FM Pfretzschner, R. 2252
7. IM Heinzel, O. 2370 ½:½ Hörr, M. 2139
8. IM Troyke, C. 2330 0:1 Paul, M. 2192

 

Christian Troyke – Mathias Paul

Stellung nach 33. Se3 …

CT - MP 2013-11-24

33.  …  Sxh3  34. Kxh3 Dh5+  35. Kg2 Dxd1  36. Sxd1 e3+ (GAME OVER!) … 0:1 (51)


Team II patzt sich zum Sieg gegen Zwickau

In der II. Mannschaft wird gern damit kokettiert, „in dieser Patzerliga genau richtig“ zu sein. Und in der Tat wechseln sich seit Jahren souveränste Siege mit haarsträubenden Punktverlusten ab. Der 5:3-Erfolg gegen den Zwickauer SC war zwar eine süße Rache für die blamable Vorjahresniederlage, von einer gelungenen Generalprobe für das kommende Verfolgerduell in Wilkau-Haßlau kann aber keine Rede sein.

Das Match begann mit einem schnellen Remis von Christof Beyer, nachdem Kay Kaufmann in einer langen Sveshnikov-Variante praktisch nichts erreicht hatte. Auch Christian Hörr entschloss sich früh, vielleicht zu früh, zu einer Zugwiederholung, auch weil es ein vielversprechendes Bauernopfer gar nicht erst unter die Kandidatenzüge geschafft hatte. Derweil lag Olaf Hilbig bereits mit drei Bauern vorn, wenngleich diese auf c2, c3 und c5 nicht gerade furchteinflößend waren.

Mit seinem gewohnt unorthodoxen Spiel erreichte auch Lars Hernla gegen Kevin Dannhäuser eine aussichtsreiche, aber überaus taktische Stellung. Dummerweise griff Lars zuerst daneben und brachte so nicht nur die Gäste mit 2:1 in Führung, sondern rehabilitierte seinen Gegner gleichzeitig von einer schmachvollen Niederlage:

Dannhäuser, Kevin - Hörr, Christian, Chemnitzer Turm-Open 2011. Nach 16...Se4-f6 gab Weiß entnervt auf.

Dannhäuser, Kevin – Hörr, Christian 0:1 (Chemnitzer Turm-Open 2011). Nach 16…Se4-f6 gab Weiß entnervt auf.

Nun waren Ideen gefragt und die Antwort fand man am Brett von Tobias Franz, der sich endlich einmal von seinem Schottisch-Mief emanzipierte und prompt mit carlsenschen Mitteln kreativ wurde. Während draußen noch über mögliche Bauerngewinne spekuliert wurde, hatte Tobi bereits ein vernichtendes Turmopfer lanciert. Bravo!

Franz, Tobias - Faber, Lutz. Nach 1...d5? folgte 2.Se4 Th6? 3.Sg5? (Dg5!+-) Tdd6? 4.

Franz, Tobias – Faber, Lutz. Nach 1…d5? folgte 2.Se4 Th6? 3.Sg5? (Dg5!+-) Tdd6?? 4.Te1 Dc8 5.Te7 Dd8 6.Txg7+! Kxg7 7.Se6+ Kf7 8.Dg7+ 1:0.

Danach ging alles sehr schnell. Während sich im Nachbarraum der Berliner AK mit einer zwar inbrünstigen, inhaltlich aber arg peinlichen Taktikansprache gegen den VFC Plauen vorbereitete (später 2:0 für die Vogtländer) musste Olaf mit ansehen, wie die gegnerische Kompensation mit jedem Zug stärker wurde. Gerade noch rechtzeitig fand er die Notbremse für ein Dauerschach. Lions Gegner hatte in einer eher harmlosen, geschlossenen Stellung viel Zeit verbraucht. Wie aus dem Nichts zauberte Lion eine Minikombination aufs Brett, an deren Ende die schwarze Dame von b6 nach g1 eindringen konnte, wo sie zudem den besten Blick auf das gefallene Fähnchen der gegnerischen Uhr hatte. Umso erstaunlicher war, dass Gerd Völkel nun abermals ein Friedensangebot an Frank Gerbeth überbrachte, der, nachdem er seine vormals gute Stellung bis an den Rand der Remisbreite verschlechtert hatte, dankend annahm.

Beim Stande von 4:3 war es schließlich unserem Neuzugang Edwin Fischer vorbehalten, es seinem Namensvetter Erik gleich zu tun und sein Landesklassendebüt mit einem Sieg zu vollenden. Obwohl seine Stellung zwischenzeitlich schon arg anrüchig war, gelang es dem Ex-Coburger, in der Zeitnotphase eine Figur einzukassieren und im Endspiel schließlich mit dem letzten Bauern zu verwerten.